Ein In-vitro-Mikrokerntest an frisch isolierten Rattenhepatozyten wurde im vorangegangenen Forschungsvorhaben entwickelt und evaluiert. Im Rahmen dieses Anschlussprojektes wurde die Evaluierung des Testsystemes fortgesetzt, um weitere Voraussetzungen fuer einen Routineeinsatz des In-vitro-Mikrokerntests in der genetischen Toxikologie zu. Arbeitsprogramm und Ergebnisse: 1. Erweiterung der Datenbasis mittels Pruefung weiterer ausgewaehlter Testsubstanzen im Rattenhepatozyten-Mikrokerntest. 2. Etablierung des Mikrokerntests an Maushepatozyten und Pruefung ausgewaehlter Testsubstanzen im Maushepatozyten-Mikrokerntest im Vergleich zum Rattenhepatozyten-Mikrokerntest. 3. Sensitivierung des Testsystems durch Enzyminduktion von Hepatozyten im Mikrokerntest und Pruefung verschiedener Mutagene im Mikrokerntest mit und ohne Enzyminduktion. 4. Etablierung einer Methode zur Zentromeranfaerbung unter den Bedingungen des Mikrokerntests, die eine Differenzierung zwischen Mikrokernen mit ganzen Chromosomen bzw. Chromosomenfragmenten zulaesst. Die Datenbasis des Rattenhepatozyten-Mikrokerntests wurde auf insgesamt 45 Substanzen verschiedener Klassen erweitert, so dass der Test hinsichtlich seiner Aussagekraft als Mutagenitaetspruefmethode eingehend charakterisiert ist.