In mehreren in vitro- Arbeiten werden Effekte hochfrequenter elektromagnetischer Felder des Mobilfunks auf die differentielle Genexpression in unterschiedlichen Zellsystemen beschrieben, wobei die Ergebnisse jedoch häufig widersprüchlich und uneinheitlich sind. Im Zentrum der Diskussionen stehen viele andere Stressproteine und Transkriptionsfaktoren, da deren Beeinflussung weit reichende Konsequenzen zumindest auf Zellebene, möglicherweise aber auch für den Gesamtorganismus haben kann. Die Untersuchungen werden an Kulturen primärer Lymphozyten aus dem Vollblut gesunder jugendlicher (juveniler) und erwachsener (adulter) Spender durchgeführt. Schwerpunkt der Arbeit ist eine qualitativ hochwertige, möglichst breite Untersuchung möglicher Einflüsse der GSM-Signale auf die differentielle Genexpression auf mRNA-Ebene. Zur Untersuchung werden Genchips für das Humangenom (menschliches Genom) verwendet. Statistisch relevante Ergebnisse hieraus werden mit weiteren molekularbiologischen Methoden abgesichert und nach Möglichkeit auf Proteinebene überprüft.