In Paragraph 5 des novellierten Naturschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg wird gefordert, dass für die freie Landschaft eine regionale Mindestdichte von punktförmigen und linearen Elementen, die für den jeweiligen Naturraum typisch und zur Vernetzung von Biotopen erforderlich sind, erhalten und entwickelt werden soll. Vor dem Hintergrund dieser gesetzlichen Vorgaben zur Biotopvernetzung wird deutlich, dass die vorliegenden Kenntnisse über funktionale Zusammenhänge und dauerhaften Erfolg von Biotopvernetzungsmaßnahmen noch mangelhaft sind, da bislang nur wenige Langzeitstudien zur Erfolgskontrolle umgesetzter Maßnahmen existieren. Aufbauend auf dem seit 1995 laufenden Forschungsprojekt 'Begleitforschung zum ökologischen Domänenkonzept und zur Biotopvernetzung (link: zur Seite des Projektes)' sollen am Beispiel der drei Staatsdomänen Maßhalderbuch, Rottenburg und Hohrainhof regionale Mindestdichten von Biotopstrukturen für die jeweiligen Zielarten der unterschiedlichen Landschaftsräume abgeleitet werden. Verallgemeinernd soll das Projekt 'Biotopvernetzung und regionale Dichte von Biotopstrukturen', ausgehend von der sehr guten Datenlage, Aussagen hinsichtlich folgender Fragestellungen erarbeiten: * Welche Zielvorgaben zu Flächenanteilen, Lage, Verteilung und Zuordnung bestimmter Lebensraum-Strukturen lassen sich für unterschiedlich intensiv agrarisch genutzte Flächen treffen? * Welche Faktoren bedingen dabei eine hohe Dichte der faunistischen Zielarten? * Mit welchen 'Messgrößen' lassen sich die jeweiligen Zielerfüllungsgrade bezüglich der Ausstattung mit geeigneten Lebensräumen ermitteln? * Wie und bis zu welchem Grad lassen sich die Erkenntnisse aus den Staatsdomänen generalisieren, d.h. inwiefern lassen sich Leitbilder und Ziele ableiten, die für die Landschaftsentwicklung in unterschiedlichen Naturräumen Gültigkeit besitzen?