Phenol-basierte Bindemittel werden in großen Mengen für Spanplatten, andere Plattenwerkstoffe und Isoliermaterialien eingesetzt und sind für deren Zusammenhalt und damit auch für die Festigkeitseigenschaften mitverantwortlich. Die Verwendung dieser Klebstoffe ist sowohl hinsichtlich deren Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit als auch deren gesundheitliche Wirkung in Frage zu stellen. Der Bedarf, diese petrochemie-basierten Bindemittel zumindest teilweise mit alternativen und nachwachsenden Rohstoffen zu ersetzen, ist gegeben und etliche Industrien weltweit reagieren bereits auf diese Anforderung. Das Hauptziel dieses Projektes ist es daher Lignin- und Zellulose-basierte Produkte für die Reduktion von Formaldehyd, Phenol und Harnstoff in Phenol-basierten Bindemitteln einzusetzen. Neu an dem gewählten Ansatz ist der Einsatz von modifizierten Ligninen und Zellulose Produkten als Phenol und Harnstoff Ersatz, sowie die Verwendung von hoch oxidierten Zellulosefasern als Formaldehyd Ersatz mit zusätzlichen Vernetzungskapazitäten. Das Hauptziel für die österreichische Zellstoff- und Papierindustrie ist die Erzielung einer höheren Wertschöpfung für die derzeit noch wenig genützten Kuppelprodukte.
Niederschlagsvariabilität und ihre Auswirkung auf Wälder und landwirtschaftliche Ernte im Weinviertel in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft WASSER ... und seine Verfügbarkeit sind wichtige Faktoren für die jährliche Entwicklung von Pflanzen. Das Weinviertel gehört aber zu den trockensten und wärmsten Gebieten Österreichs. Die Trockenperioden sind häufig und werden mit fortschreitendem Klimawandel wohl noch häufiger. 2003 ist als extremes Trockenjahr noch in Erinnerung. Diese Trockenphasen sind in der Vegetation ablesbar, besonders im ... WALD ..., denn ein Baum produziert jedes Jahr einen Jahrring und dessen Breite ist von der verfügbaren Wassermenge abhängig: viel/wenig Wasser - breiter/schmaler Ring. Im Holz eines Baums ist daher die Klimageschichte seines Lebens konserviert und die ist so charakteristisch für eine Region, dass man sie mit anderen Bäumen vergleichen kann - auch von bereits toten Artgenossen, die irgendwo am Dachboden eines alten Bauernhauses oder Schlösschens erhalten sind. Wichtig ist dabei, dass sich die Lebenszeit von lebendem und totem Baum überlappen. Dann kann man eine Jahrringchronologie aufbauen (die Klima-Lebensgeschichte vieler Bäume zusammenhängen) und erhält damit indirekt jahrgenau aufgelöste Informationen über den Niederschlag, die über die Zeit meteorologischer Messungen hinausgehen. Im ... WEINviertel ... wird der Wald flächenmäßig vom Wein übertroffen. Der Wein enthält aber auch Informationen über das Wetter seines Jahrgangs. Sie stecken in seinem Lesezeitpunkt, in der Erntemenge und in seiner Qualität - und weil der Wein immer große Bedeutung für die Menschen hatte, gibt es historische Aufzeichnungen darüber. Anders als der Wald enthält er aber Informationen über die Temperatur im Jahr seiner Lese. Die Kombination von Jahrringen und Weinlese zur Rekonstruktion der Klimageschichte einer Region ist neu und erfordert die Zusammenarbeit mehrerer Wissenschaftsdisziplinen. Die Erkenntnisse daraus sind relevant für Gegenwart und Zukunft - und die SchülerInnen des BORG und der LFS Mistelbach (zukünftige WinzerInnen, FörsterInnen, WissenschafterInnen und WeinviertlerInnen) sind hautnah dabei.
Auf Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BMWF) entstand in Kooperation mit der Kooperationsplattform Forst - Holz - Papier (FHP) eine Doktoratsinitiative 'Holz - Mehrwertstoff mit Zukunft' (DokInHolz). Die einzelnen Dissertationsthemen sollten dabei die gesamte Wertschöpfungskette Forst - Holz - Papier abdecken und über das Leitthema 'nachhaltige Ressourcennutzung' miteinander verknüpft sein. Über die Koordination durch FHP wurden aus einem Themenpool von dreißig Themen elf Themen ausgewählt und in einer Kooperation der akademischen Betreuer der Dissertationsprojekte und der Wirtschaftspartner weiter elaboriert. Die einzelnen Themen betreffen die Sicherung der forstlichen Primärproduktion unter Aspekten von Risiko und Unsicherheit, die Entwicklung von Modellen für ein Supply-Chain Management und neue Technologieansätze für eine effiziente Verarbeitungskette von Laubholz, Grundlagen zum chemischen sowie zum mechanischen Aufschluss des Rohstoffes Holz, das Alterungsverhalten von Cellulose basierten Materialien, Modelle zur Festigkeit von Cellulosefasern, Modelle zur Beschreibung der mechanischen Eigenschaften von Holz, Brettschichtholz und Brettsperrholz unter Berücksichtigung von Material- und Strukturnichtlinearitäten sowie von Verbindungsmittel im Bereich der ressourcen-effizienteren Nutzung von Holz im Bauwesen. Die Doktoratsinitative mit seinen einzelnen Forschungsthemen wird durch die Universität für Bodenkultur (BOKU), der TU Wien und TU Graz, sowie die Universität Innsbruck durch Unterprojekte erarbeitet. Die Projektkoordination wird durch Prof. Teischinger an der BOKU und stellvertretend durch Prof. Eberhardsteiner von der TU Wien geleitet.
'Werkstoff Holz trifft Wissenschaft' lautet das Motto des Projekts 'Wood's up', welches vom Verein klasse!forschung gemeinsam mit 11 Forschungseinrichtungen und Wirtschaftspartnern aus der Holzbranche und 6 Schulen der Region Tiroler Unterland durchgeführt wird. Holz ist von großer wirtschaftlicher und ökonomischer Bedeutung in Tirol, ein natürlich vorkommender Werkstoff, welcher vielfältige Ausbildungs - und Berufsmöglichkeiten vom Handwerk bis zur Forschung bietet. Mit dem Ansatz 'Werkstoff Holz trifft Wissenschaft' möchte klasse!forschung einen neuen Zugang zu diesem Thema schaffen und Innovationen in der Tiroler Holzverarbeitung sowie erfolgreiche Partnerschaften Wissenschaft - Wirtschaft aufzeigen. Es gilt Holz als energieeffizienten Bau- und Werkstoff und den Wald als grünen Wirtschaftszweig mit Kindern und Jugendlichen neu zu entdecken und zu beforschen. Nicht nur Holz, auch weitere Werkstoffe und Oberflächen sind Gegenstand intensiver Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Materialwissenschaften in Tirol, das Projekt Wood's up gibt dazu interessante Einblicke.Kinder sollen in die Rolle von Forschern schlüpfen, selbstständig experimentieren und Lösungsansätze in der Forschung finden sowie über zukunftsträchtige, auch unkonventionelle Berufsmöglichkeiten in der Holzbranche aufgeklärt werden.Das breite Spektrum an verschiedenen Schulaktivitäten, von Workshops, Werksführungen, Exkursionen in den Wald bis hin zu LehrerInnenfortbildungen und Experimenten für das Klassenzimmer ermöglicht es den Schulen sich mit den Themen intensiv, gut abgestimmt mit ihrem Lehrplan, zu beschäftigen. Der Fokus liegt auf der Altersstufe 6-14, mit besonderer Berücksichtigung von Kindern mit Migrationshintergrund. Methoden des Forschenden Lernens sind dazu geeignet, allen SchülerInnen, unabhängig vom Sprachniveau die Lösung gestellter Aufgaben zu ermöglichen. Zudem unterstützt das Projekt durch sprachsensible Bearbeitung von Lehrmaterialien und Role models den Zugang zu F&E auch SchülerInnen mit Migrationshintergrund. Kinder mit Migrationshintergrund als Experten lassen einen positiven Effekt auf die Klassengemeinschaft als auch auf den/die betreffende SchülerIn erwarten.Innovative Lernmethoden nach den Grundsätzen des problembasierten und forschenden Lernens, Elemente der Erlebnispädagogik und E-learning Module ermöglichen praktisches Arbeiten (hands on) als auch 'sich selbst Fragen stellen' (minds on). Durch Lernen mit allen Sinnen sollen die SchülerInnen diese Erfahrungen im Alltag wiederfinden werden und so eine Vernetzung des Gelernten ermöglicht und das eigene Interesse am Thema gesteigert werden. Indem das Bildungsangebot nicht nur mithilfe von Expertinnen/Experten genutzt werden kann und das Programm durch den Verein klasse!forschung nach Projektende weitergetragen wird, ist ein wichtiger Grundstein zur Nachhaltigkeit gelegt. Projekt-Videobeiträge, verpackt in das Lernmodul einer 'Holzmillionenshow' sollen das öffentliche Interesse steigern.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Das Forschungsvorhaben Homera stellt eine Vorstudie dar, in der die gesundheitlichen Auswirkungen von Holz und Holzwerkstoffen auf den Menschen untersucht werden. Nutzer, Planer und Unternehmen sehen sich aktuell einer Diskussion ausgesetzt in deren Mittelpunkt die leichtflüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) stehen. Eine Vielzahl an Richtwerten, Orientierungswerten, Referenzwerten, Leitwerten und eine geringe Anzahl rechtlich festgelegter Grenzwerte bildet ein schwer zu überblickendes Themenfeld zur gesundheitlichen Bewertung des Emissionsgehalts im Innenraum. Die nationalen und europäischen rechtlichen Grundlagen sowie Bewertungssysteme für gesundheitliche Anforderungen an Gebäude und Bauprodukte werden aufgezeigt. Die verschiedenen Methoden für Prüfkammermessungen und für Innenraummessungen werden verglichen und ihre Anwendbarkeit beurteilt. Der aktuelle Stand der Forschung zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Holz auf das Innenraumklima und den Menschen wird aufgezeigt und analysiert. Einflussfaktoren aus den verschiedenen Disziplinen Materialwissenschaft, Medizin, Toxikologie, Umweltanalytik, Psychologie werden aufgezeigt. Schlüsselfaktoren werden identifiziert, die den größten Einfluss auf das Innenraumklima darstellen, um die Komplexität der Einflussfaktoren zu reduzieren. Die Vorstudie kanalisiert das Forschungsthema und bereitet zielgerichtete, umfassende Untersuchungen in einem Folgeprojekt vor. Erste Erkenntnisse werden für die Praxis aufbereitet und zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wird eine interdisziplinäre Handlungsstrategie für spätere Verbundprojekte entwickelt. Fazit: Viele Informationen in Bezug auf Holzbauprodukte und ihren Emissionswerten sind bereits vorhanden. Die Frage jedoch nach ihrer gesundheitlichen Interaktion in Bezug auf den Menschen ist noch nicht geklärt. Auf der Basis des aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstandes war sich die interdisziplinäre Forschungsgruppe einig, dass eine Klassifizierung von Emissionen aus Holz und Holzwerkstoffen derzeit noch nicht beantwortet bzw. möglich ist und Aufklärungsbedarf besteht. Die bislang durchgeführten Studien zeigten bislang keine negativen Auswirkungen von Holz im Innenraum auf Menschen und deren Gesundheit. In realen Räumen wurde der Einsatz von Holz positiver bewertet als Referenzräume anderer Materialien. Dennoch wird immer wieder beanstandet, dass die Studien jeweils nur einzelne Aspekte untersuchten, Ausgangslage und genaue Materialangaben sehr unterschiedlich waren oder die Probandengruppen kein repräsentativer Querschnitt bildete. Um Gehör bei Nutzern, Planern und der Politik zu finden sind Kooperationsstudien, der verschiedenen Disziplinen notwendig.
The aim of this project is to increase the efficiency with which tree breeders select genotypes of economic value to foresters and wood users. Objectives are the estimation of genetic parameters for wood properties known to influence the yield and value of end products. Further, we identify molecular markers for a subset of these wood properties, for use in marker assisted selection and finally to determine the economic weights of these wood properties, for use in selection indices.
Das Projekt dient zu Ermittlung des Holzbauanteils im Bundesland Niederösterreich für das Jahr 2013. Hierzu werden Datenerhebungen in den Bauabteilungen der Gemeinden bzw. Städten durchgeführt. Mit Hilfe von diesem Daten-Pool ist eine Hochrechnung auf Bundesländerebene möglich. Des Weiteren wird eine ausführliche Beschreibung der Holzbauten (z.B. Aussehen und biophysikalische Werte) zusammengestellt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 17 |
| Europa | 2 |
| Wissenschaft | 7 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 17 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 17 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 14 |
| Englisch | 11 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 1 |
| Keine | 11 |
| Webseite | 5 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 17 |
| Lebewesen und Lebensräume | 16 |
| Luft | 6 |
| Mensch und Umwelt | 17 |
| Wasser | 3 |
| Weitere | 17 |