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Fachdialoge

Re-Use Berlin führt regelmäßig Fachdialoge zu verschiedenen Themen im Bereich Wiederverwendung durch. Hier können Sie Informationen zu vergangenen und geplanten Fachdialogen einsehen. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt lud am 18. September 2025 von 10:00 bis 13:00 Uhr zu einem kostenlosen Online-Fachdialog ein, in dem es um die Messbarkeit von Abfallvermeidung ging. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der im Rahmen der Initiative Re-Use Berlin entwickelte CO₂-Rechner zur Ermittlung des Umweltnutzens des Gebrauchtwarenkaufs. Zudem gaben Akteurinnen und Akteure aus Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft in mehreren Vorträgen spannende Einblicke in ihre Arbeit zur Entwicklung und Anwendung wirksamer Bewertungs- und Kommunikationsansätze im Bereich CO₂-Einsparungspotenziale durch Abfallvermeidungsmaßnahmen. Darüber hinaus gab es Raum für die ca. 70 Teilnehmenden, um Fragen an die Referierenden zu stellen oder eigene Gedanken einzubringen. Videos vom Fachdialog (YouTube) Download der Präsentationen (Ecologic Institut) Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt lud am 25. Februar 2025 zu einem Fachdialog ein, bei dem rund 40 teilnehmende Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft über Potenziale und Herausforderungen der Sharing Economy diskutierten. Im Fokus standen Fragen zu Finanzierung, gesellschaftlicher Akzeptanz und politischer Unterstützung, um gemeinschaftliches Teilen langfristig zu etablieren. Download der Präsentationen (Ecologic Institut) Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt lud am 10. Oktober 2023 zu einem Online-Fachdialog ein, in dem die Vielfalt der vorhandenen kreativen Ansätze zur Förderung der Wiederverwendung von Gebrauchtwaren präsentiert wurde. Das breite Spektrum der vorgestellten zirkulären Lösungen reichte vom klassischen Gebrauchtwarenhandel über Modelle des Tauschens und Teilens, öffentlich und privat, digital und analog, von lokalen bis hin zu großskaligen Ansätzen. Ziel war es, zu erkunden, wo Chancen für gegenseitiges Lernen und Kooperationen liegen, aber auch, was strukturelle Widersprüche sein können. Anhand der Praxisbeispiele sollten sowohl bestehende Hemmnisse als auch Potenziale und wesentliche Elemente für eine erfolgreiche Stärkung der Wiederverwendung von Gebrauchtwaren diskutiert werden. Dazu bot die Veranstaltung an mehreren Stellen Raum für Fragen und Diskussion . Videos vom Fachdialog (YouTube) Download der Präsentationen (Ecologic Institut) Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt lud am 6. Juni 2023 zum Online-Fachdialog „Förderung von Reparatur durch Netzwerke und Reparaturboni“ ein, in dem Maßnahmen zur Förderung der Reparatur auf lokaler Ebene am Beispiel von Netzwerken und Boni diskutiert wurden. Dabei wurden bestehende Netzwerke und Good-Practice-Beispiele für Kooperation und Reparaturboni vorgestellt und mögliche Erfolgsfaktoren und Herausforderungen aufgezeigt. Zudem erfolgte ein Austausch dazu, welche politischen Rahmenbedingungen zur Stärkung des Reparatursektors notwendig sind. Rund 50 zugeschaltete Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, Fragen an die Referierenden zu stellen und Impulse in die Diskussion zu geben. Videos vom Fachdialog (YouTube) Download der Präsentationen (Ecologic Institut) Die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz und die Stiftung Initiative Mehrweg veranstalteten am 27. Februar 2023 einen Online-Fachdialog zum Thema Mehrweg-Transportverpackungen, in dem die Potenziale, Herausforderungen und Elemente für die Ausweitung von Mehrwegtransportverpackungen zusammen mit Expertinnen und Experten aus Handel, Logistikbranche, Zivilgesellschaft und Politik diskutiert wurden. Rund 60 zugeschaltete Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, Fragen an die Referierenden zu stellen und Impulse in die Diskussion zu geben. Videos vom Fachdialog (YouTube) Download der Präsentationen (Ecologic Institute) Zu einem Online-Fachdialog über die Umsetzung von Re-Use- und Recyclingmaßnahmen bei Dämmstoffen hatten am 25. November 2022 die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel sowie der Gesamtverband Deutscher Holzhandel eingeladen. Weitere Informationen Im Rahmen der Berliner Re-Use Initiative veranstalteten die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und die Kunsthochschule Berlin-Weißensee am 1. Dezember 2021 den Online-Fachdialog „Re-Use von Textilien – Auf dem Weg in eine zirkuläre Textilwirtschaft in Berlin“. Circa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft tauschten sich zu ökologischen Potentialen, Elementen und Visionen sowie Praxisbeispielen und Handlungsbedarfen einer zirkulären Textilwirtschaft in Berlin aus. Videos vom Fachdialog (YouTube) Download der Präsentationen (Ecologic Institute) Am 11. November 2021 fand der Online-Fachdialog „Einsatz von runderneuerten Reifen“ statt, organisiert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), Fachverband Recycling von Reifen und Gummi. Gemeinsam mit mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft ökologische Potentiale, Handlungsbedarfe, technische Möglichkeiten und verschiedene Einsatzzwecke für die Runderneuerung von Lkw-Reifen. Videos vom Fachdialog (YouTube) Download der Präsentationen (Ecologic Institute) Am 6. Oktober 2021 haben die Senatsverwaltung für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr, der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel sowie der Gesamtverband Deutscher Holzhandel einen digitalen Fachdialog über Re-Use- und Recyclingmöglichkeiten von Dämmstoffen durchgeführt. Dabei wurden erste Erfahrungen zum zirkulären Bauen für Dämmstoffe vorgestellt und ausgetauscht. Das Land Berlin plant zukünftig nur noch wiederverwendbare und recycelbare Dämmstoffe bei öffentlichen Bauvorhaben einzusetzen. Für die Ressourcenwende in dem Bausektor kommt diesem Projekt eine wichtige Rolle zu. Der digitale Fachworkshop am 15. Juli 2021 stellte die Wiederverwendung von Bauteilen und Einrichtungsgegenständen im Rahmen der Neubaumaßnahme von Gebäuden der Kirchengemeinde zu Staaken dar. Dabei wurden Eindrücke und Erfahrungen aus dem Rückbau geschildert, Herausforderungen mit der Wiederverwendung angesprochen und über Improtheater gebrauchte Bauteile und Einrichtungsgegenstände vorgestellt, die über eine Auktion in die Wiederverwendung kommen sollen und ersteigert werden können. Schwindende Rohstoffvorräte und steigende Abfallmengen zeigen, dass ein grundlegendes Umdenken im Umgang mit Rohstoffen und Abfällen notwendig ist: weg vom Prinzip „nehmen, nutzen, entsorgen“ hin zum zirkulären Wirtschaften. Etwa 60 Prozent der Berliner Ressourcen werden in der Bauwirtschaft verbraucht. Daher war es das Ziel des Online-Fachdialogs vom 6. Oktober 2020 , Akteure aus der Baubranche, aus Initiativen, Baumärkten, Abbruch- und Entsorgungsunternehmen für einen Überblick und Austausch zu ihre Erfahrungen aus der Praxis zusammenzubringen. Diskutiert wurde, wie Re-Use im Bauwesen und bei Einrichtungsgegenständen vorangebracht werden kann und welche Hemmnisse es dabei zu überwinden gilt. Die rund 80 zugeschalteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Impulse in die Diskussion zu geben. Am Online-Fachdialog am 24. September 2020 haben mehr als 60 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer teilgenommen. Nach dem vom Berliner Senat beschlossenen Abfallwirtschaftskonzept 2020-2030 sollen die Wiederverwendung und das Recycling von Textilien ausgebaut werden, um Stoffkreisläufe zu schließen. 14 Expertinnen und Experten aus verschiedensten Bereichen und Branchen präsentierten und diskutierten in einem vielseitigen Programm aus jeweils ihrer Perspektive den aktuellen Status Quo der Retouren-Problematik im Bekleidungssektor sowie Potenziale und mögliche Ansatzpunkte, um mit entstandenen Retouren umzugehen bzw. sie zukünftig zu reduzieren oder zu vermeiden. Das Potenzial für eine längere Nutzungsdauer von IKT-Geräten ist insbesondere bei öffentlichen Einrichtungen groß. Das Land Berlin hat das Ziel, die Wiederverwendung konsequent auszubauen. Hauptanliegen des Online-Fachdialogs am 27. August 2020 war deshalb, Akteure zusammenzubringen, um die Aufarbeitung, Beschaffung, Reparatur und Wiederverwendung von gebrauchten IKT-Geräten in Berlin gemeinsam voran zu bringen und zu etablieren. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Re-Use-Praxis diskutierten Studienergebnisse, Strategien und ihre Erfahrungen.

Isotopenuntersuchung von Holzproben zur Untersuchung und Kontrolle der Herkunft (ISO-WOOD)

Ziel des Projektes ist die Untersuchung der Isotopensignatur von Holz aus verschiedenen Regionen (innerhalb Österreichs, außerhalb Österreichs, Tropenholz, etc.), um zu erforschen in wieweit sich diese Signaturen regional unterscheiden und zu eruieren, ob mittels dieser Signaturen eine regionale Unterscheidung und Zuordnung möglich ist. Erste Studien (siehe Referenzen) zeigen erfolgversprechende Ansätze dieser Methode, die auf den Unterschieden der regionalen Umweltbedingungen (Klima, Boden, geographische Lage, etc.) beruht. Weiters wird diese Methode auch zur Kontrolle der deklarierten Herkunft von Lebensmitteln angewendet, so dass auch von dieser Seite das erfolgversprechende Potential bestätigt wird.

Borkenkäfer, Kernkäfer und Breitrüssler (Coleoptera: Scolytidae, Platypodidae, Anthribidae)

Zu dieser 130 etablierte Arten umfassenden Käfergruppe gehören nicht nur die 110 Spezies von Borkenkäfern, sondern auch 19 Breitrüssler-Arten und eine Art aus der Familie der Kernkäfer. Alle drei Familien zählen zur Verwandtschaft der Rüsselkäfer. Die allermeisten Borkenkäferarten (Scolytidae) entwickeln sich in Zweigen, Ästen oder Stämmen absterbender oder kränkelnder Gehölze. Wenn nach trockenwarmen Witterungsperioden oder Stürmen viele Nadelbäume geschwächt sind, können sich die auf diese Pflanzen spezialisierten Arten massenhaft vermehren. Die Larven anderer Arten ernähren sich nicht von Holz- und Rindengewebe, sondern von sogenannten Ambrosiapilzen. Diese entwickeln sich in den Fraßgängen, die von den erwachsenen Käfern angelegt wurden. Da sie die Pilzsporen gezielt einbringen, kann man sie durchaus als „Pilzzüchter“ bezeichnen. Auch die Breitrüssler (Anthribidae) leben überwiegend an und in verpilztem Holz. Die Larven der Gattung Brachytarsus haben eine andere Ernährung: Sie entwickeln sich zwar in weichen Rindenpartien, ernähren sich aber räuberisch von Schild- und Blattläusen. Durch die Globalisierung des Holzhandels wurden im letzten Jahrhundert etliche Borkenkäferarten aus Amerika und Asien nach Deutschland eingeschleppt. Von ihnen haben sich bei uns bisher 4 Arten etabliert. 126 Arten gelten als indigen. Als Pionierbesiedler kränkelnder und absterbender Bäume, sind die meisten von ihnen mobil und ihre Populationen ökologisch flexibel. Dies spiegelt sich im großen Anteil ungefährdeter Arten wieder: 89 Arten (71 %) gehören zu dieser Kategorie. Von den übrigen bewerteten Arten sind 3 (2 %) ausgestorben oder verschollen und 12 (9,5 %) mehr oder weniger stark gefährdet. Weitere 14 Arten (11 %) sind extrem selten, besitzen aber stabile Bestände. Und zu 7 Arten (6 %) reichen die Daten nicht für eine Gefährdungsanalyse aus (Kategorie D). Ursachen für den Rückgang sind beispielsweise Flächenverluste von Sonderstandorten wie Moorwäldern, auf die insbesondere einige kälteliebende Arten angewiesen sind. (Stand September 2011) Bussler, H. & Bense, U. (2021): Rote Liste und Gesamtartenliste der Borkenkäfer, Kernkäfer und Breitrüssler (Coleoptera: Scolytidae, Platypodidae, Anthribidae) Deutschlands. – In: Ries, M.; Balzer, S.; Gruttke, H.; Haupt, H.; Hofbauer, N.; Ludwig, G. & Matzke-Hajek , G. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 5: Wirbellose Tiere (Teil 3). – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (5): 415-432 Die aktuellen Rote-Liste-Daten sind auch als Download verfügbar.

Schön Holzhandel GmbH in Regensburg (2021 - 2024)

Bei der Haupttätigkeit der Schön Holzhandel GmbH , Inspire-ID: https://registry.gdi-de.org/id/de.by.inspire.pf.ied/A00694) handelt es sich um Zwischenlagerung von gefährlichen Abfällen, die nicht unter Punkt 5.4 fallen, in Erwartung einer der in den Punkten 5.1, 5.2, 5.4 und 5.6 aufgeführten Tätigkeiten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 Tonnen, ausgenommen Zwischenlagerung in Erwartung der Sammlung auf der Anlage (NACE-Code: 38.12 - Sammlung gefährlicher Abfälle). Es wurden keine Freisetzungen oder Verbringungen nach PRTR berichtet zu: Freisetzung in die Luft, Freisetzung in das Wasser, Freisetzung in den Boden, Verbringung von Schadstoffen mit dem Abwasser, Verbringung gefährlicher Abfälle im Inland, Verbringung gefährlicher Abfälle im Ausland, Verbringung nicht gefährlicher Abfälle.

Katrin Eder: „Holz als nachwachsender Rohstoff vermeidet Müll und spart Energie“

Klimaschutzministerium bewilligt 45.000 Euro für die „Westerwälder Holztage 2025“ in Oberhonnefeld (Landkreis Neuwied) – Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute können sich rund um den klimafreundlichen Rohstoff von seiner Ernte bis zum fertigen Brett informieren „Holz ist langlebig, robust, ästhetisch und spart jede Menge Müll und Energie. Denn anders als etwa Beton, kann es leicht wiederverwendet oder entsorgt werden. Es wächst nach und braucht kaum Energie, um es zu produzieren. Deshalb brauchen wir dringend eine Materialwende, um ressourcenintensives Beton durch klimafreundliches Holz zu ersetzen. Angebote, um sich über diesen vielseitigen Rohstoff zu informieren, sind daher ein wichtiger Beitrag, um zu zeigen, was Holz leistet, wie man es einsetzen und woher man es beziehen kann“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder. Daher unterstützt das rheinland-pfälzische Umweltministerium die Durchführung der größten Holzfachmesse in Rheinland-Pfalz, die Westerwälder Holztage, vom 27. bis 29. Juni 2025 in Oberhonnefeld-Gierend mit 45.000 Euro aus dem Programm „Klimabündnis Bauen“. Die Messe, die sich sowohl an Fachpublikum als auch an Verbraucherinnen und Verbraucher wendet, steht dieses Jahr unter dem Motto „Holz kann Zukunft“. Ziel der Westerwälder Holztage ist es, die zahlreichen Vorteile dieser holzreichen Region hervorzuheben und gleichzeitig den regionalen Unternehmen und Einrichtungen eine Plattform zur Präsentation, Vermarktung und Kooperation rund um den Rohstoff Holz zu bieten. Veranstaltet wird die Holzfachmesse von der Gemeinschaftsinitiative „Wir Westerwälder“ der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und des Westerwaldkreises. Veranstaltungsort ist wie bereits 2015 und 2022 das Firmengelände der Holzwerke van Roje GmbH & Co. KG in Oberhonnefeld-Gierend. Zuletzt besuchten rund 30.000 Menschen die Westerwälder Holztage. Eingebunden in das Messeprogramm sind die mit dem Baustoff und Energieträger Holz in Verbindung stehenden Unternehmen und Institutionen, vom Holzhandel über Heizungsbau, von Pellets- und Kaminöfen bis hin zu Forstmaschinen, Forstämtern und Energieberatung. Ein abwechslungsreiches Vortrags- und Rahmenprogramm zeigt die ganze Vielfalt des Themas Holz im Westerwald. Die Fachvorträge am ersten Tag, dem Freitag, richten sich an die Zielgruppe der Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Handwerkerinnen und Handwerker. Am Wochenende stehen die Endverbraucherinnen und Endverbraucher im Mittelpunkt. Hintergrund Im Frühjahr 2008 beschlossen die drei Landkreise Altenkirchen, Neuwied und der Westerwaldkreis eine engere Zusammenarbeit auf einer Vielzahl von Gebieten. Die grundlegende Zielsetzung bestand darin, die Region „Westerwald“ bekannter zu machen und in Zeiten der Globalisierung die Vorteile einer regionalen Zusammenarbeit zu nutzen. Dazu zählt auch die Förderung des Baustoffes und Energieträgers Holz, der bei einem WesterWALDanteil von knapp 50 Prozent ausreichend vorhanden ist. Dazu dient das Holzbaucluster Westerwald. Gemeinsam mit dem Management des Clusters Forst und Holzbau Rheinland-Pfalz und den Wirtschaftsfördergesellschaften der drei Kreise wurde eine Konzeption für das Holzbaucluster Westerwald erarbeitet – „Der Westerwälder Holzweg“. Ein wesentlicher Baustein ist die Durchführung der Westerwald Holztage. Das Klimaschutzministerium fördert die Veranstaltung mit Landesmitteln in Höhe von 45.000 Euro. Das Förderprogramm ist Teil des „Klimabündnis Bauen in Rheinland-Pfalz – nachwachsende und kreiskaufeffiziente Rohstoffe stärken“ und unterstützt unter anderem im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit die Durchführung von Fachmessen. Weitere Informationen zum Klimabündnis Bauen unter: www.klimabuendnis-bauen.rlp.de

Energieeffiziente automatisierte Kommissionierungsanlage für Konstruktionsvollholz (KVH-Flächenlager)

Die Holzgroßhandlung Karl Ahmerkamp Vechta GmbH & Co. KG wurde 1964 gegründet. An ihrem Stammsitz in Vechta betreibt das Unternehmen ein automatisches Lager zur Kommissionierung von Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz. Im Holzgroßhandel wurden bisher zur Lagerhaltung von Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz Hochregal- und Blocklager genutzt. Der innerbetriebliche Transport der Hölzer bei der Warenein- und Warenauslagerung erfolgte mit dieselbetriebenen Gabelstaplern. Die bisherige Art der Kommissionierung erforderte, dass zunächst der gesamte Inhalt eines Regalfaches des Hochregallagers zum vorgesehenen Kommissionierplatz zur Zwischenlagerung transportiert werden musste. Auf dem Kommissionierplatz wurde die benötigte Anzahl an Hölzern händisch aus dem soeben geholten Paket (Inhalt des Regalfaches) entnommen. Im Anschluss mussten die verbliebenen Reststücke wieder zurück ins ursprüngliche Fach des Hochregallagers gebracht werden. Zum Schutz der Ware wurden die Kommissionspakete im Anschluss händisch mit Plastikfolie umwickelt. Ziel des Vorhabens der Karl Ahmerkamp Vechta GmbH & Co. KG war die Automatisierung der Lagerhaltung und Kommissionierung von Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz. Dadurch sollte die Effizienz der Lagerhaltung verbessert und der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Realisiert wurde dieses Ziel durch die erstmalige großtechnische Umsetzung eines elektrisch betriebenen vollautomatischen Kran- und Saugsystems in Verbindung mit einem Flächenlager. Innovativ ist hierbei auch die softwareseitige Optimierung der Fahrwege und der Stapelbildung, so dass die Fahrwege insgesamt minimiert und Leerfahrten vermieden werden. Ab dem Wareneingang werden die Hölzer durch das automatische Transportsystem aufgenommen. Dieses besteht aus zwei Kransystemen, die wiederum jeweils zwei Saugsysteme zum Anheben der Hölzer besitzen. Bereits bei der Wareneinlagerung optimiert die Planungssoftware für den Wareneingang und -ausgang situationsabhängig mögliche Kombinationen von Ein- und Auslagervorgängen, um Fahrwege zu minimieren, Leerfahrten zu vermeiden und die Produktivität zu erhöhen. Die einzulagernden Hölzer werden entsprechend der Warenein- und -auslagerungssteuerung automatisch an einen geeigneten freien Lagerplatz gebracht. Die Reihenfolge und Anordnung der Hölzer am Warenausgang ist ebenfalls softwareoptimiert, sodass ein umlade-, transport- und verladesicherer Stapel erzeugt wird. Die fertigen Pakete werden durch eine automatische Wickelmaschine materialeffizient in Stretch-Folie verpackt. Durch die Nutzung von effizienten Motoren (mindestens IE3) und der Rückeinspeisung von Bremsenergie in das System konnten innerhalb des Vorhabens deutliche Energieeinsparungen erzielt werden. Im Rahmen des durchgeführten Messprogramms konnte eine Energieeinsparung in Höhe von 90 Prozent der ursprünglich benötigten Energie nachgewiesen werden. Das entspricht einer Einsparung von 186.642 Kilowattstunden elektrischer Energie pro Jahr. Umgerechnet in CO 2 Emissionen führt dies zu einer jährlichen Einsparung von 53.378 Kilogramm CO 2 , was eine Minderung um 87 Prozent, bedeutet. Durch die materialeffiziente automatische Wickelmaschine werden zusätzlich 1,9 Tonnen Plastikverpackungsmaterial eingespart. Das innovative Verfahren besitzt Modellcharakter und ist auf zahlreiche weitere Unternehmen des Holzhandels übertragbar. Branche: Holzverarbeitung Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Karl Ahmerkamp Vechta GmbH & Co. KG Bundesland: Niedersachsen Laufzeit: 2015 - 2020 Status: Abgeschlossen

Lagerhaltung von Holz geht mit 90 Prozent weniger Energie

<p> <p>Rund 90 Prozent der bei der Lagerhaltung und Kommissionierung von Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz genutzten Energie kann eingespart werden. Das zeigt die erste großtechnische Umsetzung eines elektrisch betriebenen vollautomatischen Kran- und Saugsystems, das mit Förderung des Umweltinnovationsprogramms bei der Holzgroßhandlung Karl Ahmerkamp Vechta GmbH &amp; Co. KG in Betrieb ging.</p> </p><p>Rund 90 Prozent der bei der Lagerhaltung und Kommissionierung von Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz genutzten Energie kann eingespart werden. Das zeigt die erste großtechnische Umsetzung eines elektrisch betriebenen vollautomatischen Kran- und Saugsystems, das mit Förderung des Umweltinnovationsprogramms bei der Holzgroßhandlung Karl Ahmerkamp Vechta GmbH &amp; Co. KG in Betrieb ging.</p><p> <p>Die neue Anlage übernimmt vollautomatisch die Einlagerung neuer Lieferungen und die Bereitstellung bestimmter Artikel aus dem Lager (Kommissionierung). Sie spart dabei rund 90 Prozent Energie gegenüber dem bisherigen Stand der Technik in der Branche.</p> <p>Bei der bisherigen Art der Kommissionierung in der Firma musste zunächst der gesamte Inhalt eines Regalfaches des Hochregallagers mit einem dieselbetriebenen Gabelstapler zum Kommissionierplatz transportiert werden. Dort wurde die benötigte Anzahl an Hölzern händisch aus dem Paket entnommen. Im Anschluss mussten die verbliebenen Reststücke mit dem Gabelstapler wieder zurück ins ursprüngliche Fach des Hochregallagers gebracht werden. Zum Schutz der Ware wurden die Kommissionspakete im Anschluss händisch mit Plastikfolie umwickelt.</p> <p>Das neue, automatische Transportsystem besteht aus zwei Kransystemen, die wiederum jeweils zwei Saugsysteme zum Anheben der Hölzer besitzen. Durch eine softwareseitige Optimierung der Fahrwege und der Stapelbildung in einem Flächenlager werden Fahrwege insgesamt minimiert und Leerfahrten vermieden. Bremsenergie wird zurückgewonnen. Der Umstieg auf eine vollautomatische Umwicklungsmaschine am Warenausgang führt zusätzlich zu einer Einsparung von insgesamt 1,9 Tonnen Plastikverpackungsmaterial pro Jahr. Die Technik ist auf zahlreiche Unternehmen der Holzhandelsbranche übertragbar.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Newsletter Zero Waste 10

Am 1. Dezember 2021 tritt die Neufassung der Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt – VwVBU in Kraft. Sie wird auch zu einem Umbau im Bausektors beitragen, denn sie schreibt die Wiederverwendung und das Recycling von Baustoffen beim Rückbau öffentlicher Gebäude verbindlich vor. Bei öffentlichen Hochbauvorhaben müssen außerdem künftig ausschließlich nachwachsende Baustoffe und gütegesicherte Recyclingbaustoffe eingesetzt werden. Der Referent für umweltverträgliche Beschaffung in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Thomas Schwilling erklärt im Interview mit dem Onlinemagazin „recyclingnews“ die wichtigsten Neuerungen. Zum Interview Eine Studie des Wuppertal Instituts im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und eBay-Kleinanzeigen zeigt Einstellungen und Gewohnheiten im Umgang mit Gebrauchtem. Demnach ist der Kauf und Verkauf von Gebrauchtwaren selbstverständlicher Teil des Alltags in deutschen Haushalten. Secondhand habe ein hohes Entwicklungspotenzial, gerade auch in Berlin. Mehr als ein Drittel der Bundesbürger*innen kauft mindestens zwei Mal pro Jahr Gebrauchtes – in Berlin sind es sogar 43 Prozent. Knapp die Hälfte (47 Prozent) der bundesweit Befragten können sich vorstellen, künftig noch mehr auf den Kauf von Gebrauchtwaren zu setzen. Mehr Informationen Gut erhaltene Gebrauchtwaren kann man weiterhin im Re-Use Superstore Im Karstadt am Hermannplatz (jetzt Galeria) erwerben. Die festen und teilweise auch wechselnden Aussteller*innen geben gebrauchten Dingen ein zweites Leben zu den Aussteller*innen gehören: BRAL (IT und Elektrogeräte), Zweimalschön (Vintage-Kleidung), UpCycle Berlin (Möbel), Interseroh (Refurbish von IT), WOLLEN MÖBEL KAUFEN?! (Vintage Möbel). Dienstags und freitags bietet Herr Batman sein Repair Café und Freitag führen die Umweltpeers Neukölln durch den Re-Use Superstore mit den Umweltpeers Neukölln. Daneben gibt es aktuelle Aktionen wie Adventskranzbasteln und Fachworkshops. Das ganze Programm Auf der Berliner Fashion Week im September startete die neue digitale Plattform A–GAIN GUIDE. Eine digitale Karte zeigt die kreativsten und effizientesten Wege zur Reparatur, Wiederverwendung sowie zum Up- und Recycling von gebrauchten Kleidungsstücken in Berlin. Über die Filterfunktion wird angezeigt, welche Änderungsschneidereien, Second Hand Shops, Designer*innen, Sammelstellen, Schustereien und welche weiteren Initiativen als Anlaufstellen im direkten Umfeld zu finden sind. Dadurch erhalten Verbraucher*innen ein umfassendes Angebot zu Re-Use und Recycling von Textilien in Berlin – der A–GAIN GUIDE ist dafür der persönliche Wegweiser. Mehr Informationen Der diesjährige Ideenwettbewerb drehte sich um die besten Tipps zur Lebensmittelrettung. Der erste Preis ging an Ingrid Wolf für ihre Idee “Essbar” – Das Foodsharing Café. Den 2. Platz teilten sich Lisa Shoemaker für ihre Idee, Resteverwertungs-Workshops für Kochlehrer*innen anzubieten, und Simon Herdegen, der durch bedruckte Mehrwegtragetaschen für die Idee sensibilisieren will. Der 3. Preis ging an Canan Kinali für die Idee einer Patchwork-Bakery. Mehr Informationen Am 6. Oktober 2021 haben die Senatsverwaltung für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr, der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel sowie der Gesamtverband Deutscher Holzhandel einen digitalen Fachdialog über Re-Use- und Recyclingmöglichkeiten von Dämmstoffen durchgeführt. Dabei wurden erste Erfahrungen zum zirkulären Bauen für Dämmstoffe vorgestellt und ausgetauscht. Das Land Berlin plant, zukünftig nur noch wiederverwendbare und recycelbare Dämmstoffe bei öffentlichen Bauvorhaben einzusetzen. Für die Ressourcenwende in dem Bausektor kommt diesem Projekt eine wichtige Rolle zu. Bericht und Präsentationen Zum Thema Circular Economy erarbeitet DIN zusammen mit Fachleuten und Partnern eine Normungsroadmap. Zunächst soll ein Überblick über den aktuellen Stand und zukünftige Bedarfe im Bereich Normen und Standards zur Kreislaufwirtschaft erstellt werden. Mehr Informationen Die Dialogplattform Recyclingrohstoffe der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) hat vor Kurzem ihre Arbeit aufgenommen. Sie entwickelt Handlungsoptionen, um die Versorgung der deutschen Industrie mit Metallen und Industriemineralen aus sekundären Rohstoffquellen zu verbessern. Zur Website der Dialogplattform In einem Positionspapier fordert das Umweltbundesamt (UBA), ambitionierte Zwischenziele auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die Kreislaufwirtschaft habe dabei einen wichtigen Stellenwert: Mit der Nutzung von Recyclingbaustoffen, verbesserten Rezyklaten, Leichtbauweisen im Verkehr, der Umstellung auf langlebigere Produkte u.v.m. ließe sich der Primärrohstoffeinsatzes bis 2050 um insgesamt bis zu 70 % im Vergleich zu 2010 reduzieren, so das UBA. Mehr Informationen Das Neue Europäischen Bauhauses (NEB) ist ein ökologisches, wirtschaftliches und kulturelles Projekt mit Blick auf die Verwirklichung des europäischen „Green Deals“. Dabei sollen die Aspekte Design, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Erschwinglichkeit und Investitionen miteinander kombiniert werden, damit Europa bis zum Jahr 2050 klimaneutral wird. Bis zum 25. Januar 22 können Leuchtturmprojekte eingereicht werden, die zur Durchführungsphase des NEB beitragen. Für die Finanzierung des Neuen Europäischen Bauhauses werden im Zeitraum 2021-2022 rund 85 Millionen Euro aus verschiedenen EU-Programmen bereitgestellt. Mehr Informationen Bei ihrer 5. Jahrestagung im Oktober formulierte die re!source Stiftung Erwartungen an die neue Bundesregierung, die Ressourcen- und Klimapolitik auf eine echte zirkuläre Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft auszurichten. Berichte und Interviews Der neue Leitfaden des UBA zeigt, wie die urbane Ressourceninanspruchnahme durch Stadtplanung und -entwicklung reduziert werden kann. Diese Broschüre richtet sich an die kommunale Verwaltungspraxis. Mehr Informationen und Download der Broschüre Die Kampagne „Einmal ohne, bitte” hat sich zum Ziel gesetzt, Verpackungsmüll bei Einkauf und Take-Away konsequent zu vermeiden. Geschäfte und Lokale, die mitmachen, sind an dem Sticker zu erkennen. Mehr zur Kampagne Kunst-Stoffe e.V. wurde für sein Projekt „Zentrum für klimaschonende Ressourcennutzung“ im Haus der Materialisierung mit dem Großen Preis des Umweltfestival 2021 gewürdigt. Weiter-, Wieder- und Geteilt-Nutzung werden hier in einem Verbund mit verschiedenen Partnern qualitativ und quantitativ neu gedacht und in die Breite der Gesellschaft getragen. Kunst-Stoffe e.V. Fachdialog: Re-Use von Textilien – Auf dem Weg in eine zirkuläre Textilwirtschaft in Berlin 01. Dezember 2022, Berlin (online) Der Fachdialog dreht sich um Potentiale, Elemente und Visionen für eine zirkuläre urbane Textilwirtschaft in Berlin. Außerdem werden Beispiele aus der Praxis sowie erste Ideen und Planungen für ein Pop-Up-Lab vorgestellt. Mehr Informationen und Programm Batmans Reparaturcafé Dienstags und freitags, Re-Use Superstore, Karstadt/Galeria am Hermannplatz mehr Infotour durch den Re-Use Superstore mit den Umweltpeers Neukölln Freitags, Re-Use Superstore, Karstadt/Galeria am Hermannplatz mehr Nachhaltigkeitssymposium der Bauwirtschaft 10.-11. Februar 2022, Essen mehr

InsectDetect - Detektion aktiver Schadinsekten im Holzhandel

Klimabedingte Schadereignisse entstehen u.a. durch das Auftreten von Pilzen und Insekten, die in Mitteleuropa bis jetzt keine natürlichen Feinde haben und sich daher schnell ausbreiten können. Holzzerstörende Insekten, wie beispielsweise der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis, ALB), können durch den internationalen Handel über befallenes Schnitt- oder Verpackungsholz ungewollt importiert werden, und ihre Ausbreitung im Wald hat bereits zu wirtschaftlichen Schäden geführt. Bisherige Kontrollverfahren sind nicht ausreichend, so dass der Holzhandel und die Forstwirtschaft durch verbesserte präventive Maßnahmen unterstützt werden sollen. Ziel des Vorhabens ist es daher, ein Kontrollverfahren zu entwickeln und zu erproben, mit dem Lieferungen von Importware bzw. holzbasierten Verpackungen auf Befall von Schadinsekten überprüft werden können, bevor sie den weiteren Transport antreten. Das Kontrollverfahren soll zwei Stufen umfassen: 1. Begutachtung einer Lieferung, ggf. Auswahl von Proben mit Verdacht auf Befall 2. Akustisches Verfahren zur Erkennung aktiven Befalls anhand der Schallemissionen von Insektenlarven bei der Nahrungsaufnahme. Für die erste Stufe sind eine Strategie und eine Handlungsanweisung zur Probenauswahl anhand einfach feststellbarer visueller Befallsmerkmale (sichtbare Imagines, Larven, Bohrlöcher, Fraßgänge, Bohrmehl etc.) zu entwickeln. Hier kann man sich auf das übliche gutachterliche Fachwissen stützen, das bei der Schadensanalyse in Holzbauten angewandt wird. Es ist bekannt, dass fressende Larven in Massivholz von außen messbare Körperschallemissionen verursachen und durch Analyse der Emissionsmuster über einen gewissen Zeitraum die Vitalität der Larven festgestellt werden kann. Dieses Verfahren soll adaptiert und weiterentwickelt werden: In der zweiten Stufe des Kontrollverfahrens könnten Verdachtsproben in einer temperierten und schallisolierten Prüfkammer für einen bestimmten Zeitraum (maximal einige Tage, möglichst kürzer) gelagert, mit Körperschallsensoren bestückt und auf Schallemissionen überwacht werden. Angestrebtes Projektergebnis ist eine vor allem praxistaugliche und wirtschaftliche Erkennungsmethode, die aus einer visuellen Begutachtung von Lieferungen und einer zusätzlichen akustischen Prüfung von Verdachtsproben besteht und z.B. bei Holzhändlern oder Überwachungsbehörden eingesetzt werden kann.

Analyse des internationalen Handels und einer daraus resultierenden Gefährdung afrikanischer Tropenholzarten und Prüfung, welche dieser Arten sich prioritär für eine CITES-Listung eignen

Viele afrikanische Baumarten sind handelsrelevant, das Holz dieser Baumarten wird insbesondere in die EU, u.a. nach Deutschland ausgeführt. Bei einigen dieser Arten trägt der internationale Handel maßgeblich zur Gefährdung dieser Arten bei. Neben anderen wichtigen Handelsfeldern wie z.B. Zertifizierung, Aufbau nationaler Forstprogramme etc. kann auch CITES einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Baumarten sowie zur Verringerung des illegalen Tropenholzhandels leisten. Das Vorhaben soll die wichtigsten, durch den internationalen Handel gefährdeten afrikanischen Holzarten identifizieren und für diese Arten sollen mittels Literatur-, Experten- und Behördenrecherche Daten zu Verbreitung, Gefährdung, forstwirtschaftlicher Nutzung, Management und internationalem Handel ermittelt werden. Anschließend sollen in einem regionalen Workshop mit Vertretern der wichtigsten Verbreitungsstaaten sowie relevanter Institutionen (ITTO, ATITB, IUCN) diese Arten gegen die CITES-Leistungskriterien geprüft und hinsichtlich einer möglichen CITES-Listung bewertet werden.

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