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Ressortforschungsplan 2023, Nachhaltigkeitstransformation in Krisenzeiten - mit Foresightmethoden vorausschauende Politikgestaltung unterstützen

Das Projekt „Nachhaltigkeitstransformation in Krisenzeiten - mit Foresightmethoden vorausschauende Politikgestaltung unterstützen“ zielt darauf ab, potenzielle zukünftige Krisen zu antizipieren und sich proaktiv auf deren mögliche Auswirkungen auf Umwelt, Nachhaltigkeitstransformation und Umweltpolitik vorzubereiten. Zentrale Aufgaben sind: (a) die Früherkennung relevanter Krisen und die Erstellung einer Krisenlandkarte, (b) die Analyse von fünf ausgewählten Krisen in interdisziplinären Zukunftsdialogen, um deren Verlauf und Auswirkungen besser zu verstehen und (c) die Entwicklung von Handlungsvorschlägen, um die Nachhaltigkeitstransformation trotz einzelner Krisen oder Polykrisen zu sichern. Dabei wird auch untersucht, welchen Beitrag das Umweltressort zur Bewältigung, Vermeidung oder Abmilderung dieser Krisen leisten kann.

Zukunft der Innenstädte - Nachhaltige Innenstädte mit Foresightmethoden neu denken

Im Rahmen der strategischen Vorausschau im UBA werden seit einigen Jahren Trendstudien zu aktuellen Entwicklungen erstellt, die aus Umweltsicht hochrelevant sind, bislang aber noch nicht von der Umweltpolitik und -forschung aufgegriffen wurden. Zu den Themen gehören vor allem diejenigen Themen, deren Umweltwirkungen sehr komplex sind. Trendstudien haben einen Übersichtscharakter. Trendstudien strukturieren neue Themen, ordnen Trenddynamiken ein, liefern einen Überblick über sämtliche Umweltwirkungen (direkt, indirekt, positiv, negativ) und skizzieren politische Handlungsbedarfe im Sinne des Vorsorgeprinzips (anticipatory governance) sowie weitere Forschungsbedarfe. auf. Trendstudien wurden bereits durchgeführt zu den Themen '3D-Druck', 'Konsum 4.0' sowie 'Fleisch der Zukunft'. Das Thema für die Trendstudie in diesem Projekt wird aus dem im März 2020 startenden Horizon Scanning Prozess Fortführung Horizon Scanning inklusive einer Vertiefungsstudie - FKZ 3717 11 102 0) entnommen oder greift einen aktuellen Trend 2021 auf. Das Trendthema soll in der Trendstudie in seiner Gesamtheit untersucht werden (Übersichtscharakter) sowie zusätzlich in mehreren, kleineren Vertiefungsstudien ('Spotlights') zu ausgesuchten, wichtigen Teilthemen vertieft werden. Durch die kleineren Vertiefungsstudien soll ein größeres Zukunftsthema möglichst breit, von mehreren Seiten (und Fragestellungen) aus beleuchtet werden können, zudem kann so auch flexibler auf etwaige, sich erst im Verlauf der Bearbeitung aufzeigende, Teilaspekte des Themas reagiert werden Im Vorhaben sollen zusätzlich, wie in ähnlich gelagerten Vorhaben aus Vorjahren, auch mehrere, flexibel zu gestaltende Workshops (Inhouse sowie mit Expert*innen) und Transfer-Elemente angelegt sein.

Zukunftsthemenkonferenz - Erschließung künftig relevanter Handlungsfelder für das UBA/BMU auf Grundlage des Horizon Scanning-Prozesses sowie Aufbau eines Wissensmanagementsystems

Das UBA wertet seit Jahren systematisch über ein Horizon Scanning sich abzeichnende und auch unterschwellige Trends aus und ermittelt so relevante bzw. möglicherweise relevante Zukunftsthemen. Beispiele sind etwa die Themen '3-D-Druck', 'Konsum 4.0' oder 'Fleisch der Zukunft' als Ergebnis der laufenden bzw. kurz vor dem Abschluss stehenden Horizon Scanning-Prozesse bzw. entsprechender Vertiefungsstudien ('Trendstudien'). Das Horizon Scanning soll mit dem Vorhaben fortgesetzt werden, zudem sind zwei Zukunftsthemenkonferenzen (Durchführung in den Jahren 2022 und 2023) vorgesehen. Auf diesen werden ausgewählte Ergebnisse des Horizon Scannings aufgegriffen, im Austausch mit internen und externen Fachleuten die (potenzielle) Umweltrelevanz dieser Themen erörtert und Forschungs- und neue politische Handlungsbedarfe für den Geschäftsbereich abgeleitet. Im Ergebnis sollen Diskurse zu künftig relevanten Themen gestartet werden; die Berücksichtigung in der Aufgaben- und Forschungsplanung des UBA wird in einem internen Prozess erörtert. Darüber hinaus soll ein Wissensmanagement in UBA und BMU aufgebaut werden, um die kontinuierliche und effektive Bearbeitung über die verschiedenen Horizon Scanning-Zyklen zu gewährleisten.

Materieller Wohlstand und Klimaschutz

Die Studie untersucht, welche zentralen Trends in Wirtschaft und Gesellschaft die materiellen Grundlagen des Wohlstands in Deutschland beeinflussen und zugleich Chancen sowie Risiken für den Klimaschutz darstellen. Im Fokus stehen unter anderem die wachsenden Klimafolgekosten für private Haushalte, der steigende Investitionsdruck beim Ausbau resilienter Infrastruktur sowie die Neujustierung der Industriepolitik in geopolitisch unsicheren Zeiten. Im Sinne der strategischen Vorausschau werden die Trends analysiert und in Miniszenarien bis 2040 zugespitzt, um Handlungsbedarfe abzuleiten. Die Publikation richtet sich an Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung sowie an Fachöffentlichkeiten im Umwelt- und Klimaschutz. Veröffentlicht in Broschüren.

Horizon Scanning und Bewertung der Auswirkungen von neuen technischen Entwicklungen der Synthetischen Biologie und von Anwendungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) auf Umwelt und Gesellschaft

Materieller Wohlstand und Klimaschutz

Die Studie untersucht, welche zentralen Trends in Wirtschaft und Gesellschaft die materiellen Grundlagen des Wohlstands in Deutschland beeinflussen und zugleich Chancen sowie Risiken für den Klimaschutz darstellen. Im Fokus stehen unter anderem die wachsenden Klimafolgekosten für private Haushalte, der steigende Investitionsdruck beim Ausbau resilienter Infrastruktur sowie die Neujustierung der Industriepolitik in geopolitisch unsicheren Zeiten. Im Sinne der strategischen Vorausschau werden die Trends analysiert und in Miniszenarien bis 2040 zugespitzt, um Handlungsbedarfe abzuleiten. Die Publikation richtet sich an Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung sowie an Fachöffentlichkeiten im Umwelt- und Klimaschutz.

Von maritimer Algenwirtschaft über Transformation in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bis zu Militär, Krieg und Kriegsfolgen

Der Horizon Scanning Bericht stellt neun Zukunftsthemen vor, die in den kommenden Jahren für Umweltpolitik, Umweltforschung und Verwaltung relevant werden könnten. Der Zyklus 2022 bis 2023 hatte das Ziel, neue Entwicklungen mit hoher Umweltrelevanz frühzeitig zu erkennen und Wissen für eine vorausschauende Umweltpolitik bereitzustellen.Neu aufkommende Zukunftsthemen sind: Lab-grown Future, Meerwasserentsalzung, maritime Algenlandwirtschaft, Demokratie, Militär und Kriegsfolgen, Krisengesellschaft, Transformation in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, Internet der Zukunft sowie Cybersicherheit und Umweltschutz.Der Bericht zeigt neue Forschungsbedarfe und Gestaltungsoptionen auf.

From maritime algae farming via sustainability transition in economically difficult times to military, war and the impacts of war

The Horizon Scanning report presents nine emerging issues that could become relevant for environmental policy, environmental research and administration in the coming years. The 2022–2023 cycle aimed to identify new developments with high environmental relevance at an early stage and to provide knowledge for anticipatory environmental policymaking.The emerging issues are: Lab-grown Future, seawater desalination, maritime algae farming, democracy, military and consequences of war, crisis society, transformation in economically uncertain times, the internet of the future, and cybersecurity and environmental protection.The report identifies new research needs and options for action.

Antizipatorische Governance im Umweltressort

Mit diesem Konzeptpapier legt das Umweltbundesamt eine fundierte Grundlage für eine vorausschauende Umweltpolitik vor. Es zeigt, wie strategische Vorausschau – etwa durch frühzeitige Risikoerkennung oder das Aufzeigen alternativer Zukünfte – dazu beitragen kann, politische Entscheidungen proaktiver, zukunftsrobuster und langfristig tragfähig zu gestalten. Die Publikation ordnet das Konzept der antizipatorischen Governance wissenschaftlich ein, erläutert zentrale Prinzipien wie Vorsorge und Nachhaltigkeit und beschreibt, wie das Umweltressort seine Handlungsfähigkeit angesichts komplexer Zukunftsherausforderungen stärken kann.

Neuartige Materialien: Forschung für die Sicherheit

<p> <p>Die für den Schutz von Mensch und Umwelt zuständigen deutschen Bundesbehörden stellen den Forschungsbedarf aus regulatorischer Sicht dar.</p> </p><p>Die für den Schutz von Mensch und Umwelt zuständigen deutschen Bundesbehörden stellen den Forschungsbedarf aus regulatorischer Sicht dar.</p><p> <p>Neuartige Materialien können potentiell bei der Bewältigung von globalen und gesellschaftlichen Herausforderungen unterstützen. Dies betrifft beispielsweise die Anwendung im Gesundheitswesen, bei der Energiewende oder als Ersatz für bedenkliche Stoffe oder kritische Rohstoffe. Um den gesellschaftlichen Nutzen neuartiger Materialien jedoch voll auszuschöpfen, sind deren Sicherheit für Mensch und Umwelt sowie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> über den gesamten Lebenszyklus von zentraler Bedeutung. Dazu gehört es, mögliche negative Auswirkungen bei der Herstellung, der Nutzung und am Ende ihrer Verwendung rechtzeitig zu vermeiden oder zu mindern. Als Reaktion auf die Mitteilung der Europäischen Kommission zu „Advanced Materials for Industrial Leadership” (dt: „Fortgeschrittene Werkstoffe für eine industrielle Führungsrolle”) haben das Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>), die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Bundesinstitut für Risikobewertung (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bfr">BfR</a>) und die Physikalisch-technische Bundesanstalt (PTB) nun eine strategische Forschungsagenda für sichere neuartige Materialien veröffentlicht.</p> <p>Da Materialinnovationen mit dem Ziel gefördert werden, sicherere und nachhaltigere Lösungen im Vergleich zu herkömmlichen Chemikalien und Anwendungen zu bieten, muss sichergestellt werden, dass die Materialien selbst sicher sind. Die Sicherheitsforschung hinkt jedoch häufig der Innovation hinterher. Daher begleiten die für den Schutz von Mensch und Umwelt, sowie für die Metrologie zuständigen deutschen Bundesbehörden das rasante Innovationstempo von neuartigen Materialien mit einer langfristigen Forschungsstrategie, die sich auf den Forschungsbedarf aus regulatorischer Perspektive konzentriert.&nbsp;</p> <p>Die Strategie soll als Leitfaden für die Ausrichtung und Priorisierung der Forschung der deutschen Bundesbehörden dienen, soll aber auch politische Entscheidungsträger, Förderinstitutionen und die wissenschaftliche Gemeinschaft über den regulatorisch relevanten Forschungsbedarf für sichere neuartige Materialien informieren. Die vorgestellte Strategie zeigt die notwendige Sicherheitsforschung auf, die auf der einen Seite Regulierungsbehörden in die Lage versetzt, neuartige Materialien angemessen bewerten zu können, und auf der anderen Seite auch das „Safe and Sustainable by Design“ (SSbD) für Innovatoren unterstützt.&nbsp;</p> <p>Zu den von der Strategie abgedeckten Bereichen gehören:</p> <ul> <li>„Horizon Scanning” und Frühwarnsysteme zur Ermittlung relevanter neuartiger Materialien und ihrer Anwendungen, Identifizierung von Wissenslücken und Warnsignalen,</li> <li>Forschung zur Schließung von Wissenslücken zu Sicherheitsaspekten von neuartigen Materialien, um der Komplexität und zunehmenden Vielfalt neuartiger Materialien zu begegnen, </li> <li>Entwicklung von Prüf- und Bewertungsstrategien, um eine angemessene regulatorische Risikobewertung zu ermöglichen,</li> <li>rechtzeitige Entwicklung und Validierung aktueller harmonisierter Prüfverfahren als Grundlage für eine fundierte Risikobewertung auf Basis von zuverlässigen Gefahren- und Expositionsinformationen,</li> <li>Förderung einer sicheren und nachhaltigen Gestaltung neuartiger Materialien, um Innovatoren zu unterstützen.</li> </ul> <p>Für jeden dieser Bereiche skizziert die Strategie den aktuellen Stand der Forschung, den Forschungsbedarf und die erwarteten Auswirkungen der Forschung. Darüber hinaus hebt die Strategie übergreifende Themen hervor, die wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Forschung sind, wie beispielsweise die Datenerhebung nach den „FAIR-Prinzipien“, Digitalisierung, Vernetzung und Bildung sowie angemessene Ausstattung der Labore. Die Forschungsstrategie bietet außerdem einen Überblick über die aktuelle Forschung zu neuartigen Materialien durch die zuständigen deutschen Bundesbehörden.&nbsp;</p> <p>Die nun veröffentlichte „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/strategische-forschungsagenda-zu-neuartigen">Strategische Forschungsagenda zu neuartigen Materialien</a>“ ist die vierte Aktualisierung der gemeinsamen Forschungsstrategien zu Nano- und neuartigen Materialien der deutschen Bundesbehörden seit dem Jahr 2007.</p> <p>Die gemeinsame Forschungsstrategie in englischer Sprache ist auf der Website des UBA abrufbar:&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/strategic-research-agenda-for-safe-advanced">Strategic Research Agenda for Safe Advanced Materials</a></p> </p><p>Informationen für...</p>

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