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Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200) - CC 6302 Trier

Blatt Trier bildet die geologischen Gegebenheiten im linksrheinischen Schiefergebirge ab. Das Rheinische Schiefergebirge wird von mehr oder weniger stark verfalteten und verschieferten Sedimentgesteinen des Devons aufgebaut. Im Kartenblatt dominieren die Unterdevon-Schichten (vorwiegend Quarzite, Tonschiefer, Sand- und Siltsteine) von Eifel, Moselmulde und Hunsrück. Im nördlichen Teil des Kartenausschnitts fallen neben den Vorkommen tertiärer und quartärer Vulkanite die Kalkmulden der Eifeler Nord-Süd-Zone auf. Sie sind mit Kalk-, Dolomit- und Mergelsteinen des Mittel- und Oberdevons verfüllt. Die ältesten Gesteine des Rheinischen Schiefergebirges sind in der Nordwest-Ecke des Kartenblattes angeschnitten. Bei ihnen handelt es sich um kambrische und ordovizische Phyllite und Quarzite des Venn-Sattels. Im südlichen Kartenausschnitt überlagern vermehrt jüngere Deckschichten das variszische Grundgebirge, z. B. in der Trierer Bucht, Wittlicher Senke und Saar-Nahe-Senke. In der Nordost-Ecke des Kartenblattes sind die pleistozänen Vulkanite (Bims, Trass, Basalt, Phonolith) des Neuwieder Beckens erfasst. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, erleichtert ein Korrelationsschema zur Sedimentation im Unterdevon den Vergleich der Schichten in den verschiedenen Gebieten. Ein geologisches Profil gewährt zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Der Nordwest-Südost-verlaufende Schnitt kreuzt die Eifel mit den Kalkmulden der Nord-Süd-Zone (Gerolsteiner Mulde, Blankenheimer Mulde, Prümer Mulde) und den quartären Vulkanitvorkommen (z. B. Rother Kopf und Dietzenley). Über die Wittlicher Senke und den Hunsrück zieht sich das Profil bis zum Rand des Schiefergebirges in die Saar-Nahe-Senke.

Naturpark Saar-Hunsrück

Naturparke sind durch den Menschen geformte Landschaften. Sie haben eine langjährige Nutzung erfahren, sind also vom menschlichen Handeln beeinflusst. Ziel der Einrichtung Naturpark ist es, den Schutz und die Nutzung der Landschaft miteinander in Einklang zu bringen („Schutz durch Nutzung“). In dem Gebiet soll gleichsam eine nachhaltige, schonende Landnutzung betrieben und nachhaltiger Erholungstourismus gefördert werden. Zudem sollen sich Naturparke hauptsächlich aus Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebieten zusammensetzen und eine breit gefächerte Arten- und Biotopvielfalt besitzen. Der saarländisch-rheinland-pfälzische Naturpark Saar-Hunsrück erstreckt sich auf einer Fläche von 1 976 Quadratkilometer über die beiden Bundesländer. Abgrenzung des Naturparkes Saar-Hunsrück. Sachdaten/Attributinformationen: Außer zahlreichen Datenbankinternen Attributen sind folgende anwenderrelevante Attribute vorhanden: OIDEXT : GISPADID; KENNUNG: Kennung OSIRIS; GBNAME : Gebietsname; GBAZ : Alte Kennung; PROJEKT : Projektursprung; KRAFT: In Kraft; KRAFTS: In Kraft seit; AKRAFT :Außer Kraft; FLANZ : Anzahl Flächen; UNTERL : Unterlagen; ISPAPSCH : INSPIRE Application Schema; OFFLAE : Fläche in ha (offiziell); GEOGENAU: Geometrische Genauigkeit; DMASSTB : Digitalisiermaßstab; SCHUTZZ: Schutzziel; EDAT:Einspeicherungsdatum Betrachtungsobjekt im GDZ; MultiFeatureklasse setzt sich zusammen aus flächenhaften Featureklasse GDZ2010.A_nglschg und der Businesstabelle mit den Sachdaten (GDZ2010.nglschg).

Katrin Eder: „Weil nicht alle Wälder gleich sind, aber jeder Hektar Wald zählt, brauchen wir für jeden Standort die bestmöglichen Maßnahmen, um unsere Wälder zu erhalten und an den Klimawandel anzupassen“

Klimaschutzministerin Katrin Eder stellt gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) Ergebnisse aus dem umfangreichen Forschungsprogramm Klimawald 2100 vor – Wasserrückhalt, Umgang mit Buchen, Artenvielfalt auf Störungsflächen sowie Kommunikation und Partizipation als zentrale Themen „Mit 43 Prozent Waldanteil ist Rheinland-Pfalz das waldreichste Bundesland. Doch Wald ist nicht gleich Wald. Während die Wälder in der Pfalz auf Buntsandsteinböden wachsen, die zwar viel Wasser aufnehmen aber nur begrenzt Wasser halten können, sind die Böden im Hunsrück lehmig und Wasser kann nur langsam versickern, wir haben Wälder in tieferen und oft flachen Gebieten und solche in höheren Lagen mit steilen Hängen. Daran erkennt man: Man kann nicht jeden Wald gleich bewirtschaften. Weil aber jeder Hektar Wald zählt, müssen wir alles daransetzen, diesen zu erhalten – und damit für jeden Standort die bestmöglichen Maßnahmen finden. Dies gelingt nur mit umfangreicher wissenschaftlicher Forschung“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder am heutigen Montag bei der Vorstellung der Ergebnisse des Forschungsprogramms Klimawald 2100. Dieses gab die Landesregierung im Jahr 2022 angesichts der vorausgehenden Dürrejahre und des fortschreitenden Klimawandels bei der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) zeitlich befristet bis 2025 in Auftrag. Die Forschenden untersuchten dabei vier Themenschwerpunkte: Den Wasserrückhalt, den Umgang mit Buchen, die Artenvielfalt auf Störungsflächen sowie die Kommunikation über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald. Da sich die Verfügbarkeit und der Abfluss von Wasser im Wald auch auf die Artenvielfalt und die Vitalität unserer Hauptbaumart, der Buche, auswirkt, ist das Thema Wasser zentral. Maßnahmen sollen zu mehr Grundwasserneubildung und mehr Hochwasserschutz beitragen Anhand von Modellrechnungen mit regionalisierten Klimaprojektionen bis ins Jahr 2100 wird etwa in der Modellregion Soonwald deutlich: Extreme nehmen zu. Bezogen auf die Grundwasserneubildung zeigen die Untersuchungen einen oberflächennahen Grundwasserleiter mit rascher Umsatzzeit und einen tieferen Grundwasserleiter, in dem aber nur relativ wenig Sickerwasser ankommt, da beide Stockwerke durch einen Stauhorizont mit geringer Wasserleitfähigkeit getrennt sind. Hinzukommt, dass der Boden schwer ist und Wasser nur langsam versickern kann. Außerdem werden unsere Sommer trockener und es gibt insgesamt mehr Starkregenereignisse. Für den Wald, aber auch für die umgebenden Ortschaften bedeutet das: Die Menge an Bodenwasser geht zurück und Bäume geraten zunehmend unter Trockenstress, weil viel Wasser bei starken Niederschlägen, genauso wie bei ausgetrocknetem und damit kaum mehr aufnahmefähigem Boden oberflächig abfließt. Viel Oberflächenabfluss bedeutet, dass das Niederschlagswasser direkt in die Bäche und Flüsse fließt. Dies kann zu mehr Hochwasser und zu weniger Trinkwassergewinnung führen. Für den Wald bedeutet es mehr Trockenstress und damit mehr Anfälligkeit für Baumkrankheiten und Schädlinge sowie verlangsamtes Wachstum. „Wir alle brauchen sauberes Trinkwasser und müssen uns vor Hochwasser schützen. Deshalb ist es überall im Wald wichtig, das Wasser im Wald flächig zu verteilen, damit möglichst viel versickert und möglichst wenig Wasser oberflächig abfließt. Dort, wo das Wasser aber aufgrund der Bodenverhältnisse, von Hanglagen oder oberflächennahen Grundwasserleitern von Natur aus weniger und weniger tief versickern kann, brauchen wir zusätzliche Maßnahmen. Die Untersuchungen zeigen, dass hier eine Kombination aus vorzugsweise natürlichen, aber auch baulichen Maßnahmen sinnvoll ist“, so Katrin Eder. Natürliche Maßnahmen sind beispielsweise die Renaturierung von Gewässern und die Schaffung sowie der Erhalt von Auenlandschaften; bauliche Instrumente sind unter anderem etwa Rigolen, also befahrbare, aber wasserdurchlässige Wege, das Anlegen von Mulden, der Verschluss alter Entwässerungsgräben und das Ziehen von Gräben, die parallel zum Hang verlaufen, um die Fließgeschwindigkeit des Wassers bei Starkregen zu brechen. 75 Prozent der Fichten stehen im Vergleich zu den Vordürrejahren (2018) noch in Rheinland-Pfalz – Umgang mit Störflächen auch in Zukunft aktuell Seit den Dürrejahren ab 2018 sind aufgrund von Borkenkäferbefall und Sturmwürfen 35.000 Hektar Fichtenflächen ausgefallen. Rheinland-Pfalz weit leben noch rund 75 Prozent der Fichten im Vergleich zu den Vordürrejahren (2018). Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels werden sogenannte „Störflächen“ und der Umgang mit ihnen weiterhin ein Thema bleiben. Sie wirken sich sowohl auf den Wasserrückhalt im Wald als auch auf die Artenvielfalt aus. Untersuchungen haben ergeben, dass dort 30 Prozent mehr Wasser oberflächig abfließt und freigesetzte Nähr- und Schadstoffe in Bäche und Flüsse oder ins Grundwasser transportiert werden. Tonige Standorte können das überschüssige Wasser nicht aufnehmen, auf sandigen Böden kommt es zu einer raschen Drainage in tiefere Schichten, wobei das Sickerwasser ebenfalls gelöste Nähr- und Schadstoffe mit sich führt. Insgesamt wirken Schadflächen als „Abflusstrigger“ – mit steigenden Flächenanteilen im Klimawandel werden Erosions- und Sturzflutrisiken zunehmen, ergaben die Untersuchungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FAWF. „Unsere Untersuchungen zeigen positive Effekte des teilweisen Belassens von Totholzstrukturen sowohl auf die Biodiversität als auch auf die natürliche Wiederbewaldung. Zur Humusanreicherung und als Lebensraum für viele Arten wird im Staatswald ohnehin Totholz im Rahmen der planmäßigen Bewirtschaftung im Wald belassen, hier geht es konkret um durch Störungen wie Windwurf und Schaderreger geschaffene Flächen, bei denen viel Totholz anfällt“, so Dr. Ulrich Matthes, Leiter der FAWF. „Hier entsteht ein Spannungsfeld zwischen Holznutzung, Waldschutz, Arbeitsschutz, Verkehrssicherung, Biodiversität und einer natürlichen Wiederbewaldung, das gut ausbalanciert werden muss. Auch hier kommt es vor allem auf den Standort und auf das Ausmaß anfallenden Totholzes an. Liegendes Totholz kann als Barriere wirken, um den Wasserabfluss zu bremsen, auch gibt es hier weniger Wildverbiss. Ist die Wilddichte aber hoch, ist hier auch das Wildtiermanagement schwieriger. Auf Freiflächen entsteht die natürliche Wiederbewaldung eher durch Pionierbaumarten, deren Samen vor allem mit dem Wind verbreitet werden, dazu zählt etwa die Birke. Auf Flächen mit stehendem Totholz, haben neben diesen Baumarten zusätzlich solche größere Chancen, deren Samen über Vögel verbreitet werden, etwa Ebereschen. Aufgrund unterschiedlicher Keimungsbedingungen und Eintragswege von Samen können sich Freiflächen und Totholz hinsichtlich der Gehölzartenvielfalt ergänzen. Sind in der näheren Umgebung aber keine geeigneten Mutterbäume, deren Samen so verbreitet werden können, werden dort, wo einst Fichten waren, auch vorerst vorrangig nur wieder Fichten und Bäume mit leichten Samen wachsen. Auf solchen Flächen ist es notwendig, kleinflächig und punktwirksam standortangepasste, klimaresiliente und überwiegend heimische Baumarten zu ergänzen; daneben kommen in bemessenem Umfang auch Baumarten zum Einsatz, die zwar nicht standortheimisch sind, von denen aber eine gute Anpassungsfähigkeit an die sich im Zuge des Klimawandels ändernden Standortbedingungen und eine gute Integrationsfähigkeit in das heimische Ökosystem erwartet werden kann“, so Matthes weiter. Daneben wurde auch untersucht, welche Tiere und Pilze jeweils vorkommen. Über verschiedene Organismengruppen zeigt sich, dass ein Nebeneinander von Freifläche und Totholz die Gesamtartenvielfalt stärkt. Neben klassischen Kartierungen kamen dort Verfahren mit künstlicher Intelligenz zum Einsatz. Buche bis Mitte des Jahrhunderts klimatisch gut geeignet – danach hängt es von der Klimaentwicklung ab Das Wissenschaftsteam hat zudem mithilfe von Modellrechnungen analysiert, wie es weiterhin um die Buche stehen wird, mit rund 23 Prozent ist sie gegenwärtig die am häufigsten vorkommende Baumart in Rheinland-Pfalz. Bis Mitte des Jahrhunderts bleibt die Buche in Rheinland-Pfalz überwiegend klimatisch sehr gut geeignet, erste Einschränkungen zeigen sich nur in den warmen Regionen wie im Mainzer Becken und im Oberrheingraben. Ab diesem Zeitpunkt hängt es stark davon ab, wie die Erderwärmung voranschreitet. Im pessimistischsten Szenario RCP 8.5, das einen starken Klimawandel ohne ambitionierten Klimaschutz abbildet, wären Ende des Jahrhunderts nur noch etwa ein Viertel der Landesfläche für die Buche gut bis sehr gut geeignet, auch in den Mittelgebirgen werden teilweise deutliche Einschränkungen modelliert. Junge Buchen können von Durchforstungen profitieren Auch der Einfluss von Durchforstungen wurde ökophysiologisch und mittels Jahrringanalysen untersucht. „Junge Buchen profitieren, wenn sie ausreichend mit Wasser versorgt sind und genügend Licht haben. Sie fallen aber bei Trockenstress in ihrer Leistungsfähigkeit zurück“, erläuterte Ulrich Matthes. Fortbildungen und Kommunikationshilfen für Forstleute erstellt Das vierte Kapitel zur Kommunikation und Partizipation beschäftigt sich unter anderem mit Fragen, wie die Auswirkungen des Klimawandels im Wald von der Öffentlichkeit und unter Forstleuten wahrgenommen werden. Die Ergebnisse deuten an, dass Forstleute damit konfrontiert sind, dass ihr Erfahrungswissen und die Wahrnehmung als Waldexperte von Teilen der interessierten Öffentlichkeit in Frage gestellt wird. Neben den trockenheitsbedingten Kalamitäten spielt dabei auch die von Forstleuten wahrgenommene prononcierte Kritik an der Forstwirtschaft durch in die mediale Öffentlichkeit drängende Personen sowie das Empfinden einer gesellschaftlichen Geringschätzung forstlicher Arbeit eine große Rolle. „Insgesamt wird deutlich, dass klimabedingte Waldveränderungen nicht als isoliertes Phänomen betrachtet werden und werden können. Die Veränderungen, die wir zurzeit im Wald beobachten, haben Ursachen, Auswirkungen und Zusammenhänge jenseits des Waldrandes, wie unsere Beziehung zur Natur, den Umgang mit Ressourcen, das Wirtschaftssystem und vieles mehr. Auch deshalb sind Gespräche über Wald-Klima-Krisen so emotional“, so Matthes. „Damit der Forstsektor sich den komplexen Herausforderungen der Wald-Klima-Krise angemessen stellen kann, ist es unverzichtbar, die damit verbundenen Unsicherheiten offen zu thematisieren. Nur so können im Austausch gemeinsame Lösungen identifiziert und auch die individuelle Belastung für Waldverantwortliche abgemildert werden. Zur besseren Kommunikation wurden daher verschiedene Fortbildungen, Handreichungen und Dialogformate konzipiert und durchgeführt“, so Matthes weiter. Zu den vorgestellten Ergebnissen werden nach Abschluss zusätzlicher Untersuchungen weitere kommen, etwa kleinräumige Modellrechnungen zu den naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Auch der Einsatz quantitativer Methoden der Sozialforschung zur vertiefenden Untersuchung der aufgeworfenen Forschungsfragen im Bereich der öffentlichen Kommunikation und Partizipation werden erwogen. Nach Abschluss der relevanten Forschungsarbeiten wird ein Gesamtbericht veröffentlicht.

Landschaftsplanerische Modelluntersuchung im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Dill - Sohrschied

Enormes Interesse an Mittelgebirgskonferenz

Am 12. März 2025 fand die zweite länderübergreifende Mittelgebirgskonferenz statt – organisiert von den zentralen Anlaufstellen zur Klimaanpassung der fünf Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Mit rund 850 Anmeldungen war das Interesse erneut enorm. Rheinland-Pfalz organisierte den Workshop „Forstwirtschaft". Das Landesamt für Umwelt unterstützte dabei das Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen mit (umwelt-) meteorologische Informationen zu anthropogene Klimaänderung. Hitzewellen, Trockenphasen oder Starkregen werden durch den fortschreitenden Klimawandel häufiger und auch intensiver. Ob Streuobstwiesen in der Wetterau, Weinbaugebiete im Ahrtal, Waldflächen im Hunsrück oder kleine und mittlere Kommunen im ländlichen Raum. Die Folgen des Klimawandels stellen uns überall in Rheinland-Pfalz vor Herausforderungen, die sich aber von Region zu Region unterscheiden können. In bergigen Regionen können sich bestimmte Folgen besonders intensiv auswirken. Aus diesem Grund wurde den Mittelgebirgsregionen in der Veranstaltung eine genauere Betrachtung zu teil. Welche Inhalte wurden thematisiert? Die vier Themenblöcke – Forstwirtschaft, Stadtgrün, Landwirtschaft und Schwammstadt – boten spannende Impulsvorträge mit Good-Practice-Beispielen und luden zu intensivem Austausch ein. Die Themen reichten von klimaresilientem Waldumbau über Agroforstsysteme bis hin zu innovativen Stadtbegrünungs- und Schwammstadtkonzepten. Unser Fazit: Klimaanpassung braucht Ausdauer, Zusammenarbeit und kreative Lösungen. Die Mittelgebirgskonferenz hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind – mit praxisnahen Ansätzen und länderübergreifendem Wissenstransfer. Wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen und einen kontinuierlichen Austausch, um unsere Mittelgebirgsregionen nachhaltig und widerstandsfähig zu gestalten.

Katrin Eder: „Erderhitzung hat enorme Auswirkungen auf Zustand der Gewässer“

Klimaschutzministerin Katrin Eder weist anlässlich des Weltwassertages auf Herausforderungen in der Abwasserent- und Trinkwasserversorgung sowie Rückgang von Arten an Gewässern hin – Zukunftsplan Wasser wird im Oktober vorgestellt „Der Klimawandel wirkt sich massiv auf unsere Gewässer und unsere Wasserversorgung aus. Der Umgang mit Wasser ist eine der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft. Deshalb arbeiten wir bereits heute an Lösungen“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder. Anlässlich des Weltwassertages weist die Ministerin auf den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Wasserversorgung hin. Denn Wasser wird auch hier immer mehr zum knappen Gut. Zwar haben sich die Grundwasserstände nach dem sehr nassen Winter wieder gefüllt und auch der bundesweite Dürremonitor des Helmholtz Zentrums verzeichnet fast in ganz Deutschland ausreichend feuchte Böden. Ein Grund zum Aufatmen ist dies aber nicht: 2023 war die Mitteltemperatur mit 10,6 Grad höher als je zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 (siehe auch https://www.klimawandel-rlp.de/de/daten-und-fakten/witterungsrueckblick ) Artenrückgang an Gewässern besonders stark Hohe Temperaturen bedingen ein Absenken des Sauerstoffgehaltes, Tiere und Pflanzen sterben ab, Gewässer „kippen“ schneller um. Zudem sorgen hohe Temperaturen für mehr Verdunstung. In Kombination mit Niedrigwasser wird dies besonders fatal, da sich dann Schadstoffe weiter anreichern. Dünger und Pestizide, Mikroplastik sowie andere Einträge und betonierte Ufer sind die Hauptgründe, warum nach Maßgabe der EU-Wasserrahmenrichtlinie nur knapp 22 Prozent der Gewässer in Rheinland-Pfalz in einem ökologisch guten oder sehr guten Zustand sind und ein Drittel in einem unbefriedigenden oder sogar schlechten Zustand. Europaweit ist der Artenreichtum vor allem an den Gewässern stark zurückgegangen: um 70 Prozent bei den Süßwasserarten und um 61 Prozent bei den Amphibien. Laut der 2022 aktualisierten Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) ist ein Drittel der Süßwasser-Tierarten vom Aussterben bedroht. Bei uns betrifft es Arten wie die Flussperlmuschel oder die Sumpfschildkröte. Der Klimawandel verschärft dieses Artensterben weiter. „Deshalb setzen wir in Rheinland-Pfalz über die Aktion Blau schon seit 1995 Maßnahmen zur Renaturierung an Fließgewässern um – bislang 1.800 Projekte mit einer Gesamtlänge von mehr als 1.600 Kilometern Fließgewässerstrecke. Zudem fördern wir die Wiederherstellung und Anbindung intakter Auen an die Fließgewässer und sorgen für immer effizientere Kläranlagen. Mehr als 92 Prozent der Phosphorfrachten werden heute in den Kläranlagen zurückgehalten, bei den großen Kläranlagen, wie etwa in Mainz, sogar noch deutlich mehr. In Mainz ist für die vierte Reinigungsstufe der Baubeginn in 2024 geplant. Für insgesamt zwölf Kläranlagen liegen Machbarkeitsstudien als Grundlage für eine großtechnische Umsetzung vor. Im Februar wurden auf den Kläranlagen Speyer und Landstuhl Versuchsanlagen zur vierten Reinigungsstufe installiert. Insgesamt gibt es 661 Kläranlagen in Rheinland-Pfalz, die alle im Lauf der Jahre immer mehr der Nährstoffparameter Stickstoff und Phosphor und immer mehr Schadstoffe entfernen konnten. Gelangen Nährstoff- oder Schadstoffeinträge allerdings nicht über die Kanalisation ins Abwasser, hilft auch keine noch so gute Kläranlage“, so Eder. Deshalb sei eine gewässerschonende Landwirtschaft essentiell. Auch die Trinkwasserversorgung muss sich gegen die Folgen des Klimawandels wappnen: Laut Statistischen Bundesamt verwendete jede Person in Deutschland im Jahr 2019 durchschnittlich 128 Liter Trinkwasser pro Tag – etwa zum Kochen, Duschen, Trinken, Wäschewaschen oder Putzen. Zugleich wächst die Bevölkerung und sinkt die Grundwasserneubildung in Rheinland-Pfalz – in den vergangenen 20 Jahren um durchschnittlich 25 Prozent. Hinzu kommen klimawandelbedingt Verbrauchsspitzen an heißen Tagen, die die Wasserversorgungsunternehmen zunehmend vor Herausforderungen stellen. Daher müssen neue geeignete Standorte zur Trinkwassergewinnung ermittelt werden. Einige Leitungsnetze einzelner Wasserversorger werden miteinander verbunden, um die Resilienz des Versorgungssystems lokal zu steigern. Im größeren Stil wurde dies auch bereits im Verbundsystem Hunsrück umgesetzt, bei dem eine 32 Kilometer lange Verbundleitung zwischen der saarländischen Primstalsperre und der Steinbachtalsperre am Rand des Nationalparks Hunsrück-Hochwald Versorgungssicherheit für die Region und darüber hinaus bietet. Beim regionalen Verbundnetz Westeifel wurde eine 128 Kilometer lange Trasse verlegt. Sie verbindet die nordrhein-westfälische Oleftalsperre und die rheinland-pfälzische Riveristalsperre. Während zuvor das Trinkwasser innerhalb der kommunalen Grenzen auf den Berg in mehrere hundert Hochwasserbehälter gepumpt wurde, verläuft jetzt der Wassertransport auch über die Grenzen der Kommunen hinweg von Norden nach Süden und muss dank des natürlichen Gefälles nicht mehr aufwändig gepumpt werden. „Die Liste an Maßnahmen, die wir ergreifen müssen ist lang. Ich bin froh, dass wir die Wasserwerke an unserer Seite haben und wir beispielsweise gemeinsam mit ihnen und den kommunalen Spitzenverbänden den Pakt zur resilienten Wasserversorgung unterschrieben haben, um unser Lebensmittel Nummer Eins dauerhaft zu sichern. Mein Klimaschutzministerium unterstützt solche Investitionen, wie den Bau von Verbundsystemen, mit einem Sonderförderprogramm in Höhe von 30 Millionen Euro“, so die Klimaschutzministerin. „Um all diesen Herausforderungen zu begegnen und gemeinsam die überlebenswichtige Ressource Wasser zu sichern, haben wir zudem den Zukunftsplan Wasser initiiert. Denn die Verfügbarkeit von ausreichendem und sauberem Wasser ist für sämtliche Bereiche unseres Lebens essentiell. Ein Mangel führt zu gesellschaftlichen, wasserwirtschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen. Der Zukunftsplan Wasser gibt Antworten, wie wir sowohl mit klimawandelbedingt sinkenden Grundwasserständen und Niedrigwasser als auch mit Starkregenereignissen und Hochwasser umgehen können. Insgesamt sind im Zukunftsplan 124 Maßnahmen aufgelistet, die bereits laufen oder in Planung sind sowie weitere 41, deren Umsetzung noch diskutiert werden muss. Dazu prüfen wir gerade die Rückmeldungen der einzelnen Verbände und Institutionen und werden im Oktober die Ergebnisse zum Zukunftsplan Wasser vorstellen“, sagte Eder.

Naturschutz - Naturräumliche Gliederung (1972)

Der Kartendienst stellt die digitalen Geodaten aus dem Bereich Naturschutz des Saarlandes dar.:Naturräumliche Gliederung des Saarlandes (Schneider, H. 1972) - Geographische Landesaufnahme; (Hrsg.) Institut für Landeskunde. Das Feld Text enthält die Kurzbezeichnung des Naturraumes. Text / Name: 180.0 Zweibrücker Westrich, 181.0 Saar-Blies-Gau, 182.0 Merziger Muschelkalkplatte/Saar-Nied-Gau, 186.0 Saarbrücken-Kirkeler Wald, 190.0 Prims-Blies-Hügelland, 191.0 Saarkohlenwald, 192.1 Homburger Becken, 192.2 St.Ingberter Becken, 193.0 Nordpfälzer Bergland, 194.1 Nohfelden-Hirsteiner Bergland, 194.2 Prims-Hochland, 197.1 Mittleres Saartal (Nord), 197.2 Saarlouiser Becken, 197.3 Mittleres Saartal (Süd), 198.0 Warndt, 199.1 Hochwaldvorland, 199.2 Merziger Buntsandstein-Hügelland, 242.0 Hoch- und Idarwald, 246.0 Saar- Ruwer- Hunsrück, 260.0 Mosel-Saar-Gau.

Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200) - CC 7102 Saarbrücken

Blatt Saarbrücken zeigt einen Ausschnitt des linksrheinischen Mesozoikums, das sich zwischen den Grundgebirgsaufbrüchen des Rheinischen Schiefergebirges und der Vogesen erstreckt. Flach lagernde Schichten der Trias und des Unteren und Mittleren Juras lagern westlich des Oberrheingrabens dem Rhenoherzynikum, Saxothuringilum und Moldanubikum des variszischen Grundgebirges auf und bilden so das Gegenstück zum Deckgebirge der Süddeutschen Scholle. Die Störung von Metz, die sich Nordost-Südwest quer über das Kartenblatt verfolgen lässt, markiert die Grenze zwischen Rhenoherzynikum und Saxothuringikum der Varisziden. Am Nordrand des Kartenblattes sind die südlichen Ausläufer des Hunsrück mit variszisch verfaltetem und verschiefertem Schichten des Unterdevons erfasst. In Südost-Richtung schließt sich die Saar-Nahe-Senke an. Die hier lagernden Molassesedimente (Konglomerate, Sand- und Schluffstein) und Vulkanite (Rhyolith, Tholeyit, Kuselit, Andesit) des Perms reichen bis an die Oberkarbon-Schichten des Saarbrückener Hauptsattels. Im Oberkarbon bildeten sich in und um das variszische Gebirge Rand- und Binnensenken heraus, die sich mit Gebirgsschutt füllten. Eingelagerte Kohleflöze sind charakteristisch für diese Becken, die an der Grenze Oberkarbon/Perm von erneuter tektonischer Deformation erfasst und aufgefaltet wurden. Das Saargebiet war Teil einer solchen Binnensenke im ehemaligen variszischen Gebirge. Ihre Oberkarbon-Schichten (Sand-, Schluff- und Tonstein mit eingelagerten Kohleflözen) sind im Saarbrücker Hauptsattel aufgeschlossen. Die Sattelstruktur setzt sich nach Südwesten im Lothringer Sattel fort, im Südosten ist sie durch die Saarbrücker Hauptüberschiebung begrenzt, die den Übergang zur Pfälzer Mulde bzw. dem Nancy-Pirmasens-Becken markiert. Überlagerungen durch quartäre Lockersedimente, wie pleistozänem Lehm oder fluviatilen Sanden und Kiesen, sind in den Beckenlandschaften weit verbreitet. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, gewährt ein geologischer Schnitt zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Das Profil schneidet in seinem Nordwest-Südost-Verlauf die Unterdevon-Schichten des Hunsrück, das Perm der Saar-Nahe-Senke, das Oberkarbon des Saarbrückener Hauptsattels und das Mesozoikum der Pfälzer Mulde bzw. des Nancy-Pirmasens-Beckens.

Nationalpark Hunsrück- Hochwald:10 Jahre „Natur Natur sein lassen“ und nachhaltige Entwicklung der Nationalparkregion

1. Der Ministerrat begrüßt die positive Entwicklung des länderübergreifenden Nationalparks „Hunsrück - Hochwald“ seit der Gründung am 1. März 2015. 2. Der Ministerrat bekräftigt seine Absicht, den Nationalpark und die Nationalparkregion in ressortübergreifender Verantwortung zukunftsfähig und nachhaltig weiter zu entwickeln. 3. Der Ministerrat bittet die Ressorts entsprechend dem „Konzept der Landesregierung zur Einrichtung des Nationalparks im Hunsrück und zur zukunftsfähigen Entwicklung der Nationalparkregi on“ die erfolgreiche Arbeit in der Region fortzusetzen. Insbesondere sollen Impulse für eine nachhaltige strukturelle Entwicklung der Region und der weiteren Entwicklung des naturverträglichen Tourismus gegeben werden. Kooperationen zwischen Nationalpark und Wissenschaft in der Region werden begrüßt.

Stoerungen des Wasserhaushaltes durch Rodungen in der Eifel und im Hunsrueck

Zeitpunkt und Ausmass postglazialer Klimaschwankungen sind zu ermitteln und gegenueber den Stoerungen des Haushalts der Natur durch den Menschen abzugrenzen.

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