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In einer Vielzahl von Laborversuchen konnte der Nachweis der Wirksamkeit von ausgewaehlten Tensiden unter vereinfachten in situ-Verhaeltnissen erbracht werden. Die Arbeiten wurden mit real kontaminierten Boeden (IR-KW, PAK und Phenole) durchgefuehrt. Als Tenside wurden nichtionogene und anionische Tenside eingesetzt. Das Sorptionsverhalten der untersuchten Tenside am Boden wurde bestimmt. Es lag in Bereichen, wo eine Gefaehrdung des Bodens ausgeschlossen werden konnte. Weiterhin konnte nachgewiesen werden, dass die vorhandene Bodenbiologie nicht negativ beeinflusst wird.
Richtiges Lüften in Bildungseinrichtungen, allen voran in Schulen, ist bis heute ein Problem. Man schafft es angesichts der oft vorhandenen hohen Schülerzahlen, der räumlichen Gegebenheiten sowie der Länge der Unterrichtseinheiten kaum noch, durch konsequentes Lüften in den Pausen für einen ausreichenden Luftaustausch zu sorgen, der auch in der darauffolgenden Unterrichtsstunde eine gute Raumluftqualität gewährleistet. Der Kohlendioxidgehalt der Luft (jeder Mensch atmet Kohledioxid aus) stellt einen sehr guten Gradmesser für die "verbrauchte" Luft in Klassenzimmern und die Notwendigkeit des Lüftens dar. Es muss in vielen Schulgebäuden auch während des Unterrichtes gelüftet werden. Besser ist es, wenn von vorn herein eine Grundlüftung über eine mechanische Lüftungseinrichtung erfolgt und zusätzlich in den Pausen über die Fenster gelüftet wird. Diese so genannte "hybride Lüftung" ist künftig der hygienisch und technisch anzustrebende Standard bei Neubauten oder umfangreicher Sanierung von Unterrichtsgebäuden. Die folgenden Empfehlungen beschreiben, was zu tun ist. Quelle: https://www.umweltbundesamt.de
A) Problemstellung: Vor über zehn Jahren wurden in öffentlichen Gebäuden, die in den 60er Jahren errichtet worden sind, hohe PCB-Innenraumluftkonzentrationen festgestellt. Als Schadstoffquelle wurde meist dauerelastisches, Chlophen A40-haltiges Fugenmaterial sowie Deckenplatten mit Chlophen A60 ermittelt. Als Maßgabe wurde ein gesundheitsbezogener Eingriffswert von 3 myg PCB-Summe/m3 Raumluft festgelegt, bei dessen Überschreitung Gegenmaßnahmen durchgeführt werden müssen (Zielwert 0,3 myg PCB/m3). 1998 sind von der WHO für PCDD-ähnliche PCB-Einzelverbindungen Toxizitätsäquivalente (TEQ-Werte) festgelegt worden. Mit den wenigen vollständigen Untersuchungen auf alle PCB-Einzelverbindungen kann nicht sicher abgeleitet werden, ob - in Räumen mit einer Chlophen A40-Quelle bei Konzentrationen unter 3 myg PCB/m3 - ein TEQ-Summenwert ebenfalls eingehalten werden kann, der nach bisherigen Überlegungen zu tolerieren ist. Für andere PCB-Quellen ist die Datenlage noch ungünstiger. B) Handlungsbedarf/Projektdurchführung: Wegen dieser schlechten Datenlage ist deshalb die Beziehung zwischen der Konzentration von Gesamt- und Dioxin-ähnlichen PCB unter den verschiedenen Praxisbedingungen zu ermitteln. Die Analysen sollen auch Kenndaten zur Qualität der Messungen im unteren pg-Bereich TEQ/m3 liefern. Die Ergebnisse sollten der ad-hoc AG UBA-Innenraumkommission (IRK)/AOLG schnellstmöglich (bis spätestens Ende 2003) zur Verfügung stehen, damit etwa notwendige gesundheitsvorsorgende Maßnahmen unverzüglich vorgeschlagen werden können. C) Ziel: Schaffung der zur Ableitung von PCB-Richtwerten für die Innenraumluft notwendigen Grundlagen. Ermittlung von TEQ-Summenwerten für Dioxin-ähnliche PCB in Relation zur PCB-Gesamtkonzentration in der Raumluft von belasteten Gebäuden und der Art der PCB-Quelle.
Realisierung eines Pilotprojektes zur in situ Bodensanierung unter Verwendung von Tensiden. Mit dem erprobten Verfahren konnte die Waschwirksamkeit von Tensiden auf die Entfernung von IR-KW, PAK und Phenolen in der Praxis nachgewiesen werden. Durch die Gestaltung des Feldes konnten Einfluesse sowohl auf Grundwasserleiter als auch auf benachbartes Erdreich ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Bodenart und Sanierungseffektivitaet. Die Ergebnisse lassen sich durch weitere Variation physikalisch-chemischer Parameter optimieren.
In der Bodensanierung koennen bisher feinkoernige, mit hydrophoben Schadstoffen (PAK, IRKW) kontaminierte Bodenmaterialien nur unzureichend saniert werden. Zur Marktreife gelangten verschiedene in-situ und ex-situ Verfahren, vor allem leichtdurchlaessige Boeden wurden erfolgreich behandelt. Ziel des Projektes war die Entwicklung einer Verfahrenskombination zur in-situ-/ex-situ Sanierung, wobei biologische Techniken mit physikalisch-chemischen kombiniert wurden. Ergaenzend dazu wurde Schall als mechanische Energiequelle zur verbesserten Schadstoffeliminierung untersucht. Die Ergebnisse aus den Laboruntersuchungen wurden im Rahmen eines Grossversuches ueberprueft. Folgende Erkenntnisse wurde gewonnen: - Es wurden in Screeningtests mehrere Tenside ausgewaehlt, die sich aufgrund der Solubilisierung der hydrophoben Schadstoffe und einer verzoegerten biologischen Abbaubarkeit fuer eine biologische Bodensanierung eigneten. - Der Einsatz von Schall als mechanische Energiequelle wurde ueberprueft. Die anfaenglichen positiven Effekte konnten bei Versuchsende nicht nachgewiesen werden, so dass von weiteren Untersuchungen zum Einsatz von Schall abgesehen wurde. - Es standen mehrere, real kontaminierte Boeden zur Verfuegung, die sich im Schadstoffinventar und der Bodenmatrix unterschieden. Nachdem die prinzipielle biologische Sanierbarkeit dieser Boeden festgestellt wurde, folgten Untersuchungen in Saeulen zu verschiedenen Verfahrensvarianten (zB offener-, geschlossener Prozesswasserkreislauf, max 20 Prozent Feuchte). Zusaetzlich wurde ein Bioreaktor entwickelt. Es stellte sich heraus, dass Sauerstoff der limitierende Faktor bei der biologischen Verwertung der Schadstoffe war. Ob ein Tensideinsatz (einmalige/mehrmalige Dosierung) den biologischen Abbauprozess unterstuetzt, ist abhaengig vom Bodentyp und dem Schadstoffalter. Die Ergebnisse zeigten, dass ein Tensideinsatz eher dann von Vorteil ist, wenn der Boden zu Beginn einer Untersuchung mit Tensid gespuelt werden konnte (offener-, geschlossener Kreislauf). Bei einer anschliessenden biologischen Nachbehandlung des Bodens sind Tenside nicht von Vorteil. Die geschlossene Verfahrensweise wurde in einem Pilotvorhaben (Reinigung von 110 Tonnen kontaminiertem Bodenmaterial) in einer Bodenbehandlungsanlage realisiert. Bei Versuchen mit dem Bioreaktor, in dem die fuer den biologischen Abbauprozess notwendigen Bedingungen optimal eingestellt werden konnten, erhoehte ein Tensideinsatz den biologischen Schadstoffabbau. Die Ergebnisse verdeutlichen die Komplexitaet des Themas. Die einzelnen Boeden mit ihrem unterschiedlichen Schadstoffinventar unterschieden sich sehr in der biologischen Abbaubarkeit der Kontaminanten. Ein Tensideinsatz ist nicht immer von Vorteil.
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| Boden | 5 |
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