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RUMBA ist ein Programm zur Einführung eines systematischen Ressourcen- und Umweltmanagements der Bundesverwaltung. RUMBA beruht auf dem Bundesratsbeschluss vom 15. März 1999. Hauptziel von RUMBA ist die kontinuierliche Verminderung der Umweltbelastung, was stets auch den sparsamen und effizienten Energieeinsatz umfasst. Wie Erfahrungen in Industrie, Dienstleistungsunternehmen und Verwaltung zeigen, erfordert dies ein Umweltmanagement, das ins gesamte Management integriert ist. Die Grundschritte von RUMBA orientieren sich deshalb eng an der Norm ISO 14001 und umfassen die folgenden Schritte: 1. Organisation des Umweltmanagements, 2. Analyse der Umweltauswirkungen, 3. Umweltleitbild, 4. Umweltziele und Maßnahmenplan, 5. Implementierung und Durchführung, 6. Kontroll- und Korrekturmaßnahmen. Mit RUMBA will der Bundesrat seinen Verpflichtungen zur nachhaltigen Entwicklung im Bund nachkommen. Darüber hinaus will er die Vorbildfunktion des Bundes im Umweltbereich wahrnehmen und einen Beitrag zu Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung leisten.
Sie zeigen mit Ihrem Unternehmen in Sachsen-Anhalt, dass wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz keine Gegensätze sind? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Werden Sie Mitglied der Umweltallianz Sachsen-Anhalt und Teil unseres starken Umweltbündnisses. Gemeinsam mit ca. 200 Wirtschaftsunternehmen, Verbänden und der Landesregierung arbeitet die Umweltallianz mit ihren Partnern an einem schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen - nur gemeinsam kann Umweltschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe umgesetzt werden! Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt wurde 1999 als freiwillige Vereinbarung zur Förderung einer umweltgerechten Wirtschaftsentwicklung zwischen der Landesregierung und der Wirtschaft geschlossen. Das Bündnis steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt. Freiwillige, über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Umweltschutzleistungen sollen deutlichere Anerkennung erfahren und damit stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Die Umweltallianz versteht sich in erster Linie als Plattform für den Erfahrungsaustausch der Allianzmitglieder untereinander sowie für die Vermittlung von Informationen mit Bezug zum Umweltschutz. So finden vermehrt Workshops, „Unternehmensstammtische“ usw. statt, um den Mitgliedern der Umweltallianz die Möglichkeit zu bieten, von den Erfahrungen und dem Wissen Anderer zu profitieren. Eine Kartenübersicht der Umweltallianzteilnehmer finden Sie hier . Die Struktur der Umweltallianz Sachsen-Anhalt ist anhand der folgenden Akteure aufgebaut: Geschäftsstellen der Umweltallianz Beirat für „Umwelt und Wirtschaft“ Mitglieder der Umweltallianz Botschafter der Umweltallianz Unterzeichner der Umweltallianz Wenn Sie Informationen zur Mitgliedschaft benötigen oder bereits den Entschluss gefasst haben, Mitglied zu werden, dann steht Ihnen die Geschäftsstelle der Umweltallianz gerne beratend zur Seite. Sie erreichen uns unter umweltallianz(at)lau.mwu.sachsen-anhalt.de oder +49 345 5704 376/377. Die Geschäftsstelle der Umweltallianz befindet sich im Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU). Dort liegen u.a. die folgenden Aufgaben: Beratung von Unternehmen und Wirtschaftseinrichtungen bei der Antragstellung Durchführung des Teilnahmeverfahrens Entscheidung zur Aufnahme in die Umweltallianz Durchführung von Projekten der Umweltallianz (z. B. Preis der Umweltallianz) Erarbeitung fachlicher Beiträge zu Branchengesprächen und branchenspezifischen Vereinbarungen Reporting zum Teilnahmeverfahren gegenüber dem MWU Unterstützung des MWU bei der Vorbereitung und Durchführung der Beiratssitzungen „Umwelt und Wirtschaft“ Erarbeitung von Entscheidungsvorlagen zur Aktualisierung bzw. weiteren Präzisierung der Teilnahmekriterien für den Beirat für „Umwelt und Wirtschaft“ Des Weiteren ist eine Geschäftsstelle des Beirates für „Umwelt und Wirtschaft“ im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt (MWU) angesiedelt, die für die fachliche Begleitung und Weiterentwicklung der Umweltallianz zuständig ist. Die Mitgliedschaft in der Umweltallianz Sachsen-Anhalt ist kostenfrei. Maßnahmen/Leistungen, die für eine Allianzteilnahme berücksichtigt werden können, finden Sie in unserem Kriterienkatalog. Die hier enthaltenen Möglichkeiten zeigen, dass auch Ihr(e) Unternehmen/Institution angesichts der breiten Spanne von anrechenbaren Umweltschutzleistungen Mitglied der Umweltallianz werden kann. Lassen Sie sich von einigen Praxisbeispielen unserer Mitgliedsunternehmen für freiwillige Umweltschutzleistungen inspirieren. Eine Teilnahmeperiode der Allianzteilnahme umfasst drei Jahre, bei langjährigen Mitgliedern sechs Jahre. Die anerkannte(n) Maßnahme(n) wird/werden i. d. R. zunächst für diesen Zeitraum berücksichtigt. Handelt es sich bei der Leistung um eine „kontinuierliche Maßnahme“ kann diese natürlich länger oder auch dauerhaft (z. B. Zertifizierung nach EMAS oder DIN EN ISO 14001) Anerkennung finden. Ist dies nicht der Fall, ist im entsprechenden Turnus jeweils eine neue Umweltschutzleistung zu benennen. Anträge zur Teilnahme an der Umweltallianz sind bei der Geschäftsstelle der Umweltallianz im Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) mit Hilfe des Bewerbungsformulars schriftlich einzureichen. Die Bewerbung erfordert eine Beschreibung der freiwilligen Verpflichtungen zum Umweltschutz. Mehr Informationen zur Mitgliedschaft Anrechnung von zwei Bewertungspunkten bei Investitionsmaßnahmenim Rahmen der GRW-Förderung sowie von drei Bewertungspunkten beim Förderprogramm Sachsen-Anhalt INVESTIERT ( weitere Infos bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt ) kostenloser Zugang zum Umweltrechtsinformationssystem „ umwelt-online “ Teilnahme an Veranstaltungen und Workshops der Umweltallianz zurInformationsvermittlung und zum Erfahrungsaustausch Vernetzung mit den Mitgliedsunternehmen und Zusammenarbeit in Arbeitskreisen Imagegewinn durch die Verwendung des Allianzlogos im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung (Produktwerbung ausgeschlossen) Die 1999 als Bündnis zwischen Regierung und Wirtschaft gegründete Umweltallianz schreibt ihren Unternehmerwettbewerb im zweijährigen Rhythmus landesweit offen aus. Die Pokale und Preisgelder werden traditionell von den Mitgliedsunternehmen und Partnern der Umweltallianz Sachsen-Anhalt bereitgestellt. Mehr Informationen zum Preis der Umweltallianz Die Umweltallianz führt regelmäßig verschiedene Veranstaltungen für die Mitglieder und weitere interessierte Akteure durch. So finden Workshops mit Unternehmensbegehungen, Termine von Facharbeitsgruppen sowie Treffen der Umweltallianzmitglieder statt. Mehr Informationen zu Terminen und Veranstaltungen der Umweltallianz Seit 2018 werden Botschafter der Umweltallianz ernannt, die für die Umweltallianz Sachsen-Anhalt werben und dem Bündnis ein Gesicht geben. In 2018 wurde Marcus Ostendorf von der Bäckerei Möhring aus Barleben zum ersten Botschafter ernannt. Herr Ostendorf überzeugte in besonderem Maße mit seinem Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung. In 2022 wurden zwei weitere Botschafter ernannt: Robert Dreyer von der Tischlerei Dreyer in Wulferstedt und Jörg Schulze von der Umweltvereinigung "Mitteldeutsches Kompetenznetzwerk Kreislaufwirtschaft e.V." in Halle (Saale). Mehr Informationen zu den Botschaftern der Umweltallianz
Kriterienkatalog für eine Teilnahme Impressum Diese Schrift wird vom Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt digital und kostenlos herausgegeben und ist nicht zum Verkauf bestimmt. Herausgeber Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Dezernat 33 – Geschäftsstelle Umweltallianz Reideburger Str. 47 • 06116 Halle (Saale) Tel.: 0345 5704-0 Fax: 0345 5704-190 E-Mail: umweltallianz@lau.mwu.sachsen-anhalt.de Web: lau.sachsen-anhalt.de Stand Die aufgeführten Gesetze und Verordnungen entsprechen dem Stand Dezember 2022. Bitte beachten Sie die danach eingetretenen gesetzlichen Änderungen. Impressum 2 Hinweise zur Arbeit mit dem Dokument Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt wurde 1999 als freiwillige Vereinbarung zur Förderung einer umweltgerechten Wirtschaftsentwicklung zwischen der Lan- desregierung und der Wirtschaft geschlossen. Voraussetzung für die Teilnahme an der Umweltallianz ist mindestens eine frei- willige Umweltschutzleistung, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus erbracht wird. Die Leistungen müssen qualitative und quantitative Ziel- stellungen enthalten und sich überwiegend in Sachsen-Anhalt auswirken. Die anrechenbaren Maßnahmen müssen in den letzten drei Jahren vor der Antrag- stellung realisiert worden sein bzw. nachprüfbar in einem absehbaren Zeitraum (max. 3 Jahre) umgesetzt werden. Es können nur Leistungen angerechnet werden, die nicht gesetzlichen oder be- hördlichen Regelungen unterliegen. Ausnahme: Unternehmen/Institutionen, die über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach EMAS und/oder ISO 14001 verfügen, erfüllen damit die Voraussetzungen für eine Allianzteilnah- me – auch wenn die Zertifizierung ggf. durch gesetzliche Vorgaben gefordert wird. Unabhängig von den angestrebten Umweltzielen ist es wichtig, dass die Leistungen seitens der Unternehmen hinsichtlich ihrer umweltentlastenden Wir- kung beschrieben werden. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung des betrieb- lichen Umweltschutzes. Maßnahmen/Leistungen, die für eine Allianzteilnahme berücksichtigt werden können, finden Sie auf den folgenden Seiten. Die hier aufgeführten Möglich- keiten zeigen, dass auch Ihr(e) Unternehmen/Institution angesichts der breiten Spanne von anrechenbaren Umweltschutzleistungen Mitglied der Umweltallianz werden kann. Das Bewerbungsformular für eine Teilnahme an der Umweltallianz finden Sie hier: Bewerbungsformular Für Nachfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Landesamt für Umweltschutz zur Verfügung. Kontaktdaten: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Dezernat 33 – Geschäftsstelle Umweltallianz Reideburger Straße 47 • 06116 Halle (Saale) Ansprechpartner: Lydia Gorn, Tel.: 0345 5704-377 Ronny Möbus, Tel.: 0345 5704-376 E-Mail: umweltallianz@lau.mwu.sachsen-anhalt.de Hinweise zur Arbeit mit dem Dokument 3
Zielsetzung: LUMUMBA zielt darauf ab, praktische Lösungen bereitzustellen, die Gebäudebetreibern und -planern dabei helfen, ein zufriedenstellendes Niveau der Raumluftqualität bei gleichzeitiger Optimierung der hierzu erforderlichen Energiebedarfe sicherzustellen. Hierbei verfolgt LUMUMBA den Ansatz eines Reallabors. Wissenschaftliche Methoden des standardisierten Innenraumluftqualitätsmanagements (nach ISO 16000-40) sowie des standardisierten Umweltmanagements (nach ISO 14001) werden partizipativ mit Lernenden in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen angewendet, um energieeffiziente Konzepte zu entwickeln, die der Bereitstellung einer hohen Raumluftqualität dienen. Zu diesen Konzepten zählen z. B. der unterstützende Einsatz von Luftreinigungsapparaten, die bedarfsangepasste smarte Fensterlüftung, die Erhöhung des Umluftanteils bei raumlufttechnischen Anlagen in Kombination mit Luftreinigungsapparaten und / oder der Einsatz dezentraler Lüftungsanlagen mit Wärmetauschern. Zu den umweltrelevanten Zielen von LUMUMBA zählen (i) der Schutz der menschlichen Gesundheit durch bedarfsangepasste Lüftung in einer Umgebung, für die in Bezug auf luftgetragene Schadstoffe keine weitreichenden und verbindlichen immissionsschutzrechtlichen Bestimmungen gelten, (ii) die Ressourcenschonung durch Reduktion von lüftungsbedingten Heizenergieverlusten und damit verbundener Reduktion des Verbrauchs von vorwiegend fossilen Energieträgern, (iii) die Minderung von CO2-Emissionen durch reduzierten Verbrauch an fossilen Energieträgern zur Gebäudebeheizung, (iv) die Stärkung des Nachhaltigkeitsbewusstseins und -handelns der Lernenden in teilnehmenden Einrichtungen durch den zugrundeliegenden partizipativen Reallabor-Ansatz sowie (v) die nachhaltige Sicherung der gewonnenen Erkenntnisse durch Verankerung im Sinne betrieblicher Managementsysteme zur kontinuierlichen Verbesserung von Innenraumluftqualität und Umweltleistung der teilnehmenden Einrichtungen. Die notwendigen Schritte umfassen die Identifikation und messtechnische Charakterisierung geeigneter Räumlichkeiten in den teilnehmenden Einrichtungen, die numerische Simulation von Luftqualität und lüftungsbedingten Energieverbräuchen der Räumlichkeiten, die Planung, Umsetzung und Validierung von Verbesserungsmaßnahmen sowie die Gesamtevaluation und Verstetigung der Ergebnisse.
Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann besuchte gemeinsam mit Vertretern und Partnern der Umweltallianz Sachsen-Anhalt am 07.03.2025 das neue Allianzmitglied Quarder-MWG GmbH in Wernigerode und übergab die Teilnahmeurkunde persönlich an die beiden Geschäftsführer Falko Saalfeld und Klaus Bönning. Quarder-MWG wurde im Januar 2025 in die Umweltallianz aufgenommen und folgt damit den weiteren Unternehmen der MWG-Gruppe, die bereits Mitglieder im Bündnis sind. Das Unternehmen betreibt u. a. ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Im Rahmen des Unternehmensbesuchs stellten die Geschäftsführer zunächst den Unternehmensverbund sowie bisherige und zukünftige Projekte vor. Danach wurden aktuelle Themen besprochen und der Standort in Wernigerode besichtigt. Die Quarder-MWG GmbH wurde im November 2021 als Joint Venture zwischen der MWG-Gruppe und der Erwin-Quarder-Gruppe mit dem Ziel gegründet, die hochwertige, selektive Beschichtung von Spezialteilen für Elektrofahrzeuge durch eine vollautomatisierte Galvanikanlage zu ermöglichen. Diese liefert seit Mai 2023 erstmalig Hochstromkontakte in Deutschland, die nicht im Tauchverfahren behandelt, sondern mit einem sogenannten Selektivverfahren beschichtet werden. Die gestanzten Hochstrom-Kupferkontakte werden mit Nickel, Silber und Zinn beschichtet. Die Besonderheit der Anlage ist die selektive Beschichtung der Kontaktenden, die zur Stromübertragung im Fahrzeug dienen. Durch die selektive Beschichtung können erhebliche Einsparungen an Ressourcen, wie Energie, Prozesschemie und den abgeschiedenen Metallen erreicht werden. Die MWG-Gruppe ist eine eigentümergeführte, mittelständische Unternehmensgruppe, die sich seit fast 100 Jahren auf die hochwertige Veredlung metallischer Oberflächen spezialisiert hat. An den vier Standorten in Deutschland, zwei davon in Wernigerode, arbeiten über 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Angefangen von der Designphase über die Musterfertigung bis zur kompletten Systemlösung ist die MWG-Gruppe ein Partner für die Bearbeitung eines breiten Teilespektrums. Neben dem Schwerpunkt Eloxieren umfasst das Portfolio der MWG-Gruppe auch Galvanisieren, Pulverbeschichten und mechanische Oberflächenbearbeitung metallischer Bauteile. Die Erwin-Quarder-Gruppe ist ein mittelständischer Familienbetrieb, der großen Unternehmen der wichtigsten Automobilmärkte innovative Lösungen bietet. Gegründet wurde das Unternehmen 1971 von Erwin Quarder, um Stanz- und Kunststoffspritzgießwerkzeuge herzustellen. Die Gruppe mit 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern agiert global an fünf Standorten in Deutschland, Tschechien, den USA, Mexiko und China als Entwicklungspartner und Lieferant für namhafte Fahrzeughersteller. Mit der Quarder-MWG GmbH wurde eine Symbiose zwischen den beiden Unternehmensgruppen geschaffen.
Am 20.11.2024 fand anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Umweltallianz Sachsen-Anhalt ein weiterer Besuch bei den Erstmitgliedern des Bündnisses statt. Gemeinsam mit Staatssekretär Thomas Wünsch haben Vertreter und Partner der Umweltallianz die Solvay GmbH am Standort in Bernburg besucht. Die Haupttätigkeiten des Unternehmens in Bernburg liegen in der Produktion von Soda (Natriumcarbonat), Natron (Natriumhydrogencarbonat) und Wasserstoffperoxid (inklusive hochreinem Wasserstoffperoxid in Electronic Grade Qualität für die Halbleiterindustrie). Nach einem Grußwort des Staatssekretärs stellten der Werkleiter Hugo Walravens und die Betriebsleiter der einzelnen Bereiche zunächst das Unternehmen, die Projekte der letzten 25 Jahre am Standort Bernburg sowie aktuelle und vorgesehene Unternehmungen vor. Die Solvay GmbH ist seit dem Jahr 2000 Mitglied der Umweltallianz und hat in diesem Zeitraum eine Vielzahl freiwilliger Umweltschutzleistungen erbracht, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Das Unternehmen betreibt ein nach DIN EN ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Im Laufe der Jahre hat Solvay zahlreiche freiwillige Umweltinitiativen ergriffen und dabei bedeutende Fortschritte bei der Ressourceneinsparung und -effizienz erzielt: Reduzierung des Prozesswasserverbrauchs um 20 % in den letzten zwei Jahrzehnten. Senkung des Kühlwasserverbrauchs um fast 40 %. Verbesserung der Betriebsabläufe zur Verringerung des Materialverbrauchs und Verbesserung der Nachhaltigkeit. Neben einer Vielzahl weiterer umgesetzter Projekte und Optimierungen sind zukünftig unter anderem ein Elektrolyseur (30 MW) für die Wasserstoffperoxid-Produktion und eine PV-Anlage (70 MW peak) geplant. Als weltweit agierendes Unternehmen hat sich die Solvay GmbH zudem dazu verpflichtet, bis 2050 CO 2 -neutral zu werden. Nach der Unternehmensvorstellung wurden die Wasserstoffperoxid- und die Electronic- Grade-Anlage besichtigt.
Auf Einladung der Veolia Wasser Deutschland GmbH trafen sich am 25. September 2025 Staatssekretär Thomas Wünsch, Vertreterinnen und Vertreter der Umweltallianz sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Hochschule Anhalt auf dem Gelände der Kläranlage in Schönebeck (Elbe). Der Veolia-Niederlassungsleiter und Geschäftsführer der Abwasserentsorgung Schönebeck GmbH Sebastian Lösch stellte den Betrieb vor und führte die Gäste über das Gelände. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam über aktuelle Herausforderungen und Chancen in der Abwasserbehandlung und der Fachkräftegewinnung. Veolia ist bundesweit mit rund 12.500 Beschäftigten an etwa 250 Standorten aktiv und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Entsorgung und Energie an. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für Kommunen, Unternehmen und Bürger – von Trinkwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung bis hin zu Energieversorgung, Entsorgung und Recycling von Abfällen. In Schönebeck (Elbe) ist Veolia über die 100-prozentige Tochtergesellschaft Veolia Wasser Deutschland GmbH an der Abwasserentsorgung Schönebeck GmbH beteiligt. Ein wichtiges Ziel von Veolia ist eine energieautarke und klimafreundliche Abwasserbehandlung. Aus Klärschlamm wird vor Ort Biogas erzeugt, das in Strom und Wärme umgewandelt wird. Durch die Co-Vergärung biogener Abfälle – beispielsweise Fetten aus der Gastronomie – steigert Veolia die Energieausbeute zusätzlich. Die Kläranlage kann dadurch nicht nur stromautark betrieben werden, sondern erzeugt mit rund 1,5 Gigawattstunden pro Jahr sogar einen Stromüberschuss von etwa 280 Megawattstunden jährlich. Diese Menge entspricht dem Strombedarf von rund 110 Einfamilienhäusern und wird ins öffentliche Netz eingespeist. Darüber hinaus arbeitet Veolia kontinuierlich an weiteren Verbesserungen. Derzeit wird untersucht, wie die Lachgas-Emissionen bei der Abwasserbehandlung reduziert werden können, um dem Ziel der Klimaneutralität näher zu kommen. Das Unternehmen ist seit dem Jahr 2004 Mitglied der Umweltallianz Sachsen-Anhalt und nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert.
Der fünfte Unternehmensbesuch führte Staatssekretär Thomas Wünsch am 05.09.2024 zur Salutas Pharma GmbH in Barleben. Das Unternehmen ist seit 18.04.2000 Mitglied der Umweltallianz. Die Salutas Pharma GmbH ist ein Unternehmen der Sandoz-Gruppe und stellt hochwertige Pharmazeutika her. An den Standorten Barleben und Osterweddingen fertigt, lagert und versendet Salutas eine breite Palette von Arzneimitteln, darunter Tabletten, Kapseln, Salben, Cremes und viele weitere Arnzeimittel. Das Unternehmen legt viel Wert auf Nachhaltigkeit. So konnte seit 2016 der Energieverbrauch durch die Identifizierung und Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen und neuen Fertigungstechnologien um 22 % reduziert werden. Diese Maßnahmen kombiniert mit Investitionen in grüne Eigenstromerzeugung (Photovoltaik) haben die Treibhausgasemission des Standortes in den letzten 5 Jahren um 26 % reduziert. Auch der Wasserverbrauch wurde deutlich verringert. Grundlage des gesamten umweltschutztechnischen Handelns bildet das nach DIN EN ISO 14001 zertifizierte Umweltmanagementsystem des Unternehmens. Gemeinsam mit Staatssekretär Wünsch besichtigten Dr. Franziska Kersten (Mitglied des deutschen Bundestages), Dr. Sandra Hagel (Präsidentin des Landesamtes für Umweltschutz), Juliane Wolf (Geschäftsführerin Industrie und Infrastruktur IHK Magdeburg), der Bürgermeister der Stadt Barleben, Frank Nase, sowie weitere Vertreter der Umweltallianz das Werk. Nach einer Begrüßung durch Geschäftsführerin Grit Müller stellte sich die Salutas Pharma GmbH vor. Anschließend tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu aktuellen Themen und Herausforderungen im Unternehmen aus. Staatssekretär Wünsch betonte dabei: „Die pharmazeutische Industrie ist ein zentraler Pfeiler der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt. Unternehmen wie die Salutas Pharma GmbH tragen nicht nur zur Innovationskraft und zum Wohlstand unseres Landes bei, sondern zeigen auch, dass wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Handeln Hand in Hand gehen können.“ Abschließend besichtigten die Gäste die Verpackung am Standort in Barleben.
Novelis ist der weltweit größte Recycler von Aluminium und führender Anbieter flachgewalzter, kohlenstoffarmer Aluminiumprodukte. Seit 2011 investierte das Unternehmen umfangreich in die Recyclingkapazitäten und -fähigkeiten. Ein entscheidender Schritt war der Bau des Aluminium-Recyclingwerks in Nachterstedt, das jährlich bis zu 400.000 Tonnen Aluminiumschrotte recyceln kann. Von Nachterstedt aus wird Aluminium mit hohem Recyclinganteil an Walzwerke von Novelis in ganz Europa geliefert. Diese verarbeiten es weiter zu innovativen, kohlenstoffarmen Aluminiumlösungen für Produzenten der Automobil- und Verpackungsindustrie sowie Industrien für Spezialprodukte. So wird in Nachterstedt beispielsweise Aluminium für Fahrzeugkarosserien mit einem Recyclinganteil von 86 % gegossen und es werden Aluminiumbleche für Getränkedosenkörper mit fast 100 % Recyclinganteil hergestellt. Das Recycling von Aluminium senkt den Energieverbrauch im Vergleich zur Produktion von Primäraluminium um etwa 95 % und reduziert die Kohlenstoffintensität um ein vergleichbares Niveau. So trägt das Werk in Nachterstedt zu einer jährlichen Einsparung von Kohlenstoffemissionen von rund 3,7 Millionen Tonnen bei. Dies reduziert nicht nur den CO 2 e-Fußabdruck des Werkes in Nachterstedt, sondern senkt auch in bedeutendem Umfang die Emissionen in der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette. Das Unternehmen ist seit dem Jahr 2000 Mitglied der Umweltallianz Sachsen-Anhalt und hat in diesem Zeitraum eine Vielzahl an Umweltschutzleistungen erbracht, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Das Unternehmen betreibt ein nach DIN EN ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Seit 2011 hat das Unternehmen den durchschnittlichen Recyclinganteil in seiner globalen Produktpalette von 33 % auf 63 % gesteigert und strebt an, diesen bis Ende 2030 auf einen Anteil von 75 % auszubauen. Novelis will langfristig eine vollständige Kreislauffähigkeit in der Aluminiumproduktion verwirklichen. Das Unternehmen hat sich darüber hinaus ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesteckt: Bis 2030 möchte Novelis der Anbieter von flachgewalzten Aluminiumlösungen mit den niedrigsten Kohlenstoffemissionen – weniger als 3 Tonnen CO 2 e-Emissionen pro Tonne geliefertem Aluminium – und bis 2050 oder früher kohlenstoffneutral sein. Die moderne Sortiertechnologie, die im Jahr 2024 in der Recyclinganlage Nachterstedt eingeführt wurde, soll die Verwertung von Post-Consumer-Aluminiumschrotten für hochwertige Aluminiumprodukte weiter optimieren. Dadurch können jährlich rund 8.500 Tonnen Primäraluminium eingespart und über 80.000 Tonnen CO 2 e-Emissionen vermieden werden. Die Implementierung dieser hochmodernen Sortiertechnologie in Nachterstedt soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Am 06.12.2024 besuchte Minister Prof. Dr. Armin Willingmann gemeinsam mit Dr. Sandra Hagel, Präsidentin des Landesamtes für Umweltschutz, sowie Vertretern und Partnern der Umweltallianz das langjährige Allianzmitglied Novelis in Nachterstedt. Nach Begrüßung durch den Werksleiter Christian Grossmann wurde das Recyclingwerk besichtigt. Im Anschluss daran folgte ein gemeinsamer Austausch zu energiepolitischen und weiteren aktuellen Themen.
An der Umweltallianz können in Sachsen-Anhalt ansässige Unternehmen, Kammern, Verbände und sonstige Einrichtungen der Wirtschaft teilnehmen. Auch kleine und mittlere Unternehmen sind herzlich willkommen. Voraussetzung für die Teilnahme an der Umweltallianz ist mindestens eine freiwillige Umweltschutzleistung, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus erbracht wird. Unternehmen/Institutionen, die über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach EMAS und/oder ISO 14001 verfügen, erfüllen damit die Voraussetzungen für eine Allianzteilnahme - auch wenn die Zertifizierung ggf. durch gesetzliche Vorgaben gefordert wird. Die Leistungen müssen qualitative und quantitative Zielstellungen enthalten und sich überwiegend in Sachsen-Anhalt auswirken. Die anrechenbaren Maßnahmen müssen in den letzten drei Jahren vor der Antragstellung realisiert worden sein bzw. nachprüfbar in einem absehbaren Zeitraum (max. 3 Jahre) umgesetzt werden. Es können nur Leistungen angerechnet werden, die nicht gesetzlichen oder behördlichen Auflagen unterliegen. Unabhängig von den angestrebten Umweltzielen ist es wichtig, dass die Leistungen seitens der Unternehmen hinsichtlich ihrer umweltentlastenden Wirkung beschrieben werden. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes. Maßnahmen/Leistungen, die für eine Allianzteilnahme berücksichtigt werden können, finden Sie in unserem Kriterienkatalog für die Teilnahme an der Umweltallianz. Die hier enthaltenen Möglichkeiten zeigen, dass auch Ihr(e) Unternehmen/Institution angesichts der breiten Spanne von anrechenbaren Umweltschutzleistungen Mitglied der Umweltallianz werden kann. Zudem finden Sie nachfolgend einige Praxisbeispiele für Beiträge unserer Mitgliedsunternehmen. Eine Teilnahmeperiode der Allianzteilnahme umfasst drei Jahre, bei langjährigen Mitgliedern sechs Jahre. Die anerkannte(n) Maßnahme(n) werden i. d. R. zunächst für diesen Zeitraum berücksichtigt. Handelt es sich bei der Leistung um eine „kontinuierliche Maßnahme“ kann diese natürlich länger oder auch dauerhaft (z. B. Zertifizierung nach EMAS oder DIN EN ISO 14001) Anerkennung finden. Ist dies nicht der Fall, ist im entsprechenden Turnus jeweils eine neue Umweltschutzleistung zu benennen. Bewerbung Die Bewerbung erfolgt unter Verwendung des Bewerbungsformulars, in dem Sie die von Ihnen angedachte Leistung zum Umweltschutz vorstellen und mit weiteren Dokumenten nachweisen. Nach Prüfung der Bewerbung in der Geschäftsstelle der Umweltallianz werden durch Behördenbeteiligung das Landesverwaltungsamt und der zuständige Landkreis um Stellungnahme gebeten. Nach positiver Stellungnahme wird das Unternehmen beziehungsweise die Institution als Mitglied in die Umweltallianz aufgenommen und erhält eine Teilnahmeurkunde, die feierlich und öffentlichkeitswirksam durch den Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt übergeben wird. Mit der offiziellen Teilnahmebestätigung darf das Logo der Umweltallianz Sachsen-Anhalt für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des jeweiligen Mitglieds genutzt werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 79 |
| Kommune | 1 |
| Land | 24 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 6 |
| Zivilgesellschaft | 12 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 47 |
| Text | 45 |
| unbekannt | 12 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 57 |
| Offen | 47 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 95 |
| Englisch | 12 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 3 |
| Bild | 6 |
| Dokument | 22 |
| Keine | 64 |
| Unbekannt | 1 |
| Webseite | 31 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 52 |
| Lebewesen und Lebensräume | 83 |
| Luft | 46 |
| Mensch und Umwelt | 104 |
| Wasser | 39 |
| Weitere | 104 |