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Zukunft Biene 2 - Grundlagenforschungsprojekt zur Förderung des Bienenschutzes und der Bienengesundheit

Bedeutung des Projekts für die Praxis: Die Imkerei ist ein Betriebszweig der Landwirtschaft. Somit ist dieses Projekt, das einen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung des Bienenbestandes leistet, auch für die Landwirtschaft und die Stärkung des ländlichen Raumes von Relevanz, da nach wie vor in verschiedenen Regionen hohe Winterverluste bei Bienenvölkern auftreten. Gesunde Bienenvölker sind die Voraussetzung für die Sicherung des Völkerbestandes und eine erfolgreiche, wirtschaftlich ertragreiche Imkerei, die insbesondere durch die Produktion von Honig einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherung leistet. Gleichzeitig wird dadurch die Bestäubung jener Kulturen und Wildpflanzen gesichert und unterstützt, die für die Frucht- oder Samenbildung auf den Besuch blütenbesuchender Insekten angewiesen sind (Klein et al., 2007, Proc R Soc B). Für die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft und die Umwelt ergeben sich daraus Vorteile durch die Sicherung und Steigerung landwirtschaftlicher Erträge und die Förderung der Biodiversität insektenbestäubter Pflanzenarten auf dem Niveau der unterschiedlichen Spezies und der genetischen Diversität (Biesmeijer et al., 2006, Science; Garratt et al., 2014, Agricult Ecosys Environ; Sutter et al., 2017, Agrarforschung Schweiz). Insgesamt werden dadurch Lebensräume von hoher Qualität und hoher biologischer Wertigkeit geschaffen und gesichert, die nicht nur für die Tier- und Pflanzenwelt sondern auch für den Menschen unverzichtbar sind. Die Schaffung von besseren Lebensbedingungen für die Honigbiene bedeutet gleichzeitig auch eine Verbesserung der Lebensbedingungen für andere Nutzinsekten. Ökonomisch betrachtet, sichert dieses Projekt nicht nur die primäre Wertschöpfung im Imkereisektor durch die Honigproduktion und die anderen Bienenprodukte, sondern darüber hinaus auch in den zahlreichen weiteren damit verknüpften Sektoren (Obstbau, Saatgutproduktion, Imkereibedarf, Handel, Schau-Imkereien in Tourismusgebieten, etc.) und reduziert die durch Völkerverluste entstehenden Nachschaffungskosten. Da die Bienenzucht in Österreich vorwiegend als Freizeitbeschäftigung betrieben wird, die vereinsmäßig gut organisiert ist, kommt ihr auf lokaler Ebene und speziell im ländlichen Raum erhebliche gesellschaftliche Bedeutung zu und erfüllt sie eine wichtige Bildungsfunktion im Hinblick auf die Vermittlung ökologischer Zusammenhänge.

Robert-Jungk-Oberschule

Die integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe in Wilmersdorf ist nach dem Zukunftsforscher Robert Jungk benannt, welcher 1986 für seinen Einsatz für die Umwelt den alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) erhielt. Durch ihr aktives Engagement im Klima- und Umweltschutz ehrt die Schule ihren Namensgeber im gesamten Schulalltag. Biodiversität auf dem Schulgelände Mit zahlreichen Maßnahmen auf dem Schulgelände leistet die Robert-Jungk-Oberschule einen dezidierten Beitrag zur Artenvielfalt im urbanen Raum Berlins. Der Schulgarten umfasst eine Ackerfläche, einen Teich, einen Bienengarten und eine Imkerei. Vögel und Insekten finden auf dem Gelände Schutzräume, Nahrung sowie Nisthilfen und -plätze. Die Schule verfügt zudem über ein autarkes Regenwasser-Versickerungssystem. So wird das kostbare Regenwasser nicht in die Kanalisation geleitet, sondern effektiv genutzt. Die Schülerinnen und Schüler bewirtschaften den Garten unter Anleitung in Eigenregie und betreiben ebenfalls die schuleigene Imkerei. Diese bietet nicht nur hochwertigen Honig an, sondern ebenfalls selbst hergestellte Seifen, Kerzen und Salben. Der Schulgarten wird permanent weiterentwickelt und erweitert. Wissen ist Macht! Dieser Grundsatz gilt insbesondere in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Wilmersdorfer Schule führt regelmäßige Klimaschutz-Projektwochen durch. In den AGs Nachhaltigkeit, Schulimkerei und Schulgarten haben die Lernenden die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Umweltschutz in der Praxis auseinandersetzen. Die Schule plant zudem die zukünftige Haltung von Schulhühnern, um dieses Angebot weiter zu vertiefen. Das Unterrichtskonzept „Natur und Draußen“ ermuntert Schülerinnen und Schüler, sich als Teil der Umwelt zu betrachten und diese zu schützen. Der geplante Bau eines offenen Klassenzimmers soll dies weiter unterstützen. Abfallvermeidung und -trennung ist einer der Hauptbestandteile nachhaltiger und umweltschonender Lebensweisen. In der Robert-Jungk-Oberschule liegt deshalb ein besonderes Augenmerk auf ein effektives und transparentes Abfallmanagement, welches die Schülerinnen und Schüler für die Thematik sensibilisiert. So führte die Schulmensa etwa ein Mehrwegsystem ein. Zudem können nachhaltige Trinkflaschen erworben werden. Klamotten-Tausch-Partys sowie eine Kunstkampagne zur Abschaffung von Einwegverpackungen schärft das Bewusstsein der Lernenden für das Thema der Abfallvermeidung. Die Einführung eines schulweiten stringenten Abfalltrennungssystems ist geplant. Ein Teil des Energiebedarfs der Schule wird von einer Solaranlage geliefert. Nach einem Energierundgang mit Experten arbeitet die UNESCO-Projektschule sukzessive daran, den Energiebedarf des Gebäudes im Sinne der Nachhaltigkeit mit diversen Maßnahmen zu reduzieren. So wurde bereits ein stromsparendes Beleuchtungssystem installiert. Die Flure des Gebäudes werden zudem mit Energiesparlampen beleuchtet. Geplant ist weiterhin die Optimierung des Heiz-Managements sowie der Austausch der Leuchtmittel in den Klassenräumen mit Energiesparlampen. Einsatz neuer Technik | Regenerative Energien | Abfallvermeidung | Abfalltrennung | Schulgarten | Heiz-Management | Stromsparendes Beleuchtungssystem | Energierundgang | Schulprogramm | Projekte Die integrierte Sekundarschule in Wilmersdorf zählt knappt 1000 Schülerinnen und Schüler sowie 115 Lehrkräfte und Erziehende. Als Staatliche Europaschule Berlin (Deutsch – Polnisch) bietet die Robert-Jungk-Oberschule zweisprachigen Unterricht und bilinguale Lerngruppen an. Neben dem doppelten Spracherwerb erlangen die Schülerinnen und Schüler ein europäisches Selbstverständnis und tief gehende Einblicke in die polnische Kultur. Im Sinne des Namensgebers Robert Jungk wird die Schule als gemeinsamer Gestaltungsraum von Schülerinnen und Mitarbeitern betrachtet. Intensive Kommunikation sowie transparente Entscheidungen ermutigen alle dazu, aus der Rolle des Betroffenen zu treten und zum Beteiligten zu werden. Darüber hinaus legt die Robert-Jungk-Oberschule einen besonderen Fokus auf die Entwicklung der Medienkompetenz und der Entfaltung der Persönlichkeit ihrer Schülerinnen und Schüler. Durch den europäischen Schwerpunkt des Lernortes wird die interkulturelle Kompetenz der Lernenden gefördert. UNESCO-Projektschule Gütesiegel Berliner Klimaschule 2013 und 2015 Bild: davit85 / Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Charlottenburg-Wilmersdorf Übersicht: Diese Charlottenburger und Wilmersdorfer Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: halfpoint/Depositphotos.com Handlungsfelder im Klimaschutz Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen um nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

Schutz von Bienen in Rheinland-Pfalz

Umfrage des Fachzentrums Bienen und Imkerei, 20% der Bienenvölker haben Winter nicht überlebt, Treffen mit Imkern und Bienenzüchten im Landwirtschaftsministerium Anfang Mai, Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau über die Ergebnisse des Treffens, Förderung des Nahrungsangebots für Bienen, Forschungsergebnisse zum Zusammenhang von Pestiziden und Bienensterben, aus dem Verkehr ziehen von bienengefährdenden Stoffen

Entwicklung der Bienenhaltung und Imkerei in Rheinland-Pfalz

Unterstützung der Imkerei durch Maßnahmen und Informationsangebote; Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau

Populationsdynamik und Bekaempfung der Varroa-Milbe

Die Varroatose ist in der BRD (und weltweit) ein ernstes Problem fuer die Imkerei. Varroabefallene Voelker gehen ein, wenn sie nicht jaehrlich behandelt werden. Die Behandlung mit Medikamenten birgt Risiken (Rueckstaende, Resistenz), so dass die Entwicklung von Alternativen notwendig ist. Dazu werden Untersuchungen ueber die Biologie und die Befallsentwicklung durchgefuehrt. Gleichzeitig laufen Bekaempfungsversuche, um der Schaedigung der Bienenvoelker bzw. ihrem drohenden Verlust wirksam zu begegnen.

openSenseMap: Sensor Box Citybienen.de

Unser Feinstaubsensor befindet sich an der Georgstraße 2a in Mülheim an der Ruhr, am Bürofenster unserer Citybienen.de Demeter Imkerei in ca. 2,5m Höhe. Eingebaut ist er in einem mit unserem 3D-Drucker selbst gedruckten Rahmen in einer Feuchtraum-Aufputzdose.

Bienenschaeden und Rueckstaende in Bienenprodukten durch Pflanzenschutzmassnahmen im Obstbau

Es werden die Auswirkungen von Pflanzenschutz-Massnahmen waehrend der Obstbluete auf Bienen, Bienenbrut und Bienenprodukte in einem mehrjaehrigen Screening untersucht. Schwerpunkte bilden dabei der Einsatz von Fenoxycarb ('Insect Growth Regulator') und Streptomycin (Feuerbrand).

Bienenfutter - Ernährungsökologie von Bienen in einer Welt im Wandel

Zu verstehen, wie anthropogene Faktoren Einfluss auf die Ernährungsökologie bedrohter Tierarten nimmt, stellt einen zentralen Ansatz dar, um Reaktionen auf Umweltveränderungen vorherzusagen und gefährdete Arten schützen zu können. Besonders für Bestäubungsinsekten wie Hummeln ist dieses Verständnis bedeutsam, da bei vielen dieser Arten große Rückgänge in ihren Beständen zu verzeichnen sind. Diese Entwicklung lässt sich womöglich zum Teil auf Mangel- und Fehlernährung zurückführen. Mithilfe dieser Forschungsarbeit möchten wir verstehen, wie die Ernährungsökologie von Bombus terrestris von Landnutzung und Infektionskrankheiten beeinflusst wird - Krankheiten sind ein zunehmendes Problem, da kommerzielle Imkerei die Verbreitung von Erregern begünstigt. Um dieses Verständnis zu erreichen, haben wir unsere Untersuchungen in drei Phasen eingeteilt. In der ersten Phase untersuchen wir die Interaktion von Aminosäuren und deren Einfluss auf B. terrestris’ Fitness und Nährstoffhaushalt. Dazu wenden wir eine hochmoderne Technik in der Ernährungsökologie an, das sogenannte ‘exome matching’. In diesem Verfahren lassen sich anhand von Sequenzdaten der individuelle Bedarf der Aminosäurezusammensetzung ableiten. Diese Erkenntnisse stellen eine Grundlage für unser Verständnis und die weitere Erforschung der Ernährungsökologie von Hummeln dar. Zudem wird in diesem Zuge das exome matching -Verfahren auf Hummeln optimiert. In Phase 2 werden wir uns der Frage widmen, in wie weit Aminosäuren mit den anderen beiden zentralen Nahrungskomponenten (Kohlenhydrate und Fette) interagieren und diese Interaktion Einfluss auf B. terrestris‘ Fitness und Immunität nimmt. Wir untersuchen die bevorzugte Nahrungszusammensetzung in gesunden Individuen und Hummeln, bei denen eine Immunantwort provoziert wurde. Dies wird uns durch die aussagekräftige Methode des ‚dietary mapping‘ ermöglicht, dem ‚Geometric Framework of Nutrition‘. Die Ergebnisse werden zeigen, wie sich die Aufnahme bestimmter Makronährstoffe auf die Fitness von Hummeln auswirkt und sich die Ansprüche an die Zusammensetzung der Nahrung durch eine Immunantwort verändern. In Phase 3 untersuchen wir, wie sich die unterschiedliche Zusammensetzung von Pollen in diversen landwirtschaftlichen Umgebungen auf das reale Nahrungssammelverhalten von Hummeln auswirkt. Dies gibt Aufschluss über den Einfluss von Landwirtschaft auf die Ernährung von Hummeln. Indem wir Daten aus dem Feld und Labor vereinen, können wir Schlüsse darüber ziehen, ob exome matching und Geometric Framework of Nutrition fundierte Vorhersagen über das Nahrungssammelverhalten von Hummeln in der Natur treffen können. Es soll gezeigt werden, wie Umweltveränderungen die Ernährungsökologie von Arten beeinflussen und so zu einer Beeinträchtigung von Ökosystemdienstleistungen wie der Bestäubung führen können. Das durch dieses Projekt generierte Wissen kann somit eingesetzt werden, um Bestäuberverluste zu reduzieren.

HOBOS - HOneyBee Online Studies

Seit 2006 hat der Bienenexperte Prof. Dr. Jürgen Tautz die HOneyBee Online Studies (HOBOS) als ein neues, interaktives Schulkonzept entwickelt. HOBOS existiert in seinen ersten Vorstufen seit dem 1. Juni 2009 und erlaubte in der Pilotphase ausgewählten Schulklassen aus neun Ländern über das Internet in einen echten Honigbienenstock vorzudringen. Zu den Ländern zählen Deutschland, USA, China, Luxemburg, Nordirland, Italien, Südafrika, Schweiz und Jordanien. Das Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet. Die offizielle Schirmherrin von HOBOS ist seit April 2011 HRH Prinzessin Basma bint Ali von Jordanien, die Cousine des Staatsoberhaupts des Königreichs Jordanien HM König Abdullah II. Prof. Dr. Jürgen Tautz leitet das HOBOS-Projekt, das im Biozentrum der Universität Würzburg beheimatet ist. Ein speziell für diese Anforderungen konstruierter Bienenstock ist mit Sensoren, Messgeräten und mehreren Kameras, auch Wärmebildkamera, ausgestattet. So werden die Orwellschen Visionen (1984) für die Bewohner dieser speziellen Bienenbehausung Wirklichkeit, aber zum Nutzen von interessierten Menschen. Alle Daten sind online abrufbar, werden aber auch langfristig gespeichert. Besuchen Sie http://www.hobos.de/ um die aktuellsten Informationen über das Projekt zu erhalten.

Rueckstaende von Bekaempfungsmitteln gegen Bienenkrankheiten in Bienenprodukten

Screening von Honig, Wachs, Propolis auf Rueckstaende von Bekaempfungsmitteln gegen Varroatose, Wachsmotten u.a. Ziel ist es, problematische Entwicklungen rechtzeitig zu entnehmen und rueckstandsvermeidende Bekaempfungsverfahren zu entwickeln.

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