Faellungsverfahren zur Phosphatelimination auf kommunalen Klaeranlagen besitzen nach der Novellierung der Abwasservorschrift eine hohe Aktualitaet. Durch eine Simultanfaellung mit Kalkhydrat wird eine P-Elimination bis auf kleiner als 1,0 mg P/l im Ablauf einer Klaeranlage fuer erreichbar gehalten. Vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse ueber die Auswirkung von Impfkristallen und Schlammkreislauffuehrung erscheint es untersuchungswuerdig, inwieweit sich die bei der Faellung bildenden Verbindungen Calciumcarbonat und Calciumphosphat ueber den Ruecklaufschlamm als Impfkristalle ausnutzen lassen bzw wie stabil sie sich erweisen. In diesem Zusammenhang ist auch die Frage zu klaeren, wie sich die Biozoenose in der Belebungsstufe auf die Kalkzugabe einstellt. Im besonderen erscheint die Moeglichkeit von Interesse, durch Rueckloesung des gebildeten Calciumcarbonats zu Calciumhydrogencarbonat den Alkalitaetsabbau durch die Nitrifikation wieder auszugleichen.