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Mikrobielle Granula und Biofilm-Aggregate als Medien zur Übertragung spezieller metabolischer Eigenschaften in heterogene Mischkulturen

Bakterien mit speziellen strukturbildenden oder metabolischen Fähigkeiten (z.B. Flockenbildner, Nitrifikanten, CKW-Abbauer) werden in Bioaggregaten (Granula, Biofilme) angereichert und dann in Reaktoren zur biologischen Abwasserreinigung eingemischt. Durch Übertragung der neuen Fähigkeiten in die autochtone Lebensgemeinschaft (Bioaugmentation) soll die Einarbeitung des biologischen Systems und dessen Anpassung an geänderte Prozessbedingungn beschleunigt werden. Bedeutungsvoll ist ein solcher steuernder Eingriff dann, wenn die benötigten Bakterienarten sich nur sehr langsam vermehren (z.B. Nitrifikanten; Bio-P Bakterien), beim Anfahren einer Belebungs- oder Biofilmanlage, bei Regeneration der Anlage nach einem Unfall, wenn Abwässer mit ungewöhnlicher Zusammensetzung zu reinigen sind (z.B. spezielle Prozessabwässer aus der Industrie) oder Abwässer mit stark wechselnder Fracht und Zusammensetzung (z.B. Abwasser aus Firmen mit Kampagnenbetrieb, Abwasser aus touristischen Objekten). Es wird zunächst darum gehen, spezielle Anreicherungskulturen in Granula-Form heranzuzüchten. Nach Zudosieren der Granula in eine Modell-Belebungsanlage soll beobachtet werden, wie sich die Granula im System verhalten, ob sich die mit den Granula importierten Arten in der Mischkultur verbreiten, bzw. ob es durch Gentransfer zu einer Verbreitung der speziellen Fähigkeiten kommt.

Grundwasser

<p>Die größten Süßwasservorkommen weltweit liegen im Untergrund. Diese Grundwasservorkommen sind in vielen Regionen die wichtigste Quelle für die Wasserversorgung. Der Zustand des Grundwassers ist deshalb systematisch zu überwachen und der Eintrag von Schadstoffen so weit wie möglich zu verhindern.</p><p>Bedeutung und Gefährdung des Grundwassers</p><p>Grundwasser ist Teil des Wasserkreislaufs. Es stammt ganz überwiegend aus Regenwasser, das durch den Boden und den Untergrund bis in die Grundwasserleiter sickert. Oberflächennahe Grundwasservorkommen versorgen Pflanzen mit Wasser und bilden wertvolle Feuchtbiotope. Das Grundwasser tritt in Quellen zu Tage und speist Bäche und Flüsse. Gerade in den regenarmen Zeiten des Jahres stammt ein großer Teil des Wassers in unseren Flüssen aus dem Grundwasser. Qualität und Menge des Grundwassers beeinflussen damit auch die Oberflächengewässer. Rund 70 Prozent des Trinkwassers stammen aus Grundwasser, das damit die wichtigste Trinkwasserressource Deutschlands ist.</p><p>Der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a>⁠ ist die zentrale Herausforderung für die Wasserwirtschaft heute und in Zukunft. Wasserverfügbarkeit für alle und jeden Zweck ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Auch der Grundwasserstand unterliegt Schwankungen - je nach geologischen Verhältnissen, Nutzungsintensität und klimatischer Situation. Während der Trockenjahre 2018-2020 und 2022 ist der Grundwasserstand in vielen Regionen Deutschlands deutlich gesunken. Der Druck auf die Ressource Grundwasser wird in Zukunft weiter steigen, insbesondere wenn die landwirtschaftliche Bewässerung zunimmt und wasserintensive industrielle Nutzungen hinzukommen. Grundwasser galt in der Vergangenheit im Vergleich zu oberirdischen Gewässern als gut geschützt gegenüber anthropogenen Verunreinigungen. Doch Reinigungs- und Rückhaltevermögen der überlagernden Bodenschichten wurden überschätzt. Die systematische Überwachung der Grundwasserbeschaffenheit durch die Bundesländer hat gezeigt, dass der gute Zustand unseres Grundwassers vielerorts gefährdet ist. Es sind vor allem die diffusen Einträge von Stickstoff und Pestiziden aus der Landwirtschaft, die das Grundwasser belasten. Weitere Ursache für Verunreinigungen sind diffuse Einträge aus Industrie und Verkehr sowie aus punktuellen Quellen oder linienförmigen Belastungen wie zum Beispiel Altstandorte, Altablagerungen, Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen oder undichten Abwasserkanälen.</p><p>Eine Sanierung des Grundwassers ist, wenn überhaupt, nur mit großem finanziellen und technischen Aufwand und in langen Zeiträumen möglich. Die konsequente Anwendung des Vorsorgeprinzips ist deshalb von ganz besonderer Bedeutung. Dazu gehört auch eine systematische, regelmäßige Überwachung des Grundwassers, für die in Deutschland die Länder zuständig sind. Dadurch lassen sich Gefährdungen des Grundwassers frühzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen können rechtzeitig ergriffen werden. Aufgrund seiner herausragenden Bedeutung für die Trinkwasserversorgung und wichtigen ökologischen Funktionen ist ein flächendeckender Grundwasserschutz, wie im Wasserhaushaltsgesetz verankert, erforderlich.</p><p>Eine Gesamtübersicht über den Zustand des Grundwassers in Deutschland und seine Belastungen infolge menschlicher Nutzungen sowie Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers finden Sie in der Broschüre „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/grundwasser-in-deutschland">Grundwasser in Deutschland</a>”. Eine Übersicht über die weltweite Grundwassersituation finden Sie (auf Englisch, Französisch und Italienisch) im Bericht der Vereinten Nationen: „<a href="https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000380721">The United Nations World Water Development Report 2022: Groundwater: Making the invisible visible</a>“.</p>

Tailings Management Facilities (TMF) Safety Methodology

The Tailings Management Facility Safety Methodology (hereinafter TMF Safety Methodology) is mainly based on the requirements and principles declared in “Safety guidelines and good practices for tailings management facilities” endorsed by the Conference of the Parties to the UNECE Convention on the Transboundary Effects of Industrial Accidents as well as other comparable international TMF standards. The TMF Safety Methodology is a powerful tool for the process of harmonizing technical standards for the entire life cycle of TMFs throughout the UNECE region. The Tailings Management Facility Safety Methodology, which consists of a Checklist for verifying the actual safety situation of tailings management facilities and the Tailings Management Facility Hazard and Risk Indexes (THI or TRI) for assessment of TMFs on regional, national and international basis.

Anlagensicherheit: Neue Leitfäden zu Löschwasser

<p>Brennt es in Industrieanlagen, muss genügend Löschwasser zur Verfügung stehen. Enthält die Anlage Stoffe, die Umwelt und Gesundheit schaden können, muss während des Löscheinsatzes verhindert werden, dass abfließendes, kontaminiertes Löschwasser in Gewässer, Boden und Grundwasser gelangt. Zwei neue Leitfäden unter der UNECE-„Industrieunfall“-Konvention geben Empfehlungen.</p><p>Die beiden Leitfäden zum Management und zur Rückhaltung von Löschwasser wurden unter Federführung des ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ durch eine internationale Expertengruppe erarbeitet und im Dezember 2018 von den Vertragsstaaten der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UNECE#alphabar">UNECE</a>⁠-„Industrieunfall“-Konvention auf der 10. Vertragsstaatenkonferenz verabschiedet.</p><p>Empfehlungen für die Dimensionierung und das Management von Löschwasser-Rückhaltebecken sollen gewährleisten, dass jederzeit ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht. Denn obwohl allgemein akzeptiert ist, dass solche Rückhaltebecken eine vorrangige Maßnahme sind, um Störfälle in Industrieanlagen zu verhindern, existierten bisher nicht einmal innerhalb der EU-Länder Regelungen hierzu.</p><p>Des Weiteren enthalten die Leitfäden Empfehlungen, wie während eines Löscheinsatzes verhindert werden kann, dass mit dem abfließenden Löschwasser gefährliche Stoffe in Gewässer, Boden und Grundwasser gelangen. Wird das umliegende Gelände beispielsweise gleich so angelegt, dass das Löschwasser in Rückhaltebecken fließt, kann das kontaminierte Wasser später abgepumpt und in Kläranlagen gereinigt werden.</p><p>Hintergrund für die Erarbeitung der Leitfäden ist der „Sandoz“-Unfall aus dem Jahr 1986. Beim damaligen Brand in einer Chemiefabrik gelangten mit dem Löschwasser große Mengen giftiger Chemikalien in den Rhein. Es kam zu einem verheerenden Fischsterben, auf einer Länge von 700 Kilometern wurde das komplette aquatische ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/%C3%B6?tag=kosystem#alphabar">Ökosystem</a>⁠ zerstört.</p><p>Mit den neuen Leitfäden liegt nun erstmals ein internationales Regularium zur Verhinderung vergleichbarer Unfälle vor. Allerdings handelt es sich nur um Empfehlungen für die UNECE-Länder, die zuständigen Behörden und Anlagenbetreiber. Eine rechtsverbindliche Umsetzung in den einzelnen Ländern steht noch aus.</p><p>&nbsp;</p>

25 Jahre Sandoz

null 25 Jahre Sandoz Der 1. November 1986 war für den Rhein ein rabenschwarzer Samstag. Große Mengen Löschwasser zur Bekämpfung eines Großfeuers bei dem Schweizer Chemieunternehmen Sandoz in Basel fließen direkt in den Rhein. Die darin gelösten Chemikalien führen zu einem Fischsterben auf einer Länge von über 400 km. Besonders Aale aber auch andere Fischarten und Fischnährtiere sterben ab. Die Wasserentnahme aus dem Rhein zur Trinkwasserversorgung muss eingestellt werden. Sandoz ist eine der größten Umweltkatastrophen in Mitteleuropa. Sie ist aber auch Ausgangspunkt für immense Anstrengungen im Gewässerschutz. Die Rheinministerkonferenz beschließt am 19. Dezember 1986 in Rotterdam das Aktionsprogramm Rhein. Danach soll das Ökosystem des Rheins in einen Zustand versetzt werden, bei dem Arten wie der Lachs wieder heimisch werden und die Nutzung des Rheinwassers für die Trinkwasserversorgung auch künftig ermöglicht werden soll. Die Belastung des Rheins durch Schadstoffe soll verringert werden. Die Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Vorgängerin der heutigen LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg hat umgehend mit der Intensivierung der Überwachung des Rheins und seiner Nebenflüsse begonnen. An der Hauptmessstation in Karlsruhe untersucht die LUBW seither täglich das Rheinwasser auf organische Mikroverunreinigungen. Gemeinsam mit der Schweiz wurde die Messstation Weil errichtet, die das Rheinwasser unterhalb des Großraums Basel mit seinen Chemieunternehmen überwacht. Zur Kontrolle des Großraums Mannheim-Ludwigshafen wurde zusammen mit Rheinland-Pfalz und Hessen die Messstation in Worms gebaut. Diese drei Hauptmessstationen und sechs weitere Überwachungsstationen am Rhein zwischen Basel und Mannheim informieren zum einen über die Schadstofffrachten aus Industrie, Gewerbe und Haushalten und warnen frühzeitig bei Unfällen, z.B. Schiffshavarien. Die Überwachungsdaten der LUBW waren Voraussetzung für die Bestandsaufnahme der Schadstoffe und deren Reduzierung im Rahmen des Aktionsprogramms Rhein. Diese staatlichen Überwachungen belegen auch den Erfolg der hohen Investitionen von Industrie und Kommunen in die Abwasserreinigung und Abwasservermeidung. Die Messstationen dienen aber auch dazu, Schadstoffbelastung durch Unfälle oder vorsätzliche Gewässerverunreinigungen festzustellen, den Ort der Gewässerverunreinigungen einzugrenzen und die Unterlieger zu informieren. Im Rahmen des Internationalen Warn- und Alarmplans Rhein beurteilt die LUBW festgestellte Schadstoffbelastungen und berät die Baden-Württembergische Warnzentrale beim Regierungspräsidium Karlsruhe. Der Unfall bei der Firma Sandoz war ein schmerzlicher Einschnitt, der jedoch auch dazu führte, dass das Bewusstsein für den Gewässerschutz bei allen Beteiligten enorm gestiegen ist. Hohe Investitionen in den Umweltschutz sollen in Zukunft eine solche Katastrophe vermeiden.

Öl-Terminals werden sicherer – im Donaudelta und der ganzen UNECE

<p>Industrieunfälle können katastrophale Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit haben – und sie machen nicht an Landesgrenzen halt. Als Ergebnis eines Beratungshilfeprojektes haben die Donaudelta-Anrainer Republik Moldau, Rumänien und Ukraine gemeinsam ihre Sicherheitsstandards erhöht und den Grundstein für eine gute Zusammenarbeit im Ernstfall gelegt.</p><p>Unter Federführung des ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ erarbeitete eine internationale Expertengruppe Sicherheitsleitlinien für Öl-Terminals. Grund dafür waren drei solche Terminals direkt oberhalb des Donaudeltas in der Ukraine, Rumänien und der Republik Moldau, von denen das größte Risiko für das Delta ausgeht. Nach einem Beschluss aller Mitgliedstaaten der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UNECE#alphabar">UNECE</a>⁠-Industrieunfall-Konvention gelten diese Leitlinien ab sofort für die gesamte UNECE-Region und setzen Mindeststandards für die sicherheitstechnische Auslegung von Öl-Terminals.</p>

Improving the safety of industrial tailings management facilities based on the example of Ukrainian facilities

The industrial accidents on tailings management facilities constitute threats to the environment, lead to substantial damages to flora, fauna, and human health and put considerable pressure on budgetary.A substantial reduction of the risks of the possible accidents on tailings management facilities would ensure that population, environment and neighboring countries are better protected. The introduction of the sound legislative framework for the planning,design, construction and closure of the tailings management facilities would improve the level playing field on the territory of Ukraine, and could improve the overall environmental situation in the country.<BR>Quelle: Forschungsbericht

Improving the safety of industrial tailings management facilities based on the example of Ukrainian facilities

The industrial accidents on tailings management facilities constitute threats to the environment, lead to substantial damages to flora, fauna, and human health and put considerable pressure on budgetary.A substantial reduction of the risks of the possible accidents on tailings management facilities would ensure that population, environment and neighboring countries are better protected. The introduction of the sound legislative framework for the planning,design, construction and closure of the tailings management facilities would improve the level playing field on the territory of Ukraine, and could improve the overall environmental situation in the country.<BR>Quelle: Forschungsbericht

Tailings Management Facilities (TMF) safety methodology

The Tailings Management Facility Safety Methodology (hereinafter TMF Safety Methodology) is mainly based on the requirements and principles declared in "Safety guidelines and good practices for tailings management facilities" endorsed by the Conference of the Parties to the UNECE Convention on the Transboundary Effects of Industrial Accidents as well as other comparable international TMF standards. The TMF Safety Methodology is a powerful tool for the process of harmonizing technical standards for the entire life cycle of TMFs throughout the UNECE region. The Tailings Management Facility Safety Methodology, which consists of a Checklist for verifying the actual safety situation of tailings management facilities and the Tailings Management Facility Hazard and Risk Indexes (THI or TRI) for assessment of TMFs on regional, national and international basis. Based on a strategy of the German Federal Environment Agency (UBA) the TMF Safety Methodology was developed since 2013 within the following projects - "Improving the safety of industrial tailings management facilities based on the example of Ukrainian facilities" (2013-2015), Report No. (UBA-FB) 002317/ENG, ANH2 - "Raising Knowledge among Students and Teachers on Tailings Safety and its Legislative Review in Ukraine" (2016-2017) on the results of trainings conducted at National Mining University (Dnipro, Ukraine). Report No. (UBA-FB) 002638/E. - "Assistance in safety improvement of tailings management facilities (TMF) in Armenia and Georgia" (Project No. 83392), according a follow up activity at TMFs in Armenia and Georgia the Methodology has been improved in 2018-2019. - "Capacity development to improve safety conditions of tailings management facilities in the Danube River Basin â€Ì Phase I: North-Eastern Danube countries " (Project No. 118221) 2019- 2020. - Improving the safety of tailings management facilities in Kyrgyzstan (Project No. 154973) 2021-2022. Quelle: Forschungsbericht

Checklists for contingency planning for accidents affecting transboundary waters

Industrial accidents that affect international water bodies can put the water supplies and ecosystems of many countries at risk. Hence, joint, cross-border contingency planning is essential. These checklists offer a systematic and harmonised approach to identifying and assessing the risk of transboundary water pollution. They are based on the main principles of theUNECE conventions on industrial accidents and water body protection. They provide examples of how pollution can be controlled as well as recommendations for efficient cross-border cooperation.Quelle: https://www.umweltbundesamt.de

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