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3D-Gebäudemodell LoD2-DE Hamburg

3D-Gebäudemodell LoD2-DE Für den Datensatz Gebäudemodell LoD2-DE werden aus Punktwolken (Airborne Laserscanning oder Photogrammetrie ) vollautomatisiert standardisierte Dachformen gebildet, den Gebäuden zugeordnet und entsprechend des tatsächlichen Firstverlaufes ausgerichtet. Der Gebäudegrundriss wird grundsätzlich der amtlichen digitalen Liegenschaftskarte entnommen, das Modell ist damit grundrisskonform. Die Lagegenauigkeit entspricht der des zugrunde liegenden Gebäudegrundrisses. Die Höhengenauigkeit beträgt ca. ± 1 m. Grobe Abweichungen sind in Einzelfällen bei komplexen Dachformen möglich. Gemeinsam genutzte Geometrie wird redundant geführt. Die Gebäude werden zusätzlich mit Geländeinformationen des beim Landesbetrieb vorgehaltenen Digitalen Geländemodells (DGM) verschnitten. Es erfolgt keine manuelle Nachbearbeitung der einzelnen Modelle. Die Modellierung entspricht dem AdV-Produkt- und Qualitätsstandard für 3D-Gebäudemodelle. Die Aktualität der Datengrundlage ist i.d.R. aus dem vorangegangenen Jahr, bei ALS- Punktwolken teilweise auch älter. (Beispiel: Der Download LoD2-DE 2023 basiert auf ALKIS- Grundrissen und Punktwolken aus dem Jahr 2022). Die genutzten Grundrisse sind vom Anfang des im Datensatz genannten Jahres. Der Datensatz 2026 basiert auf der ALS-Punktwolke 2022 mit Ergänzungen aus dem Bildmatching von 2024 und 2025. Das Gebäudemodell LoD2-DE wird für das gesamte Stadtgebiet Hamburgs (ca. 750 km²), einschließlich der Insel Neuwerk, vorgehalten. Die Daten können als Komplettdatensatz im Format CityGML V.1.0 heruntergeladen werden. Weitere Datenformate und Ausschnitte sind unter 3d-info@gv.hamburg.de kostenpflichtig zu beziehen.

Bäume als Indikatoren für die urbane Wärmeinsel (BIWi)

Das Projekt 'Bäume als Indikatoren für die urbane Wärmeinsel (BIWi)' ist eine Vorstudie, in der an 12 stadtökologisch unterschiedlichen Standorten Berlins, der Stadt Deutschlands mit dem größten innerstädtischen Wärmeinseleffekt (urban heat island, UHI), mittels dendroklimatologischer Methoden Chronologien zu verschiedenen Jahrringparametern (Jahrringbreite JRB, Weiserjahrkataloge, holzanatomische Merkmale) erzeugt und analysiert werden. Das Ziel ist es zu untersuchen, mit welcher Güte und Sicherheit welche Wuchsmerkmale auf Einflüsse des UHI-Effektes zurückzuführen sind. Ausgehend von in Dendroklimatologie und Zeitreihenanalytik anerkannten und häufig erfolgreich angewandten Methoden zur Messtechnik, Datenaufbereitung und Datenanalyse soll ein Methodenverbund aus Korrelations-, Regressions-, Hauptkomponenten- und Extremjahranalysen für urbane Räume entwickelt werden, um an verschiedenen Standorten die Wachstumsfaktoren für die im Mittel herrschenden Klimabedingungen, wie auch für extreme Wetterlagen (Trocken- oder Hitzeperioden, Smoglagen) zu bestimmen und zu hierarchisieren. Dazu werden an 12 stadtökologisch unterschiedlichen Standorten an insgesamt ca. 150 Bäumen Chronologien zur Jahrringbreite wie auch Kataloge zu extremen Wuchsreaktionen und holzanatomischen Merkmalen (Frostringe, Dichteschwankungen, u.a.) generiert. Im Vergleich mit Standorten aus dem Berliner Umland werden die Effekte der UHI abschließend von den allgemeinen klimatischen Wachstumsfaktoren getrennt. Insbesondere für diesen Teilschritt ist neben der Analyse spezifischer Stadtbaumarten (Platane, Ahorn, Winterlinde oder ähnlichen) auch die von sogenannten waldbildenden Baumarten wie etwa Eiche, Buche oder Kiefer in der Stadt von Bedeutung, um die gefundenen Stadt-Umland-Diversitäten nicht durch artspezifische Unterschiede zu verwischen. Die in der Vorstudie gewonnenen Ergebnisse werden im Rahmen zweier Masterarbeiten ausgewertet und interpretiert und überdies in einem international anerkannten Fachjournal veröffentlicht. Bisher vorliegende Studien setzen die Dendroklimatologie erfolgreich ein, um das Wachstum urbaner Bäume zu analysieren. Die Innovation des Projektes BIWi beruht auf der erstmaligen Nutzung der Bäume und der dendroklimatologischen Techniken für die Analyse stadtklimatologischer Fragestellungen, insbesondere der räumlichen und zeitlichen Entwicklung der UHI. Im Erfolgsfalle dient diese Vorstudie dazu, in einem größer angelegten Folgeprojekt das übergeordnete Ziel zu verfolgen, ein Verfahren zur Untersuchung der räumlichen Verbreitung und raumzeitlichen Entwicklung von UHIs mit Hilfe dendroökologischer Datensätze zu entwickeln. Perspektivisch kann so dazu beizutragen werden retrospektiv und projektiv Aussagen zur Entwicklung von UHIs vor dem Hintergrund sich ändernder klimatischer, demographischer und städteplanerischer Entwicklungen zu treffen.

Climate related hazards

This series refers to datasets related to the potential occurrence of a climate-induced physical event or trend that may cause loss of life, injury, or other health impacts, as well as damage and loss to property, infrastructure, livelihoods, service provision, ecosystems and environmental resources. It includes datasets on flooding, drought, urban heat island and heatwaves, extreme temperatures and precipitations, fire danger as well as climate suitability for vectors of infectious diseases. The datasets are part of the European Climate Adaptation Platform (Climate-ADAPT) accessible here: https://climate-adapt.eea.europa.eu/

Optimierter Betrieb von Solarturm-Receivern, Teilvorhaben: Entwicklung und Verifizierung aktiver nicht-invasiver Temperatursensierung im Hochtemperaturbereich

In OPTOP werden Design und Betrieb des Receivers als zentraler Schnittstelle der Solar Island eines Solarturmkraftwerks verbessert. Dafür wird innovative Messtechnik in ein Monitoringsystem basierend auf Machine Learning und Digital Twin integriert. Das Projekt OPTOP hat drei Kernthemen: a) Sensorik für Receiver: In einem integralen Messkonzept für den Receiver wird die verbesserte Erfassung der Receiveroberflächentemperatur mittels Infrarotkameras, eine nicht-invasive Erfassung der Fluidtemperatur im Receiver, eine betriebsbegleitende Strahlungsdichtemessung und die kamerabasierte Reflexionsgradvermessung des Receivers implementiert. Die Sensordaten werden gemäß den Prinzipien von Industrie 4.0 und dem IoT aufbereitet und für die Betriebsoptimierung und das Receivermonitoring bereitgestellt. b) Receivermonitoring und intelligente Betriebsstrategien: Basierend auf dem umfassenden Sensorinput und einem parallellaufenden Digital-Twin-Modell des Receivers wird ein Monitoringsystem entwickelt, das mittels Machine-Learning-Methoden ein Überschreiten der Receiver-Betriebsgrenzen im Voraus erkennt und dem Betreiber einen sicheren Betrieb erleichtert. Darauf aufbauend wird mit dynamischen Zielpunkt- und Defokussierstrategien und O&M-Zyklen eine intelligente Betriebsstrategie entwickelt, die den Betrieb der Solar Island sowohl energetisch als auch ökonomisch optimiert. c) Transientes Receiverdesign: Eine Methodik für das Design des Receivers als zentraler Schnittstelle der Solar Island wird entwickelt, welche das integrale System für maximalen Ertrag im transienten Kraftwerksbetrieb optimiert. Dafür wird der Einsatz variabler Flussschemata untersucht, für welche - um die Grenzen des erlaubten Einsatzbereichs nicht zu überschreiten - die umfassende Kenntnis des Receiverzustands im Betrieb basierend auf Sensorik und Digital Twin notwendig ist. Die entwickelte Sensorik und Simulations-Methodik wird im Labor und im Turmsystem Cerro Dominador in Chile implementiert und getestet.

Naturschutzgebiete (Landkreis Göttingen)

Rechtsgrundlage: Naturschutzgebiet § 23 BNatSchG und § 16 NAGBNatSchG. Schutzintensität: hoch. Naturschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist 1. Zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten, 2. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskulturellen Gründen oder 3. wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit. Verordnete Naturschutzgebiete (NSG) im Landkreis Göttingen sind: NSG "Bachtäler im Kaufunger Wald" als Kernzone für die Umsetzung eines Teils des gleichnamigen FFH-Gebiets Nr. 143; NSG "Butterberg und Hopfenbusch bei Bartolfelde" als Umsetzung des FFH-Gebiets Nr. 405 "Butterberg/Hopfenbusch"; NSG "Ballertasche" als Umsetzung des gleichnamigen FFH-Gebiets Nr. 141; NSG "Finnenbruch, Großes Butterloch und Schwimmende Insel"; NSG "Gipskarstgebiet bei Bad Sachsa "; NSG "Gipskarstlandschaft bei Ührde"; NSG "Gipskarstlandschaft Hainholz" als Umsetzung des FFH-Gebiets Nr. 133 "Gipskartsgebiet bei Osterode"; NSG "Göttinger Wald" als Umsetzung des gleichnamigen FFH-Gebiets Nr. 138; NSG "Großer Leinebusch"; NSG Oderaue"; NSG "Ossenberg-Fehrenbusch"; NSG "Rhumeaue, Ellerniederung, Schmalau und Thiershäuser Teiche" als Umsetzung des FFH-Gebiets Nr. 134 "Sieber, Oder, Rhume"; NSG "Seeanger, Retlake, Suhletal" als Umsetzung des gleichnamigen FFH-Gebiets Nr. 139 und eines Teils des Vogelschutzgebiets V 19; NSG "Seeburger See" als Umsetzung des gleichnamigen FFH-Gebietes Nr. 140 und eines Teils des Vogelschutzgebiets V 19; NSG "Siebertal"; NSG "Staufenberg"; NSG "Steinberg bei Scharzfeld"; NSG "Teufelsbäder"; NSG "Totenberg"; NSG "Weper, Gladeberg und Aschenburg" als Kernzone für die Umsetzung eines Teils des gleichnamigen FFH-Gebiets Nr. 132; NSG "Bratental" (Stadt GÖ nachrichtlich); NSG "Stadtwald Göttinger u. Kerstlingeröder Feld" (Stadt GÖ nachrichtlich). Für die NSG, die der Umsetzung von FFH-Gebieten dienen, wurden teilweise Lebensraumtypen (LRT), Erhaltungszustände (EHZ) und Fortpflanzungs- und Ruhestätten (F+R) definiert, die Bestandteil des jeweiligen Schutzzwecks sind.

Norddeich wird zum Hotspot auf der wissenschaftlichen Landkarte

Die Küstenforschung und der Küstenschutz in Niedersachsen haben einen neuen Hafen gefunden: Mit seiner Forschungsstelle Küste und weiteren Organisationseinheiten ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Ankermieter in das Gebäude „Inselsicht“ in Norden-Norddeich eingezogen. Neben verbesserten Bedingungen für die umfangreichen Forschungsaufgaben der Küstenschützer soll der neue Standort vor allem die Vernetzung mit anderen wissenschaftlichen Institutionen begünstigen. Dies hoben Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies und Umweltminister Christian Meyer am (heutigen) Montag im Rahmen der feierlichen Einweihung des Neubaus an der Norddeicher Badestraße hervor. Forschungsstelle Küste Gebäude „Inselsicht“ in Norden-Norddeich Zudem nahmen sie an dem Standort den Prototyp einer Ladesäule für das bidirektionale Laden der AG Reederei Norden-Frisia in Betrieb. Die neue Ladeinfrastruktur soll durch Elektrofahrzeuge als Zwischenspeicher den modernen E-Katamaran der Reederei mit Strom versorgen. Ladesäule für das bidirektionale Laden Ministerpräsident Olaf Lies : „Die Planungen für diesen Standort begleiten mich bereits seit vielen Jahren. Umso mehr freue ich mich, dass die Reederei Norden-Frisia und der NLWKN dieses Projekt erfolgreich umgesetzt haben. Damit ist es gelungen, einen wichtigen Standort des Landes in Norddeich langfristig zu sichern und der Forschungsstelle Küste eine verlässliche Perspektive zu geben. Mit der ‘Inselsicht‘ entsteht ein Ort, an dem Zukunft für unsere Küste gestaltet wird. Hier werden Wissen, Forschung und Praxis zusammengeführt, um den Schutz unserer Küste und den Umgang mit den Folgen des Klimawandels weiter zu stärken. Das ist eine Investition in Wissenschaft, Sicherheit und die Zukunft Niedersachsens.“ Ministerpräsident Olaf Lies Umweltminister Christian Meyer: „Gerade im Angesicht der immensen Herausforderungen durch den Klimawandel für das Land Niedersachsen mit seiner mehrere hundert Kilometer langen Küstenlinie ist Forschung im Bereich des Küstenschutzes heute wichtiger denn je. Der Meeresspiegel steigt und das Ökosystem Wattenmeer ist bedroht und verändert sich. Forschung und Beobachtung bildet die Grundlage für Planungen, Investitionen und Schutzmaßnahmen entlang unserer Küste für Mensch und Umwelt. Das neue Gebäude mit den Laborkapazitäten bietet ein optimales Umfeld für diese wichtige Arbeit. Mit Leben gefüllt werden sie von den Menschen, die in ihnen arbeiten.“ Umweltminister Christian Meyer: Die Forschungsstelle Küste des NLWKN, die wesentliche Räumlichkeiten des neuen Standortes nutzen wird, ist ein wichtiger Teil der Umweltverwaltung des Landes Niedersachsen. Sie nimmt zentrale Aufgaben in den Bereichen Morphologie, Küsteningenieurwesen, Vermessung und Sturmflutwarndienst wahr. Ihr langjähriger bisheriger Standort auf Norderney musste vor einigen Jahren aufgrund gravierender baulicher Mängel aufgegeben werden. Am nun eröffneten neuen Standort des NLWKN in Norddeich werden neben den über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forschungseinrichtung auch Mitarbeitende des bisher in Norden ansässigen Aufgabenbereichs Flussgebietsmanagement Übergangs- und Küstengewässer mit eigenem Probenahmestützpunkt sowie Angehörige weiterer Organisationseinheiten des Landesbetriebs zusammengezogen. Der Probenahmestützpunkt ist für die Umsetzung des ökologischen Monitorings der Übergangs- und Küstengewässer zuständig. Der Neubau in Norddeich bietet hierfür sechs Laborräume, in welchen Analysen von Makrozoobenthos, Zooplankton, Phytoplankton, Seegras, Grünalgen sowie zu Nähr- und Schadstoffverteilungen in Seewasser durchgeführt werden. Insgesamt stehen im von der AG Reederei Norden-Frisia errichteten und in Teilen vom Land Niedersachsen angemieteten Multifunktionsgebäude hierfür 62 Arbeitsplätze zur Verfügung. Diese sind teilweise bewusst als Wechselarbeitsplätze gestaltet. Ergänzt werden sie durch Labore, Lagerräume und zwei Besprechungsräume unterschiedlicher Größe auf einer Gesamtnutzfläche von 1.400 Quadratmetern. Wissenschaftliche Vernetzung im Fokus Wissenschaftliche Vernetzung im Fokus Der neue multifunktionale Standort des NLWKN in unmittelbarer Nachbarschaft zum Norddeicher Westhafen und zum Intercity-Bahnhof Norddeich Mole biete für die hier geleistete Arbeit der Küstenschützer viele Vorteile, unterstreicht NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer : „Ab sofort liegt der Forschungsgegenstand selbst – die Nordsee – für unsere Kolleginnen und Kollegen direkt vor der Tür“. Hieraus ergeben sich vielfältige Erleichterungen, angefangen beim täglichen Ziehen von Gewässerproben bis hin zum schnellen Zugang zur Schiffsflotte des NLWKN, die ebenfalls zu einem großen Teil in Norddeich beheimatet ist. „Der neue Standort am Festland mit seiner guten Bahnanbindung schafft zudem attraktive Bedingungen für moderne Arbeitskonzepte und für eine engere interdisziplinare Vernetzung. Entstanden ist ein Arbeitsumfeld, das Forschung, Verwaltung und Praxis an einem Ort zusammenführt und damit nicht zuletzt unsere Attraktivität als Arbeitgeber nachhaltig stärkt“, so die NLWKN-Direktorin. NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer Der Landesbetrieb will die Zusammenarbeit insbesondere mit anderen wissenschaftlichen Institutionen in den kommenden Jahren deutlich intensivieren und hat hierfür unter anderem zusammen mit dem Niedersächsischen Umweltministerium, dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Leibniz-Universität Hannover und der Technischen Universität Braunschweig eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Der neue Standort in Norddeich spielt dabei eine wichtige Rolle: Geplant ist, die neuen Räumlichkeiten im Zuge von Kooperationen gemeinsam zu nutzen, um gegenseitig vom Wissens- und Erfahrungsaustausch zu profitieren. Der NLWKN ist seit 2024 assoziiertes Mitglied in der Deutschen Allianz Meeresforschung. Im Rahmen von Projekten der Forschungsstelle Küste arbeitet der Landesbetrieb seit vielen Jahren eng mit unterschiedlichen deutschen und europäischen Forschungseinrichtungen zusammen. Auf der Insel Norderney bleibt der NLWKN auch nach dem Umzug der Forschungsstelle Küste mit seinem Inselbetriebshof präsent. Durch bidirektionales Laden den ersten deutschen E-Katamaran mit Strom versorgen Durch bidirektionales Laden den ersten deutschen E-Katamaran mit Strom versorgen Ministerpräsident Lies und Umweltminister Meyer nahmen zudem am Standort „Inselsicht“ in Norddeich den Prototyp einer Ladesäule für das bidirektionale Laden der AG Reederei Norden-Frisia in Betrieb. Die neue Ladeinfrastruktur ermöglicht es, Elektrofahrzeuge als dezentrale Zwischenspeicher für überschüssigen Strom zu nutzen. E-Autos können damit zum wichtigen Speichermedium von erneuerbarem Strom werden. In Norddeich soll mit dem Strom, der in den parkenden Elektroautos der Passagiere am Fährhafen gespeichert ist, der vollelektrische Katamaran “Frisia E-1“ – das erste elektrisch betriebene Seeschiff unter deutscher Flagge – mit Energie versorgt werden. Das in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück entwickelte Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert und anhand eines vom VW-Werk Emden zur Verfügung gestellten ID.7 vorgestellt. Das bidirektionale Laden verbindet den Verkehrs- und den Energiesektor direkt miteinander und trägt mit dazu bei, dass die angestrebten Klimaziele erreichbar werden. AG Reederei Norden-Frisia Hintergrund: Die Forschungsstelle Küste Hintergrund: Die Forschungsstelle Küste Die Forschungsstelle Küste ist 1937 aus einer Einrichtung der damaligen preußischen Wasserbauverwaltung hervorgegangen und gehört seit Januar 2005 als Teil der Betriebsstelle Norden zum NLWKN. Ihr Aufgabengebiet umfasst den Bereich der ostfriesischen Inseln und der Festlandküste einschließlich der Ästuare Ems, Weser und Elbe. Die Aufgaben werden von vier leistungsstarken Aufgabenbereichen (Vermessung, Morphologie des Küstengebietes, Küsteningenieurwesen, Sturmflutwarndienst) am Standort Norden-Norddeich erledigt. Dabei arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure verschiedener Fachrichtungen zusammen. Die Basis der Untersuchungen bildet seit jeher die Erhebung topografischer, hydrologischer und sedimentologischer Daten. Mittlerweile werden diese durch dauerhaft betriebene Seegangsmessungen und Gewässergütedaten ergänzt. Die Untersuchungen und Modellierungen der Forschungsstelle schaffen – etwa bei der Berechnung der Bestickhöhen für den Deichbau – u.a. wichtige Entscheidungsgrundlagen für den Insel- und Küstenschutz. Bilder zu der Veranstaltung werden wir im Laufe des Tages unter folgendem Link hochladen: https://nlwkn.hannit-share.de/index.php/s/3ZQ2EMpwNf7kdXH Passwort: Inselsicht26

Analyse langfristiger Änderungen in der Tidedynamik der Nordsee

Langjährige Pegelaufzeichnungen aus dem Gebiet der südöstlichen Nordsee zeigen seit Mitte des 20. Jahrhunderts signifikante Veränderungen im lokalen Tideregime. Während der mittlere Meeresspiegel (englisch: Mean Sea Level, MSL) über die vergangenen 150 Jahre generell dem globalen Mittel gefolgt ist, deuten Auswertungen der mittleren Tidehoch- und Tideniedrigwasser auf signifikant abweichende Trends hin. So sind die Tidehochwasser signifikant schneller als der MSL angestiegen, während die Tideniedrigwasser deutlich geringere oder teils negative Trends aufzeigen. Daraus resultierte eine gleichzeitige Zunahme des Tidehubs (die Differenz aus Tidehoch- und Tideniedrigwasser) von ca. 10 % seit 1955. Derartige Veränderungen haben direkte Auswirkungen auf den Küstenschutz. So ergeben sich bei einem Anstieg der mittleren Tidehochwasser größere Wassertiefen, wodurch das Wellenklima insbesondere im Bereich der Wattflächen und Außensände in der Deutschen Bucht beeinflusst wird. Größere Wellenhöhen und damit höhere Orbitalgeschwindigkeiten und Brandungsenergien sind die unmittelbare Folge, die zu großflächigen Erosionen führen kann. Gleichzeitig beeinflussen geringere Tideniedrigwasser die Schiffbarkeit der flachen Küstengewässer. Durch den vergrößerten Tidehub treten größere Tidestromgeschwindigkeiten auf, die z.B. Ausräumungen der Tiderinnen, verstärkte Erosionen an Inselsockeln, Strandräumungen und im Zusammenhang mit Sturmfluten Dünen- und Kliffabbrüchen verursachen können. Dies verdeutlicht, dass neben den global wirkenden übergeordneten Veränderungen im MSL (Massenänderungen, thermale Expansion) auch regionale Phänomene und Prozesse eine wichtige Rolle für die Ausprägung der Wasserstände spielen. Eine Berücksichtigung solcher Faktoren in den Projektionen zukünftiger Wasserstände setzt voraus, dass vergangene Entwicklungen und zugrunde liegende Prozesse ausreichend verstanden sind. Das übergeordnete Ziel von TIDEDYN besteht daher in der Analyse der in der Vergangenheit bereits aufgetreten Veränderungen im lokalen Tideregime der Nordsee. Die beobachtete Zunahme des Tidehubs ist in ihrer starken Ausprägung ein weltweit einzigartiges Phänomen, welches bis heute nicht erklärt werden kann. Als mögliche (aber bisher unerforschte) Ursachen kommen z.B. langfristige Änderungen im MSL, morphologische Änderungen im Küstenvorfeld (natürlich oder anthropogen, z.B. Ausbaggerungen oder Baumaßnahmen wie Eindeichungen) oder saisonale Änderungen in der thermohalinen Schichtung des Ozeans in Frage. Durch die integrierte Analyse von hochauflösenden numerischen Modellen (barotrop und baroklin) und Beobachtungsdaten mit robusten Methoden der Zeitreihenanalyse, sollen die Änderungen im Tideregime der Nordsee über die vergangen 60-70 Jahre beschrieben, modelliert und systematisch erforscht werden sowie einzelne Prozesse mittels Sensitivitätsstudien voneinander abgegrenzt werden.

Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Bodengroßlandschaften

Die Bodengroßlandschaften (BGL) sind landschaftsgenetisch oder strukturgeologisch bedingte und morphologisch erkennbare Raumeinheiten mit ähnlichen klimatischen Bedingungen. Die Kenntnis der bestimmenden regional wirksamen Merkmale erlaubt es, diese sowohl bei der Kartierung wie auch bei der Zuweisung von Merkmalsausprägungen und Eigenschaften einzusetzen. Die Bodengroßlandschaften sind damit Hilfsmittel der systematischen Bodenkartierung, Beschreibung von Bodenformen und Qualitätssicherung. In Niedersachsen werden folgende Bodengroßlandschaften dargestellt: Inseln, Watt und Küstenmarschen des Küstenholozäns, die überregionalen Flusslandschaften, Auen und Niederterrassen, Talsandniederungen und Urstromtäler, Geestplatten und Endmoränen der Geest, Lössbörde und Bördenvorland des Bergvorlandes, Lössbecken und Höhenzüge des Berglandes und Submontanes und Montanes Mittelgebirge.

Chlorophyll a, extracellular polymeric substance concentration and 16S rRNA gene copy numbers in saltmarsh sediments in response to a storm surge

Samples were taken to study the effect of storm surges on ecosystem functioning of salt marsh microbial communities. Sediment samples were collected from experimental salt marsh islands located in the back-barrier tidal flats of Spiekeroog Island, German North Sea (53°45′N, 7°43′E). The islands consist of three elevation zones (0.7 m, 1.0 m, and 1.3 m above mean sea level), corresponding to pioneer zone, lower salt marsh, and upper salt marsh. Six islands were sampled (three initially bare; three transplanted with lower salt marsh sediment and vegetation). Sampling was conducted in September 2022 (pre-disturbance), March 2023 (post-winter storm surges), and August 2023 (recovery phase). Surface sediments (upper 2 cm) were collected using syringe cores. Pooled samples were analyzed for chlorophyll a as a proxy for microphytobenthos biomass using ethanol extraction and spectrophotometric pigment analysis. Extracellular polymeric substances (EPS) were quantified using EDTA extraction followed by phenol–sulfuric acid carbohydrate analysis. DNA was extracted from sediment subsamples using a Qiagen PowerSoil kit. Prokaryotic abundance was estimated by quantitative PCR targeting the 16S rRNA gene (primers 519F/907R), using an Escherichia coli 16S rRNA gene standard curve. The dataset includes chlorophyll a concentrations (µg g⁻¹ dry sediment), EPS carbohydrate concentrations, and prokaryotic 16S rRNA gene copy numbers for all sampling times, elevations, and treatments.

Continuous water level observations at station BEFmate_I3upp, 2020-01 to 2023-04

Data presented here were collected between 2020-01 and 2023-04 at station BEFmate_I3upp within the research unit DynaCom (Spatial community ecology in highly dynamic landscapes: From island biogeography to metaecosystems, https://uol.de/dynacom/ ) involving the Universities of Oldenburg, Göttingen, and Münster, the iDiv Leipzig and the Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Experimental islands and saltmarsh enclosed plots were established in the back-barrier tidal flat and in the saltmarsh zone of the island of Spiekeroog (Germany). Groundwater levels at different elevation zones were measured using pressure loggers deployed in dip wells within the experimental islands as well as in the saltmarsh enclosed plots. Measurements were obtained using Hobo U20L Water Level Loggers (Onset Computer Corporation, Bourne, MA/USA). All devices were pre-calibrated by the manufacturer. Logged data were retrieved in the field using a Hobo Underwater Shuttle (U-DTW-1) and were read out with the HOBOware Pro (V3.7.28) software, Subsequent data processing was done using MATLAB (R2024b). Atmospheric pressure correction for water-level calculations was applied using data from a nearby weather station. Post-processing and quality control included (a) the removal of data covering maintenance activities, (b) an outlier detection, and (c) visual checks. Outliers in water level and temperature time series were detected using a moving-median filter and a 3-sigma criterion, with additional cross-checking against a reference sensor. Identified outliers were removed, and height-corrected water level series were produced to ensure consistency across sensors and years.

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