Im Projekt baut das Konsortium einen Datenraum auf Basis der Gaia-X-Architektur auf, der künftig den souveränen Datenaustausch in digitalen Wertschöpfungsnetzwerken ermöglicht. Der Fokus liegt auf zwei Use Cases zur Integration der SMGW und der Bereitstellung von Flexibilität durch automatisierte Prozesse. In diesem Teilprojekt wird das gesamte Management für die Technische Regelsetzung in allen Ausprägungen durchgeführt. Ziel ist es, die gesamte Systemlandschaft sowie die zugehörigen Schnittstellen in akzeptierten Technischen Regeln zu erfassen und in die internationale Normung zu überführen. Die Umsetzung in Technische Regeln erfolgt anhand von Normungsstrategien und Handlungsempfehlungen. Die erarbeiteten Technischen Regeln stehen im Deutschen Normenwerk und/oder im VDE-Vorschriftenwerk den Normanwendern zur Verfügung.
Zur Prüfung der Eignung von Beschichtungssystemen im Stahlwasserbau werden Laborprüfungen und Auslagerungen in der Natur durchgeführt. Durch den Vergleich der Unterrostungstiefe nach der jeweiligen Belastung, kann an beiden Serien der evtl. vorhandene Zusammenhang der Prüfverfahren nachgewiesen werden.
Aufgabenstellung und Ziel
Zur Einschätzung bzw. Evaluierung von Kurzzeit-Labortestverfahren für den Korrosionsschutz müssen diese mit Langzeitauslagerungen in der Natur vergleichbar sein. Diese Fragestellung beschäftigt seit langem auch die internationale Normung, wobei immer noch verlässliche Daten fehlen (Binder 2008). Von den beiden Prüfarten können jedoch die Resultate wiederum nur dann sinnvoll verglichen werden, wenn Unterschiede in der Applikation der einzelnen Schutzsysteme ausgeschaltet werden. Auch die zwischenzeitlich, vor allem bei Langzeitversuchen, auftretenden Alterungserscheinungen an der zu untersuchenden Korrosionsschutzbeschichtung sollten Berücksichtigung finden. Bei diesem Vorhaben sollen deshalb erstmals beide Prüfplattenserien in denselben Beschichtungsvorgängen hergestellt und anschließend in der Natur und im Labor geprüft und verglichen werden. Korrosionsschutzbeschichtungen für Stahlwasserbauten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltungdes Bundes (WSV) werden grundsätzlich nach Labortestverfahren der Richtlinien zur Prüfung von Beschichtungsstoffen (RPB-BAW) geprüft und zugelassen. Den Laboruntersuchungen folgt anschließend noch ein Naturauslagerungstest, u. a. um die Laborergebnisse zu verifizieren. Die Testdauer der Langzeitauslagerung in der Natur (LZA) beträgt hierbei fünf Jahre.
Ziel der Untersuchungen ist es, einen Vergleich der Labortests mit praxisnahen Belastungen der Natur zu ermöglichen. Es ist vorgesehen, beschichtete Prüfplatten mit Korrosionsschutzsystemen verschiedener Hersteller mit jeweils identischer Applikation sowohl fürdie Langzeitauslagerung in der Natur wie auch für Kurzzeittests im Labor zu verwenden. Als ein relativ objektives Bemessungskriterium für die Schutzwirkung kann die Unterrostung an einer künstlichen Verletzung herangezogen werden. Da bei allen relevanten bisherigen Testverfahren die Unterrostung an der spezifischen künstlichen Verletzung (2,0 mm-Frässchnitt) maßgeblich ist, ist zu prüfen, inwieweit noch praxisrelevantere Verletzungen, wie z. B. Stoß (durch Transport- oder Einbauschäden von Bauteilen), gefunden werden können.
Bedeutung für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV)
Für die Bauwerke der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) müssen qualitätsgeprüfte Korrosionsschutzstoffe für den Bauwerkserhalt bereitgestellt werden. Es ist zunächst zu prüfen, ob die Laborverfahren die Kriterien für brauchbare Schutzsysteme in ausreichender Differenzierung abbilden. Im Detail ist zu untersuchen, ob weitere bzw. neue Kriterien, die als typische Belastungen von Stahlwasserbauten in Betracht kommen, getestet werden müssten. Diese beinhalten z. B. die Belastung von Stahlwasserbauteilen durch Schlag, Stoß oder Scherung, welche bisher in keinem Regelwerk konsequent umgesetzt worden sind. Darüber hinaus müssen sich die Labortestverfahren an der Wirklichkeit messen. Hierzu dient u. a. der Vergleich von Kurzzeit-Laborergebnissen mit jenen der Langzeitauslagerungen in der Natur unter Ausschluss von Präparationseinflüssen der Probeplatten.
Untersuchungsmethoden
Die Untersuchungen stützen sich auf unterschiedliche Vorgehensweisen, d. h. sowohl auf Labor- wie auch auf Naturauslagerungsversuche. Das Hauptkriterium ist die jeweilige Unterrostungstiefe der aufgebrachten Korrosionsschutzbeschichtungan den künstlichen Verletzungen. Daneben sollen noch Unterrostungsprüfungen an den Versuchsblechen mit neuartiger künstlicher Verletzung durch eine stoßartige Schlagverletzung (Impact-Test, in Anlehnung an DIN EN ISO 6272) durchgeführt werden. (Text gekürzt)
In der Arbeitsgruppe 3 des Europaeischen Normungsgremiums CEN TC 308 'Sludges' wird ein Bericht zur kuenftigen Schlammentsorgung in Europa erarbeitet. Dazu soll der Bestand an verwertbaren Schlaemmen (aus den Kommunen, Wasserwerken, Industrie) sowie solcher Schlaemme, die nicht verwertbar sind, erhoben werden. Hierfuer wurden Frageboegen erarbeitet, die einer statistischen Auswertung als Grundlage dienen sollen. Die Umfrage in UK, F und anderen Laendern laeuft. Mit Hilfe dieser Frageboegen soll nunmehr eine Umfrage in Deutschland begonnen werden, da hier bislang nur ueber Schlaemme aus kommunalen Klaeranlagen (eingeschraenkte), die landwirtschaftlich verwertet werden, Informationen vorliegen. Mengen- und Qualitaetsangaben aus Wasserwerken und Lebensmittelindustrie fehlen bislang voellig. Die Beteiligung Deutschlands ist zwingend erforderlich. Der Zusammenhang mit Bodenschutz-Fragen ist durch die erforderliche Sicherstellung einer ordnungsgemaessen Verwertung von Klaerschlaemmen gegeben.
Erarbeitung von internationalen und europaeischen Normen, deutschen Normvorschlaegen zur Harmonisierung der Wasseranalytik in der Wasser- und Gewaesserueberwachung. Die Verfahren werden in der Regel im Rahmen des ISO/TC 147 (Internationale Analytik) ausgearbeitet und dann in europaeische Normen ueberfuehrt. Die in der Regel vorlaufenden Umweltschutzregelungen im Bereich der deutschen Wasserwirtschaft erfordern eine rechtsmittelfeste genormte Analytik, die anschliessend ueber das ISO-Sekretariat in die internationale Normung umgesetzt wird. Schwerpunkt der Arbeiten ist die Verfahrensentwicklung fuer Parameter in Oberflaechenwasser und in Abwasser, sowie in der Trinkwasserueberwachung (Summenparameter von AOX, Kohlenwasserstoffindex, Einzelstoffanalytik wie zinnorganische Verbindungen, Komplexbildner, Alkylphenole etc.).