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Landesmessstellen Grundwasserstand (Überwachung des mengenmäßigen Zustands)

Details zum Messnetz: Das Messnetz zur mengenmäßigen Überwachung gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) umfasst derzeit 761 Grundwassermessstellen, verteilt an 398 Standorten (Stand: Juni 2026). Ein Messstellenstandort kann bis zu 5 Messstellen umfassen. Diese sind jeweils in unterschiedlichen Tiefen ausgebaut, um die verschiedenen Grundwasserleiter am gleichen Standort zu erfassen. Das Messnetz ist landesweit flächendeckend in allen relevanten Grundwasserleitern ausgebaut. Diese sind im Wesentlichen der oberflächennahe Hauptgrundwasserleiter, die tiefere eiszeitliche Grundwasserleiter und die tertiären Braunkohlensande. Die Messreihen (Ganglinien) der Messstellen geben den langfristigen, weitestgehend nicht anthropogen beeinflussten Grundwassergang wieder. Messung der Grundwasserstände: Alle Messstellen dieses Messnetzes sind mit Datenloggern ausgestattet. Diese elektronischen Datensammler zeichnen mehrmals täglich den Grundwasserstand auf und werden in der Regel alle 3 bis 6 Monate durch Mitarbeiter des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) ausgelesen. Im Anschluss werden die Grundwasserstände in der landesweiten Datenbank aktualisiert. Sieben Messstellen sind zudem mit Datenfernübertragung ausgerüstet und liefern tagesaktuelle Grundwasserstände.

Geotechnische Klassifizierung der Sedimente in Anlehnung an DIN 18311 (2010) - Nassbaggerarbeiten Bohrdatenauswertung 0-1m GOK

Die Karte Sedimentklassen für Nassbaggerarbeiten stellt im Maßstab 1 : 250.000 Informationen zur Verbreitung von Sedimenten gleicher Beschaffenheit an der Meeresbodenoberfläche bis in eine Teufe von 0,2 m sowie für die Teufenbereiche 0-1 m und 0-2 m in Anlehnung an DIN 18311 (2010) – Nassbaggerarbeiten in 7 Klassen dar (siehe Legende). Grundlage der Kartendarstellung sind Sedimentproben von der Meeresbodenoberfläche bis zu einer Teufe von 0,2 m sowie Schichtbeschreibungen von Bohrungen in 0,2 m Teufe sowie in den oben genannten Teufenbereichen, die bis Januar 2013 im deutschen Nordseeraum zur Verfügung standen. Diese Grundlagendaten sind in Datenbanken beim BSH und LBEG abgelegt, zukünftig erhobene Daten werden darin integriert. Nassbaggerarbeiten sind erforderlich, wenn z.B. in Gewässern durch Sedimentumlagerung entstandene Untiefen in Schifffahrtsstraßen zu beseitigen sind, Material für Küstenschutzmaßnahmen oder Bauzwecke aus dem Meer entnommen werden muss sowie bei der Pipeline- oder Kabelverlegung im Meeresboden. Eine Grundlage für die Beauftragung und Umsetzung der entsprechenden Arbeiten ist die “DIN 18311 - Allgemeine Technische Vorschriften für Bauleistungen – Nassbaggerarbeiten“. Diese klassifiziert die anzutreffenden Bodenarten entsprechend ihrer Beschaffenheit in 10 Klassen, die die Grundlage für die Auswertung der Sedimentdaten am Meeresboden der Nordsee sind.

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern, Dienststelle Stralsund

Die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt als nachgeordnete Dienststellen des Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern. In M-V gibt es 4 StÄLU als untere Landesbehörden im Ressort des UM. Die StÄLU sind in enger Zusammenarbeit mit den Landräten und Oberbürgermeistern in ihren Amtsbereichen für die Umsetzung der umweltbezogenen Bundes- und Landesgesetze zuständig. Dabei bearbeiten sie folgende, breitgefächerte Aufgabenbereiche: - Naturschutz und Landschaftspflege - Gewässerschutz und Wasserwirtschaft - Kreislaufwirtschaft, Abfall, Altlasten und Bodenschutz - Immissions- und Klimaschutz - Küstenschutz und wirken ebenso als technische Fachbehörden in ausgewählten Bereichen. Die Arbeit der StÄLU wird begleitet von einer breiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie von Aktivitäten im Rahmen der Agenda 21.

Regelwerk Küstenschutz Mecklenburg-Vorpommern

Mit diesem neuen wertvollen Übersichtsheft wurde der 1995 herausgegebene Generalplan "Küsten- und Hochwasserschutz M-V" weiterentwickelt. Das Regelwerk fasst den aktuellen Kenntnisstand zum Sturmflutschutz in M-V zusammen, bilanziert das dabei Erreichte und gibt einen Ausblick auf künftige Aufgaben. Damit wurde der Übergang vom bisher starren, fest gebundenen Generalplan zu einem flexiblen, themenbezogen leicht aktualisierbaren Regelwerk für den Küstenschutz in M-V vollzogen.

Analyse langfristiger Änderungen in der Tidedynamik der Nordsee

Langjährige Pegelaufzeichnungen aus dem Gebiet der südöstlichen Nordsee zeigen seit Mitte des 20. Jahrhunderts signifikante Veränderungen im lokalen Tideregime. Während der mittlere Meeresspiegel (englisch: Mean Sea Level, MSL) über die vergangenen 150 Jahre generell dem globalen Mittel gefolgt ist, deuten Auswertungen der mittleren Tidehoch- und Tideniedrigwasser auf signifikant abweichende Trends hin. So sind die Tidehochwasser signifikant schneller als der MSL angestiegen, während die Tideniedrigwasser deutlich geringere oder teils negative Trends aufzeigen. Daraus resultierte eine gleichzeitige Zunahme des Tidehubs (die Differenz aus Tidehoch- und Tideniedrigwasser) von ca. 10 % seit 1955. Derartige Veränderungen haben direkte Auswirkungen auf den Küstenschutz. So ergeben sich bei einem Anstieg der mittleren Tidehochwasser größere Wassertiefen, wodurch das Wellenklima insbesondere im Bereich der Wattflächen und Außensände in der Deutschen Bucht beeinflusst wird. Größere Wellenhöhen und damit höhere Orbitalgeschwindigkeiten und Brandungsenergien sind die unmittelbare Folge, die zu großflächigen Erosionen führen kann. Gleichzeitig beeinflussen geringere Tideniedrigwasser die Schiffbarkeit der flachen Küstengewässer. Durch den vergrößerten Tidehub treten größere Tidestromgeschwindigkeiten auf, die z.B. Ausräumungen der Tiderinnen, verstärkte Erosionen an Inselsockeln, Strandräumungen und im Zusammenhang mit Sturmfluten Dünen- und Kliffabbrüchen verursachen können. Dies verdeutlicht, dass neben den global wirkenden übergeordneten Veränderungen im MSL (Massenänderungen, thermale Expansion) auch regionale Phänomene und Prozesse eine wichtige Rolle für die Ausprägung der Wasserstände spielen. Eine Berücksichtigung solcher Faktoren in den Projektionen zukünftiger Wasserstände setzt voraus, dass vergangene Entwicklungen und zugrunde liegende Prozesse ausreichend verstanden sind. Das übergeordnete Ziel von TIDEDYN besteht daher in der Analyse der in der Vergangenheit bereits aufgetreten Veränderungen im lokalen Tideregime der Nordsee. Die beobachtete Zunahme des Tidehubs ist in ihrer starken Ausprägung ein weltweit einzigartiges Phänomen, welches bis heute nicht erklärt werden kann. Als mögliche (aber bisher unerforschte) Ursachen kommen z.B. langfristige Änderungen im MSL, morphologische Änderungen im Küstenvorfeld (natürlich oder anthropogen, z.B. Ausbaggerungen oder Baumaßnahmen wie Eindeichungen) oder saisonale Änderungen in der thermohalinen Schichtung des Ozeans in Frage. Durch die integrierte Analyse von hochauflösenden numerischen Modellen (barotrop und baroklin) und Beobachtungsdaten mit robusten Methoden der Zeitreihenanalyse, sollen die Änderungen im Tideregime der Nordsee über die vergangen 60-70 Jahre beschrieben, modelliert und systematisch erforscht werden sowie einzelne Prozesse mittels Sensitivitätsstudien voneinander abgegrenzt werden.

Schwerpunktprogramm (SPP) 1889: Regional Sea Level Change and Society (SeaLevel), Teilprojekt: Sturmfluten, Meeresspiegelanstieg und Anpassungsmaßnahmen an der deutschen Ostseeküste unter Berücksichtigung von kombinierten Extrermereignissen (SEASCApe II - Compound Risks)

Die Schäden in Folge von Extremereignissen können sich durch die Kombination einzelner Ereignistypen (engl.: Compound Events) signifikant erhöhen. Im Küstenraum betrifft dies die Überlagerung von Sturmfluten (als Kombination extremer Wasserstände und Windwellen), extremen Niederschlägen und hohen Binnenabflüssen. Bisher werden bei Schadensabschätzungen und Risikobewertungen überwiegend einzelne Komponenten solcher Extremereignisse betrachtet, während die Risiken durch die Kombination mehrerer unabhängiger oder verknüpfter Extremereignisse vernachlässigt werden. Dies führt zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Bedrohung und der damit verbundenen möglichen Schäden. Für die Zukunft wird erwartet, dass sich die Häufigkeiten und Intensitäten solcher Extremereignisse verstärken. Die Abschätzung der resultierenden Vulnerabilität von Küstengebieten wird dabei zusätzlich durch simultane Veränderungen der räumlichen Bevölkerungsverteilung und Bevölkerungsstruktur erschwert. Für die Entwicklung optimaler Anpassungsstrategien ist daher ein ganzheitlicher Ansatz zur Bestimmung des Überflutungsrisikos notwendig, der unterschiedliche Extremereignistypen, deren Kombination und mögliche Änderungen der physikalischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt.SEASCApe II baut auf dem derzeit laufenden Projekt SEASCApe Baltic auf und adressiert die zuvor genannten Einschränkungen und ermöglicht eine robustere Abschätzung des tatsächlichen Überflutungsrisikos unter der Berücksichtigung verschiedener Szenarien und einhergehender Unsicherheiten auf kurzen und langen Zeithorizonten. SEASCApe II beinhaltet interdisziplinäre Zusammenarbeit und besteht aus drei Arbeitspaketen, die zusammen eine ganzheitliche Bewertung des Hochwasserrisikos und möglicher Anpassungsmaßnahmen vornehmen. Im ersten Arbeitspaket werden mit Hilfe multivariater Statistiken und hydrodynamischer Modelle eine Vielzahl möglicher Extremereignisse und ihrer Kombination entlang der westlichen Ostseeküste simuliert. Arbeitspaket 2 nutzt die resultierenden Wasserstandsganglinien für eine Gefährdungs- und Vulnerabilitätsanalyse der aktuellen und der zukünftigen Küstenbevölkerung für zwei Fallstudien. Des Weiteren wird die Umsetzbarkeit und Zweckmäßigkeit möglicher Anpassungsoptionen bewertet, die auf die Reduktion der Auswirkungen entsprechender Hochwasserereignisse abzielen. Im dritten Arbeitspaket wird untersucht, ob es einen optimalen Zeitpunkt zur Umsetzung bestimmter Anpassungsmaßnahmen gibt, der die Investitionssummen minimiert und Entscheidungsträgern Flexibilität bei der Wahl von Anpassungsstrategien unter sich ändernden Rahmenbedingungen ermöglicht. Dabei werden neben passiven Küstenschutzmaßnahmen auch Anpassung oder Rückzug aus überflutungsgefährdeten Gebieten berücksichtigt. Die Erkenntnisse über die Kombination von Extremereignissen und der Effizienz von Anpassungsmaßnahmen dienen zuständigen Behörden als erweiterte Grundlage zur Entwicklung robuster Anpassungsstrategien.

Nachhaltige adaptive Landschaften zur Förderung der Widerstandsfähigkeit und Dynamik des Naturerbes Wattenmeer, Vorhaben: Aktuelle und zukünftige Bedingungen für die (Bio-)Diversität und Dynamik von Salzwiesen

ANK-MK: Ermittlung von Kohlenstoff-Festlegungs-Potenzialen im Wattenmeer

Norddeich wird zum Hotspot auf der wissenschaftlichen Landkarte

Die Küstenforschung und der Küstenschutz in Niedersachsen haben einen neuen Hafen gefunden: Mit seiner Forschungsstelle Küste und weiteren Organisationseinheiten ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Ankermieter in das Gebäude „Inselsicht“ in Norden-Norddeich eingezogen. Neben verbesserten Bedingungen für die umfangreichen Forschungsaufgaben der Küstenschützer soll der neue Standort vor allem die Vernetzung mit anderen wissenschaftlichen Institutionen begünstigen. Dies hoben Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies und Umweltminister Christian Meyer am (heutigen) Montag im Rahmen der feierlichen Einweihung des Neubaus an der Norddeicher Badestraße hervor. Forschungsstelle Küste Gebäude „Inselsicht“ in Norden-Norddeich Zudem nahmen sie an dem Standort den Prototyp einer Ladesäule für das bidirektionale Laden der AG Reederei Norden-Frisia in Betrieb. Die neue Ladeinfrastruktur soll durch Elektrofahrzeuge als Zwischenspeicher den modernen E-Katamaran der Reederei mit Strom versorgen. Ladesäule für das bidirektionale Laden Ministerpräsident Olaf Lies : „Die Planungen für diesen Standort begleiten mich bereits seit vielen Jahren. Umso mehr freue ich mich, dass die Reederei Norden-Frisia und der NLWKN dieses Projekt erfolgreich umgesetzt haben. Damit ist es gelungen, einen wichtigen Standort des Landes in Norddeich langfristig zu sichern und der Forschungsstelle Küste eine verlässliche Perspektive zu geben. Mit der ‘Inselsicht‘ entsteht ein Ort, an dem Zukunft für unsere Küste gestaltet wird. Hier werden Wissen, Forschung und Praxis zusammengeführt, um den Schutz unserer Küste und den Umgang mit den Folgen des Klimawandels weiter zu stärken. Das ist eine Investition in Wissenschaft, Sicherheit und die Zukunft Niedersachsens.“ Ministerpräsident Olaf Lies Umweltminister Christian Meyer: „Gerade im Angesicht der immensen Herausforderungen durch den Klimawandel für das Land Niedersachsen mit seiner mehrere hundert Kilometer langen Küstenlinie ist Forschung im Bereich des Küstenschutzes heute wichtiger denn je. Der Meeresspiegel steigt und das Ökosystem Wattenmeer ist bedroht und verändert sich. Forschung und Beobachtung bildet die Grundlage für Planungen, Investitionen und Schutzmaßnahmen entlang unserer Küste für Mensch und Umwelt. Das neue Gebäude mit den Laborkapazitäten bietet ein optimales Umfeld für diese wichtige Arbeit. Mit Leben gefüllt werden sie von den Menschen, die in ihnen arbeiten.“ Umweltminister Christian Meyer: Die Forschungsstelle Küste des NLWKN, die wesentliche Räumlichkeiten des neuen Standortes nutzen wird, ist ein wichtiger Teil der Umweltverwaltung des Landes Niedersachsen. Sie nimmt zentrale Aufgaben in den Bereichen Morphologie, Küsteningenieurwesen, Vermessung und Sturmflutwarndienst wahr. Ihr langjähriger bisheriger Standort auf Norderney musste vor einigen Jahren aufgrund gravierender baulicher Mängel aufgegeben werden. Am nun eröffneten neuen Standort des NLWKN in Norddeich werden neben den über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forschungseinrichtung auch Mitarbeitende des bisher in Norden ansässigen Aufgabenbereichs Flussgebietsmanagement Übergangs- und Küstengewässer mit eigenem Probenahmestützpunkt sowie Angehörige weiterer Organisationseinheiten des Landesbetriebs zusammengezogen. Der Probenahmestützpunkt ist für die Umsetzung des ökologischen Monitorings der Übergangs- und Küstengewässer zuständig. Der Neubau in Norddeich bietet hierfür sechs Laborräume, in welchen Analysen von Makrozoobenthos, Zooplankton, Phytoplankton, Seegras, Grünalgen sowie zu Nähr- und Schadstoffverteilungen in Seewasser durchgeführt werden. Insgesamt stehen im von der AG Reederei Norden-Frisia errichteten und in Teilen vom Land Niedersachsen angemieteten Multifunktionsgebäude hierfür 62 Arbeitsplätze zur Verfügung. Diese sind teilweise bewusst als Wechselarbeitsplätze gestaltet. Ergänzt werden sie durch Labore, Lagerräume und zwei Besprechungsräume unterschiedlicher Größe auf einer Gesamtnutzfläche von 1.400 Quadratmetern. Wissenschaftliche Vernetzung im Fokus Wissenschaftliche Vernetzung im Fokus Der neue multifunktionale Standort des NLWKN in unmittelbarer Nachbarschaft zum Norddeicher Westhafen und zum Intercity-Bahnhof Norddeich Mole biete für die hier geleistete Arbeit der Küstenschützer viele Vorteile, unterstreicht NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer : „Ab sofort liegt der Forschungsgegenstand selbst – die Nordsee – für unsere Kolleginnen und Kollegen direkt vor der Tür“. Hieraus ergeben sich vielfältige Erleichterungen, angefangen beim täglichen Ziehen von Gewässerproben bis hin zum schnellen Zugang zur Schiffsflotte des NLWKN, die ebenfalls zu einem großen Teil in Norddeich beheimatet ist. „Der neue Standort am Festland mit seiner guten Bahnanbindung schafft zudem attraktive Bedingungen für moderne Arbeitskonzepte und für eine engere interdisziplinare Vernetzung. Entstanden ist ein Arbeitsumfeld, das Forschung, Verwaltung und Praxis an einem Ort zusammenführt und damit nicht zuletzt unsere Attraktivität als Arbeitgeber nachhaltig stärkt“, so die NLWKN-Direktorin. NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer Der Landesbetrieb will die Zusammenarbeit insbesondere mit anderen wissenschaftlichen Institutionen in den kommenden Jahren deutlich intensivieren und hat hierfür unter anderem zusammen mit dem Niedersächsischen Umweltministerium, dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Leibniz-Universität Hannover und der Technischen Universität Braunschweig eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Der neue Standort in Norddeich spielt dabei eine wichtige Rolle: Geplant ist, die neuen Räumlichkeiten im Zuge von Kooperationen gemeinsam zu nutzen, um gegenseitig vom Wissens- und Erfahrungsaustausch zu profitieren. Der NLWKN ist seit 2024 assoziiertes Mitglied in der Deutschen Allianz Meeresforschung. Im Rahmen von Projekten der Forschungsstelle Küste arbeitet der Landesbetrieb seit vielen Jahren eng mit unterschiedlichen deutschen und europäischen Forschungseinrichtungen zusammen. Auf der Insel Norderney bleibt der NLWKN auch nach dem Umzug der Forschungsstelle Küste mit seinem Inselbetriebshof präsent. Durch bidirektionales Laden den ersten deutschen E-Katamaran mit Strom versorgen Durch bidirektionales Laden den ersten deutschen E-Katamaran mit Strom versorgen Ministerpräsident Lies und Umweltminister Meyer nahmen zudem am Standort „Inselsicht“ in Norddeich den Prototyp einer Ladesäule für das bidirektionale Laden der AG Reederei Norden-Frisia in Betrieb. Die neue Ladeinfrastruktur ermöglicht es, Elektrofahrzeuge als dezentrale Zwischenspeicher für überschüssigen Strom zu nutzen. E-Autos können damit zum wichtigen Speichermedium von erneuerbarem Strom werden. In Norddeich soll mit dem Strom, der in den parkenden Elektroautos der Passagiere am Fährhafen gespeichert ist, der vollelektrische Katamaran “Frisia E-1“ – das erste elektrisch betriebene Seeschiff unter deutscher Flagge – mit Energie versorgt werden. Das in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück entwickelte Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert und anhand eines vom VW-Werk Emden zur Verfügung gestellten ID.7 vorgestellt. Das bidirektionale Laden verbindet den Verkehrs- und den Energiesektor direkt miteinander und trägt mit dazu bei, dass die angestrebten Klimaziele erreichbar werden. AG Reederei Norden-Frisia Hintergrund: Die Forschungsstelle Küste Hintergrund: Die Forschungsstelle Küste Die Forschungsstelle Küste ist 1937 aus einer Einrichtung der damaligen preußischen Wasserbauverwaltung hervorgegangen und gehört seit Januar 2005 als Teil der Betriebsstelle Norden zum NLWKN. Ihr Aufgabengebiet umfasst den Bereich der ostfriesischen Inseln und der Festlandküste einschließlich der Ästuare Ems, Weser und Elbe. Die Aufgaben werden von vier leistungsstarken Aufgabenbereichen (Vermessung, Morphologie des Küstengebietes, Küsteningenieurwesen, Sturmflutwarndienst) am Standort Norden-Norddeich erledigt. Dabei arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure verschiedener Fachrichtungen zusammen. Die Basis der Untersuchungen bildet seit jeher die Erhebung topografischer, hydrologischer und sedimentologischer Daten. Mittlerweile werden diese durch dauerhaft betriebene Seegangsmessungen und Gewässergütedaten ergänzt. Die Untersuchungen und Modellierungen der Forschungsstelle schaffen – etwa bei der Berechnung der Bestickhöhen für den Deichbau – u.a. wichtige Entscheidungsgrundlagen für den Insel- und Küstenschutz. Bilder zu der Veranstaltung werden wir im Laufe des Tages unter folgendem Link hochladen: https://nlwkn.hannit-share.de/index.php/s/3ZQ2EMpwNf7kdXH Passwort: Inselsicht26

Fish counts and species at and around artificially introduced tetrapod fields in the southern North Sea, 2024

With increasing global change, coastal protection measures are becoming increasingly important for preserving our coastal features and infrastructure. Coastal protection often comes in the form of artificial structures however, artificial structures can also appear as renewable energy projects, maritime infrastructure and aquaculture installations. The ecological effects of such structures on the natural surroundings remains largely unclear. 36 tetrapod structures (4-footed concrete breakwaters each weighing 2.8 t) in groups of six were added to the MarGate underwater experimental (see figure 1 in metadata description) area to the north of Helgoland, in the Southern North Sea, in 2009 at 5 and 10 m water depth. The 5 m fields TN5 (North), TM5 (Middle) and TS5 (South) have been monitored monthly, since their introduction, with respect to the abundance, species composition and size of the associated biota community. By carrying out this monitoring project, we aim to study the long-term effects of artificial structures on the local biotic community in shallow coastal ecosystems. Line transect based visual fish census conducted by trained scientific divers is used to survey the fish communities in the vicinity of each tetrapod field. Data collection is communicated by the diver via voice communication of the surface and noted directly in the standardized protocol together with metadata on algae coverage other environmental parameters. Further details regarding the sampling design can be found in the metadata section "Survey Design and Sampling Methodology". Survey Design and Sampling Methodology At each tetrapod field (TN5, TM5, and TS5), four permanent 20-meter transect lines were established in the cardinal directions (figure 1): North (N), East (O), South (S), and West (W). Each transect was marked at intervals of 0, 5, 10, 15, and 20 meters from the respective outer edge of the tetrapod field. At each of these five counting stations along the transects, fish were surveyed within a 2 m² area — 1 m² to the left and 1 m² to the right of the transect line — totaling 10 m² per transect and 40 m² per field. For each observation, the following data were recorded: • Species identity, • Total number of individuals (abundance), • Individual total length (in cm). This standardized method resulted in a total surveyed area of 120 m² per counting event: • 3 tetrapod fields × 4 transect lines × 5 stations × 2 m² per station = 120 m².

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