TelePAtH zielt auf die Identifizierung, Charakterisierung und Prognose von Systemdynamiken und speziell Kipppunkten in gekoppelten sozial-ökologischen Systemen der Ernährungssicherung in Westafrika ab. Ein transdisziplinärer Forschungsansatz soll klären, inwieweit Kipppunkte in stress-behafteten Ernährungssystemen vorrausschauend abgeschätzt werden können, um praktische Entscheidungshilfen zu bieten und Krisen bzw. Zusammenbrüche in Ernährungssystemen verhindern zu können. Das Forschungsdesign umfasst qualitative und quantitative Methoden und bedient sich der Analyse von Chronosequenzen entlang der Gradienten von ländlichen zu städtischen sowie von humiden zu semi-ariden Gebieten. Die Forschung verbindet dabei eine regionale Betrachtung mit lokalen Untersuchungen in bis zu fünf Ländern Westafrikas durch einen integrierten Analyse- und Modellierungsrahmen. Ziel dieser Projektphase I ist es gemeinsam mit Praxispartnern in Afrika und Deutschland das Forschungsdesign zu spezifizieren, den Vollantrag einzureichen, sowie die konzeptionellen Grundlagen zu veröffentlichen. Das BICC wird die soziale Subsystemkomponente des TelePAtH Rahmenkonzeptes und seine Kopplung zu den anderen Systemkomponenten mit entwickeln. Dies umfasset die Analyse des aktuellen Stands der Wissenschaft hinsichtlich des Zusammenspiels von Gewaltkonflikten, Migration und Landgrabbing und seiner Bedeutung für die Ernährungssicherung in Westafrika mit einem Focus auf das Agrarökosystem 'Kakaoproduktion', die Recherche und Prüfung der Integrierbarkeit relevanter verfügbarer (GIS-) Datensätze zu Gewaltkonflikten, Migration und Landnutzung sowie die vorläufige Analyse der Governancestrukturen des Kakaosektors. Die Rolle dieser Prozesse und Parameter für die Gesamtsystemdynamik und Kipppunkte stress-behafteter Ernährungssysteme soll herausgestellt und in das Konzept eingebunden werden.
In Süd- und Mittelamerika (SMA) besteht ein sehr großes Potenzial für eine nachhaltige Produktion von qualitativ hochwertigem Kakao. Der Ausbau des Kakaosektors wird daher als eine vielversprechende Strategie angesehen, um ländliche Armut signifikant zu reduzieren und einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt und Biodiversität zu leisten. Diese Strategie zielt auch auf die Bedürfnisse von Kakao-Verarbeitern und Verbrauchern in Europa ab. Um die Standards bzgl. Nachhaltigkeit und Qualität zu erfüllen, müssen die Produktionssysteme in SMA nach agrarökologischen Prinzipien weiterentwickelt werden; insbesondere um auch die Cadmium-Werte in Kakaoprodukten aus SMA zu reduzieren. Letzteres dient v.a. dazu die von der EU festgelegten Cadmium-Grenzwerte für Importe aus SMA in die EU zukünftig nicht zu überschreiten. Das Projekt COSCA bildet eine innovative Forschungs- und Informationsplattform, um bestehende Erfahrungen sowie Anforderungen und Probleme des Kakaosektors in SMA zu synthetisieren und Forschungslücken im Zusammenhang mit nachhaltiger Kakaoproduktion zu priorisieren. COSCA fördert den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftlern aus der EU, SMA und den USA aus den Bereichen Agrarökologie, Anbausysteme, Umweltchemie und Sozioökonomie. Gleichzeitig wird von Anfang an einen engen Austausch mit Akteuren aus der Industrie gepflegt. Die vorgeschlagenen Aktivitäten in COSCA bilden die Grundlage für die Entwicklung eines gemeinsamen EU-Projektantrags, geplant als interdisziplinäres European Training Network (ETN). Das Ziel eines solchen ETN ist es, Partner aus Forschung und dem Privatsektor mit großem Interesse an nachhaltiger Kakaoproduktion und -vermarktung in SMA zusammenzubringen, den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu erweitern und durch gemeinsame Forschung übertragbare Kompetenzen zu entwickeln. Damit wird der wachsende Kakaosektor und der nachhaltige Kakaoanbau in SMA und die Handelsbeziehungen zwischen mit der EU maßgeblich gestärkt.
Ziel des Forschungsvorhabens ist die Verringerung der Nachernteverluste, die Verbesserung der Produktqualitaet und die Reduzierung der Verarbeitungskosten indonesischer Exportfruechte unter Einsatz regenerativer Energiequellen. Hierdurch soll das Einkommen indonesischer Kleinbauern nachhaltig gesichert sowie Moeglichkeiten zur Verbesserung der Devisenbilanz Indonesiens geschaffen werden.Die Umsetzung der Forschungsergebnisse soll den Kleinbauern die Produktion hochwertiger Exportfruechte auf genossenschaftlicher Basis ermoeglichen. Die Erweiterung der Produktpalette auf Kaffee, Kopra, Kautschuk etc. erhoeht die Auslastung der Einrichtungen. Eine optimierte Biomasseverbrennungsanlage soll den Brennholzbedarf der Trocknung minimieren. Die neuentwickelten Technologien sollen durch Demonstrationsanlagen verbreitet werden, die landwirtschaftlichen Beratern sowie potentiellen Herstellern und Nutzern unter Praxisbedingungen vorgefuehrt werden.
Das Projekt soll die oekonomischen Auswirkungen neuer Biotechnologien bei Marktkulturen in Entwicklungslaendern - dargestellt am Beispiel des Kakaos - aufzeigen. Zunaechst werden die zu erwartenden biologisch-technischen Entwicklungen durch Expertenbefragungen erfasst. Darauf aufbauend sollen charakteristische Kakao-Produktionssysteme fuer die sieben wichtigsten Produzentenlaender definiert werden. Schiesslich sollen die Auswirkungen aussichtsreicher neuer Technologien auf die Produktionssysteme abgeschaetzt werden.
Demonstration und Erprobung von Anlagen zur regenerativen Energienutzung unter tropischen Bedingungen.