Vergleich von Wachstum, Vitalitaet, Austriebsverhalten und Frostresistenz verschiedener mitteleuropaeischer und kalabrischer Tannenherkuenfte beim Anbau in verschiedenen Hoehenlagen; Vergleich der Varianz innerhalb und zwischen den Herkuenften aus Mitteleuropa und Kalabrien. - Liefern eines Beitrags zur Beurteilung der oekologischen Eignung und der Anbaumoeglichkeiten kalabrischer Tannenprovenienzen auf mitteleuropaeischen Standorten.
Als eines der Teilvorhaben unter Experimenten zur Fernerkundung, fuer die ESA und EG im Fruehjahr 1981 das kanadische Forschungsflugzeug SAR 580 bereitstellen (SAR = Synthetic Aperture Radar), werden im Flussgebiet des Buonamico (Suedkalabrien, Italien) die Einsatzmoeglichkeiten dieses Systems zur Erforschung von Hangstabilitaet und Bodenwassergehalt in einem topographisch rauhen Gebirgsbereich untersucht.
Alle Steckbriefe Reptilien Amphibien Schmetterlinge Käfer Libellen Schnecken und Muscheln Farn- und Blütenpflanzen Moose null Springfrosch - Rana dalmatina Bonaparte, 1840 Der Springfrosch ist den anderen beiden Braunfroscharten Grasfrosch und Moorfrosch sehr ähnlich, besitzt aber das größte Trommelfell, die längsten Hinterbeine und das beste Sprungvermögen. Die Schnauze ist deutlich zugespitzt. Körperoberseite und Flanken weisen eine hell rötliche oder braune Färbung auf,.Der Springfrosch sendet kurze, anschwellende, durch deutliche Pausen unterbrochene Rufserien wie „ko-ko-ko" aus, die meist unter Wasser ausgestoßen werden. Gesamtlänge: 5,5 bis 6,5 cm Gewicht: ca. 20 g Der Springfrosch besiedelt vor allem warme, lichte Laub- und Mischwälder mit Altholzbeständen, wo er sich außerhalb der Laichzeit bevorzugt an krautreichen, trockenen Stellen in sonniger Lage aufhält, so z.B. auf Waldwiesen, Kahlschlägen, Lichtungen sowie an Wald- und Wegrändern. In der Trockenaue südlich von Breisach und in den Hardtwäldern im Raum Karlsruhe ist er jedoch auch in Kiefernbeständen anzutreffen. Als Laichplätze nutzt die Art sowohl Kleingewässer wie Gräben und Tümpel als auch Altwässer, Teiche, Rückhaltebecken und Seen. Im Bodenseegebiet stellen Toteislöcher und Riede, im Neckarbecken Waldtümpel und Bombentrichter und in rheinnahen Wäldern alte Schluten ohne permanenten Wasserdurchfluss charakteristische Laichgewässer dar. Der Springfrosch ist in Baden-Württemberg die erste Amphibienart, die das Laichgewässer aufsucht. Meist geschieht dies schon im Februar, das Ablaichen vollzieht sich im März. Die Weibchen setzen einen, selten zwei Laichballen ab. Solche Laichballen, die 300 bis 1000 Eier enthalten können, findet man in einer Wassertiefe von 5 bis 40 cm an Schilfhalmen oder Ästen. Unter dem Einfluss von Gasbildung treibt der Laich im Laufe der Entwicklung an die Oberfläche. Die Larven ernähren sich vor allem von Algen, während erwachsene Springfrösche gern Insekten, Spinnen und Schnecken erbeuten. Gesamtverbreitung: Das Verbreitungsgebiet des Springfrosches erstreckt sich von der französischen Atlantikküste im Westen bis zum Karpatenbogen und zur Westküste des Schwarzen Meeres im Osten. Außerhalb Europas kommt die Art lediglich entlang der Südküste des Schwarzen Meeres vor. Die nördlichsten Vorkommen liegen auf den dänischen Inseln und im äußersten Südosten Schwedens. Im Süden reicht das Areal bis nach Kalabrien bzw. bis auf den Peloponnes. In Deutschland liegt der Schwerpunkt der Verbreitung in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. Zudem gibt es mehrere kleinräumige, verstreut liegende Verbreitungsinseln, von denen die nördlichsten an der Ostseeküste liegen. Verbreitung in Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg besitzt der Springfrosch zwei voneinander isoliert liegende Verbreitungsschwerpunkte: das westliche Bodenseegebiet mit dem Hegau sowie einen Bereich, der die Oberrheinebene, den Kraichgau und das Neckarbecken umfasst. Zudem gibt es vor allem im Norden und Nordosten des Landes weitere verstreut liegende Fundorte. Bestandsentwicklung in Baden-Württemberg: Landesweit sind die Bestände momentan als stabil einzuschätzen. In einigen Landesteilen häuften sich die Fundmeldungen in den letzten Jahren, ob jedoch eine tatsächliche Bestandszunahme und Ausbreitungstendenz oder lediglich ein Kenntniszuwachs vorliegt, kann gegenwärtig nicht eindeutig beurteilt werden. Gefährdungsursachen Die FFH-Richtlinie ist eine Naturschutz-Richtlinie der EU, deren Namen sich von Fauna (= Tiere), Flora (= Pflanzen) und Habitat (= Lebensraum) ableitet. Wesentliches Ziel dieser Richtlinie ist die Erhaltung der Biologischen Vielfalt durch den Aufbau eines Schutzgebietssystems. Neben der Ausweisung von Schutzgebieten (FFH-Gebieten) für Arten des Anhangs II wird der Erhaltungszustand dieser und der Arten des Anhangs IV und V überwacht. FFH-Gebiete Für den Springfrosch, als Art des Anhangs IV, werden im Rahmen der FFH-Richtlinie keine Schutzgebiete ausgewiesen. Erhaltungszustand in Baden-Württemberg 2024 Erhaltungszustand der FFH-Arten in Baden-Württemberg(pdf; 0,6 MB)
<p><p>Der Mittelspecht lebt in strukturreichen Laubgehölzen mit einem hohen Anteil an grobborkigen Altbäumen und/oder stehendem Totholz. Er ist etwas kleiner als der ähnlich gefärbte Buntspecht und hat ein kleineres Verbreitungsgebiet, das sich auf den nemoralen (kühlgemäßigten) bis submediterranen Waldgürtel Europas und Vorderasiens beschränkt. Als ausgesprochener Standvogel bleibt der Mittelspecht auch in strengen Wintern seiner Heimat treu. In Rheinland-Pfalz ist er vor allem in lichten Eichenwäldern zu finden.</p>Aussehen:<p>Der Mittelspecht gehört zur Unterfamilie der Echten Spechte. Er erreicht eine mittlere Körperlänge von 19-22 cm und eine mittlere Spannweite von 35 cm. Mit seinem schwarz-weiß-rot gemusterten Federkleid ist er mit anderen "bunten" Spechtarten verwechselbar, in Rheinland-Pfalz vor allem mit dem größeren Buntspecht und dem kleineren Kleinspecht.</p><p>Die markantesten Erkennungsmerkmale des Mittelspechts sind sein weitgehend roter, bei Erregung gesträubter Scheitel (beim Buntspecht und beim Kleinspecht haben Scheitel und Gesicht jeweils größere Schwarzanteile und werden gewöhnlich nicht gesträubt), seine deutlich graubraun gestrichelten Brustflanken (beim Buntspecht ungestrichelt, beim Kleinspecht feiner gestrichelt) und sein rosa gefärbter Unterschwanz (beim Buntspecht rot, beim Kleinspecht weiß). Farbunterschiede zwischen den Geschlechtern sind beim Mittelspecht minimal. Das Weibchen ist insgesamt etwas blasser gefärbt als das Männchen. Bei Jungvögeln sind die genannten Erkennungsmerkmale weniger deutlich ausgeprägt.</p><p>Die Augen des Mittelspechts sind schwarz, die Zehen grau und zygodaktyl, das heißt es zeigen zwei Zehen nach vorne und zwei nach hinten, was das senkrechte Klettern am Stamm erleichtert.</p>Verbreitung:<p>Das Verbreitungsgebiet des Mittelspechts erstreckt sich auf dem europäischen Festland von Nordspanien bis ins Baltikum, nach Westrussland und in den Kaukasus. Im Norden stößt es nur bis an die südlichen Küsten von Ärmelkanal, Nord- und Ostsee heran. Somit fehlt die Art auf den Britischen Inseln und in Fennoskandinavien. Die südlichsten Vorkommen finden sich im Mittelmeerraum und in Vorderasien, von Korsika über Kalabrien und Griechenland bis nach Südanatolien sowie isoliert im westiranischen Zagrosgebirge.</p><p>In Rheinland-Pfalz ist der Mittelspecht zwar seltener als der Buntspecht, dennoch gilt er mit 5.200 bis 7.800 Brutpaaren (2017-2022), Tendenz steigend, als häufig.</p>Lebensraum:<p>Als typischer Lebensraum des Mittelspechts gelten lichtdurchflutete, alte Eichenwälder. Aber auch grobborkige Laubgehölzbestände ohne nennenswerten Eichenanteil wie Erlenbrüche und Weichholzauen, Parks mit entsprechendem Baumbestand oder Streuobstwiesen mit alten Hochstämmen besiedelt dieser Vogel gern, im Süden seines Verbreitungsgebietes auch Olivenhaine und submediterrane Nadelwälder aus Kiefern- und Tannenarten.</p><p>Dabei ist der Mittelspecht nicht, wie man lange Zeit glaubte, zwingend auf grobborkige Baumarten angewiesen. Bei einem hohen und vielfältigen Angebot an stehendem Totholz kommt er auch in Buchenwäldern vor. Er wird daher heute als europäisches Urwaldrelikt betrachtet, das den Mangel an Totholz in der Kulturlandschaft mit einem Ausweichen auf grobborkige Baumarten kompensiert hat.</p><p>In Rheinland-Pfalz kann man den Mittelspecht vor allem in den Eichenwäldern der tieferen Lagen antreffen, etwa in der Oberrheinebene (Stieleiche) oder an den Sonnenhängen des Mittelrheins und seiner Nebenflüsse (Traubeneiche).</p>Verhalten:<p>Der Mittelspecht ist ein tagaktiver Einzelgänger, der in seinen Höhlen nächtigt. Als äußerst geschickter Kletterer kann er, ähnlich wie ein Kleiber, auch kopfüber stammabwärts klettern. Insgesamt wirkt er agiler, aber auch rastloser und flatteriger als der Buntspecht. Längere Strecken legt er in einem schnellen Bogenflug zurück, bei dem er sich kräftig aufschwingt und mit angezogenen Flügeln fallen lässt.</p><p>Der Mittelspecht verfügt über ein breites Stimmenrepertoire. Sein markantester Ruf ist das Quäken (<em>kwää, kwää</em>), das der Balz und Revierabgrenzung dient. Es kann zu komplexen Rufreihen ausgebaut werden, die auch häherähnliche Krächzlaute enthalten. In Erregungssituationen werden kurze <em>gük</em>-Laute geäußert. Dagegen trommelt der Mittelspecht nur selten und leiser als andere Spechtarten.</p>Nahrung:<p>Der Mittelspecht frisst ganzjährig Gliederfüßer aller Entwicklungsstadien v. a. holz- und rindenbewohnende Arten, die er weniger hackend als stochernd in Borkenfurchen und an losen Borkenteilen aufspürt. Er ist weniger am Stamm als im inneren Kronenbereich seiner Wirtsbäume unterwegs. Auch Blattläuse werden abgesammelt und Fluginsekten in kurzen Ausfallflügen erbeutet.</p><p>Pflanzliche Kost spielt beim Mittelspecht dagegen eine geringere Rolle als bei anderen Spechtarten. Gelegentlich pflückt er, kopfunter an einem Zweig hängend, Früchte wie Beeren und Kirschen. Letztere verfüttert er auch an seine Nestlinge, deren Hauptnahrung aber ebenfalls aus Gliederfüßern besteht. Frisch geschlüpfte Nestlinge werden zunächst fast ausschließlich mit Blattläusen gefüttert, bevor ihre Ernährung der der Eltern angeglichen wird. Im Winter verzehrt der Mittelspecht in begrenztem Umfang Nüsse und Samen. Um diese zu knacken, nutzt er vorgefundene Spalten als einfache Schmieden. Selbstgehackte Schmieden baut er sich, im Gegensatz zum Buntspecht, nicht. Im Frühjahr nimmt der Mittelspecht als Nahrungsergänzung Baumsäfte auf, auch dies in geringerem Umfang als andere Spechtarten. Dazu ringelt er die Äste saftziehender Bäume, wobei er Linden bevorzugt.</p>Fortpflanzung:<p>Der Mittelspecht führt eine territoriale, monogame Saisonehe, die über den Winter locker weiterbestehen und im folgenden Frühjahr erneuert werden kann. Die Balz findet zwischen Ende Januar und März statt. Sie endet mit dem Vorzeigen begonnener oder fertiggestellter Bruthöhlen durch das Männchen, der Inspektion derselben durch das Weibchen und der anschließenden Kopulation. Am ggf. nötigen Weiterbau der Höhle sind beide Partner beteiligt.</p><p>Der Mittelspecht legt seine Bruthöhlen ausschließlich in Weichlaubhölzern, pilzgeschädigten Hartlaubhölzern oder stehendem Totholz an, und zwar typischerweise nicht im Stamm, sondern in starken, horizontalen Seitenästen in 5 bis 10 m Höhe. Dabei wird das Einschlupfloch an der Astunterseite oder unter einer Pilzkonsole angelegt. Gelegentlich werden auch die Höhlen anderer Spechtarten übernommen und ggf. angepasst.</p><p>Anfang April erfolgt die Ablage von 4 bis 8 weißen Eiern. Die Jungen schlüpfen nach 10 bis 14 Tagen und werden im Alter von 20 bis 24 Tagen flügge. An Brut und Aufzucht sind beide Eltern beteiligt.</p><p>Nach dem Ausfliegen locken die Eltern die Jungvögel von der Bruthöhle weg und teilen sie häufig in zwei Gruppen ein, die noch bis zu zwei Wochen lang von je einem Elternteil betreut werden, bevor sie sich selbstständig machen. Es findet gewöhnlich nur eine Brut pro Jahr und Paar statt.</p></p>