ID: 1312 Allgemeine Informationen Ergänzungstitel des Vorhabens: Konsultation nach der Espoo-Konvention über die grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung für den geplanten Offshore-Windpark "Aurora" in der Schwedischen ausschließlichen Wirtschaftszone der Ostsee, NV-06738-20 Kurzbeschreibung des Vorhabens: OX2 AB plant die Errichtung eines Offshore-Windparks in der schwedischen Wirtschaftszone in der Ostsee, östlich der Insel Öland und südwestlich der Insel Gotland. Der Windpark trägt den Namen Aurora und soll pro Jahr etwa 24 TWh Strom erzeugen, was dem Stromverbrauch von bis zu fünf Millionen Haushalten entspricht. Das derzeitige Projektgebiet ist etwa 1.045 km2 groß und liegt etwas mehr als 30 km von Öland und etwas mehr als 20 km von Gotland entfernt. Der Windpark wird voraussichtlich in mehreren Phasen entwickelt werden. Der Windpark soll aus insgesamt 220 bis 370 Windturbinen und zugehöriger Ausrüstung wie Offshore-Umspannwerken, Seekabeln und Plattformen (Wohnplattformen und Plattformen zur Energiespeicherung oder Energieumwandlung wie Wasserstoff) bestehen. Die maximale Gesamthöhe der Windturbinen beträgt 370 Meter über dem Meeresspiegel, und die erste Stufe des Windparks soll 2030 in Betrieb genommen werden. Die Entfernung des geplanten Aurora-Windparks zu den (zu Finnland gehörenden) Åland-Inseln beträgt etwa 380 km, gemessen vom Windpark selbst, und etwa 290 km, gemessen von der nächstgelegenen primären Option für einen Kabelkorridor. Die Entfernung des Windparks zum finnischen Festland beträgt ca. 450 km, gemessen vom Windpark selbst, und ca. 370 km von der nächstgelegenen primären Kabelkorridoroption. Der Windpark ist etwa 280 km von der estnischen Insel Saaremaa und etwa 390 km vom estnischen Festland entfernt. Die Entfernung des Windparks nach Lettland beträgt ca. 190 km und die Entfernung nach Litauen ca. 205 km. Die Entfernung zur Oblast Kaliningrad in Russland beträgt etwa 230 km. Nach Polen beträgt die Entfernung vom Windpark ca. 190 km, gemessen vom Windpark selbst, und ca. 160 km von der nächstgelegenen primären Kabelkorridoroption. Die Entfernung vom Windpark zur dänischen Insel Bornholm beträgt ca. 200 km, gemessen vom Windpark selbst, und ca. 130 km von der nächstgelegenen primären Kabelkorridoroption. Die Entfernung des Windparks zur deutschen Insel Rügen beträgt ca. 300 km, gemessen vom Windpark selbst, und ca. 240 km von der nächstgelegenen primären Kabelkorridoroption. Raumbezug In- oder ausländisches Vorhaben: ausländisch Ort des Vorhabens Verfahrenstyp und Daten Eingangsdatum der Antragsunterlagen: 12.11.2021 Datum der Entscheidung: 04.11.2024 Art des Zulassungsverfahrens: grenzüberschreitende Beteiligung nach der Espoo-Konvention UVP-Kategorie: Wärmeerzeugung, Bergbau und Energie Zuständige Behörde Verfahrensführende Behörde: Name: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Bernhard-Nocht-Straße 78 20359 Hamburg Deutschland http://www.bsh.de Telefonnummer: 040/3190-6314 E-Mailadresse der Kontaktperson: dajana.ruge@bsh.de Zuständige Organisationseinheit: Ordnung des Meeres, Referat: Planfeststellung und Vollzug, Sachgebiet Windparkverfahren Stellungnahmen und Einwendungen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens sind zu richten an: Schriftliche Stellungnahmen oder zur Niederschrift sind an einen der folgenden Dienstsitze beim BSH, Dienstsitz Hamburg, Bernhard-Nocht-Straße 78, 20359 Hamburg oder Rostock zu erheben. Elektronische Äußerungen sind an folgende E-Mailadressen zu übersenden: EingangOdM@bsh.de, Dajana.Ruge@bsh.de Wir leiten alle Stellungnahmen an die schwedische Behörde weiter. Die Stellungnahmen müssen Namen und Anschrift der stellungnehmenden Person/Organisation enthalten. Vorhabenträger OX2 OX2 AB Lilla Nygatan Box 2299 10317 Stockholm Schweden Homepage: http://www.ox2.com Öffentlichkeitsbeteiligung Auslegung: Auslegung in der Bibliothek des BSH in Hamburg Kontaktdaten des Auslegungsortes Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie - Bibliothek – Bernhard-Nocht-Straße 78 20359 Hamburg Deutschland Öffnungszeiten des Auslegungsortes Montag, Mittwoch und Donnerstag 09:00–15:00 Uhr Dienstag 09:00–16:00 Uhr Freitag 09:00–14:30 Uhr Eröffnungsdatum der Auslegung 03.12.2021 Enddatum der Auslegung 17.12.2021 Auslegung in der Bibliothek des BSH in Rostock Kontaktdaten des Auslegungsortes Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie - Bibliothek - Neptunallee 5 18057 Rostock Deutschland Öffnungszeiten des Auslegungsortes Montag, Mittwoch und Donnerstag 08:30–11:30 Uhr und 13:00–15:00 Uhr Freitag 08:30–11:30 Uhr und 13:00–14:00 Uhr Dienstag geschlossen Eröffnungsdatum der Auslegung 03.12.2021 Enddatum der Auslegung 17.12.2021 Auslegung Espoo report Aurora Wind Farm (environmental impact assessment or ESPOO environmental impact assessment) Kontaktdaten des Auslegungsortes Deutschland Eröffnungsdatum der Auslegung 13.10.2023 Enddatum der Auslegung 24.10.2023 Weitere Einzelheiten der Öffentlichkeitsbeteiligung im konkreten Verfahren Das schwedische Amt für Umweltschutz hat dem BMUV (Germany point of contact) am 21.09.2023 die Konsultation sowie den Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung für den geplanten Offshore-Windpark „Aurora“ in der schwedischen AWZ mit der Bitte zur weiteren Veranlassung ( Stellungnahmen zur Bewertung der Umweltauswirkungen des Projekts auf Deutschland, eventuelle Kommentare der deutschen Öffentlichkeit/Behörden) übersandt. Der geplante Windpark trägt den Namen „Aurora“. Er wird eine geschätzte Höchstleistung von ca. 5 500 MW haben und aus bis zu 370 Windturbinen mit einer maximalen Höhe von jeweils von 370 Metern bestehen . Ende der Frist zur Einreichung von Einwendungen: 24.10.2023 Beginn der Frist zur Einreichung von Einwendungen: 13.10.2023 Verfahrensinformationen und -unterlagen Verlinkung auf die externe Vorhabendetailseite Hinweis zur BSH-Homepage: Die Konsultationsunterlagen sowie der UVP-Bericht für… Dokumente Entscheidung der Regierung Schweden Konkretes Vorhaben
<p>Gemeinsam mit dem Umweltministerium und der Agentur für internationale und interregionale Beziehungen des Kaliningrader Gebietes der Russischen Föderation veranstaltete das Umweltbundesamt am 27.10.2016 in Kaliningrad den 13. Deutsch-Russischen Umwelttag mit über 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.</p><p>Vor allem die Vertiefung des Informationsaustausches empfehlen die deutschen und russischen Experten, die während des 13. Deutsch-Russischen Umwelttages im Kaliningrader Gebiet aktuelle Umweltthemen der Region diskutierten. Der Austausch soll die regionalen Akteure sowohl mit russischen Entwicklungen als auch internationalen Best-Practice-Beispielen stärker vertraut machen.<br><br>Das Kaliningrader Gebiet der Russischen Föderation ist aufgrund seiner Nähe zur Europäischen Union und seiner umweltpolitischen Bedeutung für den Ostseeraum ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit des Bundesumweltministeriums mit der Russischen Föderation. Seit 2002 finden die Deutsch-Russischen Umwelttage statt. Sie bestehen aus Fachveranstaltungen zu aktuellen umweltpolitischen Fragen der deutsch-russischen Zusammenarbeit.</p><p>Beim 13. Deutsch-Russischen Umwelttag gab es folgende zwei parallele Seminare: </p><p>Die russischen Referentinnen und Referenten stellten aktuelle Entwicklungen im Kaliningrader Gebiet vor. Sie diskutierten mit den deutschen Fachleuten die Übertragbarkeit der ebenfalls präsentierten Handlungskonzepte Deutschlands. Im Seminar I verschafften sich betroffene Unternehmen, Genehmigungsbehörden und gesellschaftliche Akteure ein besseres Verständnis über ihre Rollen und Möglichkeiten bei der laufenden Einführung von BVT in Russland. Im Seminar II diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit zur Umsetzung des HELCOM-Ostseeaktionsplanes. Im abschließenden Plenum stellten die Moderatorinnen und Moderatoren die Erkenntnisse und Empfehlungen vor. Diese wurden in einer Abschlusserklärung zusammengefasst und sollen zu zielgerichteten Folgeaktivitäten anregen.</p><p>Die Veranstaltung bietet den unterschiedlichen Akteuren im Umweltbereich vor Ort (Umweltministerium des Kaliningrader Gebietes, weitere Verantwortliche für Umweltschutzfragen der Kaliningrader Gebietsregierung, der Landkreise und Kommunen sowie aus Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen) ein regelmäßiges Forum zum Austausch auf hohem fachlichen Niveau. Durch den Wissenstransfer wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fortgebildet und ihre Handlungsfähigkeit für zukünftige Umweltschutzmaßnahmen und diesbezügliche Kooperationen gestärkt. </p>
Die 11. Deutsch-Russischen Umwelttage im Gebiet Kaliningrad fanden am 29.-30.Oktober 2014 statt und wurden durch das Bundesministerium für Umweltschutz, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit der Bundesrepublik Deutschland (BMUB) und durch die Regierung des Gebiets Kaliningrad der Russischen Föderation gemeinsam veranstaltet. Die inhaltlichen Schwerpunkte der diesjährigen Umwelttage, die in drei parallel laufenden Seminaren abgehandelt wurden, umfassten folgende Themen: Seminar I: Energieeffizienz und Energieeinsparung im kommunalen Sektor: energieeffiziente Modernisierung von Gebäuden und Straßenbeleuchtung, Seminar II: Grenzüberschreitende Biosphärenreservate als Modellregionen nachhaltiger Regionalentwicklung (am Beispiel des Naturschutzgebietes "Naturpark Wischtynezki"), Seminar III: Nachhaltige Stadt- und Flächenentwicklung.<BR>Quelle: www.umweltbundesamt.de<BR>
Die Stadt Kaliningrad ist die Hauptstadt des Kaliningrader Gebietes der Russischen Föderation,einer russischen Exklave an der Ostsee. In der Hauptstadt leben circa eine halbe MillionEinwohner, das entspricht knapp 50% der Bevölkerung des Gebietes. Nach Informationen derStadtverwaltung werden pro Jahr ungefähr 1,5 Millionen m̲ Haushaltsabfälle erzeugt, diebisher ausschließlich deponiert werden. Kaliningrad wird im Jahr 2018 einer der Austragungsorteder FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sein. Dafür müssen Umweltauflagendes Fußballweltverbandes FIFA umgesetzt werden, besonders in den Stadien und in Hotels.Die Stadtverwaltung möchte diese Gelegenheit nutzen, um die Lebensqualität und den Umweltschutzin Kaliningrad insgesamt zu verbessern. Deshalb strebt sie an, eine flächendeckendegetrennte Sammlung fester Haushaltsabfälle und eine verbesserte Entsorgungsinfrastrukturbereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft aufzubauen.Um es der Stadtverwaltung zu ermöglichen, ihre Handlungsmöglichkeiten zu konkretisierenund weiteren Beratungsbedarf zu formulieren, unterstützte das Umweltbundesamt einen eintägigen"Runden Tisch zur Getrenntsammlung fester Haushaltsabfälle in der Stadt Kaliningrad".Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam einen Überblick über die Ausgangssituationin Kaliningrad sowie die notwendigen Schritte und Maßnahmen zur Einführung einerfunktionsfähigen und nachhaltigen Getrenntsammlung von Haushaltsabfällen zu erarbeitenund dabei die Erfahrungen der russischen Städte Saransk und Khanty-Mansiysk sowie dieallgemeinen Rahmenbedingungen Kaliningrads einzubeziehen.Am 3. Juni 2014 trafen sich Vertreter und Vertreterinnen der Stadtverwaltung, der Gebietsregierung,der technischen Universität Kaliningrad, von Wohnraumverwaltungsunternehmen,des regionalen Verbandes der Abfallentsorger mit Fachleuten des Umweltbundesamtesund der Unternehmen REMONDIS und ARGUS.Mit ihren Vorträgen präsentierten die deutschen Referenten den Teilnehmern Anregungenfür die Ausgestaltung eines Getrenntsammlungssystems. Die Firma REMONDIS berichtete,wie sie in der Stadt Saransk die getrennte Sammlung von Haushaltsabfällen erfolgreich eingeführthat. ARGUS informierte über sein Beratungshilfeprojekt zur Erstellung eines nachhaltigenAbfallwirtschaftskonzeptes in Khanty-Mansiysk. Die Stadtverwaltung stellte denStand der Abfallwirtschaft in Kaliningrad sowie die aktuellen Rahmenbedingungen dar, diesich aus den Programmen des Kaliningrader Gebietes und der Fußball-Weltmeisterschaft ergeben.In den beiden anschließenden moderierten Diskussionsrunden konzentrierten sich die Teilnehmerund Teilnehmerinnen auf den Rechtsrahmen und die sich daraus für alle Akteureergebenden Handlungsspielräume, die Finanzierung und Gebührenentwicklung, die Verantwortungfür die Containerstellplätze sowie die Organisation der Abfallsammlung und -abfuhr.Im Verlauf der Diskussion zeigte sich, dass vor allem die angekündigte Änderung der föderalenGesetzgebung die derzeitigen Handlungsspielräume einschränkt. Diese noch ungeklärtenRahmenbedingungen stellen ein grundsätzliches Hemmnis dar, weitere Schritte zur Einführungder Getrenntsammlung sowie den Handlungsbedarf zu definieren.<BR>Quelle:Forschungsbericht
Die Stadt Kaliningrad ist die Hauptstadt des Kaliningrader Gebietes der Russischen Föderation,einer russischen Exklave an der Ostsee. In der Hauptstadt leben circa eine halbe MillionEinwohner, das entspricht knapp 50% der Bevölkerung des Gebietes. Nach Informationen der Stadtverwaltung werden pro Jahr ungefähr 1,5 Millionen m̲ Haushaltsabfälle erzeugt, diebisher ausschließlich deponiert werden. Kaliningrad wird im Jahr 2018 einer der Austragungsorteder FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sein. Dafür müssen Umweltauflagendes Fußballweltverbandes FIFA umgesetzt werden, besonders in den Stadien und in Hotels.Die Stadtverwaltung möchte diese Gelegenheit nutzen, um die Lebensqualität und den Umweltschutzin Kaliningrad insgesamt zu verbessern. Deshalb strebt sie an, eine flächendeckendegetrennte Sammlung fester Haushaltsabfälle und eine verbesserte Entsorgungsinfrastrukturbereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft aufzubauen.Um es der Stadtverwaltung zu ermöglichen, ihre Handlungsmöglichkeiten zu konkretisierenund weiteren Beratungsbedarf zu formulieren, unterstützte das Umweltbundesamt einen eintägigen"Runden Tisch zur Getrenntsammlung fester Haushaltsabfälle in der Stadt Kaliningrad".Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam einen Überblick über die Ausgangssituationin Kaliningrad sowie die notwendigen Schritte und Maßnahmen zur Einführung einerfunktionsfähigen und nachhaltigen Getrenntsammlung von Haushaltsabfällen zu erarbeitenund dabei die Erfahrungen der russischen Städte Saransk und Khanty-Mansiysk sowie dieallgemeinen Rahmenbedingungen Kaliningrads einzubeziehen.Am 3. Juni 2014 trafen sich Vertreter und Vertreterinnen der Stadtverwaltung, der Gebietsregierung,der technischen Universität Kaliningrad, von Wohnraumverwaltungsunternehmen,des regionalen Verbandes der Abfallentsorger mit Fachleuten des Umweltbundesamtesund der Unternehmen REMONDIS und ARGUS.Mit ihren Vorträgen präsentierten die deutschen Referenten den Teilnehmern Anregungenfür die Ausgestaltung eines Getrenntsammlungssystems. Die Firma REMONDIS berichtete,wie sie in der Stadt Saransk die getrennte Sammlung von Haushaltsabfällen erfolgreich eingeführthat. ARGUS informierte über sein Beratungshilfeprojekt zur Erstellung eines nachhaltigenAbfallwirtschaftskonzeptes in Khanty-Mansiysk. Die Stadtverwaltung stellte denStand der Abfallwirtschaft in Kaliningrad sowie die aktuellen Rahmenbedingungen dar, diesichaus den Programmen des Kaliningrader Gebietes und der Fußball-Weltmeisterschaft ergeben.In den beiden anschließenden moderierten Diskussionsrunden konzentrierten sich die Teilnehmerund Teilnehmerinnen auf den Rechtsrahmen und die sich daraus für alle Akteureergebenden Handlungsspielräume, die Finanzierung und Gebührenentwicklung, die Verantwortungfür die Containerstellplätze sowie die Organisation der Abfallsammlung und -abfuhr.Im Verlauf der Diskussion zeigte sich, dass vor allem die angekündigte Änderung der föderalenGesetzgebung die derzeitigen Handlungsspielräume einschränkt. Diese noch ungeklärtenRahmenbedingungen stellen ein grundsätzliches Hemmnis dar, weitere Schritte zur Einführungder Getrenntsammlung sowie den Handlungsbedarf zu definieren.<BR>Quelle:Forschungsbericht
Die 11. Deutsch-Russischen Umwelttage im Gebiet Kaliningrad fanden am 29.-30.Oktober 2014 statt und wurden durch das Bundesministerium für Umweltschutz, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit der Bundesrepublik Deutschland (BMUB) und durch die Regierung des Gebiets Kaliningrad der Russischen Föderation gemeinsam veranstaltet. Die inhaltlichen Schwerpunkte der diesjährigen Umwelttage, die in drei parallel laufenden Seminaren abgehandelt wurden, umfassten folgende Themen: Seminar I: Energieeffizienz und Energieeinsparung im kommunalen Sektor: energieeffiziente Modernisierung von Gebäuden und Straßenbeleuchtung, Seminar II: Grenzüberschreitende Biosphärenreservate als Modellregionen nachhaltiger Regionalentwicklung (am Beispiel des Naturschutzgebietes „Naturpark Wischtynezki“), Seminar III: Nachhaltige Stadt- und Flächenentwicklung. Veröffentlicht in Dokumentationen | 06/2015.
Zwischen dem Kaliningrader Gebiet der Russischen Föderation und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) besteht bereits seit mehr als zehn Jahren eine Kooperation im Umwelt- und Naturschutzbereich. Begleitend zur projektbezogenen Zu-sammenarbeit finden seit 2003 die Deutsch-Russischen Umwelttage in Kaliningrad zu unter-schiedlichen Themenschwerpunkten statt.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: In den ländlichen Regionen Russlands werden die Abwässer praktisch unbehandelt in die Gewässer oder ins Grundwasser abgeleitet. Viele vorhandene Kläranlagen sind veraltet, baufällig und meist nicht mehr in Betrieb. Pflanzenkläranlagen haben sich im deutschsprachigen Raum als einfaches und effizientes Verfahren der Abwasserreinigung in ländlichen Gebieten bewährt und gehören zu den anerkannten Regeln der Abwassertechnik. Das Projekt hatte zum Ziel, die Technik der Abwasserreinigung in Pflanzenkläranlagen im russischen Sprachraum zu demonstrieren. Die Herstellung mit örtlichen Mitteln, der zuverlässige Betrieb und die günstigen Betriebskosten prädestinieren sie auch für den Einsatz in ländlichen Gemeinden, Gewerbebetrieben und abgelegenen sozialen/touristischen Einrichtungen Russlands. 2005 ist mit Projektmitteln von DBU und BMU die erste Pflanzenkläranlage (als Feuchtgebietskläranlage) im Oblast Kaliningrad hergestellt worden. Mit dem in diesem Projekt vorgesehenen zweiten Pflanzenkläranlagentyp (Bodenfilter mit weitergehender Abwasserreinigung) sollte ein weiteres Pilotprojekt realisiert werden. Fazit: In den russischen Gemeinden und kleinen Städten besteht ein großer Bedarf an einfachen, effektiven und kostengünstigen Kläranlagen, um die Lebensqualität der Bevölkerung durch Verringerung der Gesundheitsrisiken (Badegewässer, Trinkwasser) zu verbessern. Während in Deutschland und anderen europäischen Ländern die Anwendung der naturnahen Klärverfahren standardisiert ist, liegen in Russland wenig Erfahrungen mit natürlichen Abwasserreinigungsverfahren vor. Wegen ihrer einfachen, mit örtlichen Mitteln herstellbaren Bauweise und den geringen Betriebskosten sind diese Anlagen für den Einsatz zur Verbesserung der Ortshygiene, der Gewässerqualität sowie niedrigen Betriebskosten im ländlichen Raum und Städten bis zu 20.000 Einwohnern prädestiniert. Die Umsetzung des Projektes zeigte, dass russische Firmen die Bauausführung dieses einfachen Klärverfahrens umsetzen können. Der planerische und organisatorische Aufwand war insgesamt größer als in Deutschland. Die russischen Fachleute aus Baufirmen, Ingenieurbüros und den Umweltverwaltungen merkten an, dass für die Herstellung weiterer naturnaher Kläranlagen eine russische technische Richtlinie für Planung und Betrieb erforderlich sei. Andernfalls sei eine zukünftige Genehmigung durch die russischen Baubehörden nicht zu erwirken.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: In einigen Regionen Osteuropas (Polen, Russland) werden stark reduzierte Grundwässer (der Sauerstoff ist dort aufgezehrt) mit nur unzulänglichen Methoden aufbereitet, so dass Probleme, wie starke Verschmutzung des Wassers mit Trübstoffen und Partikeln oder mikrobiellen Krankheitserregern, auftreten. Die in reduziertem Grundwasser vorkommenden Inhaltsstoffe Schwefelwasserstoff, Eisen, Mangan und Ammonium lassen sich mit konventionellen erprobten Verfahren in der Regel jedoch gut entfernen. Wird ein solches Wasser ohne oder mit ungenügender Aufbereitung in ein Trinkwasserverteilungssystem eingespeist, bilden sich dort massive Ablagerungen aus Eisen- und Manganoxiden, die bis in die Haushalte gelangen. Dann wird mikrobiologisch nicht einwandfreies Trinkwasser verteilt, das ohne eine weitergehende Aufbereitung nicht desinfizierbar ist. Im Rahmen des Projektes sollte erstmals in der russischen Oblast Kaliningrad am Beispiel des Kinderheims in Bagratijonowsk eine technisch einfache, robuste dezentrale Trinkwasseraufbereitungsanlage zur mehrfachen Filterung und Desinfektion demonstriert werden, mit der die Versorgung der Menschen mit einwandfreiem Leitungswasser (nach deutscher TrinkwV 2001) erreicht werden kann. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der effektiven Nachbehandlung ungenügend aufbereiteten Grundwassers und dem Verzicht auf die Desinfektion mit Chlor. Im Projekt sollte die Anlage im Kinderheim von den Projektpartnern installiert und gemeinsam mit den örtlichen Gesundheitsstellen, dem örtlichen Wasserversorger und der TU Kaliningrad betrieben und beprobt werden. Fazit: Mit dem eingesetzten Aufbereitungsverfahren konnte eine einwandfreie Trinkwasserbeschaffenheit für die Einspeisung in das Hausnetz bereitgestellt werden. Über einen Zeitraum von vier Jahren wurde die Anlage ausschließlich vom Hausmeister gewartet und es traten keine Störungen auf. Da die Stadtwasserbeschaffenheit insbesondere bzgl. Hygiene und Ammoniumkonzentration besser war als erwartet, war die Anlage für diese Beschaffenheit dann um eine bis zwei Aufbereitungsstufen überdimensioniert. Dies führte zu Aufbereitungskosten, die in der Region sehr wahrscheinlich nicht realisierbar sind. Unter Berücksichtigung der Erkenntnisse und der daraus abgeleiteten Empfehlungen (genauere Prüfung der örtlichen Situation und möglichst Bau einer einfacheren Anlage, einfache aber wirkungsvolle Veränderung der Detailkonstruktion zur Spülbarkeit der Filter, Vermeidung von Schwitzwasserbildung, ggf. Nutzung russischer Installationskomponenten) kann eine vereinfachte Anlage dieses Typs jedoch die erforderliche Aufbereitung an vielen Stellen zu sehr wahrscheinlich auch tragbaren Kosten leisten. Letztendlich bleibt jedoch anzumerken, dass eine zentrale Aufbereitung und Verteilung eines einwandfreien Trinkwassers die bei weitem wünschenswertere Variante wäre
Seit der Verabschiedung des deutsch-russischen Umweltschutzabkommens im Jahr 1992 hat die Kooperation beider Länder auf diesem Gebiet einen starken Aufschwung genommen. Zahlreiche gemeinsame Forschungsvorhaben und umsetzungsorientierte Projekte wurden realisiert. So konnten z.B. mit deutscher Hilfe unter Führung der Russischen Akademie der Wissenschaften für Modellgebiete in der Baikalseeregion erstmals Landschaftspläne erstellt und teilweise umgesetzt werden. Behördliche und wissenschaftliche Einrichtungen beider Länder stehen im intensiven Austausch. In der Gemeinsamen Strategie der Europäischen Union für Russland (Köln 1999) hat sich der Europäische Rat für eine intensive Zusammenarbeit der EU mit Russland im Umweltschutz ausgesprochen. Dabei sollen insbesondere in Gebieten im Nachbarbereich der sich erweiternden Europäischen Union die Wasser- und Luftverschmutzung verringert, der Umweltschutz verbessert und die Förderung einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen unterstützt werden. Darüber hinaus soll die schrittweise Angleichung der Rechtsvorschriften mit Umweltbezug an EU-Recht sowie die striktere Durchsetzung der nationalen Umweltvorschriften gefördert werden. Die Mitteilung der EU-Kommission über die Zusammenarbeit der EU mit Russland im Umweltschutz (Brüssel 2001) hebt als eine der zentralen Aufgaben die Verbesserung der Methoden der Bodennutzung und die Entwicklung einer schonenden Landnutzung hervor. Die Umweltsituation im Kaliningrader Gebiet ist, wie in weiten Teilen Gesamtrusslands, als problematisch einzuschätzen. Die räumliche Entwicklung des Kaliningrader Gebietes wird bisher auf Grundlage kaum koordinierter Fachpläne (z.B. des Städtebaus, der Landwirtschaft) weitgehend ohne Berücksichtigung der ökologischen Anforderungen verwirklicht. Das Territoriale Komplexschema zur städtebaulichen Entwicklung des Kaliningrader Gebietes und seiner Teilflächen aus dem Jahr 2003 bezieht ökologische Aspekte der räumlichen Planung nur unzureichend ein und steht z.B. im Widerspruch zur Naturschutzplanung des WWF für das Kaliningrader Gebiet (2003). Eine ressourcenschonende Landnutzung kann über die bisherigen Planungen nicht verwirklicht werden. Viele wirtschaftliche Aktivitäten gefährden aus Sicht des Naturschutzes hochwertige Flächen, u. a. auch bestehende Schutzgebiete. Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe des Instrumentes der Landschaftsplanung eine Grundlage für eine ökologisch orientierte Landnutzungsplanung für das Kaliningrader Gebiet zu erarbeiten und diese in Teilregionen umzusetzen. Dabei sollen sowohl die russische Gesetzgebung als auch umweltrelevante EU-Richtlinien, wie z.B. die Landschaftskonvention, die FFH-Richtlinie, Richtlinie über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme, Wasserrahmenrichtlinie und internationale Abkommen, wie z.B. die Rio-Konvention als Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung berücksichtigt werden. Der Planungs- und Umsetzungsprozess soll von möglichst vielen wichtigen Akt
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 13 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 6 |
| Text | 2 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 7 |
| offen | 6 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 13 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 1 |
| Keine | 8 |
| Webseite | 5 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 6 |
| Lebewesen und Lebensräume | 13 |
| Luft | 5 |
| Mensch und Umwelt | 13 |
| Wasser | 7 |
| Weitere | 13 |