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Quantitative optische Fernerkundungsmethoden für das Monitoring von Vegetationsstress Indikatoren zur Bewertung von Ökosystemleistungen und 'Wetland Health' im Hinblick auf die globalen Nachhaltigkeitsziele, Teilvorhaben Universität Bonn

Abteilung 3: Immissionsschutz, Klima, Nachhaltigkeit Dezernat 31: Immissionsschutz, Luftqualität, Physikalische Einwirkungen Dezernat 32: Lufthygienisches Überwachungssystem (LÜSA) Dezernat 33: Klima, Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit, Umweltallianz Dezernat 34: Umweltradioaktivität, Strahlenschutz

Führung des Emissionskatasters Luft Organisation des Anlageninformationssystems (LIS-A) Ermittlung und Bewertung von physikalischen Umwelteinwirkungen (Geräusche und Erschütterungen) sowie von Emissionen und Immissionen luftverunreinigender Stoffe Mitwirkung bei der Luftreinhalteplanung, Organisation der EU-Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung Betrieb des Lufthygienischen Überwachungssystems Sachsen-Anhalt (LÜSA) zur Beurteilung der Luftqualität Aktive, zeitnahe und allgemeinverständliche Information der Öffentlichkeit über die aktuelle Luftqualität Analyse und Bewertung besonderer Luftbelastungssituationen (z. B. Feinstaub- und Ozonepisoden) Auswertung von regionalen Klimamodelldaten zur zukünftigen Klimaentwicklung und Beschreibung von Klimaveränderungen mittels Klimawandelindikatoren Betreuung des Regionalen Klimainformationssystems ReKIS Analyse von Daten zu Treibhausgasemissionen und zum Emissionshandel Monitoring des Ausbaus der erneuerbaren Energien Betreuung der Geschäftsstelle der Umweltallianz Entwicklung der Umweltindikatoren der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Überwachung der Umweltradioaktivität (Alpha-, Beta- und Gammastrahler, in-situ Gammaspektrometrie) Messungen der Radioaktivität in Proben aus dem Bereich der amtlichen Lebensmittelüberwachung Überwachung der radioaktiven Ableitungen von Nuklidanwendern Messungen im Rahmen der nuklearspezifischen Gefahrenabwehr

Monitoring von ausgewählten Almstandorten im Nationalpark Gesäuse hinsichtlich Boden und Phytodiversität unter dem Einfluss des Klimawandels (ALM-MONITOR)

Almen und Bergmähder nehmen in Österreich rund 362.562 ha (Grüner Bericht 2015) ein und haben somit in Österreich zumindest flächenmäßig eine relativ große Bedeutung. Der Alpenraum steht im Vergleich zu anderen Regionen Europas unter einem intensiveren Einfluss des Klimawandels. In der Regel ist in der Almregion die Temperatur der wachstumsbegrenzende Standortsfaktor. Sie beeinflusst sowohl die Stoffwechselvorgänge in den Pflanzen, als auch chemische, physikalische und biologische Prozesse im Boden. Ein Temperaturanstieg dürfte zu einer Veränderung der Artenzusammensetzung und mehr Wachstum führen, was folglich durch vermehrte Auftriebe sowie einer längeren Weideperiode zu einer intensiveren Almnutzung führen könnte. Dies hätte weitreichende Folgen für das Almökosystem. In den Jahren 2005-2007 wurden im Rahmen des EU Projektes 'AlterNET - Land abandonment and vegetation change in open landscapes: assessing biodiversity impacts and options for mitigation' auf allen Almen im Nationalpark Gesäuse Dauerbeobachtungsflächen eingerichtet und mit GPS verortet. Im Zuge dessen wurden 165 Vegetationsaufnahmen und Bodenuntersuchungen durchgeführt. Rund zehn Jahre später sollen nun erneut vegetations- und bodenkundliche Erhebungen durchgeführt werden (Vergleichsuntersuchung). Basierend auf den gewonnenen Daten können Änderungen in Böden, Vegetation und Artenzusammensetzung festgestellt und so mögliche Aussagen zum Einfluss des Klimawandels getroffen werden. Eine Abschätzung der Entwicklungstrends hinsichtlich Bewirtschaftung und Ihre Folgewirkungen kann abgeleitet werden. Zusätzlich sind durch einen Biotopvergleich Prognosen zu Folgeauswirkungen auf andere Standorte übertragbar.

Indikatoren des Klimawandels mittels Radio-Okkultation

Die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft unternimmt große Anstrengungen in der Erforschung des globalen Klimawandels. Dennoch bestehen immer noch Unsicherheiten und Widersprüche im Hinblick auf Detektion, Ursachenzuweisung und Vorhersage von Klimatrends. Ein Hauptgrund ist der Mangel an genauen und langfristig stabilen Klimabeobachtungen. Dieser Umstand war Anlass für das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) Aktionen höchster Priorität für die zukünftige Klimabeobachtung zu definieren. Eine viel versprechendes Werkzeug zur Bewältigung dieses Problems ist die Radio-Okkultationsmethode (RO), welche Signale von Navigationssatelliten (GNSS - Global Navigation Satellite System) verwendet. Die besondere Eignung für Klimabeobachtungen resultiert aus der einzigartigen Kombination von Genauigkeit, Langzeit-Stabilität, globaler Bedeckung und Allwetter-Tauglichkeit. Die größte Genauigkeit von Klimavariablen (wie Temperatur und Geopotentielle Höhe von Druckschichten) wird in der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre (UTLS) erzielt. Die Veränderung der thermischen Struktur in dieser Höhenregion ist ein sensitiver Indikator für den Klimawandel. Hauptziel des Projektes ist in diesem Kontext die Exploration und das Auffinden von Indikatoren des atmosphärischen Klimawandels für die UTLS Region unter Verwendung von RO-basierten Klimatologien, sowie von 'proxy' Re-analyse- und Klimamodelldaten zur Untersuchung des Langzeitverhaltens. Da die vorhandenen RO Klimatologien nur über einen beschränkten Zeitraum (kontinuierliche Beobachtungen gibt es erst seit 2002) zur Verfügung stehen, erweitern wir unseren Beobachtungsdatensatz mit Re-Analysedaten bis ins Jahr 1979 zurück. Simulationsdaten von globalen Klimamodellen, kürzlich für den vierten IPCC Assessment Report (AR4) fertig gestellt, werden als'proxy' Daten bis zum Jahr 2050 verwendet. Die systematische Datenexploration, um die robustesten und sensitivsten RO basierten Trendindikatoren zu finden, erfolgt einerseits mittels vordefinierter Indikatoren über einen Multi-Model/Multi-Ensemble Ansatz, andererseits durch eine neue visualisierungs-basierte Exploration von 4D Feldern. Auf Basis der 'besten' Indikatoren erfolgt eine Untersuchung der RO Klimatologien bezüglich Trenddetektierung mit Hilfe von 'optimal detection (fingerprinting)' Methoden. Zudem wird eine Validierung der Klimamodelle mit Hilfe der Beobachtungsdaten durchgeführt. Ziel von INDICATE ist es, mit der Bereitstellung von optimalen RO basierten UTLS Klimatrend-Indikatoren sowie mit der Validierung von Klimamodellen einen wesentlichen Beitrag zu Monitoring und Erforschung des Klimawandels zu leisten.

Quantitative optische Fernerkundungsmethoden für das Monitoring von Vegetationsstress Indikatoren zur Bewertung von Ökosystemleistungen und 'Wetland Health' im Hinblick auf die globalen Nachhaltigkeitsziele, Teilvorhaben UNU-EHS

T!Raum - One Health - Citizen Science Projekt mit Schülern zur Überwachung von Zoonosereservoirs und Antibiotikaresistenzen mittels Fliegen (CIFLY)

Dr. Ulrich Matthes als neuer Leiter der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) offiziell ins Amt eingeführt

Amtsantritt war zum 1. September 2025 – Zuvor 15 Jahre lang Leiter des Rhein-land-Pfalz Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen (KfK) „Die FAWF ist der zentrale wissenschaftliche Ansprechpartner für Erkenntnisse rund um den Wald in Rheinland-Pfalz. Zu ihren Kernaufgaben gehören langfristiges Monitoring wie der jährliche Waldzustandsbericht oder das aktuelle Forschungsprojekt ‚Klimawald 2100‘. Ich freue mich sehr, dass mit Dr. Ulrich Matthes, der über lange Jahre das KfK aufgebaut und geleitet und damit die Klimawaldforschung im Land vorangetrieben hat, ein Experte mit höchster fachlicher Anerkennung für die Leitungsfunktion gewonnen werden konnte. Sein Blick reichte stets über den Waldrand hinaus auch auf die Wechselwirkungen des Klimawandels mit anderen Fachbereichen. Der Amtsantritt von Herrn Matthes steht für Kontinuität und Weiterentwicklung zugleich“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Dr. Erwin Manz bei der offiziellen Amtseinführung des neuen Leiters der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirt-schaft (FAWF). Seit dem 1. September 2025 ist Dr. Ulrich Matthes Leiter der FAWF, die mit dem Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen (KfK), dem Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO) und ihren waldökologischen Forschungsprojekten wie „Klimawald 2100“ für verschiedene hochaktuelle Themen wissenschaftlicher Ansprechpartner im Land ist. Das aktuelle Forschungsprojekt ‚Klimawald 2100‘ beispielsweise untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald anhand von vier Themenschwerpunkten: Den Wasserrückhalt, den Umgang mit Buchen, die Artenvielfalt auf Störungsflächen sowie die Kommunikation über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald. Da sich die Verfügbarkeit und der Abfluss von Wasser im Wald auch auf die Artenvielfalt und die Vitalität unserer Hauptbaumart, der Buche, auswirkt, ist das Thema Wasser zentral. Bei den Feierlichkeiten wurden Erkenntnisse aus dem Projekt in mehreren Fachvorträgen vorgestellt. So wird beispielsweise anhand von Modellrechnungen mit regionalisierten Klimaprojektionen bis ins Jahr 2100 in der Modellregion Soonwald deutlich: Die Extreme nehmen zu. „Dieser und vielen weiteren – vor allem waldökologischen Fragen – widmet sich die FAWF interdisziplinär, datenbasiert und praxisnah. Viele der Strukturen, auf denen diese Arbeit heute aufbaut, wurden in langjährig leitender Funktion von Hans-Peter Ehrhart mitinitiiert. Auch seine Arbeit können wir heute nicht hoch genug wertschätzen“, bedankte sich Erwin Manz außerdem bei Ulrich Matthes‘ Vorgänger, der Ende April nach knapp 18 Jahren in leitender Funktion in den Ruhestand versetzt wurde. Matthes wiederum, der nach einem Studium der Forstwissenschaften in München seine forstliche Staatsprüfung 1993 bei den Bayerischen Staatsforsten abschloss, leitete nach langjähriger Forschungsarbeit im Bereich der Waldökologie zuletzt für rund 15 Jahre das Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen innerhalb der FAWF. Ulrich Matthes sagte: „Es ist eine Rückkehr zu den forstwissenschaftlichen und waldökologischen Wurzeln, auf die ich mich sehr freue. Mit meinem neuen Team möchte ich verlässliche, praxisorientierte wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, um unsere Wälder erfolgreich an den Klimawandel anzupassen und die vielfältigen Ökosystemleistungen des Waldes für die Gesellschaft zu sichern.“ „Herr Matthes übernimmt die Leitung der FAWF in einer Zeit großer Herausforderungen, aber auch großer Chancen. Hierfür wünsche ich ihm – auch im Namen von Klimaschutzministerin Katrin Eder – viel Erfolg“, so Erwin Manz.

Naturschutz im Wandel - Anpassung an Landnutzungsänderungen und Klimawandel in Süd-Madagaskar (Promotionsvorhaben)

Madagaskar ist ein Hotspot der Biodiversität, dessen weltweit einzigartige Vielfalt durch anthropogene Überformung stark bedroht ist. Die besonders arten- und endemitenreichen Dornenwälder des Südens sind durch ihre langsame Regeneration zusätzlich gefährdet. Der voranschreiten-de Klimawandel, der durch zunehmende Trockenheit und häufiger auftretende Extremwetterereignisse gekennzeichnet ist, wird zu veränderter Landnutzung wie der Erschließung neuer Anbauflächen führen. Diese fortschreitende Übernutzung der natürlichen Ressourcen bedingt den weiteren Verlust der biologischen Vielfalt und des Naturraumpotenzials der Ökosysteme. Die synergetisch wirkenden Folgen des Klimawandels können somit verheerende Auswirkungen auf die bereits eingeschränkte Funktionalität der Ökosysteme haben. Ein Verständnis der Landnut-zung ist damit unabdingbar zur Abschätzung der Gefährdung und des Erhaltungszustands der Ökosysteme. In drei Untersuchungsgebieten sollen vergangene und zukünftige Veränderungsprozesse von Ökosystemen und sozioökonomischen Faktoren untersucht werden. Durch die Verschneidung und Modellierung von Fernerkundungsdaten mit Daten der Sozioökonomie und der Einarbeitung bestehender Szenarien soll eine Abschätzung der potenziellen Landnutzungsänderungen unter sich verändernden Parametern ermöglicht werden. Das Anthroposystem, einschließlich des menschlichen Landnutzungssystems, wird dabei als Subsystem der Ökosysteme betrachtet. Aus der Entwicklung neuer Szenarien werden in Abstimmung mit Landnutzerinnen und Landnutzern proaktive Schutzkonzepte sowie Handlungsoptionen für Politik und Naturschutz abgeleitet. Bestehende Konzepte werden darüber hinaus hinsichtlich der Berücksichtigung dynamischer Prozesse evaluiert. Diese antizipierende und proaktive Managementforschung basiert nicht primär auf dem Monitoring von Klimawandel und der Untersuchung der unmittelbaren Folgen, sondern erprobt durch die Anpassung von Naturschutzstrategien einen weltweit noch jungen und für Ma-dagaskar neuartigen Ansatz. So soll ein Beitrag zum Schutz der weltweit einzigartigen Dornenwälder Süd-Madagaskars und der Verbesserung der Lebensbedingungen der Landbevölkerung geleistet werden.

Ressortforschungsplan 2024, Eintrag von Vektoren über den interkontinentalen Warenverkehr nach Deutschland: Monitoring und Risikobewertung des Auftretens neuer Infektionskrankheiten vor dem Hintergrund des Klimawandels

Der Eintrag von Krankheitserreger übertragenden Vektoren über den Pflanzengroßhandel aus Übersee nach Deutschland ist weitestgehend unbekannt. Das regelmäßige Auftreten z. B. der Flughafenmalaria lässt darauf schließen, dass der interkontinentale Warenhandel einen Eintragsweg für Vektoren und Krankheitserreger darstellt. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und den damit verbundenen sich verbessernden Bedingungen für die Entwicklung und Etablierung von exotischen Vektoren und Krankheitserregern stellt dies ein neues Risisko für die menschliche und tierische Gesundheit dar. In dem Vorhaben soll ein gezieltes Monitoring von Erreger übertragenden Vektoren in Containern für den Pflanzengroßhandel an deutschen Flughäfen durchgeführt werden. Die Ergebnisse liefern die Grundlage für eine Risikobewertung und die ENtwicklung von Präventionsmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier.

Suche und Identifikation von Waldbrandquellen aus der Luft durch virtuell überwachte automatische Fluggeräte, Teilvorhaben: Leitstand zur Missionsplanung und Überwachung automatisierter Fluggeräte für die Waldbrandquellendetektion

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