Ziel dieser Studie ist es, umweltrelevante Daten zu Mineraloeladditiven und ihren Verbrennungsprodukten zusammenzustellen und zu bewerten. Hierzu werden u.a. auch die Additivchemie, Konzentrationsbereiche Funktionen in den Mineraloelen betrachtet. Mit einer fuer Deutschland 1997/98 geschaetzten Einsatzmenge von 84600 Tonnen (574000 Tonnen Motoroeladditive, 27200 Tonnen Kraftstoffadditive) gehoeren Mineraloeladditive in ihrer Gesamtheit zu den mengenmaessig bedeutendsten Chemikalien. Ihr Vorhandensein in Motorenoelen. Benzin und Diesel bestimmt heute ganz wesentlich deren Eigenschaftsprofil. Wichtige Zusaetze fuer Motorenoele sind Detergentien, Dispergatoren, Antioxidantien/Verschleissminderer (ZDTP), Inhibitoren und Viskositaetsverbesserer. Beispiele fuer Kraftstoffadditive sind Detergentien, Antioxidantien, Korrosionsinhibitoren, Cetanzahlverbesserer (Diese und Zusaetze gegen Bildung von Wachskristallen (Diesel)). Basierend auf Literatur- und Herstellerangaben wird eine Inventarisierung (Berechnung des Inputs und Outputs) vorgenommen. Auf Grundlage dieser Daten werden dann jeweils Emissionsberechnungen unter Benutzung eines 'reasonable worst-case' Szenarios durchgefuehrt. Da Messdaten nur ausnahmsweise verfuegbar sind, muss von einem hohen Unsicherheitsfaktor der so berechneten Emissionen ausgegangen werden. Durch Vergleich der emittierten Schadstoffmengen CO2, CO, NO2, NMVOC und Partikel mit Abgasgrenzwert und den verkehrsbedingten Schadstoffemissionen in Deutschland kann gezeigt werden, dass hauptsaechlich den additivbedingten Partikelemissionen eine erhoehte Bedeutung zukommt. Nach den Ergebnissen der Berechnung haben Mineraloeladditive einen Anteil von etwa 7 Prozent an den verkehrsbedingten Partikelemissionen in Deutschland (davon etwa 3/5 aus Schmierstoffadditiven und 2/5 aus Kraftstoffadditiven).