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Found 163 results.

Amphibien 1990-2019 (Rasterdarstellung)

Rasterdarstellung von Amphibienbeobachtungen auf Grundlage des Shapes amph_p (Amphibien 1890-2019, überwiegend Punktdaten) • Negativnachweise und Daten vor 1990 aus dem Shape amph_p sind nicht berücksichtigt; • Durch Aggregation der Beobachtungen nach Rasterpunkt, Jahr und Art sind detaillierte Angaben wie z. B. Fundort, Herkunft, Nachweistyp nicht mehr möglich. • Das zugrunde liegenden Shape amph_p ist ein Auszug aus der Artendatenbank MV (MultiBase CS). Es beinhaltet Daten folgender Herkunft : o Daten aus der FFH-Managementplanung (Amphibien) o Daten aus dem FFH-Monitoring des LUNG (Amphibien) o Daten aus den FFH-Verbreitungskartierungen des LUNG (Amphibien) o Daten aus dem Monitoring der Naturparke o Daten aus Gutachten und Diplomarbeiten o Daten von Ehrenamtlichen Kartierern o weitere Daten verschiedener Herkunft • Bei dem Shape amph_p handelt sich nicht um eine systematische, vollständige Untersuchung der gesamten Landesfläche. Vielmehr wurden Daten aus verschiedenen Projekten und ehrenamtlicher Tätigkeit zusammengetragen. Für Bereiche ohne Fundpunkte kann daher nicht automatisch von einem fehlenden Vorkommen der Art ausgegangen werden. Bei Vorliegen entsprechender Lebensräume bzw. Habitatstrukturen müssen im Rahmen von Genehmigungen und Zulassungen Untersuchungen zum möglichen Vorkommen der Art(en) durchgeführt werden. Aus Artenschutzgründen wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesfachausschuss Ichthyofaunistik und Feldherpetologie die Regelung getroffen, dass die Darstellung von Daten zu Amphibien für jedermann im Kartenportal Umwelt (KPU) sowie die Weitergabe dieser Daten im Verfahren der allgemeinen Datenherausgabe als Raster 1/16-Messtischblatt (1/4 MTBQ ) erfolgt; ausgenommen sind Springfrosch, Kreuzkröte und Wechselkröte die im Raster Messtischblatt (MTB) dargestellt sind.

Populationsstruktur und Wanderungsaktivitaet von Amhpibien unter besonderer Beruecksichtigung der Knoblauchkroete (Pelobates fuscus) und des Kammolches (Triturus cristatus)

Ein Plastikfolienfangzaun wurde rund um ein Gewaesser auf der Wiener Donauinsel aufgestellt, um die Wanderung saemtlicher Amphibien zu und von diesem Weiher erfassen zu koennen. Dabei sollten Wanderrichtung, Geschlechterverhaeltnis, Gewichts- und Groessenunterschiede sowie Daten ueber Verpaarung und Anzahl der Nachkommenschaft, besonders bei Knoblauchkroete und Kammolch, untersucht werden. Durch Polaroidfotos werden die individuell stark variierenden Ruecken- bzw. Bauchflecken von Kroeten bzw. Molchen abgebildet und dienen damit dem Erkennen der Wiederfaenge. Aus den bisherigen Ergebnissen konnte bei der Knoblauchkroete auf ein Geschlechterverhaeltnis (Weibchen zu Maennchen) von 1:2,3 geschlossen werden. Die Anzahl der zwischen Februar 1986 und Juni 1987 individuell erfassten Tiere der Knoblauchkroetenpopulation betraegt 1123 (Stand vom 26.6.1987). Beim Kammolch wurde ein Geschlechtsverhaeltnis von 1:1,1 bei einer Populationsgroesse von 201 Individuen (Untersuchungszeitraum Februar 1987 bis Juni 1987) ermittelt. Daten der Biologie, Oekologie und Populationsstrukturen der Amphibien sind fuer den praktischen Arten- und Feuchtraum-Biotopschutz unerlaesslich. Langfristige Beobachtungen an gut erfassten Populationen ermoeglichen exakte Prognosen fuer zukuenftige Ansiedlungsprojekte und liefern die notwendigen Grundlagen fuer naturschutzrelevante Fachgutachten. Eine Fortfuehrung des 1986 mit einer Dissertation (S.E. Endel) begonnenen Projektes ist ueber mehrere Jahre geplant.

Handlungsorientierung und aktiver Umweltschutz sowie Umweltbildung und -erziehung im Westteil des LSG Friedewald und Moritzburger Teichgebietes

Ziel: Umweltkenntnis - Umweltverstaendnis - Umwelthandlung. Fragen: - Wie erreichen wir alle Generationen? - Warum Umweltschutz (Schutz von Natur plus Menschenwerk)? - Wie koennen wir die Handlungsorientierung im Sinne von Natur- und Landschaftsschutz auch in Zukunft absichern? Hypothesen: Handelnde Natur- und Umweltschuetzer sind das Ergebnis der Einsichten in Schadbilder und deren Ursachen. Nur Umweltkenntnis fuehrt zu Umweltverstaendnis als Voraussetzung fuer handelnden Umweltschutz. Aufgaben: - Umweltbildung und -erziehung aller Generationen, insbesondere aber der jungen Generation; - Ueberzeugung aller Generationen, dass der Schutz 'der Welt um uns herum' notwendig ist und dass sich moeglichst viele Einwohner am Landschafts- und Naturschutz beteiligen. Ergebnisse: - Die Umwelterziehung in den Schulen wird durch die Umweltaufgabenhefte in der Hand der Schueler von vielen Eltern gefordert und von Lehrern gefoerdert; - Lehrer aller Klassen nutzen die Lehrpfadwanderungen zur Umweltbildung/-erziehung; - Vier Schulen beteiligen sich an der Lehrpfadgestaltung; - Jaehrlich zuverlaessige Teilnahme von Kommune, Bevoelkerung und Schuelern an Kroetenschutz- und Saeuberungsaktionen im LSG 'Friedewald und Moritzburger Teichgebiet'. Motto: Schutz von Natur und Menschenwerk bringt uns heute Daseins Sinn und Lebensfreude, denn wenn wir Gegenwart schonen, sichern wir die Zukunft kommender Generationen.

Berliner Ökokonto (bauleitplanerisches Ökokonto des Landes Berlin)

Auf Grundlage des § 135a Absatz 2 Baugesetzbuch haben Gemeinden die Möglichkeit, ein bauleitplanerisches Ökokonto für den Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft zu führen. Das nutzt Berlin und entwickelt auf Grundlage der Gesamtstädtischen Ausgleichskonzeption das Berliner Ökokonto für stadtpolitisch bedeutsame Bauvorhaben. In der für Umwelt zuständigen Senatsverwaltung des Landes Berlin wird das bauleitplanerische Ökokonto aufgebaut, geführt und gemeinsam mit verschiedenen Partnern umgesetzt. Es basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Senats- und Bezirksverwaltungen. Ziel ist es, bereits vor den erwarteten Eingriffen in Natur und Landschaft geeignete Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen und nach Zuordnung zu refinanzieren. Auf diesem Weg sollen Bauvorhaben, insbesondere der dringend benötigte Wohnungsbau, beschleunigt werden und zugleich durch vorausschauende und integrative Planung ein Mehrwert für Mensch und Natur geschaffen werden. Funktionsweise des Berliner Ökokontos Das bauleitplanerische Ökokonto erlaubt es, Ausgleichsflächen und -maßnahmen für Eingriffe, die aus der Bauleitplanung resultieren, gezielt und vorgezogen bereitzustellen. Dabei geht das Land Berlin in Vorleistung. Die Ausgleichsmaßnahmen werden bereits vor dem Eingriff finanziert und umgesetzt. Die vorgezogenen Maßnahmen werden auf das Ökokonto eingebucht und mit der Zuordnung zum Bebauungsplan wieder ausgebucht. Wird der Bebauungsplan umgesetzt und der Eingriff damit vollzogen, werden die anrechenbaren Kosten der Maßnahmen der Vorhabenträgerin oder dem Vorhabenträger auferlegt. Reporterin Johanna Maria Knothe, DJ und Ökologe Dominik Eulberg, Landschaftsarchitekt Dr. Carlo W. Becker, die Wissenschaftlerin Dr. Kim Mortega vom Berliner Naturkundemuseum und der Insektenforscher Thomas Hörren haben sich Gedanken zum Berliner Ökokonto und der Malchower Auenlandschaft gemacht, zu den Pflanzen und Tieren, die dort vorkommen und welche Rolle der Mensch dabei spielt. Alle Videos zum Berliner Ökokonto finden Sie hier Mit den Projekten des Berliner Ökokontos werden Kompensationsmaßnahmen gebündelt und in einen räumlichen Zusammenhang gebracht. So wird großräumig ein Mehrwert für Natur und Landschaft, aber auch für Erholungssuchende geschaffen. Maßnahmen des Artenschutzes werden – soweit möglich – ebenfalls integriert. Entsprechende Aufwertungspotenziale bieten die großen Berliner Naherholungslandschaften, Biotopverbundräume entlang von Gewässern oder auch einzelne Biotope, die in ihrer Summe viele Punkte ergeben. Für die konkrete Umsetzung der Ökokontoprojekte wird im Einvernehmen mit dem jeweiligen Bezirk ein übergeordnetes Entwicklungs- und Maßnahmenkonzept erstellt, das die Grundlage für die Einbuchung in das Ökokonto bildet. Darin werden die naturräumlichen und funktionalen Qualitäten des Landschaftsraums herausgearbeitet, konkrete Maßnahmentypen definiert, das Aufwertungspotenzial ermittelt und Kostenprognosen erstellt. Die Malchower Auenlandschaft ist altes Kulturland. Weite Teile werden intensiv ackerbaulich genutzt oder beweidet, andere sind mit Gehölzen bestanden. Im Bereich um den Malchower See, Aue und Luch liegen teils geschützte Gebiete mit Feuchtwiesen und Niedermooren. Das Wuhletal ist in der letzten Eiszeit aus einer Abflussrinne entstanden und wird noch heute von der alten Wuhle als Fließgewässer geprägt. Offenlandschaften wechseln sich mit Gehölz bestandenen Aufschüttungen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg ab. Die Niederung ist als Grünanlage gewidmet und dient der Erholung und dem Naturerleben. Am Nordostrand der Stadt, auf dem Berliner Barnim, liegt Deutschlands größtes Waldweideprojekt. Auf den einstigen Rieselfeldern ist der hierzulande seltene Landschaftstyp einer halboffenen Waldlandschaft herangewachsen. Mit dem thematischen Programm Blaue Perlen für Berlin werden kleine Still- und Fließgewässer für Kröte, Libelle und Konsorten wieder in lebenswerte Habitate verwandelt. Aber auch die Menschen kommen auf ihre Kosten: faszinierende Naturerlebnisse, Gesundheitsvorsorge durch Verdunstungskälte, aber auch Hochwasserschutz bei Starkregenereignissen gehören zu den Angeboten der Kleingewässer.

Die Lurche und Kriechtiere (Amphibia et Reptilia) unter besonderer Berücksichtigung der Arten der Anhänge zur Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie der kennzeichnenden Arten der Fauna-Flora-Habitat-Lebensraumtypen

Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Heft 4 (2015), ISSN 0941-7281 Einband (PDF) Impressum, Zitiervorschläge (PDF) Titel, Zusammenfassung, Vorwort, Vorbemerkungen, Inhaltsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, Verzeichnis der im Text erwähnten Tiere (PDF)​​​​​​​ Kapitel 1 Einleitung und Grundsätze (PDF)​​​​​​​ Kapitel 2 Methodik (PDF)​​​​​​​ Kapitel 3 Bearbeitungsgebiet (PDF)​​​​​​​ Kapitel 4 Ergebnisse 4.1 Artenspektrum der Lurche und Kriechtiere Sachsen-Anhalts (PDF) 4.2 Naturraumbezogene Artenverbreitung innerhalb Sachsen-Anhalts (PDF) 4.3 Artbesprechungen heimischer Arten 4.3.1 Feuersalamander – Salamandra salamandra (Linnaeus, 1758) (PDF) 4.3.2 Bergmolch – Ichthyosaura alpestris (Laurenti, 1768) (PDF) 4.3.3 Nördlicher Kammmolch – Triturus cristatus (Laurenti, 1768) (PDF) 4.3.4 Fadenmolch – Lissotriton helveticus (RAZOUMOWSKY, 1789) (PDF) 4.3.5 Teichmolch – Lissotriton vulgaris (Linnaeus, 1758) (PDF) 4.3.6 Nördliche Geburtshelferkröte – Alytes obstetricans (Laurenti, 1768) (PDF) 4.3.7 Rotbauchunke – Bombina bombina (Linnaeus, 1761) (PDF) 4.3.8 Westliche Knoblauchkröte – Pelobates fuscus (Laurenti, 1768) (PDF) 4.3.9 Erdkröte – Bufo bufo (Linnaeus, 1768) (PDF) 4.3.10 Kreuzkröte – Epidalea calamita (Laurenti, 1768) (PDF) 4.3.11 Wechselkröte – Bufotes viridis (Laurenti, 1768) (PDF) 4.3.12 Europäischer Laubfrosch – Hyla arborea (Linnaeus, 1758) (PDF) 4.3.13 Moorfrosch – Rana arvalis (Nilsson, 1842) (PDF) 4.3.14 Springfrosch – Rana dalmatina (Fitzinger in Bonaparte, 1838) (PDF) 4.3.15 Grasfrosch – Rana temporaria (Linnaeus, 1758) (PDF) 4.3.16 Teichfrosch – Pelophylax esculentus (Linnaeus, 1758) (PDF) 4.3.17 Seefrosch – Pelophylax ridibundus (Pallas, 1771) (PDF) 4.3.18 Kleiner Wasserfrosch – Pelophylax lessonae (Camerano, 1882) (PDF) 4.3.19 Europäische Sumpfschildkröte – Emys orbicularis (Linnaeus, 1758) (PDF) 4.3.20 Westliche Blindschleiche – Anguis fragilis (Linnaeus, 1758) (PDF) 4.3.21 Zauneidechse – Lacerta agilis (Linnaeus, 1758) (PDF) 4.3.22 Waldeidechse – Zootoca vivipara (Lichtenstein, 1823) (PDF) 4.3.23 Mauereidechse – Podarcis muralis (Laurenti, 1768) (PDF) 4.3.24 Schlingnatter – Coronella austriaca (Laurenti, 1768) (PDF) 4.3.25 Ringelnatter – Natrix natrix (LINNAEUS, 1758) (PDF) 4.3.26 Kreuzotter – Vipera berus (Linnaeus, 1758) (PDF) 4.4 Eingebürgerte und gebietsfremde Arten (PDF) 4.4.1 Eingebürgerte Art - Europäischer Grottenolm - Proteus anguinus (Laurenti, 1768) 4.4.2 In Sachsen-Anhalt gebietsfremde Lurche und Kriechtiere 5 Bewertung und Ausblick 5.1 Herpetofauna innerhalb der FFH-Kulisse des Landes (PDF) 5.1.1 Artenspektrum und Repräsentanz innerhalb der FFH-Gebiete 5.1.2 Kennzeichnende Arten der FFH-Lebensraumtypen 5.2. Gefährdung und Schutz 5.2.1 Gesetzlicher Schutz von Lurchen und Kriechtieren (PDF) 5.2.2 Herpetofauna in der behördlichen Planung (PDF) 5.2.3 Schutz der Herpetofauna in der Praxis (PDF) 5.2.3.1 Schutz der Herpetofauna im Straßenverkehr 5.2.3.2 Schutz der Herpetofauna im Siedlungsbereich 5.2.4 Feinde und Krankheiten heimischer Lurche und Kriechtiere (PDF) 5.3 Weiterer Handlungsbedarf uns Ausblick 5.3.1 Weiterer Handlungsbedarf zu FFH-Aspekten (PDF) 5.3.2 Fachlicher Ausblick und Forschungsbedarf (PDF) 5.3.3 Konzept für eine neue Rote Liste des Landes (PDF)​​​​​​​ 6 Literatur- und Quellenverzeichnis und Bibliographie zur Herpetofauna des Landes Sachsen-Anhalt (PDF)​​​​​​​ Nachsatz (PDF) Letzte Aktualisierung: 11.07.2019

Rote Liste und Gesamtartenliste der Lurche (Amphibia) von Berlin

Zusammenfassung: Aktuell kommen in Berlin zwölf Amphibienarten vor, von denen eine nicht autochthon ist und in der Roten Liste nicht bewertet wird (Bergmolch Ichthyosaura alpestris ). Die autochthonen Populationen von zwei weiteren Arten sind ausgestorben. Die verwendete Einstufungsmethodik folgt den entsprechenden Vorgaben des Bundesamtes für Naturschutz. Zehn der 13 bewerteten Arten stehen in einer der Gefährdungskategorien der Roten Liste. Nahezu alle zeigen Rückgänge im kurzfristigen und langfristigen Bestandstrend. Zwei Arten (Rotbauchunke Bombina bombina und Kreuzkröte Epidalea calamita ) wurden als “vom Aussterben bedroht” eingestuft. Im Vergleich zur vorhergehenden Roten Liste haben sieben Arten ihre Einstufung beibehalten, während bei vier Arten eine Heraufstufung erfolgte. Eine Art (Knoblauchkröte Pelobates fuscus ) wurde herabgestuft, aber diese Einstufung bildet nicht die realen Trends in der Bestandsentwicklung ab, sondern ist der veränderten Bewertungsmethodik geschuldet. Trotz lokaler Erfolge im Amphibienschutz gehört diese Wirbeltierklasse in Berlin weiterhin zu den im hohen Maße bedrohten Tiergruppen.

Aland-Elbe-Niederung und Elbaue Jerichow Nordteil: Aland-Elbe-Niederung Südteil: Elbaue Jerichow

Die naturnahe Überflutungsaue wird durch die in weiten Schleifen mäandrierende Elbe, die in nordwestliche Richtung fließt, geprägt. Ausgedehnte Wiesen und Weiden, durchsetzt mit Auenwaldresten, werden durch Qualmwasser und durch den Wasserrückstau des Alands, der in die Elbe fließt, beeinflusst. Im Grünland gibt es deshalb eine Vielzahl von nassen Senken, Altwässern, Flutrinnen sowie Verlandungszonen und Röhrichte. Daneben bestimmen vereinzelte Binnendünen, Weidengebüsche, Einzelbäume und Auenwaldreste das Bild der Landschaft. Dieser strukturreicher Lebensraum ist die Grundlage für eine artenreiche Vogelwelt mit Brutvogelspezies und Wat- und Wasservogelarten, die als Zug- oder Überwinterungsgäste hier rasten. Für eine Vielzahl von Rast- und Überwinterungsgästen der Vogelwelt ist das Gebiet von immenser Bedeutung. Während der Zugzeiten halten sich Tausende von Saat- und Blässgänsen, Kranichen, Goldregenpfeifern, Kiebitzen und zahlreiche Bekassinen, Bruchwasserläufer und Kampfläufer im Gebiet auf. Weiterhin sind große Bestände von Sing- und Zwergschwänen, Weißwangengänsen sowie Pfeif-, Stock-, Spieß- und Tafelenten bemerkenswert. Das Gebiet ist aus diesen Gründen eines der bedeutendsten Rastgebiete für Wasservögel im gesamten mitteldeutschen Raum. Es erfüllt mehrmals das internationale 1 % - Kriterium der Ramsar- Konvention, denn während der Zug- und Rastzeiten sind im Schutzgebiet regelmäßig 1% der biogeografischen Populationen von Saatgans, Spießente, Löffelente und Kranich zu finden und zusätzlich mehr als 20.000 Wasservögel aller Arten. Das Feuchtgebiet ist aber auch Lebensraum vieler bedrohter Fisch- und Amphibienarten wie zum Beispiel des Rapfens, Steinbeißers, Flussneunauges, Schlammpeitzgers, Meerneunauges und Bitterlings sowie der Rotbauchunke und des Kammmolchs. Auch der bedrohte Fischotter findet im Gebiet seinen Lebensraum. Die vielfältig strukturierte Flussaue ist für seltene Wiesen-, Wat-, und Wasservögel von großer Bedeutung. In den Wiesen und feuchten Bereichen brüten Wachtelkönig, Kiebitz, Großer Brachvogel, Bekassine, Braunkehlchen, Wiesenpieper und Schafstelze. In den Seggenrieden ist in manchen Jahren das Tüpfelsumpfhuhn zu Hause. Die Schilf- und Röhrichtzonen sind das Habitat von Graugans, Rohrdommel, Zwergdommel, Rohrweihe, Wasserralle, Schilfrohrsänger und Drosselrohrsänger. Im Bereich der Gewässer brüten Brandgans, Schnatterente, Knäkente, Löffelente sowie Rothals- und Schwarzhalstaucher. Offene Uferzonen und Sandbänke nutzen Flussuferläufer und Flussseeschwalbe. Schwimmblattzonen werden von der Trauerseeschwalbe besiedelt. Eine hohe Siedlungsdichte erreicht der Weißstorch, eine Charakterart dieser Landschaft. Er brütet in den umliegenden Ortschaften und nutzt die Feuchtwiesen des Schutzgebietes zur Nahrungssuche. Den Auenwald besiedeln u. a. Seeadler, Rot- und Schwarzmilane, Kraniche sowie Schwarz- Mittel- und Kleinspechte. Die strukturreiche und zeitweise überflutete Elbaue bei Jerichow hat ihren weitgehend natürlichen Charakter bisher bewahren können. Das Gebiet wird durch den Stromlauf der Elbe und ihren weiten Wiesenauen bestimmt, in denen eine Vielzahl von kleineren stehenden Gewässern, Altarmen, Gräben und Röhrichten zu finden sind. Entlang der Buhnen sind kiesig- sandige bis schlammige Buhnenfelder charakteristisch. Hartholzauenwälder sind nur fragmentarisch vorhanden. Die Vielfältigkeit des Gebiets und seine großräumige Vernetzung mit den anderen Schutzgebieten begründet die herausragende Bedeutung für Brut- und Rastvögel sowie als Überwinterungsgebiet nordischer Vögel. Als Rast- und Überwinterungsgebiet kommt der Elbaue Jerichow eine große Bedeutung zu. Alljährlich rasten hier Zehntausende Wasservögel. Singschwan, Saatgans, Blässgans und Kranich treten in den Zugzeiten mit mehr als 1% ihrer biogeografischen Populationen auf. Auf Wiesen und Feldern rasten alljährlich mehrere tausend Kiebitze, Goldregenpfeifer, Graugänse, Silberreiher, Stockenten, Tafelenten und Lachmöwen. Das Gebiet spielt als Lebensraum vieler bedrohter Fisch- und Amphibienarten ebenfalls eine unschätzbare Rolle. Zum Beispiel sind hier Ukelei, Barbe, Karausche, Moderlieschen, Aland, Quappe, Wels, Äsche, Zope sowie Kreuzkröte, Wechselkröte, Laubfrosch, Knoblauchkröte, Moorfrosch, Teichfrosch, Seefrosch und Grasfrosch zu finden. Besonders die zahlreichen gefährdeten Brutvogelarten sind hervorzuheben. Für Rohrweihe, Seeadler, Wachtelkönig, Tüpfelsumpfhuhn, Kleines Sumpfhuhn, Trauerseeschwalbe, Flussseeschwalbe, Eisvogel, Neuntöter, Sperbergrasmücke und Blaukehlchen ist die Elbaue bei Jerichow eines der Top-5-Gebiete in Sachsen-Anhalt. Auch Flussuferläufer sowie zahlreiche Wiesenbrüter wie Wachtelkönig, Bekassine und Kiebitz kommen mit landesweit bedeutenden Beständen vor. Vom Gewässerreichtum und dem ausgedehnten Feuchtgrünland profitieren viele weitere Arten, wie z. B. Rot- und Schwarzmilan, die in den Hartholzaueresten und alten Pappeln ihre Horste haben. Die vielen Altarme der Elbe bieten auch geeigneten Lebensraum für den Eisvogel, der in den Abbruchkanten von Gewässern und in Wurzeltellern umgestürzter Bäume seine Brutröhren anlegt. Ausgedehnte Schilfbestände bieten den Bewohnern der Röhrichte wie Schilfrohrsängern, Blaukehlchen und Drosselrohrsängern geeignete Bruthabitate. Letzte Aktualisierung: 17.02.2023

Naturschutz, insbesondere Kroetenschutz - Erarbeitung von Umwelt- und Naturschutzmaterial fuer Schulen und Boevoelkerung, allgemein

Sensibilisierung aller Generationen fuer den Schutz der 'Welt um uns herum'. - Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Schulen (Grund-, Mittelschulen und Gymnasium). - Erarbeitung von - 2 Umweltbildungs-Broschueren fuer Lehrer und interessierte Buerger, 6 Umwelt-Aufgabenhefte fuer Schueler aller Klassen, - 3 Naturschutzhefte: Heft 3 'Heimische Fledermaeuse', Heft 4 'Moose', Heft 5 'Fledermaeuse', - 3 Naturschutzhefte: Heft 1 'Neugier auf Wald', Heft 2 'Der Wald in den Jahreszeiten', Heft 6 'Mit allen Sinnen Wald erleben'.

Umwelterziehung in der Schuelergruppe der IG Friedewald durch aktive Umweltarbeit

Bau von Nistkaesten, Teilnahme an Kroetenaktion und Waldsaeuberungseinsaetzen, Exkursionen in andere Schutzgebiete (Moosexkursion, Fledermausbeobachtung).

Population biology of Common Toads

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