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Ökologische Bewertungskriterien für Desinfektionsmittel und deren Adaptierung in der Desinfektionsmittel-Datenbank der Stadt Wien

Das Projekt ÖkoKauf der Stadt Wien hat es sich zum Ziel gesetzt, durch die Erstellung von ökologischen Kriterien, Pilotprojekte und durch Bewusstseinsarbeit das Beschaffungswesen im Magistrat Wien weiter zu ökologisieren. In diesem Rahmen widmete sich der Arbeitskreis 'Desinfektionsmittel unter der Leitung der Wiener Umweltanwaltschaft (WUA) der Aufgabe, für Hygienefachleute ein Instrument zur Beurteilung der Auswirkungen von Desinfektionsmitteln auf Gesundheit und Umwelt zu erstellen. Das Österreichische Ökologie-Institut führte eine Daten- und Literaturrecherche durch, das Umweltbundesamt nahm ergän-zende ökotoxikologische Tests an Wirkstoffen und -produkten vor und 'die umweltberatung ermittelte stationsbezogene Desinfektionsmittelverbräuche in Wiener Krankenanstalten. Die Recherche- und Testergebnisse zu Desinfektionsmittelwirkstoffen und -produkten wurden in einer vom IFZ konzipierten und von der Magistratsabteilung 14 realisierten Datenbank zusammengefasst. Um die ökotoxikologischen Produkteigenschaften vergleichbar zu machen, wurde vom IFZ ein Bewertungsraster entwickelt und in die Datenbank integriert. Dabei werden nachteilige Wirkungen auf die Gesundheit anhand von vier Wirkungskategorien erfasst: Akute Giftigkeit; Reizwirkung auf die Haut; Sensibilisierung, allergenes Potenzial sowie Erbgutschädigende, krebserzeugende und fruchtschädigende Eigenschaften. Zusammen mit der Berücksichtigung des Verhaltens in Oberflächengewässern (Abbauverhalten, Bioakkumulationspotenzial, Toxizität für Wasserorganismen) sowie dem Verhalten in Kläranlagen werden insgesamt sechs Bewertungszahlen generiert, die auf einer Skala von 1 (vernachlässigbar) bis 5 (sehr hoch) das gesamte Gefährdungsprofil des Stoffes beschreiben sollen. Das Gefährdungsprofil eines Handelsproduktes errechnet sich aus den Gefährdungsprofilen der darin enthaltenen Wirkstoffe anhand eines Algorithmus: Dabei wird die Annahme getroffen, dass die Produkteigenschaften von der Konzentration der darin enthaltenen Wirkstoffe abhängen. Bei der Bewertung ist außerdem zu gewährleisten, dass ein Wirkstoff mit einem hohen Gefährdungspotenzial angemessen berücksichtigt wird, auch und gerade wenn seine Konzentration im Produkt gering ist. In der Literatur wird dazu eine logarithmische Skalierung vorgeschlagen. Die Bewertung berücksichtigt derzeit die Wirkstoffe sowie Anwendungsverdünnungen. Die Zusammenfassung der Produkte in Verwendungs- bzw. Expositionskategorien ermöglicht letztlich eine vergleichende Bewertung. Da das Bewertungsraster gerade auf eine vergleichende Bewertung von Produkten abzielt, unterliegt er einer ständigen kritischen Diskussion, die auch häufig von den Herstellern geführt wird. Dieser Umstand sowie das Faktum von Produktlebenszyklen erfordern ein ständiges Update der in der Datenbank enthaltenen Informationen und eine Anpassung des Bewertungsmodells an den aktuellen Stand von Forschung sowie Standards der Stoff- und Produktpolitik.

Technical Support for the revision of ecolabel and green public procurement GPP Criteria Lot 1

The project's objective is to support JRC IPTS in revising the existing Ecolabel and GPP criteria of personal computers and notebook computers. The priority in this revision process is to first analyse which of the existing criteria and the supporting evidence are still valid and to identify the additional research that should be carried out. Potential additional criteria can be developed, if identified as necessary in the course of the study. The study starts with a definition of the scope; the necessarity for new or revised Ecolabel and GPP criteria is based on a market analysis and a technical analysis with research on the most significant environmental impacts during the whole life cycle of the products. This also includes the application of a consistent methodological approach regarding the hazardous substances criteria. Based on these findings, the improvement potential will be derived resulting in a proposal for a revised Ecolabel and GPP criteria set for desktop and notebook computers which will be discussed in a European stakeholder process.

Technical Support for the revision of ecolabel and green public procurement GPP Criteria Lot 4

The project's objective is to support JRC IPTS in revising the existing Ecolabel and GPP criteria of televisions. The priority in this revision process is to first analyse which of the existing criteria and the supporting evidence are still valid and to identify the additional research that should be carried out. Potential additional criteria can be developed, if identified as necessary in the course of the study. The study starts with a definition of the scope; the necessarity for new or revised Ecolabel and GPP criteria is based on a market analysis and a technical analysis with research on the most significant environmental impacts during the whole life cycle of the products. This also includes the application of a consistent methodological approach regarding the hazardous substances criteria. Based on these findings, the improvement potential will be derived resulting in a proposal for a revised Ecolabel and GPP criteria set for televisions which will be discussed in a European stakeholder process.

Klassifizierung ausgewählter Mesofauna-Taxozönosen (Collembola, Gamasina) von Feldrainen

Ziel der Forschungsarbeit ist die Klassifizierung von Boden-Biozönosen in ausgewählten Feldrainen. In drei Naturräumen (Lössböden der Jülicher Börde, Muschelkalkböden in Mainfranken und pleistozäne Sande bei Leipzig) werden typische Lebensgemeinschaften von Collembola und Gamasina (Taxozönosen) beschrieben. Der wesentliche Unterschied zu anderen Klassifikations-Ansätzen liegt in der induktiven Vorgehensweise: Biozönosen werden allein aufgrund der Artenzusammensetzung an den Standorten typisiert. Vegetationskundliche Kriterien dienen als entscheidendes Hilfsmittel zur Vorauswahl von Flächen mit ähnlichen Standortbedingungen. Hierbei wird gleichzeitig die aufgenommene Vegetation als ein weiteres Taxon der zu beschreibenden Biozönose angesehen. Die typische Artenzusammensetzung ist das integrierte Ergebnis aller denkbaren ökologischen Vorgänge. Ein Ziel der Arbeit ist somit die prospektive Formulierung von Erwartungswerten für Collembolen und Raubmilben auf der Basis vegetationskundlicher Daten. Es sollte daher möglich sein, dieses Mehrarten-System mit hoher Sensibilität zur Bioindikation von Standortveränderungen einzusetzen. Die Kenntnis der Artenstruktur wiederkehrender Lebensgemeinschaften kann der funktionellen Ökosystemforschung hilfreiche Hinweise bieten.

Development of intensified water treatment concepts by integrating nano- and membrane technologies (NAMETECH)

The Nametech project is funded under the 7th European Framework Programme and harnesses benefits of nanotechnology to bring about improvements in membrane filtration for advanced water treatment. The general objective is to strengthen the European membrane market by making nanotechnology available to large scale European membrane manufactures. The projects brings together all required elements to enable the transfer of nanotechnology towards the field of water treatment. The broad engineering and application know-how of the partners has been brought together to realize cost reduction and process intensification strategies. The starting point of the project is development of the criteria for the identification of nanoparticles with relevance for water treatment applications. After identification and selection of appropriate nanoparticles, attachment of particles to membrane surfaces has been investigated. Another approach examined in the project is to prepare membranes from homogeneous casting solution containing nanoparticles. The major challenge is to identify binders/compounds keeping the nanoparticles stabilized in the casting solution and ensuring compatibility between the polymer, solvent and nanoparticles in order not to disturb the membrane forming process and ensure a desired distribution of built-in particles thereby inducing the maximal nanoparticles activity. Subsequently, laboratory module scale filtrations of both synthetic and real feed are envisaged to asses the filtration performance in terms of permeability and fouling propensity, as compared to unmodified membranes.

Untersuchungen zur Mikrostruktur und zum Setzungsverhalten von Lössböden

Forschungstätigkeiten auf dem Gebiet der Sackungsanfälligkeit von Lössböden waren insbesondere zwischen den 30er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts von nationaler Individualität gekennzeichnet. Erst seit Anfang der 80er Jahre, mit Aufstellung der Arbeitsgruppe 'Geotechnical Properties of Loess' der International Union for Quarternary Research (INQUA), ist eine international referenzierende Forschung auf dem Gebiet der Erfassung bodenmechanischer Eigenschaften von Lössböden zu verzeichnen. Der Schwerpunkt bisheriger Forschungsarbeiten lag auf der Erarbeitung sogenannter Kollapskriterien zur qualitativen Abschätzung des Sackungspotentials bei einem Anstieg des Wassergehalts. Bisher durchgeführten geochemischen Untersuchungen von Lössböden beschreiben zwar die mineralische Zusammensetzung, geben jedoch nur eingeschränkt Aufschluss über die Löslichkeit dieser Bestandteile in Wasser oder deren Einfluss auf das Sackungsverhalten. Sämtliche bis dato veranlassten Untersuchungen zum Kollapsverhalten der metastabilen Bodenstruktur von Lössböden wurden für den statischen Lastfall angestellt. Das Verformungsverhalten von Lössböden unter zyklischer Lasteinwirkung hingegen bedarf einer intensiveren wissenschaftlichen Betrachtung. In der vorliegenden Arbeit wird erstmals der Anteil leicht wasserlöslicher mineralischer Bestandteile eines afghanischen Lössbodens ermittelt und anhand von Parameterstudien der Einfluss des Ton- und Kalkgehalts auf das Hydrokonsolidationsverhalten untersucht. Betrachtungen der makro- und mikroskopischen Bodenstruktur ermöglichen belastbare Aussagen über das Verhalten und die Bedeutung des Porenraumes beim Übergang einer metastabilen Bodenstruktur in eine dichtere und somit stabilere Lagerung. Die aus den eigenen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Formulierung einer neuen, empirisch-deduktiven Prognosemethode zur qualitativen Abschätzung der infolge Hydrokonsolidation zu erwartenden kollapsartigen Verformung (Kollapsverformung). Neben der Vorstellung der Prognosemethode für den statischen Lastfall wurden dynamische Triaxialversuche zur vergleichenden Untersuchung der dynamischen Stabilität metastabiler und idealverdichteter Lössböden angestellt. Sämtliche bodenmechanischen und bodenphysikalischen sowie physiko- und geochemischen Untersuchungen erfolgten an geologisch rezent gebildeten, alluvial und fluvial abgelagerten afghanischen Lössböden der Regionen BALKH und KUNDUZ.

FP6-POLICIES, Innovative ländliche Entwicklung (RAPIDO)

Innovation ist gemäß der Lissabon Strategie der EU einer der wichtigsten Schlüssel für die Nachhaltige Entwicklung in Europa und insbesondere in ländlichen Räumen. Doch wie entsteht Innovation? Welche Wirtschaftsbereiche in ländlichen Räumen bieten sich für technologische und gleichzeitig umwelt- und sozialfreundliche Innovationen an? Wie verbreiten sich Informationen über Innovationen? RAPIDO analysiert best-practice-Methoden der innovativen Entwicklung in Land- und Forstwirtschaft und im Dienstleistungssektor in verschiedenen ländlichen Gebieten Europas.

Co-ordination, harmonisation and exchange of biosafety and biosecurity practices within a pan-European network

The use of risk containment procedures can provide a basis for preventing and limiting the consequences of accidental releases of pathogenic agents, enabling the risks to be dealt with in a coherent way. All over Europe, different strategies for analysing specific risk categories exist. The objective of this co-ordination action is to provide data for the harmonisation of safety assurance (risk containment - risk assessment) criteria, definitions and schemes and corresponding legal frameworks applicable to biosafety level (containment level) 3 and 4 laboratories in the various member states. To achieve this overall aim a pan European network of biosafety and biosecurity experts and a consortium website including an updateable inventory of biosafety and biosecurity relevant elements will be created. The cost-effectiveness of measures and methods designed to ensure the safety of the public and private research infrastructures will be assessed. The information will be compiled in a report. Together with national and international organizations in the field of biosafety and Biosecurity, the consortium will prepare as part of the project 'Exploitation Plan' a program for training and seminars. Conclusions and recommendations which could be used for future policy making as well at the European level as well on the national level will be the outcome of this project.

Are extrafloral nectaries a key innovation in plant defense strategies? Insigths from the large, widespread and diverse legume genus Senna

The main goal of the study presented here was to test whether extrafloral nectaries (EFNs) are a key innovation in plant defense strategies. EFNs occur in greater than 90 flowering plant families, typically in Leguminosae (=Fabaceae). Located commonly on vegetative parts, EFNs secrete nectar, attracting ants and forming ecologically important ant-plant mutualisms. These mutualisms may confer a higher fitness to EFN-plants and, thus, an increased potential for survival, dispersal, and adaptation, and ultimately to undergo speciation. Key innovations are one of the most important triggers of radiations and large-scale diversifications in nature. But, unraveling the diversification history of old, species-rich and widespread clades is difficult, because of extinction, undersampling and taxonomic problems. In the context of these challenges, we investigated the timing and mode of lineage diversification in the widespread legume genus Senna to gain insights into the evolutionary role of its EFNs. In Senna, EFNs characterize one large clade (EFN clade), including 80Prozent of its 350 species. Fossil evidence indicates that Senna dates from the Eocene, predating many legume genera. We outlined a novel powerful framework for key innovation hypothesis testing in old, widespread and species-rich clades, like Senna. This consists of the combination of a list of four criteria for morphological novelties to qualify as key innovation, together with an accurate inference of the diversification history of the entire study group (i.e. accurate estimation of divergence times, diversification rates, and clade sizes), and an adequate method for testing shifts in diversification rates. Our molecular dating analyses suggest that Senna originated in the early Eocene (ca. 50 Million years (My) ago), and its major lineages appeared during early/mid Eocene to early Oligocene. EFNs evolved in the late Eocene (ca. 35-40 My ago), after the main radiation of ants. The EFN clade diversified faster, becoming significantly more species-rich than non-EFN clades. The shift in diversification rates associated with EFN evolution supports the hypothesis that EFNs represent a (relatively old) key innovation in Senna. EFNs may have promoted the colonization of new habitats appearing with the early uplift of the Andes. This would explain the distinctive geographic concentration of the EFN clade in South America (144 species). Evolution of the EFNs may have helped the EFN clade to undergo a rapid radiation leading to the outstanding floral diversity observed in extant taxa. The study is the first to provide evidence for the role of a plant-ant protective mutualism in triggering plant diversification.

Simultane Messung physikalischer Parameter in Fliessgewaessern

Um die komplexe Vielfalt aquatischer Oekosysteme zu verstehen, ist eine umfassende Messung und Beobachtung der habitatbeschreibenden Parameter vor Ort unumgaenglich. Die Erfahrung und Charakterisierung der wesentlichen habitatbeschreibenden Komponenten bilden die Basis fuer eine theoretische und angewandte limnologische Forschung. Ueber die Beschreibung der abiotischen Gegebenheiten ist die Analyse von Veraenderungen als Folge von Gewaessernutzungen moeglich. Die Erfassung dieser Basisdaten in kleinen und mittleren Fliessgewaessern mit den vorhandenen Messgeraeten und Methoden ist nach wie vor sehr schwierig, kosten- und zeitaufwendig. Vereinfachungen, wie z.B. die Erfassung und Simulation von mittleren Fliessgeschwindigkeiten, fuehren zu einer hohen Fehleranfaelligkeit in den ermittelten Ergebnissen. Um Habitate entsprechend ihrer tatsaechlichen, in der Natur vorherrschenden Situation beschreiben zu koennen, ist eine wesentliche Verbesserung der Messverfahren zur simultanen Erfassung der Basisdaten, insbesondere der Fliessgeschwindigkeitsverteilung im Gewaesser unumgaenglich. Durch die wesentliche Reduktion des Messaufwandes vor Ort bei gleichzeitiger Verbesserung der Qualitaet der erfassten Daten durch verbesserte Aufnahmestrategien mit neu entwickelten, multifunktionalen Geraeten ist es moeglich, die tatsaechlichen Verhaeltnisse der Hablitatverfuegbarkeit und -veraenderung im Gewaesser zeit- und kostensparend zu erfassen. Vorrangiges Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines neuen, multifunktionalen Messgeraetes durch Kombination und Adaption verfuegbarer Einzelkomponenten zur Fliessgeschwindigkeits- und Positionserfassung (GPS, Theodolit, Acoustic Doppler Profiler, Echolot). Die Optimierung der Messstrategie zur gewässerstrukturbezogenen, simultanen Erfassung der Fliessgeschwindigkeitsverteilung erfolgt einerseits über Laborversuche, andererseits über Vergleichsmessungen im Freiland.

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