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Errichtung von Anlagen zur Herstellung und Verteilung von künstlichem Schnee in Verbindung mit der Reaktivierung des Höllwiesliftes, einschließlich wasserbaulichen Maßnahme am Ziegelbach

Die Oberstdorfer Bergbahn AG beantragt zur Erweiterung des Angebots im Skigebiet am Söllereck im Rahmen der Reaktivierung des Höllwiesliftes die Genehmigung für die Errichtung von Beschneiungsanlagen gem. Art. 35 Bayer. Wassergesetz (BayWG). Die Anlagen sollen der Beschneiung der Höllwiesabfahrten Nr. 5 und 6 sowie der Schleppspur des Höllwiesliftes dienen. Es soll insgesamt eine Fläche von 6,07 ha beschneit werden, welche sich auf die Höllwiesabfahrt Nr. 5 mit 2,26 ha, die Höllwiesabfahrt Nr. 6 mit 3,30 ha und die Schleppspur mit 0,51 ha aufteilt. Für die Beschneiung reicht das bereits vorhandene Wasserdargebots auf dem Reservoir des Speicherteiches Söllereck aus. Die ehemalige Trasse der Höllwiesbahn wird verkürzt. Im Zuge dieser Maßnahmen stehen in Umfeld der neuen Talstation wasserbauliche Maßnahmen am Ziegelbach gem. § 67 Abs. 1 Satz 1 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) an, die der Genehmigung nach § 68 WHG bedürfen. Die Maßnahmen umfassen die Errichtung einer Furt (Pistenverbindung zur Talstation) und einer Bachverrohrung (Weg) und Konsolidierung des Ziegelbaches mit Wasserbausteinen im Bereich der Talstation. Der Ziegelbach ist als nicht ausgebauter Wildbach klassifiziert. Die Zufahrt zur Talstation soll über eine Verbindung mit einem vorhandenen Forstweg angeschlossen werden (Anlage gem. § 36 Abs. 1 WHG / Art. 20 BayWG, im 60 m-Bereich eines Gewässers). Anlagen unterliegen der Konzentrationsnorm der Beschneiungs- und wasserbaulichen Genehmigung.

Erweiterung/Ertüchtigung Beschneiungsanlage Imbergbahn und Skiarena Steibis, Oberstaufen

Erweiterung der Schneifläche um 3,12 ha in den Bereichen Talstation/Fehrlift (1,77 ha) und Imberghaus (1,35 ha) sowie Ertüchtigung/Erweiterung Leitungsnetz für Beschneiung. Antragsteller/in: Imbergbahn & Skiarena Steibis GmbH & Co. KG

Vergrößerung des Speicherteiches Almwiese auf den Grundstücken Fl.-Nrn. 477, 487/3 und 488 der Gemarkung Annathal durch den Zweckverband Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut

Der Zweckverband Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut betreibt in Mitterfirmiansreut mehrere Seilbahnen und Liftanlagen. Um den künftigen Anforderungen eines modernen Ganzjahresbetriebes zu entsprechen, plant der Zweckverband Maßnahmen zur Aufwertung des Wintersportbetriebes. Ergänzend dazu wird ein attraktiver Sommerbetrieb angestrebt. Es ist beabsichtigt, die bestehende technische Beschneiungsanlage zu optimieren und den bestehenden Schneiteich zu vergrößern und zu einem Naherholungsraum umzubauen. Im Einzelnen sollen dabei folgende Maßnahmen durchgeführt werden: • Erweiterung des bestehenden Speichers Almwiese von derzeit 26.500 m³ auf 38.000 m³ Nutzinhalt. • Errichtung von touristischen Aufwertungsmaßnahmen im Bereich des Speicherteiches • Umbau des gesamten bestehenden Speicherteiches, insbesondere im Teilkronenbereich zur Schaffung eines kinderwagen- und rollstuhltauglichen Weges. Dabei sollen mit Ausnahme der Wegeanlagen alle Flächen begrünt werden. • Im direkten Teichumfeld sollen zusätzlich als ökologische Ausgleichsmaßnahmen zwei Feuchtbiotope (Amphibienlaichgewässer) errichtet werden. • Um künftig kälteres Wasser für die Beschneiung zur Verfügung zu stellen, ist die Erweiterung der bestehenden Vorpumpstation (inkl. Installation einer 4. Vordruckpumpe) sowie die Errichtung eines Kaltwasserbeckens mit darüber situierten Kühltürmen vorgesehen. • Installation einer 4. Pumpe innerhalb des bestehenden Pumpstationsgebäudes zur Erhöhung der Pumpleistung der Hauptpumpstation von 90 l/s auf 120 l/s.

Aufbereitung von Flüssigeis

Notsystem Wasserentnahme aus Stillach für Beschneiung Skigebiet Fellhorn, Oberstdorf

Antagsteller/in: Fellhornbahn GmbH, Faistenoy 10, 87561 Obersdorf Bis ein tragfähiges Konzept für einen Wasserspeicher zur Bescheiung des Skigebietes am Fellhorn erarbeitet worden ist, bedarf es eines Notsystems über die Wintermonate, damit ausreichend Wasser für die Beschneiung zur Verfügung steht. Aufgrund der aktuell festgesetzten Winter-Restwassermenge (Berücksichtigung der EU-WRRL) kann es vorkommen, dass der Schlappoldbach zu wenig Wasser führt bzw. das Wasserdargebot für die Beschneiung nicht ausreicht. Zu diesem Zweck soll bei Bedarf in der Zeit vom 15.11. bis 28.02. Wasser aus der Stillach entnommen werden und über das Speichersystem der Wasserkraftanlage Warmatsgund der Beschneiungsanlage der Fellhornbahn GmbH zugeführt werden. Folgende Maßnahmen sind damit verbunden: die Wasserentnahme aus der Stillach, die Errichtung einer Pumpenanlage und das Aufstellen einer temporären Kühlanlage.

Bremberg Liftgesellschaft GbR

Die Bremberg Liftgesellschaft GbR, vertreten durch Herrn Christoph Klante mit Sitz in 59955 Winterberg, Am Waltenberg 48 hat mit Antrag vom 19.03.2019 die Erteilung einer Baugenehmigung zur Erweiterung der maschinellen Beschneiung und Anlegen eines Skipiste im Skigebiet Bremberg auf dem Grundstück in der, Gemarkung Winterberg, Flur 29, Flurstücke 42 und 50 sowie Flur 35, Flurstücke 118, 120 und 146 beantragt. Gegenstand des Antrages ist die Verlegung einer ca. 742 m langen Druckwasserleitung in einem ca. 1 m tiefen Graben zur Erweiterung einer bestehenden Beschneiungsanlage am Südwesthang des „Bremberg“ Skilift-Karussell der Stadt Winterberg. Die Beschneiungsanlage soll im Zuge der Bauarbeiten zum Einsatz eines bestehenden Schleppliftes (Lift 11 des Skikarussels) durch einen modernen 6-er-Sessellift am Skihang Brembergkopf II ergänzt werden.

Realisierungskonzept 'technische Beschneiung' für das Skiliftkarussel Winterberg

Im Skiliftkarussell Winterberg stehen ab der Saison 2003/3004 drei Sesselbahnen, 13 Schlepplifte, drei transportable Übungslifte (Herrloh) sowie zwei Rodellifte zur Verfügung. Die Gesamtpistenfläche im Skiliftkarussell liegt bei ca. 29 ha. Verschiedene Abfahrten sind schon seit mehreren Jahren mit fest installierten Beschneiungsanlagen ausgestattet. Die Gesamtfläche der beschneiten Fläche liegt derzeit bei ca. 5,4 ha. Die Wasserversorgung der Anlagen erfolgt aus dem Bürebach bzw. dem Ahlener Teich. Die insgesamt 18 Abfahrtsflächen des Skiliftkarussells wurden im Hinblick auf das skisportliche Anforderungsprofil, die touristische Bedeutung sowie unter naturschutzfachlichen und wasserwirtschaftlichen Gesichtspunkten einzeln analysiert. Auf diesem differenzierten Bild beruht im Weiteren die räumliche Konzeption für den zukünftigen Ausbau der Beschneiungsanlagen. Das Realisierungskonzept der DSHS orientiert sich an mehreren Leitbildern. Neben der Konzentration auf ortsnahe, bereits intensiv touristisch genutzte Bereiche und der Berücksichtigung der naturschutzfachlichen und wasserwirtschaftlicher Zielvorgaben spielt hierbei vor allem der folgende Sachverhalt eine entscheidende Rolle. Ziel dieses Realisierungskonzeptes ist die Schaffung bzw. Sicherung eines skisportlichen Mindestangebotes durch technische Beschneiung. Eine Ausrüstung sämtlicher vorhandener Pisten mit Beschneiungsanlagen, wird im Zusammenhang mit den bisherigen Überlegungen des Masterplans und den damit zusammenhängenden staatlichen Infrastrukturförderprogrammen nicht angestrebt. Unter diesen Gesichtspunkten sollte - zusammenfassend dargestellt - der Schwerpunkt der zukünftigen Entwicklung im Bereich Herrloh - Poppenberg in Verbindung mit dem Brembergkopflift I liegen. Ergänzt werden könnte dieses zusammenhängende Pistensystem durch eine Beschneiung des skisportlich interessanten Slalomhanges. Eine Beschneiung der Achse Bremberg - Nordhang (- Kahler Asten) macht aus skitouristischen Gesichtspunkten nur Sinn, wenn es sich dabei tatsächlich um eine Sicherung der (visionären) Verbindung zu den Skigebieten Altastenberg und Neuastenberg handelt. Ein Ausbau der skisportlichen Infrastruktur in den Bereich des Kahlen Asten besitzt aber auf Grund der hohen naturschutzfachlichen Wertigkeit ein hohes ökologisches Konfliktpotenzial und würde sich nach Aussage der Unteren Landschaftsbehörde nicht mit dem Naturschutzzweck vereinbaren lassen. Eine Skigebietserweiterung in den Bereich Kahler Asten wird daher nicht befürwortet, womit auch eine Beschneiung der Achse Bremberg - Nordhang nicht die oberste Priorität im Skiliftkarussell besitzen sollte. Für diese räumliche Konzeption, welche eine Beschneiung von insgesamt ca. 50Prozent der Pistenfläche im Skiliftkarussell vorsieht, wurde die notwendige Dimensionierung der Gesamtanlage im Hinblick auf Einschneizeit, Pumpenleistung, Anzahl der Schneeerzeuger, Wasserbedarf etc. konzipiert.

SNOW - Schneekristallbildung in einer künstlichen Wolke zum Einsatz als Schneeerzeuger

Konventionelle Schneeerzeuger für den Einsatz z.B. in Skigebieten sind wenig effektiv hinsichtlich Ressourcen- und Energieeinsatz. Um den Bedürfnissen des Wintertourismus zu entsprechen ist die Produktion von technischem Schnee unabkömmlich. Jährlich werden im Alpenraum etwa 95 Mio. Kubikmeter Wasser für die Schneeproduktion eingesetzt. Nach dem heutigen Stand der Technologie lassen sich daraus ca. 200 Mio. Kubikmeter Schnee produzieren. Der Bedarf an elektrischer Energie für die Infrastruktur und die Beschneiung ist enorm. Es wird geschätzt, dass jährlich im Alpenraum weit mehr als 250 GWh für die Schneeerzeugung eingesetzt werden. Das Projekt SNOW zielt darauf ab, die Technologie und einen Prototyp zu entwickeln, die in Bezug auf Ressourceneffizienz und Energieeinsatz neue Maßstäbe und Möglichkeiten in der Beschneiungsindustrie schaffen. Die Art der Schneeerzeugung orientiert sich an der Natur: einzelne Schneekristalle entstehen in einer künstlichen Wolke. Die Dichte des so entstandenen Schnees ist variabel, sodass aus einem Kubikmeter Wasser bis zu 10 Kubikmeter Schnee produziert werden können. Die dafür benötigte elektrische Energie beträgt nur mehr einen Bruchteil des bisherigen Standards. Konventionelle Niederdruck-Schneeerzeuger benötigen in etwa 0.625 kWh an elektrischer Energie pro erzeugten Kubikmeter technischen Schnees. Die neue Technologie wird für dieselbe Menge etwa 0.05 kWh benötigen. Ziel des Projekts ist die Optimierung eines Verfahrens, bei dem Schnee in einem Behälter in einer künstlichen Wolke produziert wird. Für die Arbeiten an und mit dem Laborprototypen werden innerhalb des Konsortiums die Kräfte gebündelt. Unter der Leitung der Experten der Universität für Bodenkultur werden Fachleute der TU Wien und der Siemens AG Österreich zusammengeführt um die entstehenden Fragen optimal beantworten zu können. Die Technik konventioneller Schneeerzeuger ist prinzipiell seit Jahrzehnten unverändert. Mit dem Projekt SNOW kann Österreich einen Baustein liefern, der die Position als Innovationsführer bei der zukünftigen Ausstattung von Skigebieten festigt. Als Ergbnis des Projekts wird erwartet, dass die Laborergebnisse für einen Technologiesprung in der Beschneiungstechnik weiter verwendet werden können. Weiterführend soll damit die Schneeerzeugung umweltfreundlicher gestaltet und auch eine nachhaltige Alternative zu bestehenden Beschneiungstechniken entwickelt werden.

Eintrag von Bakterien in die Atmosphäre

Bakterien finden sich überall auf der Erde, auch in den unteren Schichten der Atmosphäre. Als Kondensationskerne tragen sie massgebleich zur Eisbildung in Wolken bei (Christner et al., 2008a) und haben damit Einfluss auf den Niederschlag (Möhler et al., 2007). Die Eigenschaft, z.B. von Pseudomonaden, schon bei Temperaturen nur wenig unter 0 oC die Eisbildung zu ermöglichen, hat zu deren Einsatz bei der Herstellung von Kunstschnee mittels Schneekanonen geführt (Snomax®). Auch Einsätze solcher Organismen über ariden Gebieten werden inzwischen diskutiert. Allerdings ist noch völlig unklar, ob der natürliche Eintrag von Bakterien in solchen Rregionen überhaupt ein limitierender Faktor für Niederschlag ist.,Eine kleine Zahl von Studien hat sich mit der Konzentration von Bakterien in der freien Atmosphäre, in Regen und in Schnee befasst (zusammengefasst von Burrows et al., 2008). Viel weniger jedoch ist über die Eintragsrate von Bakterien aus natürlichen Ökosystemen in die Atmosphäre bekannt. Hierzu müssen neben Konzentrationen auch atmosphärische Transportparameter bestimmt werden. Im Rahmen eines laufenden Projekts zur Abschätzung von Treibhausgas Emissionen bestimmen wir atmosphärische Transportparameter mit Hilfe des natürlichen Tracers 222Rn. Durch eine zusätzliche Bestimmung der Bakteriendichte könnte unter Umständen mit relativ geringem zusätzlichen Aufwand ein Einblick in deren Eintragsrate in die Atmosphäre gewonnen werden.,Ziel dieser Projektstudie ist, diese Möglichkeit einer grossräumigen Abschätzung des Eintrags von Bakterien aus Ökosystemen in die freie Troposphäre überprüfen. Einträge von Spurengasen konnten so schon erfolgreich bestimmt werden (Schmidt et al., 1996; Wilson et al., 1997; Conen et al., 2002). Es gibt bisher jedoch keinen Nachweis dafür, dass dies auch für Aerosole, wie zum Beispiel Bakterienzellen, gilt. Bestätigt sich diese Möglichkeit auch für Bakterien, so eröffnet sich unserem Institut ein interessantes neues Arbeitsfeld. Zukünftig wäre es dann möglich, weiteren interessanten Fragen, zum Beispiel dem inter-kontinentalen Transport von Mikroorganismen (Mandrioli & Ariatti, 2001), nachzugehen.

Dendritische Kunstschnee-Erzeugung

Es wird ein Gerät entwickelt, das Schnee produziert, welcher in seiner Form und Dichte natürlichem Schnee sehr ähnlich ist. D.h. es werden Dendriten oder ähnliche Schneekristalle erzeugt, die nach der Ablagerung eine typische Dichte von max. 200kg/m^3 haben (konventionelle Schneekanonen produzieren Kunstschnee mit Dichten von etwa 450 kg/m^3. Die Produktion des natürlichen Kunstschnees erfolgt in einem Behälter, in dem die meteorologischen Bedingungen einer Wolke reproduziert werden. Dabei entstehen unterschiedliche Schneekristalle als Funktion von Übersättigung und Temperatur.

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