Geruchsemissionen von Abwasserreinigungsanlagen sollen hinsichtlich verschiedener Emissionsquellen, d.h. Klaeranlagenbauteile, charakterisiert werden. Die physikalisch-chemischen Messungen beruhen auf dem Prinzip der Adsorption von Geruchsstoffen an einem geeigneten Sorbens, anschliessender Desorption und gaschromatischer Auftrennung mit spezifischer Detektion. Parallel zu dieser objektiven Messmethode wird eine sensorische Beurteilung der Gerueche mit einem Olfaktometer vorgenommen. Mittels dieser vergleichenden Geruchsmessungen soll eine Korrelation zwischen dem subjektiven Eindruck eines Geruches und den quantifizierten Geruchsinhaltsstoffen erarbeitet werden. Als weiteres sollen Untersuchungen im Immissionsbereich, d.h. in deutlichem Abstand vom Emittenten, durchgefuehrt werden.
A) Problemstellung: Ein sehr bedeutender Anteil an den quantifizierten Bodenkontaminationen sind Mineralölkohlenwasserstoffe. Die Bewertung dieser Kontaminationen bereitet aus mehreren Gründen Schwierigkeiten: Mineralölkohlenwasserstoffe sind komplexe Schadstoffgemische mit unterschiedlichem Siedebereich. Sie werden nach derzeit gängigen Verfahren analytisch nur teilweise charakterisiert (ISO TR 11046). Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten über die aus toxikologischer Sicht relevantesten Einzelverbindungen sowie über die Wirkung von typischen Mineralölkohlenwasserstoffen. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Für die Bewertung von Mineralölkohlenwasserstoffen gibt es im Rahmen der BBodSchV bisher keinen Prüfwert für den Direktpfad Boden - Mensch. Für die Gewährleistung einer bundeseinheitlichen Bewertungsgrundlage muss daher die Möglichkeit einer Ableitung und Begründung eines Bewertungsmaßstabes geprüft und ggf. umgesetzt werden. C) Ziel des Vorhabens ist die Prüfung der Bedeutung komplexer Kohlenwasserstoffgemische für den Direktpfad Boden-Mensch durch eine stofflichen Charakterisierung der Kontaminationen und die Identifizierung von einzelnen Inhaltsstoffen, die als Leitkomponenten verwendet werden können. Ein wesentlicher Teil des Vorhabens ist die Quantifizierung auf der Grundlage der E DIN 16703 und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Bodenarten und Nutzungsformen sowie Konzentrationsniveaus. Zudem muss eine toxikologische Charakterisierung von Kohlenwasserstoffgemischen und der Leitkomponenten und eine Bewertung flüchtiger Inhaltsstoffe vorgenommen werden. Das abschließende Ziel ist die Ableitung von Prüfwertvorschlägen für Kohlenwasserstoffkontaminationen für den Direktpfad Boden-Mensch gemäß dem Bundesanzeiger 161a einschließlich einer Bewertung des Pfades Boden-Raumluft anhand geeigneter flüchtiger Leitkomponenten.