Die Schichtverzeichnisse von über 1500 landesweit verteilten und mindestens 100 m tiefen Bohrungen wurden ausgewertet. Den Schichten wurden Wärmeleitfähigkeiten für den trockenen und wassergesättigten Zustand zugewiesen. Für die Lockergesteine entsprechen diese der VDI 4640 Blatt 1. Die Wärmeleitfähigkeiten der Festgesteine stellen Mittelwerte dar, die auf Untersuchungen im Landesamt für Geologie und Bergbau beruhen. Diese Werte wurden für die Tiefenintervalle 40, 60, 80 und 100 m verwendet.
Durch Berechnung des Produktes aus K-, R-, L, S- und C-Faktor (s. dort) wird in Anlehnung an die Allgemeine Bodenabtragsgleichung die Empfindlichkeit des Bodens gegenüber Bodenerosion durch Wasser eingestuft. Die Klasseneinteilung folgt nicht der DIN 19708 (s. weiterführende Erläuterung).
Die Wärmeleitfähigkeit (W /mK) ist das Vermögen einer Substanz thermische Energie in Form von Wärme zu trans- portieren. Dieser Parameter hat eine herausragende Bedeutung für die Dimensionierung von Erdwärmekollektoren. Wichtige Parameter für die Wärmeleitfähigkeit von Böden sind Wassergehalt und Trockenrohdichte. Grundsätzlich haben feuchte Böden eine bessere Wärmeleitfähigkeit als trockene. Auf der Karte sind die Verhältnisse für feuchte Böden dargestellt. Angenommen wurden die Wassergehalte bei Feldkapazität. Dies entspricht der Menge Wasser, die ein Boden gegen die Schwerkraft zurückhalten kann. Der Zeitpunkt der Feldkapazität wird i.d.R. im Frühjahr erreicht, wenn die Wasservorräte im Boden durch den winterlichen Niederschlag aufgefüllt wurden. Die dargestellten thermischen Leitfähigkeiten wurden anhand von Regressionsgleichungen berechnet. Angegeben sind die Durchschnittswerte des Bodens bis in 2 Meter Tiefe. Für potenziell ungeeignete Standorte mit flachgründigen Böden wurden keine Angaben getroffen.
Hintergrundwerte beschreiben die typischen Konzentrationen eines Stoffes oder einer Stoffgruppe im Boden. Bei den meisten anorganischen Stoffen wird der natürliche (geogene) Grundgehalt maßgeblich durch das Ausgangssubstrat der Bodenbildung bestimmt. Zusätzlich beeinflussen anthropogene Einträge die Stoffgehalte, wobei das Verhältnis zwischen geogenem und anthropogenem Anteil je nach Element stark variiert. Hintergrundwerte werden daher substrat-, nutzungs,- und horizontbezogenen aufgestellt. Die Hintergrundwerte werden hier auf den Geometrien der BFD50 über die Zuordnung zu Substratgruppen dargestellt. Dabei wird zwischen den Gehalten im Oberboden, Unterboden und Untergrund unterschieden, sodass 3 Layer zur Verfügung stehen. In jeder dieser Darstellung werden die Hintergrundwerte der anorganischen Elemente für das ausgewählte Polygon als Pop-up für die jeweilige Substratgruppe ausgelöst. Die Hintergrundwerte können anschließend, nach Nutzungsart gegliedert (falls für diese Substratgruppe verfügbar), per Klick auf die entsprechende Schaltfläche als Datentabellen aufgerufen werden. Es werden der Median (P50, mittlerer Hintergrundgehalt), das 90. Perzentil (P90, Obergrenze des typischen Hintergrundgehalts), sowie die Perzentile P10, P25, P75 und der Stichprobenumfang (Anzahl) als statistische Kenngrößen aufgeführt. Da ein Stichprobenumfang von mindestens 20 als Voraussetzung für statistisch belastbare Aussagen gilt, werden Stichproben mit n < 10 nicht angezeigt. Stichproben mit einer Größe von 10 bis < 20 werden kursiv gekennzeichnet und sind ausschließlich als unverbindliche Information zu verstehen. Alle Angaben erfolgen in mg/kg und sind auf maximal zwei Nachkommastellen begrenzt.
Der Hanglängenfaktor ist als Bestandteil der Allgemeinen Bodenabtragsgleichung ein Maß für den Einfluss der Hanglänge auf den Bodenabtrag. Je höher der L-Faktor, desto länger und erosionswirksamer ist ein Hang.
Die Schichtverzeichnisse von über 1500 landesweit verteilten und mindestens 100 m tiefen Bohrungen wurden ausgewertet. Den Schichten wurden Wärmeleitfähigkeiten für den trockenen und wassergesättigten Zustand zugewiesen. Für die Lockergesteine entsprechen diese der VDI 4640 Blatt 1. Die Wärmeleitfähigkeiten der Festgesteine stellen Mittelwerte dar, die auf Untersuchungen im Landesamt für Geologie und Bergbau beruhen. Diese Werte wurden für die Tiefenintervalle 40, 60, 80 und 100 m verwendet.
Geologische Uebersichtskarte von Rheinland Pfalz 1:300.000 (GUEK 300) Die GUEK 300 wurde auf der Basis veroeffentlichter geologischer Karten unterschiedlicher Massstaebe neu zusammengestellt. Sie ersetzt die bisherige amtliche Geologische Uebersichtskarte von Rheinland-Pfalz im Massstab 1 : 500 000. Grundlage der neuen Karte sind die von der Bundesanstalt fuer Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Geologischen Diensten der Laender herausgegebenen geologischen Uebersichtskarten im Massstab 1 : 200 000 (CC 5502 Koeln, CC 5510 Siegen, CC 6302 Trier, CC 6310 Frankfurt a.M. West, CC 7102 Saarbruecken und CC 7110 Mannheim), die vom Landesamt fuer Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz veroeffentlichten geologischen Karten in den Massstaeben 1 : 100 000, 1 : 50 000 und 1 : 25 000 sowie die geologischen (und vulkanologischen) Karten externer Bearbeiter. Massstabsbedingt wurden stratigraphische Formationen zu groesseren Einheiten zusammengefasst und Grenzlinien generalisiert. Das gebietsweise sehr komplexe Stoerungsmuster wurde (stark generalisiert und) auf die Darstellung bedeutender Stoerungen reduziert.
Die nutzbare Feldkapazität (nFK) eines Bodens bzw. Horizontes ist der Teil der Feldkapazität, der für die Vegetation verfügbar ist. Sie beinhaltet damit die Wassermenge, die ein grundwasserferner Horizont in natürlicher Lagerung bei Saugspannungen von pF 1,8-4,2 nach ausreichender Sättigung gegen die Schwerkraft zurückhalten kann. Die Berechnung erfolgt zunächst für jeden Horizont. Die Ergebnisse werden bezogen auf 100 cm Tiefe oder den durchwurzelbaren Bodenraum (dB) aufaddiert und klassifiziert. Die Methode gibt die repräsentative nFK der jeweiligen Tiefenstufe wieder.
Die Einstufung des Oberen Grundwasserleiters in Grundwasserleitertypen erfolgte anhand des Hohlraumtyps sowie der geochemischen Beschaffenheit des durchflossenen Grundwasserleiters (Kombination der Attribute). Geochemische Verhältnisse in der Sickerwasserzone bleiben unberücksichtigt. Die Inhalte entsprechen der HÜK 200 der BGR.