Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder kulturellen Gründen oder zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Biotopen bestimmter wildlebender Tier- und Pflanzenarten notwendig ist, werden als Naturschutzgebiete gesichert. Nach § 23 des Naturschutzgesetzes Baden-Württemberg (NatSchG) können Naturschutzgebiete auch wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit von Natur und Landschaft ausgewiesen werden. So sollen die wertvollsten und wichtigsten Biotope eines Naturraums erhalten werden. Insbesondere die gefährdeten Tier- und Pflanzenarten finden in Schutzgebieten Rückzugsräume für eine möglichst ungestörte Entwicklung. Die Zuständigkeit für die Ausweisung liegt bei den höheren Naturschutzbehörden. Diese weisen Naturschutzgebiete per Rechtsverordnung aus. In einigen UIS-Werkzeugen werden folgende Geometrien angeboten: - DST Lokal: automatisierte Liegenschaftskarte (ALKIS) als Erfassungsgrundlage. In diesem Layer sind nur die Geodaten enthalten, die von der zuständigen Behörde bearbeitet werden und im monatlichen Datenaustausch stehen. - Dienst landesweit: die komplette Geodaten des Landes liegen als Web Map Service (WMS), ALKIS-konform vor. In diesem Layer sind die Daten landesweit zusammengeführt, können jedoch von den Dienststellen nicht bearbeitet werden. Der Bestand wird monatlich aktualisiert. Dieses Datenangebot wurde mit Sorgfalt erstellt und gepflegt. Dennoch können Mängel, etwa in Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität, nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Landschaftsschutzgebiete werden nach § 26 NatSchG zur Erhaltung der natürlichen Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft ausgewiesen. Landschaftsschutzgebiete dienen auch zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts sowie zur Erhaltung oder Verbesserung der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter. Mit diesem Instrument können außerdem Gebiete mit besonderer Bedeutung für die Erholung der Allgemeinheit gesichert sowie Pufferzonen zu Naturschutzgebieten festgelegt werden. Für die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten per Rechtsverordnung sind die unteren Naturschutzbehörden zuständig. In einigen UIS-Werkzeugen werden folgende Geometrien angeboten: - DST Lokal: automatisierte Liegenschaftskarte (ALKIS) als Erfassungsgrundlage. In diesem Layer sind nur die Geodaten enthalten, die von der zuständigen Behörde bearbeitet werden und im monatlichen Datenaustausch stehen. - Dienst landesweit: die komplette Geodaten des Landes liegen als Web Map Service (WMS), ALKIS-konform vor. In diesem Layer sind die Daten landesweit zusammengeführt, können jedoch von den Dienststellen nicht bearbeitet werden. Der Bestand wird monatlich aktualisiert
Flächen aller im Landkreis Leer vorhandenen Landschaftsschutzgebiete (LSG)
Der interoperable INSPIRE-Downloaddienst (WFS) Protected Sites (Schutzgebiete des Landes Brandenburg) beinhaltet Informationen zu den Schutzgebieten nach Naturschutzrecht des Landes Brandenburg und Europäische Schutzgebiete. Zu den Schutzgebieten nach Naturschutzrecht des Landes Brandenburg zählen Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Biosphärenreservate, Naturparke und Nationalparke. Zum europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000 zählen Vogelschutzgebiete (Special Protection Area (SPA)) und Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete). <br> <b>Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die zugrunde liegenden Daten lediglich der Übersicht dienen und keine Rechtsverbindlichkeit besitzen. Bitte beachten Sie die Hinweise insbesondere auch zum Stand in den Metadaten der gekoppelten Daten.</b><br> Die Daten selbst wurden im Maßstab 1:10.000 erfasst. Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, sind die Grenzen bewusst und überlegt auszuwerten, d.h. die Daten können keine höhere Genauigkeit liefern als die, in der sie erfasst wurden. Der WebFeatureService (WFS) wird in den Versionen 1.1.0 und 2.0.0 bereitgestellt.
Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Hoher Fläming - Belziger Landschaftswiesen" des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung vom 17.11.1997
<p> So behalten Sie den Überblick beim nachhaltigen Konsum und vergrößern dauerhaft Ihre persönliche Wirkung beim Klimaschutz: <ul> <li>Senken Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck geldsparend mit Effizienzmaßnahmen, wirksam mit Blick auf die Big Points und dauerhaft durch die Gestaltung Ihrer Alltagsstrukturen.</li> <li>Lassen Sie Ihr Geld für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> arbeiten durch klimafreundliche Geldanlagen und Spenden für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>- und Umweltschutz.</li> <li>Seien Sie Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld.</li> <li>Ermitteln Sie Ihren Status Quo in Form einer persönlichen CO2-Bilanz mit dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-CO2-Rechner und leisten Sie verantwortungsbewusst einen Klimabeitrag für in der Vergangenheit verursachte Treibhausgasemissionen. </li> </ul> Gewusst wie <p>Es gibt unzählige Tipps und Ideen, wie wir einen persönlichen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> leisten können. Das macht es ganz schön schwierig, den Überblick zu behalten und sich nicht im Klein-Klein zu verzetteln. Welches sollte der nächste Schritt sein? Wie kann ich meine Wirksamkeit vergrößern? Und wie erreichen wir das anspruchsvolle Ziel eines klimaneutralen Lebens? Mit den folgenden Basisstrategien für einen nachhaltigen Konsum und ein klimaneutrales Leben behalten Sie den nötigen Überblick und steigern Ihren Impact. Sie erleben höhere Selbstwirksamkeit und schaffen die Voraussetzung für mehr Gelassenheit im klimafreundlichen Alltag.</p> Mit Energieeffizienz viel Geld sparen <p>Das Gleiche tun wie zuvor, nur mit weniger Aufwand – das ist die Grundidee der Effizienz. Und damit können Sie vor allem dort, wo Energie verbraucht wird, sehr viel Geld sparen. Zusätzlich zum Kaufpreis eines energiebetriebenen Produkts oder einer Investition ins Haus summieren sich im Laufe der Jahre Energiekosten, die den Kaufpreis um ein Vielfaches übersteigen können. Das Einsparpotenzial liegt in einem Haushalt bei mehreren hundert Euro und mehr pro Jahr. Es lohnt sich deshalb, die durch den Kauf beeinflussten zukünftigen Energiekosten genau zu prüfen („Lebenszykluskosten“): Ob beim Duschkopf oder bei der Haussanierung, bei Haushaltsgroßgeräten oder beim Autokauf. Bedenken Sie dabei, dass heutige Investitionen in höhere Energieeffizienz immer auch eine Versicherung gegenüber steigenden Energiepreisen in der Zukunft sind. Die Energieverbrauchskennzeichnung macht es bei vielen Produkten sehr leicht, die energieeffizienteste Variante zu finden. Eine erste Ideenliste für lohnende Energieeffizienzmaßnahmen finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutschland-krisenfester-nachhaltiger-machen">hier</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/eu-label_nicoelnino_fotolia_95320048_m.jpg"> </a> <strong> Durchblick beim Energieverbrauch mit der EU-Energieverbrauchskennzeichnung </strong> Quelle: NicoElNino / Fotolia Mit Big Points tonnenweise CO₂ vermeiden <p>Worum würden Sie sich eher bemühen: um 1 Euro oder 1 Million Euro zu bekommen? Unsere Alltagserfahrungen machen uns die Antwort leicht und lassen uns sofort die Größe des Unterschieds spüren. Bei der Umweltrelevanz fällt uns diese Bewertung hingegen schwer. Dabei bewegt sich die Wirksamkeit von allgemein vorgeschlagenen Umwelttipps (z. B. im Hinblick auf das CO2-Einsparpotenzial) in dieser Spannbreite von 1 zu 1 Million. Während eine Salatgurke ohne Plastikfolie oder ein eingesparter Coffee-to-go-Becher wenige Gramm CO2 einsparen, können die energetische Sanierung eines Wohngebäudes, eine Investition in erneuerbare Energien oder eine Spende für Klimaschutzprojekte schnell eine Tonne (d. h. 1 Million Gramm) und mehr CO2 pro Jahr einsparen. </p> <p>Der Blick auf die Big Points, die zentralen Stellschrauben eines nachhaltigen Konsums, ist deshalb für effektives Handeln zwingend: Energieerzeugung, Heizung und Warmwasser, Auto und Flugreisen sowie der Konsum tierischer Produkte. Dazu gehören auch Themen des sogenannten Handabdrucks wie Geldanlagen, Spenden oder persönliches Engagement (siehe unten). Mit wenigen solcher Big Points können wir im Durchschnitt unseren CO2-Fußabdruck sogar dauerhaft halbieren (siehe <a>Abbildung</a>). Nehmen Sie deshalb bei Ihrem Engagement für Umwelt und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> die Big Points in den Blick und vermeiden Sie so tonnenweise CO2 und andere Umweltwirkungen. <a>Weitere Materialien hierzu finden Sie in der </a><a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/wirkung">Denkwerkstatt Konsum</a> oder beim <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum nachhaltiger Konsum</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_bigpoints_fussabdruck_2026.png"> </a> <strong> Mit Big Points den Fußabdruck halbieren </strong> <br> <p><strong>Große Wirkung, kleiner Fußabdruck:</strong> Schon gewusst? Mit gezielten Veränderungen wie dem Umstieg auf Ökostrom, E-Auto oder Carsharing lässt sich die persönliche Klimabilanz massiv entlasten.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum Mit cleveren Alltagsstrukturen Klimaschutz leicht machen <p>Wir müssen „einfach nur daran denken“ und können „ohne viel Aufwand“ oder „in nur wenigen Minuten“ viel Gutes für die Umwelt tun – so der Grundtenor vieler Umweltratgeber. Die Alltagserfahrung lehrt uns hingegen, dass jahrzehntelang eingefahrene Routinen, Alltagshektik und vielfältige, oft konkurrierende Zielsetzungen unsere guten Vorsätze immer wieder zunichtemachen können. Die Strategie aus diesem Dilemma lautet: Weniger sich selbst, denn die Alltags- und Entscheidungsstrukturen so ändern, dass <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> zum Normalfall wird. Klimaschutz passiert dann quasi automatisch, ohne dass wir ständig explizit daran denken müssen. Das funktioniert beim energieeffizienten Kühlschrank oder dem gedämmten Haus, bei der Monatskarte für den ÖPNV oder der LED-Leuchte, bei der Carsharing-Mitgliedschaft oder dem E-Auto, beim Ökostrom-Bezug, dem Balkonkraftwerk oder dem grünen Girokonto: Einmal umgesetzt, dauerhafte Klimaschutzwirkung. </p> <p>Diese Strategie erfordert zwar anfangs durchaus einen mehr oder weniger großen Aufwand. Dieser ist aber klar zeitlich begrenzt und Sie können danach einen großen Haken setzen. Im Ergebnis entlasten Sie damit Ihren Kopf und Ihren Alltag und gleichzeitig verstetigen und vergrößern Sie Ihren Klimaschutz-Impact. Auch Grundsatzentscheidungen wie z. B. für einen vegetarischen oder veganen Ernährungsstil oder für den Bioladen als zentrale Einkaufsstätte können in diesem Sinne entlastend gegenüber täglichen Einzelentscheidungen wirken. Weitere Infos finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/alltagsstrukturen-gestalten">Denkwerkstatt Konsum</a>.</p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Clever entscheiden, wirksam handeln: Mit wenig Aufwand viel fürs Klima tun <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> muss nicht kompliziert sein. Viele Entscheidungen treffen wir nur einmal – und sparen damit im Alltag langfristig CO₂. Dieser Erklärfilm zeigt, wie wirkungsvoll einfache Maßnahmen sein können: etwa ein Sparduschkopf, effiziente Elektrogeräte, ein Konto bei einer nachhaltigen Bank oder ein eigenes Balkonkraftwerk.</p> <p>Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> Mit klimafreundlicher Geldanlage in die Zukunft investieren <p>Eine nachhaltige, klimafreundliche Geldanlage gibt es in allen Risikokategorien: Vom einfachen Girokonto, über den abgesicherten Sparbrief bis hin zu risikobehafteteren Aktienfonds oder Direktbeteiligungen. Legen Sie deshalb Ihr Geld gemäß Ihres persönlichen Anlage- und Risikoprofils nachhaltig und klimafreundlich an. Das ist in doppelter Hinsicht besonders wirksam für den Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>:</p> <ul> <li>Ob energetische Haussanierungen, der Bau von Windrädern oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen: Der Umbau hin zu einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Gesellschaft benötigt Geld. Mit Ihrer nachhaltigen Geldanlage unterstützen und ermöglichen Sie diesen Umbau direkt und profitieren gleichzeitig vom Zinsertrag.</li> <li>Investitionen in Projekte und Unternehmen binden häufig sehr langfristig Kapital und verfestigen damit hieraus resultierende Umweltschäden und Emissionen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte. Dies gilt insbesondere für Kohlekraftwerke, aber auch für Gebäude oder Maschinen. Umso wichtiger ist es für den Klimaschutz, dass heute kein Geld mehr in umwelt- und klimaschädliche Investitionen fließt.</li> </ul> <p>Sie entscheiden, welcher Bank Sie Ihr Geld für welche Investitionen anvertrauen. Legen Sie für diese Entscheidungen Ihre persönlichen Werte zugrunde, die ihnen auch gesellschaftlich und politisch wichtig sind. Weitere Informationen finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/nachhaltige-geldanlage">Nachhaltige Geldanlage</a>“. </p> Spenden für den Klimaschutz <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben benötigen geeignete gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Starke Umwelt- und Klimaschutzorganisationen sind hierfür eine wichtige Voraussetzung. Sie begleiten Gesetzgebungsprozesse für Umwelt- und Klimaschutz, informieren die Öffentlichkeit, leisten wichtige Bildungsarbeit, aktivieren Menschen, decken Missstände auf und realisieren Natur- und Umweltschutzprojekte vor Ort. Für diese Arbeit benötigen sie nicht nur das Engagement ihrer Mitglieder, sondern auch in hohem Maße Spenden zur Finanzierung dieser Arbeiten. Dies gilt für große wie für kleine Organisationen.</p> <p>Mit Ihrer Spende für Umwelt- und Klimaschutzorganisationen vergrößern Sie somit die Reichweite und die Wirksamkeit Ihres Handelns. Mit regelmäßigen Beiträgen in Form z. B. einer Mitgliedschaft verringern Sie für sich selbst den Entscheidungsaufwand (siehe oben: „Alltagsstrukturen klimafreundlich gestalten“) und ermöglichen gleichzeitig den Organisationen eine höhere Planungssicherheit. Eine weitere Vereinfachung erzielen Sie, wenn Sie ein festes Jahresbudget für Ihre Spenden festlegen. Der Umweltethiker Prof. Bernward Gesang empfiehlt z. B. 4 % des Jahreseinkommens und 1 % der persönlichen Zeit zu spenden. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/spenden-fuer-den-umwelt-klimaschutz">Spenden für den Umwelt- und Klimaschutz</a>“. </p> Mit persönlichem Engagement Steine ins Rollen bringen <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben sind keine Privatangelegenheit, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie benötigen deshalb nicht nur das Mitmachen, sondern auch das Vormachen und Weitersagen. Ob Fahrradtasche, Carsharing-Auto oder Solaranlage: Das vorgelebte und sichtbare Beispiel motiviert zum Nachmachen. Gute Ideen und Anregungen lassen sich im Familien- und Freundeskreis austauschen oder im Verein, am Arbeitsplatz oder in der Wohneigentümergemeinschaft einbringen. Durch zivilgesellschaftliches und politisches Engagement kann Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> in der Breite der Bevölkerung verankert werden. Auf diese Weise können Sie oft viel größere Umweltentlastungen als nur bei sich selbst erreichen. </p> <p>Seien Sie deshalb Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld. Dabei gilt auch bei dieser Strategie: Jeder und jede hat unterschiedliche Möglichkeiten, Kompetenzen und Zeitressourcen beim persönlichen Engagement. Bleiben Sie realistisch bei der Einschätzung Ihrer Möglichkeiten und achten Sie auf ausreichend Selbstfürsorge und Regeneration bei Ihrem Engagement. </p> Mit der persönlichen CO₂-Bilanz Prioritäten setzen <p>Wo stehen wir mit unseren Anstrengungen beim nachhaltigen Konsum und beim Versuch klimaneutral zu leben? Bei der Vielzahl an Konsumentscheidungen, die wir ständig treffen, ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Mit dem <a href="https://uba.co2-rechner.de/de_DE/">UBA-CO2-Rechner</a> gibt es ein einfaches Tool, mit dem Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz erstellen und so eine erste Antwort auf diese Frage erhalten können. Der Rechner fokussiert methodisch bedingt v. a. auf den persönlichen Fußabdruck („CO2-Einsparung bei mir“) und berücksichtigt nur wenige Handlungsmöglichkeiten im Sinne des Handabdrucks („CO2-Einsparung mit und bei anderen“). Trotzdem ist er ein wichtiges strategisches Werkzeug: Was sind meine persönlichen Big Points? Wo liegen meine zentralen Handlungspotenziale? Wie stehe ich mit meinen Klimaschutzbemühungen im Vergleich zum deutschen Durchschnitt? Testen Sie es aus, geben Sie Ihrem Klimaengagement eine ehrliche Grundlage und finden Sie Ihren nächsten persönlichen Big Point auf dem Weg zu einem klimaneutralen Leben. </p> Mit Klimabeiträgen Verantwortung übernehmen <p>Mit einem durchschnittlichen CO2-Fußabdruck von rund 9,8 t CO2e in Deutschland sind wir noch weit vom Ziel eines klimaneutralen Lebens, d. h. von netto-null Treibhausgasemissionen entfernt. Wir müssen deshalb auch beim nachhaltigen Konsum verstärkt über „Tonnen“ und nicht über „Gramm“ oder „Kilogramm“ an CO2-Vermeidung sprechen. Mit dem Konzept des Klimabeitrags (ehemals „freiwillige CO2-Kompensation“) gibt es die Möglichkeit, durch Spenden für spezifische Klimaschutzprojekte tonnenweise CO2-Vermeidung anzustoßen. Wenn Sie dabei auf die Qualität der Klimaschutzprojekte und auf vertrauensvolle Anbieter achten, ist dies eine sehr gute Möglichkeit, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> weltweit solidarisch und effektiv voranzubringen und gleichzeitig Verantwortung für die mit dem eigenen Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen zu übernehmen. Als Orientierung für die Höhe des Klimabeitrags bietet sich der persönliche Fußabdruck an. Dieser misst die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen i.d.R. des vergangenen Jahres, die wir aus individuellen, sozialen, gesellschaftlichen oder anderen Gründen letztlich nicht vermeiden konnten. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/kompensation-von-treibhausgasemissionen">Kompensation von Treibhausgasemissionen</a>.</p> Was Sie sonst noch tun können: <ul> <li><strong>Bleiben Sie mit unseren sechs Daumenregeln entscheidungsfähig.</strong> „Weniger Konsum ist mehr Umweltschutz“, „Produkte möglichst lange nutzen“, „Reparieren statt neu kaufen“, „Nutzen statt besitzen“, „Wärme effizient nutzen“ und „Mehr pflanzenbasiert, mehr Bio“. Diese Daumenregeln ermöglichen eine erste grobe Umwelteinschätzung und helfen vor allem bei kleineren Entscheidungen, ohne großen Zeitaufwand eine gute Wahl für den Umwelt- und Klimaschutz zu treffen. Mehr Infos zu den Daumenregeln finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/daumenregeln">Denkwerkstatt Konsum</a>.</li> <li><strong>Achten Sie auf Umweltsiegel.</strong> Bei einer Vielzahl von Einkaufsentscheidungen genügt die Kenntnis von fünf Umweltsiegeln, um die umweltfreundlicheren Produkte zu erkennen: EU-Energielabel (Auto, Elektrogeräte u. ä. m.), Bio-Siegel (Lebensmittel), Blauer Engel und EU Ecolabel (verschiedene Alltagsprodukte) sowie Grüner Knopf (Bekleidung). Lesen Sie unseren Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label">Siegel und Label</a>.</li> <li><strong>Nutzen Sie unsere </strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/uba-umwelttipps"><strong>UBA-Umwelttipps</strong></a> für konkrete Entscheidungen. Auf rund 100 Themenseiten finden Sie praktische Tipps für nachhaltiges Handeln – einfach, verständlich und aktuell.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg"> </a> <strong> Nachhaltiger einkaufen: Die 5 wichtigsten Umweltsiegel im Überblick </strong> <br><p>Orientierung im Siegel-Dschungel: Die Infografik zeigt, welche fünf etablierten Umweltsiegel beim Kauf von Lebensmitteln, Elektronik oder Kleidung die beste Orientierung für eine umweltfreundliche Wahl bieten.</p> Quelle: Umweltbundesamt (2025) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg">Bild herunterladen</a> (459,62 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png"> </a> <strong> 6 Daumenregeln für mehr Nachhaltigkeit im Alltag </strong> <br><p><strong>Fahrplan für den Alltag: </strong>Mit diesen 6 Daumenregeln wird Nachhaltigkeit zur Routine.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png">Bild herunterladen</a> (278,42 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> Hintergrund Nachhaltiger Konsum <p><strong>Nachhaltiger Konsum</strong> steht für „dauerhaft global verallgemeinerbare Konsummuster“. Dabei beinhaltet Konsum die Bedürfnisbefriedigung mit Hilfe von Produkten und Dienstleistungen in den Phasen von Aneignung, Nutzung und Entsorgung. Hinter dieser abstrakten Definition versteckt sich eine sehr große Vielfalt: </p> <ul> <li>Tausende von Einzelentscheidungen in unterschiedlichsten Konsumfeldern (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Bekleidung, …)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der zeitlichen und finanziellen Relevanz der Konsumentscheidungen (Güter des täglichen Bedarfs versus langlebige Gebrauchsgüter, einstellige versus vier- und mehrstellige Eurobeträge)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der sozialen und ökologischen Wirksamkeit („Peanuts versus Big Points“).</li> </ul> <p>Bereits zur Bewertung der ökologischen Relevanz müssen unterschiedliche Umweltwirkungskategorien miteinander verglichen werden: Treibhausgasemissionen, Flächenverbrauch, Bodenversauerung, Biodiversitätsverlust, Toxizität u.a.m. Eine Priorisierung von Maßnahmen sowie eine Formulierung von messbaren Zielen für nachhaltigen Konsum sind demnach besonders herausfordernd. Es überrascht deshalb nicht, dass in der Vergangenheit Debatten über und Priorisierungen von nachhaltigen Konsumentscheidungen vielfach dem Prinzip Zufall folgten. Mit der in den letzten Jahrzehnten zunehmend auf allen politischen Ebenen verankerten Zielstellung einer klimaneutralen Gesellschaft bekommt nachhaltiger Konsum jedoch erstmalig ein umfassendes, richtungssicheres und gut quantifizierbares Ziel an die Hand (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Umweltbundesamt 2020</a>).</p> <p><strong>Klimaneutralität</strong> ist nach dem völkerrechtlich verbindlichen Übereinkommen von Paris (2015) ein weltweit angestrebtes Ziel. Im Sinne der sogenannten „Netto-Null“ sollen positive und negative Effekte menschlichen Handelns in Summe keinen Einfluss auf das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> haben. Im Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) ist verankert, dass in ganz Deutschland bis 2045 Netto-Treibhausgasneutralität und bis 2050 negative Treibhausgasemissionen erreicht werden müssen. Es ist deshalb klar, dass ein nachhaltiger Konsum auch ein klimaneutraler Konsum sein muss. Klimaneutralität ist aber nicht nur eine Mindestbedingung, sondern auch ein guter Wegweiser für nachhaltigen Konsum. </p> <p>In der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Studie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a> konnte gezeigt werden, dass die „Big Points“ eines klimaneutralen Konsums auch in wesentlichen Bereichen die „Big Points“ eines nachhaltigen Konsums sind: Art der Energieerzeugung, Automobilität und Flugreisen, Wohnfläche und Dämmstandard, Konsum tierischer Produkte und das Konsumniveau insgesamt sind hier zu nennen. Obwohl demnach nachhaltiger Konsum viel mehr Umweltaspekte als nur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> beinhaltet, führt der Fokus auf das „smarte“ Ziel der Klimaneutralität dazu, dass nachhaltiger Konsum umfassender und anspruchsvoller strategisch angegangen werden kann. Klimaneutral leben ist demnach aktuell das zentrale „Schlüsselziel“ für die Förderung nachhaltiger Konsummuster. Diese Aussage gilt auch, wenn man umfassendere Konzepte wie das Konzept der Planetaren Grenzen zugrunde legt.</p> <p><strong>Die UBA-Studie </strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums"><strong>Grenzen des Konsums</strong></a> untersucht, wie Lebensstile im Jahr 2050 aussehen könnten, die innerhalb planetarer Grenzen bleiben und gleichzeitig anschlussfähig an heutige Konsummuster in Deutschland sind. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich nötige Anpassungen bei individuellen Konsumgewohnheiten dann in Grenzen halten würden, wenn v. a. die Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien zügig und vollständig erreicht wird. Aber auch in einer klimaneutralen, postfossilen Welt werden dann Ernährung, Mobilität und Wohnen die aus Umweltperspektive prioritären Bedarfsfelder eines nachhaltigen Konsums bleiben.</p> CO₂-Fußabdruck <p><strong>Der CO2-Fußabdruck</strong> ist ein etabliertes Konzept der Umweltforschung, das die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> einer Handlung, eines Produktes, einer Organisation (z. B. Unternehmen oder Verwaltung), einer Region (z.B. Staat oder Kommune) oder auch einer Person erfasst und in der Einheit CO2-Äquivalente (CO2e) beziffert. Dies ermöglicht die Analyse des Status Quo, die Identifikation von Hotspots, den Vergleich mit anderen, das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> über die Zeit, die Bezifferung von Minderungszielen oder die strategische Ausrichtung auf das Ziel der Klimaneutralität. </p> <p><strong>Beim persönlichen CO2-Fußabdruck</strong> werden dabei alle Treibhausgasemissionen auf die einzelnen Konsumfelder wie Wohnen, Mobilität und Ernährung aufgeteilt. Dabei wird der ganze Lebensweg von Gütern und Dienstleistungen von der Herstellung über den Transport, den Ge- und Verbrauch bis hin zur Entsorgung berücksichtigt. Diese methodisch motivierte Zuteilung aller Emissionen auf die Endverbraucher*innen darf nicht als Verantwortungszuschreibung missverstanden werden. Der CO2-Fußabdruck zeigt auf, wo bzw. wofür die Treibhausgasemissionen entstehen. Er trifft aber keine normative Aussage darüber, wer dafür in welcher Höhe verantwortlich ist. So ist z. B. die Höhe der Heizemissionen von Gebäuden nicht nur abhängig vom Lüftungs- und Heizverhalten der Bewohner*innen, sondern in hohem Maße vom Dämmstandard und der Heiztechnik des Gebäudes. Diese wiederum sind Resultat von staatlichen Anreizstrukturen, von Ge- und Verboten, der Stadtplanung, von Markt- und Informationsangeboten u.v.a.m. Darüber hinaus gilt: Wohneigentümer*innen haben andere Handlungsmöglichkeiten als Mieter*innen, Familien andere als Singles, Menschen mit höherem Einkommen andere als Menschen mit niedrigerem Einkommen. Um den Wirkraum von Individuen beim <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> umfassend betrachten und bewerten zu können, muss deshalb zum einen der persönliche CO2-Fußabdruck vor dem Hintergrund des jeweiligen Lebenskontextes interpretiert werden. Zum anderen ist es notwendig, nicht nur den persönlichen CO2-Fußabdruck mit seinen methodischen Grenzen, sondern auch den CO2-Handabdruck, d. h. das Wirken von Einzelnen auf die Gesellschaft, in den Blick zu nehmen. Nur so werden alle relevanten individuellen Handlungshebel für mehr Klimaschutz sichtbar.</p> CO₂-Handabdruck <p><strong>Der persönliche CO2-Handabdruck</strong> umfasst alle „CO2-Einsparungen mit und bei anderen“, die ich durch mein Tun anstoße. Hierdurch reduziere ich demnach nicht meinen, wohl aber den CO2-Fußabdruck anderer Menschen. Damit ist er eine wichtige konzeptionelle Ergänzung zum persönlichen CO2-Fußabdruck, der nur die „CO2-Einsparungen bei sich selbst“ im Blick hat. </p> <p>Das beginnt bei Maßnahmen, die automatisch die Emissionen mehrerer Menschen verkleinern. Sparduschkopf und Balkonkraftwerk sparen Energie und CO2 für alle Haushaltsmitbewohner*innen. Mein persönlicher CO2-Fußabdruck mindert sich aber nur entsprechend meines Wohnanteils, selbst wenn ich der Hauptinitiator der Maßnahme war. Der CO2-Fußabdruck unterschätzt damit meinen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> und lässt die Maßnahme kleiner erscheinen, als sie ist. Andere individuelle Handlungshebel wie klimafreundliche Geldanlage oder Spenden haben gar keinen Einfluss auf meine persönlichen Emissionen und können trotzdem eine hohe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> haben. Klimaschutzengagement wie das Gespräch im Freundeskreis, Initiativen am Arbeitsplatz (z. B. für betriebliches Carsharing oder für ein Energiemanagementsystem) können methodisch im CO2-Fußabdruck ebenfalls nicht abgebildet werden, obwohl ihr Einsparpotenzial schnell über die Höhe des eigenen Fußabdrucks hinausgehen kann. Das gilt schließlich auch für zivilgesellschaftliches Engagement. Die Klimawirkung lässt sich i.d.R. weder beziffern noch auf die vielen beteiligten Menschen „aufteilen“. </p> <p>Während die Vermeidungsleistung beim CO2-Fußabdruck durch dessen Höhe beschränkt ist, ist die potenzielle Klimawirkung beim Handabdruck zwar auch u. a. abhängig von Entscheidungsmacht, Handlungskompetenz, Zeit- und Geldrestriktionen, aber vom Grundsatz her „nach oben offen“. Im Konzept des Handabdrucks spiegeln sich die unterschiedlichen Rollen, die wir innehaben. Wir sind nicht nur Verbraucher*innen, sondern immer auch Bürger*innen und Mitarbeiter*innen in Organisationen. </p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Der ökologische Handabdruck <p>Den CO2-Fußabdruck kennt jede*r. Aber wie sieht es mit dem Handabdruck aus? Der ökologische Handabdruck bildet das Gegenstück zum Fußabdruck. Er steht für die Handlungen, mit denen CO2-Einsparungen bei anderen Personen unterstützt werden können, also das Mitwirken an gesellschaftlichen Veränderungen. Die Idee lautet: Fußabdruck verkleinern, Handabdruck vergrößern. Wie unterschiedlich der Handabdruck aussehen kann, sehen Sie im Erklärvideo. Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/handabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> UBA-CO₂-Rechner <p><strong>Der UBA-CO2-Rechner</strong> ermöglicht die einfache und schnelle Bestimmung einer persönlichen CO2-Bilanz. Er berücksichtigt neben CO2 auch weitere klimawirksame Gase wie Lachgas (N2O) und Methan (CH4), wenn hierfür Daten vorliegen. Beim Flugverkehr werden zudem weitere klimawirksame Nicht-CO2-Effekte wie Zirruswolken berücksichtigt. Die Bilanzierung erfolgt verbrauchsbezogen. Im Gegensatz zur territorialen Bilanzierung z. B. der nationalen Treibhausgasbilanzierung, die alle Treibhausgasemissionen innerhalb von Deutschland berücksichtigt, werden bei der verbrauchsbezogenen Bilanzierung auch die Emissionen aus Exporten und Importen berücksichtigt. Produkte, die im Ausland hergestellt wurden, werden demnach im UBA-CO2-Rechner berücksichtigt. Dies ergibt ein realistischeres Bild über die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen. Die unterschiedlichen Bilanzierungsansätze erklären auch, weshalb sich die Werte im UBA-CO2-Rechner für die durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Deutschland von den Werten in der nationalen Treibhausgasbilanz unterscheiden können. </p> <p>Der UBA-CO2-Rechner fokussiert v. a. auf Verhaltensweisen bzw. Konsumentscheidungen, die für die Höhe der persönlichen Treibhausgasbilanz besonders relevant und gut erfassbar sind, um den Aufwand für Nutzer*innen möglichst gering zu halten. Mit dieser Vorgehensweise können trotzdem die Werte für Heizen, Strom und Mobilität sehr gut bestimmt werden. Im Bereich sonstiger Konsum führen hingegen die Vielzahl und Heterogenität der Konsumentscheidungen sowie Datenlücken zu höheren Unsicherheiten in der Berechnung. </p> <p>Die Fragen und damit auch die CO2-Bilanz beziehen sich auf ein Jahr. Aufgrund der sehr hohen Relevanz von saisonalen Konsumentscheidungen (insbesondere Heizen im Winter und Urlaubsreisen) sind kürzere Bezugszeiträume für eine CO2-Bilanz nicht aussagekräftig. Neben dem CO2-Fußabdruck, d. h. den auf den individuellen Konsum zurechenbaren Treibhausgasemissionen, berücksichtigt der UBA-CO2-Rechner auch in Ansätzen den persönlichen CO2-Handabdruck (z.B. Einspeisung von Solarstrom oder Klimabeiträge). Eine detaillierte Erläuterung über das Konzept des UBA-CO2-Rechners sowie seiner Berechnungs- und Datengrundlagen finden Sie in Studie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</a>.</p> Quellen <ul> <li>Umweltbundesamt (2020): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a> als Thema für die Verbraucherberatung – mehr als Energieeffizienz und Klimaschutz. Studie im Rahmen des Projekts „Verbraucherberatung als Baustein einer erfolgreichen Ressourcenpolitik“.</li> <li>Umweltbundesamt (2020): Zusammendenken, was zusammengehört: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Kommunaler Klimaschutz und nachhaltiger Konsum</a>.</li> <li>Umweltbundesamt (2020): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaneutrale-regionen-kommunen-als-metastrategie">Klimaneutrale Regionen und Kommunen als Metastrategie zur Förderung nachhaltiger Lebensstile</a>: Empirische Analyse und Entwicklung von politischen Handlungsempfehlungen.</li> <li>Umweltbundesamt (2024): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums">Die Grenzen des Konsums</a>. Nachhaltiger Konsum unter der Berücksichtigung von planetaren Grenzen und globalen Wachstumsdynamiken</li> <li>Umweltbundesamt (2025): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen</a>: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</li> </ul> </p><p> So behalten Sie den Überblick beim nachhaltigen Konsum und vergrößern dauerhaft Ihre persönliche Wirkung beim Klimaschutz: <ul> <li>Senken Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck geldsparend mit Effizienzmaßnahmen, wirksam mit Blick auf die Big Points und dauerhaft durch die Gestaltung Ihrer Alltagsstrukturen.</li> <li>Lassen Sie Ihr Geld für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> arbeiten durch klimafreundliche Geldanlagen und Spenden für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>- und Umweltschutz.</li> <li>Seien Sie Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld.</li> <li>Ermitteln Sie Ihren Status Quo in Form einer persönlichen CO2-Bilanz mit dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-CO2-Rechner und leisten Sie verantwortungsbewusst einen Klimabeitrag für in der Vergangenheit verursachte Treibhausgasemissionen. </li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Es gibt unzählige Tipps und Ideen, wie wir einen persönlichen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> leisten können. Das macht es ganz schön schwierig, den Überblick zu behalten und sich nicht im Klein-Klein zu verzetteln. Welches sollte der nächste Schritt sein? Wie kann ich meine Wirksamkeit vergrößern? Und wie erreichen wir das anspruchsvolle Ziel eines klimaneutralen Lebens? Mit den folgenden Basisstrategien für einen nachhaltigen Konsum und ein klimaneutrales Leben behalten Sie den nötigen Überblick und steigern Ihren Impact. Sie erleben höhere Selbstwirksamkeit und schaffen die Voraussetzung für mehr Gelassenheit im klimafreundlichen Alltag.</p> </p><p> Mit Energieeffizienz viel Geld sparen <p>Das Gleiche tun wie zuvor, nur mit weniger Aufwand – das ist die Grundidee der Effizienz. Und damit können Sie vor allem dort, wo Energie verbraucht wird, sehr viel Geld sparen. Zusätzlich zum Kaufpreis eines energiebetriebenen Produkts oder einer Investition ins Haus summieren sich im Laufe der Jahre Energiekosten, die den Kaufpreis um ein Vielfaches übersteigen können. Das Einsparpotenzial liegt in einem Haushalt bei mehreren hundert Euro und mehr pro Jahr. Es lohnt sich deshalb, die durch den Kauf beeinflussten zukünftigen Energiekosten genau zu prüfen („Lebenszykluskosten“): Ob beim Duschkopf oder bei der Haussanierung, bei Haushaltsgroßgeräten oder beim Autokauf. Bedenken Sie dabei, dass heutige Investitionen in höhere Energieeffizienz immer auch eine Versicherung gegenüber steigenden Energiepreisen in der Zukunft sind. Die Energieverbrauchskennzeichnung macht es bei vielen Produkten sehr leicht, die energieeffizienteste Variante zu finden. Eine erste Ideenliste für lohnende Energieeffizienzmaßnahmen finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutschland-krisenfester-nachhaltiger-machen">hier</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/eu-label_nicoelnino_fotolia_95320048_m.jpg"> </a> <strong> Durchblick beim Energieverbrauch mit der EU-Energieverbrauchskennzeichnung </strong> Quelle: NicoElNino / Fotolia </p><p> Mit Big Points tonnenweise CO₂ vermeiden <p>Worum würden Sie sich eher bemühen: um 1 Euro oder 1 Million Euro zu bekommen? Unsere Alltagserfahrungen machen uns die Antwort leicht und lassen uns sofort die Größe des Unterschieds spüren. Bei der Umweltrelevanz fällt uns diese Bewertung hingegen schwer. Dabei bewegt sich die Wirksamkeit von allgemein vorgeschlagenen Umwelttipps (z. B. im Hinblick auf das CO2-Einsparpotenzial) in dieser Spannbreite von 1 zu 1 Million. Während eine Salatgurke ohne Plastikfolie oder ein eingesparter Coffee-to-go-Becher wenige Gramm CO2 einsparen, können die energetische Sanierung eines Wohngebäudes, eine Investition in erneuerbare Energien oder eine Spende für Klimaschutzprojekte schnell eine Tonne (d. h. 1 Million Gramm) und mehr CO2 pro Jahr einsparen. </p> <p>Der Blick auf die Big Points, die zentralen Stellschrauben eines nachhaltigen Konsums, ist deshalb für effektives Handeln zwingend: Energieerzeugung, Heizung und Warmwasser, Auto und Flugreisen sowie der Konsum tierischer Produkte. Dazu gehören auch Themen des sogenannten Handabdrucks wie Geldanlagen, Spenden oder persönliches Engagement (siehe unten). Mit wenigen solcher Big Points können wir im Durchschnitt unseren CO2-Fußabdruck sogar dauerhaft halbieren (siehe <a>Abbildung</a>). Nehmen Sie deshalb bei Ihrem Engagement für Umwelt und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> die Big Points in den Blick und vermeiden Sie so tonnenweise CO2 und andere Umweltwirkungen. <a>Weitere Materialien hierzu finden Sie in der </a><a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/wirkung">Denkwerkstatt Konsum</a> oder beim <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum nachhaltiger Konsum</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_bigpoints_fussabdruck_2026.png"> </a> <strong> Mit Big Points den Fußabdruck halbieren </strong> <br> <p><strong>Große Wirkung, kleiner Fußabdruck:</strong> Schon gewusst? Mit gezielten Veränderungen wie dem Umstieg auf Ökostrom, E-Auto oder Carsharing lässt sich die persönliche Klimabilanz massiv entlasten.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum </p><p> Mit cleveren Alltagsstrukturen Klimaschutz leicht machen <p>Wir müssen „einfach nur daran denken“ und können „ohne viel Aufwand“ oder „in nur wenigen Minuten“ viel Gutes für die Umwelt tun – so der Grundtenor vieler Umweltratgeber. Die Alltagserfahrung lehrt uns hingegen, dass jahrzehntelang eingefahrene Routinen, Alltagshektik und vielfältige, oft konkurrierende Zielsetzungen unsere guten Vorsätze immer wieder zunichtemachen können. Die Strategie aus diesem Dilemma lautet: Weniger sich selbst, denn die Alltags- und Entscheidungsstrukturen so ändern, dass <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> zum Normalfall wird. Klimaschutz passiert dann quasi automatisch, ohne dass wir ständig explizit daran denken müssen. Das funktioniert beim energieeffizienten Kühlschrank oder dem gedämmten Haus, bei der Monatskarte für den ÖPNV oder der LED-Leuchte, bei der Carsharing-Mitgliedschaft oder dem E-Auto, beim Ökostrom-Bezug, dem Balkonkraftwerk oder dem grünen Girokonto: Einmal umgesetzt, dauerhafte Klimaschutzwirkung. </p> <p>Diese Strategie erfordert zwar anfangs durchaus einen mehr oder weniger großen Aufwand. Dieser ist aber klar zeitlich begrenzt und Sie können danach einen großen Haken setzen. Im Ergebnis entlasten Sie damit Ihren Kopf und Ihren Alltag und gleichzeitig verstetigen und vergrößern Sie Ihren Klimaschutz-Impact. Auch Grundsatzentscheidungen wie z. B. für einen vegetarischen oder veganen Ernährungsstil oder für den Bioladen als zentrale Einkaufsstätte können in diesem Sinne entlastend gegenüber täglichen Einzelentscheidungen wirken. Weitere Infos finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/alltagsstrukturen-gestalten">Denkwerkstatt Konsum</a>.</p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Clever entscheiden, wirksam handeln: Mit wenig Aufwand viel fürs Klima tun <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> muss nicht kompliziert sein. Viele Entscheidungen treffen wir nur einmal – und sparen damit im Alltag langfristig CO₂. Dieser Erklärfilm zeigt, wie wirkungsvoll einfache Maßnahmen sein können: etwa ein Sparduschkopf, effiziente Elektrogeräte, ein Konto bei einer nachhaltigen Bank oder ein eigenes Balkonkraftwerk.</p> <p>Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/fussabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> </p><p> Mit klimafreundlicher Geldanlage in die Zukunft investieren <p>Eine nachhaltige, klimafreundliche Geldanlage gibt es in allen Risikokategorien: Vom einfachen Girokonto, über den abgesicherten Sparbrief bis hin zu risikobehafteteren Aktienfonds oder Direktbeteiligungen. Legen Sie deshalb Ihr Geld gemäß Ihres persönlichen Anlage- und Risikoprofils nachhaltig und klimafreundlich an. Das ist in doppelter Hinsicht besonders wirksam für den Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>:</p> <ul> <li>Ob energetische Haussanierungen, der Bau von Windrädern oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen: Der Umbau hin zu einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Gesellschaft benötigt Geld. Mit Ihrer nachhaltigen Geldanlage unterstützen und ermöglichen Sie diesen Umbau direkt und profitieren gleichzeitig vom Zinsertrag.</li> <li>Investitionen in Projekte und Unternehmen binden häufig sehr langfristig Kapital und verfestigen damit hieraus resultierende Umweltschäden und Emissionen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte. Dies gilt insbesondere für Kohlekraftwerke, aber auch für Gebäude oder Maschinen. Umso wichtiger ist es für den Klimaschutz, dass heute kein Geld mehr in umwelt- und klimaschädliche Investitionen fließt.</li> </ul> <p>Sie entscheiden, welcher Bank Sie Ihr Geld für welche Investitionen anvertrauen. Legen Sie für diese Entscheidungen Ihre persönlichen Werte zugrunde, die ihnen auch gesellschaftlich und politisch wichtig sind. Weitere Informationen finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/nachhaltige-geldanlage">Nachhaltige Geldanlage</a>“. </p> </p><p> Spenden für den Klimaschutz <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben benötigen geeignete gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Starke Umwelt- und Klimaschutzorganisationen sind hierfür eine wichtige Voraussetzung. Sie begleiten Gesetzgebungsprozesse für Umwelt- und Klimaschutz, informieren die Öffentlichkeit, leisten wichtige Bildungsarbeit, aktivieren Menschen, decken Missstände auf und realisieren Natur- und Umweltschutzprojekte vor Ort. Für diese Arbeit benötigen sie nicht nur das Engagement ihrer Mitglieder, sondern auch in hohem Maße Spenden zur Finanzierung dieser Arbeiten. Dies gilt für große wie für kleine Organisationen.</p> <p>Mit Ihrer Spende für Umwelt- und Klimaschutzorganisationen vergrößern Sie somit die Reichweite und die Wirksamkeit Ihres Handelns. Mit regelmäßigen Beiträgen in Form z. B. einer Mitgliedschaft verringern Sie für sich selbst den Entscheidungsaufwand (siehe oben: „Alltagsstrukturen klimafreundlich gestalten“) und ermöglichen gleichzeitig den Organisationen eine höhere Planungssicherheit. Eine weitere Vereinfachung erzielen Sie, wenn Sie ein festes Jahresbudget für Ihre Spenden festlegen. Der Umweltethiker Prof. Bernward Gesang empfiehlt z. B. 4 % des Jahreseinkommens und 1 % der persönlichen Zeit zu spenden. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/spenden-fuer-den-umwelt-klimaschutz">Spenden für den Umwelt- und Klimaschutz</a>“. </p> </p><p> Mit persönlichem Engagement Steine ins Rollen bringen <p>Nachhaltiger Konsum und klimaneutrales Leben sind keine Privatangelegenheit, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie benötigen deshalb nicht nur das Mitmachen, sondern auch das Vormachen und Weitersagen. Ob Fahrradtasche, Carsharing-Auto oder Solaranlage: Das vorgelebte und sichtbare Beispiel motiviert zum Nachmachen. Gute Ideen und Anregungen lassen sich im Familien- und Freundeskreis austauschen oder im Verein, am Arbeitsplatz oder in der Wohneigentümergemeinschaft einbringen. Durch zivilgesellschaftliches und politisches Engagement kann Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> in der Breite der Bevölkerung verankert werden. Auf diese Weise können Sie oft viel größere Umweltentlastungen als nur bei sich selbst erreichen. </p> <p>Seien Sie deshalb Vorbild für andere und engagieren Sie sich nach Ihren Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Umfeld. Dabei gilt auch bei dieser Strategie: Jeder und jede hat unterschiedliche Möglichkeiten, Kompetenzen und Zeitressourcen beim persönlichen Engagement. Bleiben Sie realistisch bei der Einschätzung Ihrer Möglichkeiten und achten Sie auf ausreichend Selbstfürsorge und Regeneration bei Ihrem Engagement. </p> </p><p> Mit der persönlichen CO₂-Bilanz Prioritäten setzen <p>Wo stehen wir mit unseren Anstrengungen beim nachhaltigen Konsum und beim Versuch klimaneutral zu leben? Bei der Vielzahl an Konsumentscheidungen, die wir ständig treffen, ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Mit dem <a href="https://uba.co2-rechner.de/de_DE/">UBA-CO2-Rechner</a> gibt es ein einfaches Tool, mit dem Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz erstellen und so eine erste Antwort auf diese Frage erhalten können. Der Rechner fokussiert methodisch bedingt v. a. auf den persönlichen Fußabdruck („CO2-Einsparung bei mir“) und berücksichtigt nur wenige Handlungsmöglichkeiten im Sinne des Handabdrucks („CO2-Einsparung mit und bei anderen“). Trotzdem ist er ein wichtiges strategisches Werkzeug: Was sind meine persönlichen Big Points? Wo liegen meine zentralen Handlungspotenziale? Wie stehe ich mit meinen Klimaschutzbemühungen im Vergleich zum deutschen Durchschnitt? Testen Sie es aus, geben Sie Ihrem Klimaengagement eine ehrliche Grundlage und finden Sie Ihren nächsten persönlichen Big Point auf dem Weg zu einem klimaneutralen Leben. </p> </p><p> Mit Klimabeiträgen Verantwortung übernehmen <p>Mit einem durchschnittlichen CO2-Fußabdruck von rund 9,8 t CO2e in Deutschland sind wir noch weit vom Ziel eines klimaneutralen Lebens, d. h. von netto-null Treibhausgasemissionen entfernt. Wir müssen deshalb auch beim nachhaltigen Konsum verstärkt über „Tonnen“ und nicht über „Gramm“ oder „Kilogramm“ an CO2-Vermeidung sprechen. Mit dem Konzept des Klimabeitrags (ehemals „freiwillige CO2-Kompensation“) gibt es die Möglichkeit, durch Spenden für spezifische Klimaschutzprojekte tonnenweise CO2-Vermeidung anzustoßen. Wenn Sie dabei auf die Qualität der Klimaschutzprojekte und auf vertrauensvolle Anbieter achten, ist dies eine sehr gute Möglichkeit, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> weltweit solidarisch und effektiv voranzubringen und gleichzeitig Verantwortung für die mit dem eigenen Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen zu übernehmen. Als Orientierung für die Höhe des Klimabeitrags bietet sich der persönliche Fußabdruck an. Dieser misst die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen i.d.R. des vergangenen Jahres, die wir aus individuellen, sozialen, gesellschaftlichen oder anderen Gründen letztlich nicht vermeiden konnten. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/kompensation-von-treibhausgasemissionen">Kompensation von Treibhausgasemissionen</a>.</p> Was Sie sonst noch tun können: <ul> <li><strong>Bleiben Sie mit unseren sechs Daumenregeln entscheidungsfähig.</strong> „Weniger Konsum ist mehr Umweltschutz“, „Produkte möglichst lange nutzen“, „Reparieren statt neu kaufen“, „Nutzen statt besitzen“, „Wärme effizient nutzen“ und „Mehr pflanzenbasiert, mehr Bio“. Diese Daumenregeln ermöglichen eine erste grobe Umwelteinschätzung und helfen vor allem bei kleineren Entscheidungen, ohne großen Zeitaufwand eine gute Wahl für den Umwelt- und Klimaschutz zu treffen. Mehr Infos zu den Daumenregeln finden Sie in unserer <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/daumenregeln">Denkwerkstatt Konsum</a>.</li> <li><strong>Achten Sie auf Umweltsiegel.</strong> Bei einer Vielzahl von Einkaufsentscheidungen genügt die Kenntnis von fünf Umweltsiegeln, um die umweltfreundlicheren Produkte zu erkennen: EU-Energielabel (Auto, Elektrogeräte u. ä. m.), Bio-Siegel (Lebensmittel), Blauer Engel und EU Ecolabel (verschiedene Alltagsprodukte) sowie Grüner Knopf (Bekleidung). Lesen Sie unseren Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label">Siegel und Label</a>.</li> <li><strong>Nutzen Sie unsere </strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/uba-umwelttipps"><strong>UBA-Umwelttipps</strong></a> für konkrete Entscheidungen. Auf rund 100 Themenseiten finden Sie praktische Tipps für nachhaltiges Handeln – einfach, verständlich und aktuell.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg"> </a> <strong> Nachhaltiger einkaufen: Die 5 wichtigsten Umweltsiegel im Überblick </strong> <br><p>Orientierung im Siegel-Dschungel: Die Infografik zeigt, welche fünf etablierten Umweltsiegel beim Kauf von Lebensmitteln, Elektronik oder Kleidung die beste Orientierung für eine umweltfreundliche Wahl bieten.</p> Quelle: Umweltbundesamt (2025) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775.jpg">Bild herunterladen</a> (459,62 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png"> </a> <strong> 6 Daumenregeln für mehr Nachhaltigkeit im Alltag </strong> <br><p><strong>Fahrplan für den Alltag: </strong>Mit diesen 6 Daumenregeln wird Nachhaltigkeit zur Routine.</p> Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/knk_daumenregel_960x1045.png">Bild herunterladen</a> (278,42 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Hintergrund Nachhaltiger Konsum <p><strong>Nachhaltiger Konsum</strong> steht für „dauerhaft global verallgemeinerbare Konsummuster“. Dabei beinhaltet Konsum die Bedürfnisbefriedigung mit Hilfe von Produkten und Dienstleistungen in den Phasen von Aneignung, Nutzung und Entsorgung. Hinter dieser abstrakten Definition versteckt sich eine sehr große Vielfalt: </p> <ul> <li>Tausende von Einzelentscheidungen in unterschiedlichsten Konsumfeldern (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Bekleidung, …)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der zeitlichen und finanziellen Relevanz der Konsumentscheidungen (Güter des täglichen Bedarfs versus langlebige Gebrauchsgüter, einstellige versus vier- und mehrstellige Eurobeträge)</li> <li>Große Unterschiede bezüglich der sozialen und ökologischen Wirksamkeit („Peanuts versus Big Points“).</li> </ul> <p>Bereits zur Bewertung der ökologischen Relevanz müssen unterschiedliche Umweltwirkungskategorien miteinander verglichen werden: Treibhausgasemissionen, Flächenverbrauch, Bodenversauerung, Biodiversitätsverlust, Toxizität u.a.m. Eine Priorisierung von Maßnahmen sowie eine Formulierung von messbaren Zielen für nachhaltigen Konsum sind demnach besonders herausfordernd. Es überrascht deshalb nicht, dass in der Vergangenheit Debatten über und Priorisierungen von nachhaltigen Konsumentscheidungen vielfach dem Prinzip Zufall folgten. Mit der in den letzten Jahrzehnten zunehmend auf allen politischen Ebenen verankerten Zielstellung einer klimaneutralen Gesellschaft bekommt nachhaltiger Konsum jedoch erstmalig ein umfassendes, richtungssicheres und gut quantifizierbares Ziel an die Hand (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Umweltbundesamt 2020</a>).</p> <p><strong>Klimaneutralität</strong> ist nach dem völkerrechtlich verbindlichen Übereinkommen von Paris (2015) ein weltweit angestrebtes Ziel. Im Sinne der sogenannten „Netto-Null“ sollen positive und negative Effekte menschlichen Handelns in Summe keinen Einfluss auf das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> haben. Im Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) ist verankert, dass in ganz Deutschland bis 2045 Netto-Treibhausgasneutralität und bis 2050 negative Treibhausgasemissionen erreicht werden müssen. Es ist deshalb klar, dass ein nachhaltiger Konsum auch ein klimaneutraler Konsum sein muss. Klimaneutralität ist aber nicht nur eine Mindestbedingung, sondern auch ein guter Wegweiser für nachhaltigen Konsum. </p> <p>In der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Studie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a> konnte gezeigt werden, dass die „Big Points“ eines klimaneutralen Konsums auch in wesentlichen Bereichen die „Big Points“ eines nachhaltigen Konsums sind: Art der Energieerzeugung, Automobilität und Flugreisen, Wohnfläche und Dämmstandard, Konsum tierischer Produkte und das Konsumniveau insgesamt sind hier zu nennen. Obwohl demnach nachhaltiger Konsum viel mehr Umweltaspekte als nur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> beinhaltet, führt der Fokus auf das „smarte“ Ziel der Klimaneutralität dazu, dass nachhaltiger Konsum umfassender und anspruchsvoller strategisch angegangen werden kann. Klimaneutral leben ist demnach aktuell das zentrale „Schlüsselziel“ für die Förderung nachhaltiger Konsummuster. Diese Aussage gilt auch, wenn man umfassendere Konzepte wie das Konzept der Planetaren Grenzen zugrunde legt.</p> <p><strong>Die UBA-Studie </strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums"><strong>Grenzen des Konsums</strong></a> untersucht, wie Lebensstile im Jahr 2050 aussehen könnten, die innerhalb planetarer Grenzen bleiben und gleichzeitig anschlussfähig an heutige Konsummuster in Deutschland sind. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich nötige Anpassungen bei individuellen Konsumgewohnheiten dann in Grenzen halten würden, wenn v. a. die Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien zügig und vollständig erreicht wird. Aber auch in einer klimaneutralen, postfossilen Welt werden dann Ernährung, Mobilität und Wohnen die aus Umweltperspektive prioritären Bedarfsfelder eines nachhaltigen Konsums bleiben.</p> </p><p> CO₂-Fußabdruck <p><strong>Der CO2-Fußabdruck</strong> ist ein etabliertes Konzept der Umweltforschung, das die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> einer Handlung, eines Produktes, einer Organisation (z. B. Unternehmen oder Verwaltung), einer Region (z.B. Staat oder Kommune) oder auch einer Person erfasst und in der Einheit CO2-Äquivalente (CO2e) beziffert. Dies ermöglicht die Analyse des Status Quo, die Identifikation von Hotspots, den Vergleich mit anderen, das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> über die Zeit, die Bezifferung von Minderungszielen oder die strategische Ausrichtung auf das Ziel der Klimaneutralität. </p> <p><strong>Beim persönlichen CO2-Fußabdruck</strong> werden dabei alle Treibhausgasemissionen auf die einzelnen Konsumfelder wie Wohnen, Mobilität und Ernährung aufgeteilt. Dabei wird der ganze Lebensweg von Gütern und Dienstleistungen von der Herstellung über den Transport, den Ge- und Verbrauch bis hin zur Entsorgung berücksichtigt. Diese methodisch motivierte Zuteilung aller Emissionen auf die Endverbraucher*innen darf nicht als Verantwortungszuschreibung missverstanden werden. Der CO2-Fußabdruck zeigt auf, wo bzw. wofür die Treibhausgasemissionen entstehen. Er trifft aber keine normative Aussage darüber, wer dafür in welcher Höhe verantwortlich ist. So ist z. B. die Höhe der Heizemissionen von Gebäuden nicht nur abhängig vom Lüftungs- und Heizverhalten der Bewohner*innen, sondern in hohem Maße vom Dämmstandard und der Heiztechnik des Gebäudes. Diese wiederum sind Resultat von staatlichen Anreizstrukturen, von Ge- und Verboten, der Stadtplanung, von Markt- und Informationsangeboten u.v.a.m. Darüber hinaus gilt: Wohneigentümer*innen haben andere Handlungsmöglichkeiten als Mieter*innen, Familien andere als Singles, Menschen mit höherem Einkommen andere als Menschen mit niedrigerem Einkommen. Um den Wirkraum von Individuen beim <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> umfassend betrachten und bewerten zu können, muss deshalb zum einen der persönliche CO2-Fußabdruck vor dem Hintergrund des jeweiligen Lebenskontextes interpretiert werden. Zum anderen ist es notwendig, nicht nur den persönlichen CO2-Fußabdruck mit seinen methodischen Grenzen, sondern auch den CO2-Handabdruck, d. h. das Wirken von Einzelnen auf die Gesellschaft, in den Blick zu nehmen. Nur so werden alle relevanten individuellen Handlungshebel für mehr Klimaschutz sichtbar.</p> </p><p> CO₂-Handabdruck <p><strong>Der persönliche CO2-Handabdruck</strong> umfasst alle „CO2-Einsparungen mit und bei anderen“, die ich durch mein Tun anstoße. Hierdurch reduziere ich demnach nicht meinen, wohl aber den CO2-Fußabdruck anderer Menschen. Damit ist er eine wichtige konzeptionelle Ergänzung zum persönlichen CO2-Fußabdruck, der nur die „CO2-Einsparungen bei sich selbst“ im Blick hat. </p> <p>Das beginnt bei Maßnahmen, die automatisch die Emissionen mehrerer Menschen verkleinern. Sparduschkopf und Balkonkraftwerk sparen Energie und CO2 für alle Haushaltsmitbewohner*innen. Mein persönlicher CO2-Fußabdruck mindert sich aber nur entsprechend meines Wohnanteils, selbst wenn ich der Hauptinitiator der Maßnahme war. Der CO2-Fußabdruck unterschätzt damit meinen Beitrag zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> und lässt die Maßnahme kleiner erscheinen, als sie ist. Andere individuelle Handlungshebel wie klimafreundliche Geldanlage oder Spenden haben gar keinen Einfluss auf meine persönlichen Emissionen und können trotzdem eine hohe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawirkung">Klimawirkung</a> haben. Klimaschutzengagement wie das Gespräch im Freundeskreis, Initiativen am Arbeitsplatz (z. B. für betriebliches Carsharing oder für ein Energiemanagementsystem) können methodisch im CO2-Fußabdruck ebenfalls nicht abgebildet werden, obwohl ihr Einsparpotenzial schnell über die Höhe des eigenen Fußabdrucks hinausgehen kann. Das gilt schließlich auch für zivilgesellschaftliches Engagement. Die Klimawirkung lässt sich i.d.R. weder beziffern noch auf die vielen beteiligten Menschen „aufteilen“. </p> <p>Während die Vermeidungsleistung beim CO2-Fußabdruck durch dessen Höhe beschränkt ist, ist die potenzielle Klimawirkung beim Handabdruck zwar auch u. a. abhängig von Entscheidungsmacht, Handlungskompetenz, Zeit- und Geldrestriktionen, aber vom Grundsatz her „nach oben offen“. Im Konzept des Handabdrucks spiegeln sich die unterschiedlichen Rollen, die wir innehaben. Wir sind nicht nur Verbraucher*innen, sondern immer auch Bürger*innen und Mitarbeiter*innen in Organisationen. </p> Quelle: Umweltbundesamt/ Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum 24.02.2026 Der ökologische Handabdruck <p>Den CO2-Fußabdruck kennt jede*r. Aber wie sieht es mit dem Handabdruck aus? Der ökologische Handabdruck bildet das Gegenstück zum Fußabdruck. Er steht für die Handlungen, mit denen CO2-Einsparungen bei anderen Personen unterstützt werden können, also das Mitwirken an gesellschaftlichen Veränderungen. Die Idee lautet: Fußabdruck verkleinern, Handabdruck vergrößern. Wie unterschiedlich der Handabdruck aussehen kann, sehen Sie im Erklärvideo. Weitere Informationen liefert das <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/aktionsmaterialien/handabdruck">Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum</a>.</p> </p><p> UBA-CO₂-Rechner <p><strong>Der UBA-CO2-Rechner</strong> ermöglicht die einfache und schnelle Bestimmung einer persönlichen CO2-Bilanz. Er berücksichtigt neben CO2 auch weitere klimawirksame Gase wie Lachgas (N2O) und Methan (CH4), wenn hierfür Daten vorliegen. Beim Flugverkehr werden zudem weitere klimawirksame Nicht-CO2-Effekte wie Zirruswolken berücksichtigt. Die Bilanzierung erfolgt verbrauchsbezogen. Im Gegensatz zur territorialen Bilanzierung z. B. der nationalen Treibhausgasbilanzierung, die alle Treibhausgasemissionen innerhalb von Deutschland berücksichtigt, werden bei der verbrauchsbezogenen Bilanzierung auch die Emissionen aus Exporten und Importen berücksichtigt. Produkte, die im Ausland hergestellt wurden, werden demnach im UBA-CO2-Rechner berücksichtigt. Dies ergibt ein realistischeres Bild über die mit unserem Konsum verbundenen Treibhausgasemissionen. Die unterschiedlichen Bilanzierungsansätze erklären auch, weshalb sich die Werte im UBA-CO2-Rechner für die durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Deutschland von den Werten in der nationalen Treibhausgasbilanz unterscheiden können. </p> <p>Der UBA-CO2-Rechner fokussiert v. a. auf Verhaltensweisen bzw. Konsumentscheidungen, die für die Höhe der persönlichen Treibhausgasbilanz besonders relevant und gut erfassbar sind, um den Aufwand für Nutzer*innen möglichst gering zu halten. Mit dieser Vorgehensweise können trotzdem die Werte für Heizen, Strom und Mobilität sehr gut bestimmt werden. Im Bereich sonstiger Konsum führen hingegen die Vielzahl und Heterogenität der Konsumentscheidungen sowie Datenlücken zu höheren Unsicherheiten in der Berechnung. </p> <p>Die Fragen und damit auch die CO2-Bilanz beziehen sich auf ein Jahr. Aufgrund der sehr hohen Relevanz von saisonalen Konsumentscheidungen (insbesondere Heizen im Winter und Urlaubsreisen) sind kürzere Bezugszeiträume für eine CO2-Bilanz nicht aussagekräftig. Neben dem CO2-Fußabdruck, d. h. den auf den individuellen Konsum zurechenbaren Treibhausgasemissionen, berücksichtigt der UBA-CO2-Rechner auch in Ansätzen den persönlichen CO2-Handabdruck (z.B. Einspeisung von Solarstrom oder Klimabeiträge). Eine detaillierte Erläuterung über das Konzept des UBA-CO2-Rechners sowie seiner Berechnungs- und Datengrundlagen finden Sie in Studie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</a>.</p> </p><p> Quellen <ul> <li>Umweltbundesamt (2020): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/big-points-des-ressourcenschonenden-konsums-als">Big Points des ressourcenschonenden Konsums</a> als Thema für die Verbraucherberatung – mehr als Energieeffizienz und Klimaschutz. Studie im Rahmen des Projekts „Verbraucherberatung als Baustein einer erfolgreichen Ressourcenpolitik“.</li> <li>Umweltbundesamt (2020): Zusammendenken, was zusammengehört: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler">Kommunaler Klimaschutz und nachhaltiger Konsum</a>.</li> <li>Umweltbundesamt (2020): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaneutrale-regionen-kommunen-als-metastrategie">Klimaneutrale Regionen und Kommunen als Metastrategie zur Förderung nachhaltiger Lebensstile</a>: Empirische Analyse und Entwicklung von politischen Handlungsempfehlungen.</li> <li>Umweltbundesamt (2024): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/die-grenzen-des-konsums">Die Grenzen des Konsums</a>. Nachhaltiger Konsum unter der Berücksichtigung von planetaren Grenzen und globalen Wachstumsdynamiken</li> <li>Umweltbundesamt (2025): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-uba-co2-rechner-fuer-privatpersonen-0">Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen</a>: Hintergrundinformationen zur Version 5.0</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>
Gebietsabgrenzungen der bestehenden Landschaftsschutzgebiete (LSG) gemäß § 26 Bundesnaturschutzgesetz vom 29. Juli 2009 [BGBl. I S. 2542] (zuletzt geändert 6. Oktober 2011 [BGBl. I S. 1986) in Verbindung mit § 15 Landesnaturschutzgesetz vom 24. Februrar 2010 [GVOBl. Schl.-H. S. 301] (zuletzt geändert 13. Juli 2011 [GVOBl. Schl.-H. S. 225]). Die Zuständigkeit für die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten liegt bei den Kreisen als Untere Naturschutzbehörden. Die Vollständigkeit der Daten kann insofern nicht garantiert werden (abhängig von Zulieferung durch die Kreise). Hier dargestellt sind nur LSG-Flächen, die außerhalb von Naturschutzgebieten (NSG) liegen. Die digitalen Abgrenzungen sind durch Übertragung der analog vorliegenden Verordnungskarten der Kreise entstanden. Bei Detailfragen gelten letztendlich die Originalkarten der jeweiligen Verordnung (liegen bei den Kreisen/Unteren Naturschutzbehörden sowie beim Land/Oberste Naturschutzbehörde) Gebietsspezifische Anfragen bitte an den zuständigen Kreis. Die "Gebietsnr" (als lfd. Nr. je Kreis) ergibt sich nach folgenden Grundsätzen: 1) Reihenfolge ergibt sich aus dem Datum der Erstverordnung. 2) Werden in einer Verordnung mehrere räumlich oder durch eindeutige Bezeichnung getrennt liegende Landschaftsteile geschützt oder wird explizit deren eigenständige Führung in der amtlichen / offiziellen Liste des Kreises genannt, erhält jeder Landschaftsteil eine eigene lfd. Nummer (und Name). 3) Wird ein LSG aufgehoben, werden die entsprechenden Polygone und Datensätze gelöscht. Dadurch können Sprünge/Lücken in der durchgängigen Nummerierung entstehen. 4) Wird innerhalb eines bereits geschützten Bereichs ein Teilgebiet als LSG ausgewiesen, erhält dieses eine neue lfd. Nummer (und Name). Im Datensatz wird im Feld Jahr als Hinweis auf den durchgängigen bzw. vorausgehenden Schutz - die Angabe des zeitlich vorhergehenden LSG nachrichtlich übernommen. Innerhalb des Landesamtes werden im GIS, im Schutzgebietskataster (SGK) sowie im Aktenplan kreisweise identische lfd. Nummern verwendet. Das Aktenzeichen für LSG lautet: 5322.1-,nachfolgend die Kreiskennziffer sowie die lfd. Nr. (vollzogen für OD, OH, PI - ansonsten bislang nur Übereinstimmumng von GIS und SGK) Zwischen den Verzeichnissen der Kreise und des Landesamtes kann es abweichende Nummerierungen geben.
INSPIRE Schutzgebiete in Hessen (PS, Schema Protected Sites Simple, DE7, DE-HE) - Datensatz HMLU/HessenForst über HLNUG - Download EPSG 4258
Der Kartendienst stellt die digitalen Geodaten aus dem Bereich Naturschutz des Saarlandes dar.:Naturschutzgebiete im Saarland: Bei dieser Schutzgebietskategorie handelt es sich um Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist. Schutzgebiete dieser Kategorie sind die am strengsten geschützten Gebiete. Insbesondere werden die wild lebenden Pflanzen oder Tiere, Biotope oder bestimmte Lebensgemeinschaften zu ihrem Erhalt, ihrer Entwicklung, aufgrund ihres seltenen Vorkommens oder auch aus wissenschaftlichen Gründen unter den gesetzlichen Schutz gestellt. Aktuell sind 121 Naturschutzgebiete unter Schutz gestellt. Für welche Gebiete welche Erfassungsschärfe vorliegt, kann aus dem Attribut-Feld „Erfassungsmaßstab“ abgelesen werden. Die Bestandskarte der Naturschutzgebiete im Saarland gibt Auskunft über die aktuell ausgewiesenen Naturschutzgebiete. Sachdaten/Attributinformationen: NAME:Name des Naturschutzgebietes AUSWEISUNG:Datum der Ausweisung AMT_J_S:im Amtsblatt veröffentlicht-Jahr_Seite GEB_ID_SL:Gebietsnummer Saarland für Bund/Länder-Datenaustausch INFO:Link zu den dazugehörigen Metadaten NR_BER_SAM:Nummer der bereinigten Sammlung des NSG VO_QUELLE:Verordnung über das Naturschutzgebiet ERFASSUNG: Erfassungsgrundlage RECHTSGR:Rechtsgrundlage SHAPE_AREA:vom System berechnete Flächen SHAPE_LEN:vom System berechneter Umring FLAECHE_HA:amtliche Flächengröße in HA gemäß Verordnung
Geschützte Landschaft Bestandteile flächenhaft: Dieser Begriff umfasst Elemente aus der Natur und Landschaft, die zur Erhaltung, Wiederherstellung und Entwicklung unter Schutz gestellt werden. Weitere Bedeutung haben die Landschaftsbestandteile als Habitate für bestimmte wild lebende Tier- und Pflanzenarten. Geschützte Landschaftsbestandteile des Saarlandes; Betrachtungsobjekt im GDZ; Selektion aus der MultiFeatureklasse Naturdenkmäler/Geschützte Landschaftsbestandteile (setzt sich zusammen aus flächenhaften Featureklasse GDZ2010.A_ngndglb und der Businesstabelle mit den Sachdaten (GDZ2010.ndglb)) und Export in die Filegeodatabase Es sind folgende anwenderrelevante Attribute vorhanden: KENNUNG: Kennung OSIRIS; KENNUNG_ALT: Alte Kennung (Landkreise); ART: Art; ANZAHL_FL: Anzahl Flächen; FLAECHE_HA: Fläche in ha (offiziell); ERFASSUNG; BEMERKUNG; SCHUTZZWECK; EINSPEICHERUNGSDATUM; AMTSBLATT; AUSWEISUNG; EIGENTUEMER; Naturdenkmale flächenhaft: Naturdenkmäler sind unter Schutz gestellte Einzelobjekte der Landschaft wie beispielsweise ein bemerkenswerter Baum oder ein Felsen. Die Schutzwürdigkeit ergibt sich aus der Seltenheit, dem besonderen Charakter, der Schönheit oder auch dem wissenschaftlichen Wert eines Naturdenkmals. Beispiele für bedeutende Naturdenkmäler des Saarlandes sind die Schlossberghöhlen in Homburg oder der Brennende Berg in Dudweiler. Attribute: KENZIFFER: Kennziffer; ART: Bezeichnung; RECHTSGR: Festlegung nach §§ des Saarländischen Naturschutzgesetzes- SNG; ERFASSUNG: Erfassungsgrundlage; AUSWEISUNG: Datum der Ausweisung; AMT_J_S: Veröffentlichung im Amtsblatt, LAGE: Lagebezeichnung; AUSG_DURCH: Stelle, die das ND ausgewiesen hat; ZUSTAENDIG: Zuständigkeit.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 762 |
| Europa | 22 |
| Global | 1 |
| Kommune | 169 |
| Land | 1008 |
| Schutzgebiete | 3 |
| Weitere | 34 |
| Wirtschaft | 2 |
| Wissenschaft | 107 |
| Zivilgesellschaft | 21 |
| Type | Count |
|---|---|
| Agrarwirtschaft | 1 |
| Bildmaterial | 2 |
| Daten und Messstellen | 12 |
| Ereignis | 4 |
| Förderprogramm | 414 |
| Gesetzestext | 2 |
| Hochwertiger Datensatz | 48 |
| Taxon | 2 |
| Text | 199 |
| Umweltprüfung | 161 |
| unbekannt | 685 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 570 |
| Offen | 830 |
| Unbekannt | 129 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 1427 |
| Englisch | 151 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 70 |
| Bild | 35 |
| Datei | 66 |
| Dokument | 369 |
| Keine | 461 |
| Unbekannt | 21 |
| Webdienst | 187 |
| Webseite | 669 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 733 |
| Lebewesen und Lebensräume | 1443 |
| Luft | 524 |
| Mensch und Umwelt | 1524 |
| Wasser | 588 |
| Weitere | 1341 |