Die stoffliche Wiederverwertung von Abfaellen, wie Kunststoffen, Loesungsmittel, Elektronikschrott und Papier, schont die Umwelt und die Rohstoffressourcen. Dabei werden Materialien jedoch haeufig in anderen Bereichen eingesetzt als im urspruenglichen Einsatzgebiet. Ob die fuer den Ersteinsatz erforderlichen Bestandteile und Additive, sowie bei der Erstverwendung hinzugekommenen Verunreinigungen und Schadstoffe, etwa beim Einsatz von Loesungsmitteln, beim Recyclingprozess selbst oder beim Folgeeinsatz der recylierten Produkte umwelthygienische Probleme verursachen koennen, ist gegenstand einer ganzen Reihe von Untersuchungen im Labor- und Pilotmassstab, z.T. gemeinsam mit Industriepartnern im Rahmen von Auftragsarbeiten. Auch werden dabei Aspekte der Entgiftung von Laborabfaellen vor einem moeglichen Recycling mituntersucht.
Radioaktive Stoffe werden unterschieden in schwach-, mittel- und hochradioaktiv. Für die Bewertung der radioaktiven Abfälle spielen weitere Faktoren eine Rolle, etwa die Halbwertzeit für den Zerfall der radioaktiven Stoffe oder ihre Radiotoxizität (gesundheitsschädliche Wirkung von radioaktiven Stoffen). Neben der radiologischen Betrachtung, also welche Strahlenbelastung radioaktive Abfälle darstellen, ist insbesondere ihre Wärmeentwicklung ein entscheidendes Merkmal. Hohe Wärmeabgabe ist im Rahmen der Endlagersuche eine zusätzliche Belastung für das Endlagergestein. Deshalb hat sich die Bundesrepublik Deutschland dazu entschieden, zwei Kategorien radioaktiver Abfälle zu unterscheiden: wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle Das sind zum einen die hochradioaktiven Materialien der verbrauchten Kernbrennstoffe und aus der Wiederaufarbeitung, die durch ihren radioaktiven Zerfall Wärme abstrahlen. Zum anderen gehört aufgrund der Wärmeabgabe auch ein Teil der mittelradioaktiven Abfälle dazu. radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung Das sind die schwachradioaktiven Abfälle und der Großteil der mittelradioaktiven Abfälle. Gesteine können Wärme unterschiedlich gut abführen und sind unterschiedlich stark wärmebelastbar. Das heißt, ihre für die Endlagerung positiven Eigenschaften könnten bei zu hoher Wärmebelastung teilweise verloren gehen. Eine Temperaturerhöhung des Gesteins von weniger als drei Grad kann vernachlässigt werden. Dieser Wert entspricht der natürlichen Temperaturzunahme bei einem Tiefenunterschied von 100 Metern in Bergwerken. Für das Endlager Konrad ist diese Bedingung im Genehmigungsverfahren festgeschrieben worden. Beim Blick auf die Herkunft der radioaktiven Abfälle wird klar, dass etwa 95 Prozent aus der Erforschung, dem Betrieb und dem Rückbau der Kernkraftwerke stammt. Dabei hat die Bundesrepublik Deutschland mit ihren Forschungseinrichtungen und dem Abriss der DDR-Kernkraftwerke einen Anteil von rund einem Drittel. Zwei Drittel der Abfälle stammen aus den Anlagen der Energieversorger. Die Bundesländer haben einen deutlich geringeren Anteil, da sie keine großen Kraftwerke zurückbauen müssen. Die Länder sind für radioaktive Materialien aus Industriebetrieben, Hochschulforschung und Medizin verantwortlich und sammeln diese in ihren Landessammelstellen. Bezogen auf die Menge beziehungsweise das Volumen der Abfälle nach ihrer fachgerechten Verpackung (Konditionierung) ergibt sich folgendes Bild: Rund 27.000 Kubikmeter verursachen die radioaktiven Abfälle mit nennenswerter Wärmeentwicklung. Die radioaktiven Abfälle mit geringer Wärmeentwicklung können bis zu 620.000 Kubikmeter ausmachen. Die Gesamtmenge ist derzeit noch stark davon abhängig, wie groß das Volumen der Abfälle aus der Schachtanlage Asse II nach deren Bergung und Konditionierung wird. Außerdem ist auch die Menge der Rückstände aus der Urananreicherung noch nicht exakt zu beziffern. Bei radioaktiven Abfällen handelt sich um radioaktive Stoffe, die nach ihrer Nutzung nicht mehr benötigt werden und auch nicht anderweitig genutzt werden können. Das trifft zum Beispiel für verbrauchte Brennelemente aus den Atomkraftwerken (Kernkraftwerken) zu. Ebenso fallen Prüfstrahler aus industriellen Messeinrichtungen zum Beispiel zur Überwachung von Füllständen in Lagertanks darunter sowie zahlreiche radioaktive Stoffe aus Laboren, Betrieben oder auch von Krankenhäusern. Daneben werden durch den Umgang mit radioaktiven Stoffen Werkzeuge, Schutzkleidung, Filter, Reinigungsmittel, Laborabfälle, ausgediente Anlagenteile und Komponenten wie Pumpen, Rohrleitungen oder Bauwerksteile und andere Gegenstände radioaktiv verunreinigt. Diese Verschmutzung nennt sich Kontamination. Falls sie entfernt werden kann, beispielsweise durch Sandstrahlen oder in chemischen Bädern, fällt nur das abgetragene radioaktive Material als Abfall an, andernfalls werden die verschmutzen Teile als radioaktive Abfälle erfasst. Diese Materialien zählen zu den schwach- und mittelradioaktiven Abfällen und sind vernachlässigbar wärmeentwickelnd. Da es sich häufig um größere Anlagenteile mit geringen radioaktiven Bestandteilen handelt, ist ihre Menge ungleich größer als die der hochradioaktiven Materialien. Für gut die Hälfte (303.000 Kubikmeter) der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle hat Deutschland mit dem genehmigten Endlager Konrad einen Entsorgungsweg gefunden. Für die hochradioaktiven Abfälle wird ein Endlager gesucht. Im Standortauswahlprozess ist die BGE mit der Suche nach einem geeigneten Ort für ein Endlager für insbesondere die hochradioaktiven Abfälle beauftragt. Der Weg dahin ist im Standortauswahlgesetz rechtlich vorgegeben. Er erfolgt in mehreren Schritten. Für die fortschreitende Planung des Endlagerbedarfs sind Prognosen über die Menge der radioaktiven Abfälle notwendig. Die Prognosedaten werden von den Abfallverursachern an die BGE übermittelt. Aus den Daten erfolgt ein Abgleich und eine Bewertung für die zu erwartende Menge und das dafür benötigte Endlagervolumen. Radioaktive Abfälle stammen überwiegend aus der Erforschung, dem Betrieb und dem Rückbau von Kernkraftwerken. Sie werden in verschiedene Abfallarten unterteilt. Entscheidend dafür ist, wie stark die radioaktive Strahlung ist und damit wie viel Wärme sie abgeben. Für einen Teil der Abfälle – die schwach- und mittelradioaktiven - hat Deutschland mit dem Endlager Konrad einen Entsorgungsweg gefunden. Für den Rest muss ein Endlager gesucht und genehmigt werden.
BUNDESGESELLSCHAFT •• FUR ENDLAGERUNG Strahlenschutz (TEK-ST) Klassifizierung radioaktiver Abfälle Radioaktive Abfälle sind radioaktive Stoffe im Sinne des § 2 Abs. 1 Atomgesetz (AtG), die nach§ 9a Abs. 1 Nr. 2 AtG geordnet beseitigt werden müssen. Radioaktive Abfälle werden unterschieden in: hochradioaktive Abfälle (HAW: high active waste) mittelradioaktive Abfälle (MAW: medium active waste) schwachradioaktive Abfälle (LAW: low active waste) Beispiele für endzulagernde radioaktive Stoffe Abfallbezeichnung HAW In Deutschland ist für alle Arten radioaktiver Abfälle die Endlagerung in tiefen geologischen Schichten vorgesehen. Hierfür ist das radioaktive Inventar und die beim radioaktiven Zerfall entstehende Wärme eine relevante Größe. Daher werden die radioaktiven Abfälle in Deutschland in wärmeentwickelnde Abfälle und Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung unterteilt. C 0 +-' hoch radioaktiv ·- n:, wärmeentwickelnde Abfälle ~ +-' C QJMAW N Cmittelradioaktiv ~ V, +-' ,n:, +-' ·::;: ~ <( LAW schwach- radioaktiv Wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle sind durch hohe Aktivitätskonzentrat- ionen und damit hohe Zerfallswärmeleistungen gekennzeichnet und entstehen beim Betrieb von Kernkraftwerken und Forschungsreaktoren sowie bei der bis 2005 zulässigen Wiederaufarbeitung von ausgedienten Brennelementen. Wärmeentwickelnde Abfälle entsprechen hochradioaktiven Abfällen und einem Teil der mittelradioaktiven Abfälle. [1] Abfälle mit vernachlässig- barer Wärme- entwicklung ausgediente Brennelemente Abfälle aus der Wiederaufarbeitung - verglaste Spaltprodukte, Feedklärschlämme und Spülwässer sowie - kompaktierte Brennelementhülsen, Strukturteile, Technologieabfälle wie z. B. Filter ....._ 5 % des Volumens mit . . , . 99 % des gesamten Aktivitätsinventars ausgediente Anlagenteile und Komponenten aus Betrieb und Rückbau von Kernkraftwerken (z.B. Pumpen oder Rohrleitungen) kontaminierte Werkzeuge und Schutzkleidung, Laborabfälle Strahlenquellen aus Medizin, Industrie und Forschung 95 % des Volumens mit 1 % des gesamten Aktivitätsinventars Abb. 1: Schematische Darstellung der Klassifizierung radioaktiver Abfälle Transport- und Zwischenlager-Behälter und Endlagerbehälter für hochradioaktiver Abfälle 1 c:;;[:~ ~ -- 2 Für den Transport und die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle werden spezielle Behälter verwendet. Solche Behälter werden von verschiedenen Unternehmen hergestellt. Behälter vom Typ CASTOR® (cask for storage and transport of radioactive material = Behälter für Lagerung und Transport radioaktiven Materials) werden von dem deutschen Unternehmen GNS (Gesellschaft für Nuklear-Service mbH) gefertigt. Die Behälter sind für die Beförderung zugelassen (Typ B-Versandstück) und so ausgelegt, dass sie selbst extremen Einwirkungen von außen, wie z. B. Transportunfällen, Feuer oder einem Flugzeugabsturz, standhalten und dabei ihre Sicherheits- funktionen beibehalten [2]: 3 Sicherer Einschlusses des radioaktiven Inventars (Dichtheit), Verschlusssystem (Zwei-Barrieren-Dichtsystem), bestehend aus Primär- und Sekundärdeckel Im Zwischenlager erfolgt Überwachung der Dichtheit mittels Druckschalter Abschirmung der ionisierenden Strahlung, Grundkörper aus Gusseisen mit Kugelgraphit (ca. 40 cm Wandstärke) Moderatorstäbe aus Polyethylen in der Behälterwand und Moderatorplatten in Boden und Stahldeckel Ableitung der vom Inhalt ausgehenden Wärme, Tragkorb zur Aufnahme der Brennelemente gewährleistet Wärmeabfuhr an die Kühlrippen Ausschlusses des Entstehens einer Kettenreaktion (Kritikalitätssicherheit). Dosisleistung (mSv/h) Versandstück2 Fahrzeug2 in 2 m Abstand ADR/RID 4.1.9.1.11 0,1 CV 33 (3.3) b) Tabelle 1: Dosisleistungsgrenzwerte f ü r Versandstücke und Transportfahrzeuge nach ADR und RIO • 1,5 m • Geplante Transportkampagne Gorleben 11-lle--- - - (November2011) ---- Messebene: 2 m über Grund >< • >< )1( )1( • 7 ,<..<.. -;§ ~ Abb. 2: Aufbau eines CASTOR® V/19 - Transport- und Lagerbehälter für Brennelemente (DWR)[2] Die von den hochradioaktiven Abfällen ausgehende Neutronen- und Gammastrahlung wird nur teilweise von der Behälterwand abgeschirmt. ADR und RID begrenzen hierbei u. a. die Ortsdosisleistung in 2 m Abstand von der Oberfläche des Transportfahrzeugs auf 0,1 mSv/h = 100 µSv/h (siehe Tabelle 1 und Abb. 3). Hochradioaktive Abfälle werden bis zu ihrer Verbringung in ein Endlager zwischengelagert. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - , 100 Dosisleistungsgrenzwert in 2 m Abstand vom Fahrzeug -+- CASTOR® HAW28M-001 - 6 Die Beförderung radioaktiver Stoffe im öffentlichen Verkehrsraum bedarf der Genehmigung nach § 27 Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) oder § 4 Atomgesetz (AtG). Hierbei sind die verkehrsrechtlichen Vorgaben des Europäischen Übereinkommens über die Internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR) sowie der Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (RID) wie z. B. die maximal zulässige Ortsdosisleistung einzuhalten. Beladekonfiguration und Materialeigenschaft des Tragkorbs Außenfläche 1 - Schutzplatte 2 - Sekundärdeckel mit Druckschalter und Moderatorplatte aus Polyethylen 3 - Primärdeckel 4 -Tragkorb 5 - Moderatorstäbe 6 - Behälter aus Sphäroguss mit Kühlrippen 7- Tragzapfen zur Handhabung CASTOR® HAW28M-002 CASTOR® HAW28M-019 CASTOR® HAW28M-003 CASTOR® HAW28M-004 CASTOR® HAW28M-005 CASTOR® HAW28M-022 CASTOR® HAW28M-020 CASTOR® HAW28M-013 CASTOR® HAW28M-007 CASTOR® HAW28M-006 [1] 75 --Ji J: - :,. Zwischenlagerung ist zeitlich begrenzt zentrale Zwischenlager (Gorleben, Ahaus, Lubmin) dezentrale Zwischenlager an den Kernkraftwerkstandorten C) 50 - Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH gewährleistet im Auftrag des Bundes den C: :::, ( /J Strahlungsniveau in Gebieten mit stark erhöhter Untergrundstrahlung (z.B. Brasilien, Iran, Indien) Q) 1ii (/J 0 Cl sicheren und zuverlässigen Betrieb der Zwischenlager. r,.---- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 1 2 5 Hinweis: LKW nicht im Maßstab der Grafik dargestellt - für die Werte sind alleine die rechts angegebenen Abstände maßgeblich! ;: Kosmische Strahlung in ""'~ 1::::::::~~~:3; 8-12 km Flughöhe _______ ~ - - - = - -, f---'--+-~~~~~~---~---~---~---~---~O 2m 5 10 15 20 Abstand von der Fahrzeugoberfläche [m] 25 Abb. 3: Gamma- und Neutronendosisleistung der Transport- Lagerbehälter vom Typ CASTOR® HAW28M [3] Literatur/Quellenangaben: [lJ Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit - www.bfe.de [2] GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH - www.gns.de [3] Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit {CRS} gGmbH - www.grs.de www.bge.de 30 und 35 Für die Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in einem Endlager werden sog. Endlagerbehälter verwendet. Für Endlagerbehälter gelten gemäß dem gültigen Regelwerk (u. a. StrlSchG, StandAG) dieselben Sicherheitsanforderungen wie bei der Zwischenlagerung bzw. dem Transport der Behälter. Es ist dabei möglich, dass nicht der Behälter direkt, sondern ein den Behälter umschließender sog. Transferbehälter die Anforderungen (z. B. Abschirmung) erfüllt. Bislang gibt es in Deutschland keine genehmigten Behälter für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. SG01201/8/3-2019#2 Poster I Stand: 14.12.2019
SCHWACH UND MITTELRADIOAKTIVE ABFÄLLE: WAS? WOHER? WIE VIEL? Atommüll – Nicht nur hochradioaktive Abfälle brauchen ein Endlager Bereich Produktkontrolle Dr. Monika Kreienmeyer Kai Möller WAS IST DAS PRODUKTKONTROLLVERFAHREN Nachweise: Antragsteller Begleitende Kontrolle: SV(O) Welche Daten werden benötigt? § 3 Abs. 2 AtEV Anmeldung 2 Qualifizierung FORUMSTAGE - RADIOAKTIVE ABFÄLLE Konditionierung & Datenerfassung 06.11.2023 Verpackung & Datenerfassung Dokumentation Endlagerung WAS UND WOHER? Herkunft: Kernkraftwerke, institutionelle – Forschung, Industrie, Medizin Kernkraftwerke: −Betriebsabfälle aus Kernkraftwerken, z. B.: − Verdampferkonzentrate, Mischabfälle (Textilien, Handschuhe, Schläuche, etc.), Harze, Filter, −Stilllegungsabfälle, z. B.: − Beton, Bauschutt, Erdreich, Metalle, Mischabfälle Wiederaufarbeitung, z. B.: − Mischabfälle (Textilien, Handschuhe, Schläuche, etc.), Filter, Kerntechnische Industrie, z. B.: − Mischabfälle, Arbeitsmaterialien Forschung (Großforschungseinrichtungen), Industrie, Medizin, z. B.: − Mischabfälle, Laborabfälle, Filter, − Strahlenquellen, − Forschungsreaktoren Fotos: KIT/GNS/EWN 3 FORUMSTAGE - RADIOAKTIVE ABFÄLLE 06.11.2023
Das Klinikum Steglitz Berlin muss als Indirekteinleiter den vorgegebenen AOX-Schwellenwert von 0,5 mg/l Chlorid beachten. Das Projekt hatte zum Ziel, im Klinikum Steglitz die AOX-Konzentrationen und AOX-Fracht der Laborwaesser zu ermitteln und die AOX-Konzentrationen durch UV-Oxidation zu reduzieren. Methodik: - Bewertung des Messverfahrens; - Batch-Versuche zur UV-Oxidation mit p-Chlorphenol-Standards; - Probenahme der Laborabwaesser, Ermittlung ihrer AOX-Konzentration; - Bestrahlung einiger Abwasserproben mit UV-Licht, Ermittlung der Abnahme der AOX-Konzentration. Mit dem Coulomat 702 Cl von Stroehlein liessen sich AOX-Massen bis 1-g Chlorid untere Nachweisgrenze) reproduzierbar nachweisen. Die AOX-Belastung einer p-Chlorphenol-Loesung liess sich durch reine UV-Bestrahlung vollstaendig abbauen. Der Abbau, bei dem das organisch gebundene Chlor-Atom als Chlorid-Ion abgespalten wurde, entsprach einer Reaktion 1. Ordnung. Die Stichproben der Laborabwaesser des Klinikums Steglitz vor der Neutralisation ergaben AOX-Konzentrationen von 0,05 bis 1,25 mg/l Chlorid bei einem mittleren Volumenstrom von 1600 l/h. Ihre AOX-Konzentration konnte nach zwei- bis fuenfminuetiger UV-Bestrahlungszeit um 30 bis 80 Prozent verringert werden, was jedoch nicht immer ausreichte, den AOX-Schwellenwert von 0,5 mg/l Chlorid zu unterschreiten.
In klinisch-chemischen Laboratorien sind die Entsorgungswege fuer die verschiedenen Abfaelle unterschiedlich. So werden z.B. blutverschmutzte Untersuchungsracks teilweise als infektioese Abfaelle aber auch ueber den Hausmuell entsorgt. Es gibt keine einheitliche Regelung zur Entsorgung der Analyseloesungen aus den Automaten. Eine gesicherte Datengrundlage ueber die Abfallzusammensetzung in klinisch-chemischen Laboratorien existiert nicht. Es sollen daher die Zusammensetzungen der Abfaelle in verschiedenen klinisch-chemischen Laboratorien erfasst, und diese bestimmten Laborarten, Analyseautomaten oder Analysemethoden zugeordnet werden. Anhand dieser Abfallstatistik sollen Entsorgungshinweise gegeben werden.
Im Sinne des Verursacherprinzips kuemmern sich Chemiestudenten um die fachgerechte Entsorgung ihrer Versuchsreste und werden dadurch mit Grundprinzipien des Umweltschutzes vertraut. Weitere integrale Bestandteile der praktischen Ausbildung sind Gesichtspunkte der Toxikologie sowie der Qualitaetskontrolle hergestellter Praeparate.
Das in der Chemieingenieurausbildung an der Fachhochschule Darmstadt erarbeitete Know-How zum umweltfreundlichen Experimentieren und zum Umweltschutz durch Chemie soll auf andere Chemie-Ausbildungssysteme uebertragen werden. Dazu gehoeren Chemiekurse in der Schule sowie die Ausbildung von Chemielehrern an Universitaeten und von Chemisch-Technischen Assistenten an entsprechenden Berufsschulen.
Fuer ein Analysenlabor am Colegio Padre Miguel Gamboa, einer Fachschule fuer Agrarwirtschaft in Coca (Ecuador), wurde eine, bisher nicht vorhandene, Behandlung und Entsorgung von Laborabfaellen eingerichtet. Die getroffenen Massnahmen umfassten Neutralisation von sauren und basischen Loesungen, Ausfaellen und Immobilisierung von Schwermetallen, Rueckgewinnung, Weiterverwendung bzw. thermische Entsorgung organischer Loesungsmittel, Sterilisation von mikrobiologischen Abfaellen sowie die Behandlung (Kompostierung, Verbrennung) fester organischer Abfaelle und die getrennte Sammlung von Altstoffen.
Radioactive materials are distinguished between low-, intermediate-, and high-level radioactivity. Other factors such as the half-life for decay or the radiotoxicity (adverse health effects of radioactive substances) play a role in classifying radioactive waste. In addition to radiological considerations (i.e. which radiation exposure the radioactive waste represents), heat generation in particular is a decisive feature. In the search for a repository, the exposure of the host rock to high heat emission must be considered. Germany has therefore decided to distinguish between two categories of radioactive waste: Heat-generating radioactive waste These high-level radioactive materials from spent nuclear fuels and reprocessing emit heat because of their radioactive decay. Some intermediate-level radioactive waste is also included because of heat emission. Radioactive waste with negligible heat generation This includes low-level radioactive waste and most intermediate-level radioactive waste. Rocks can dissipate heat to different degrees and have different thermal capacities. This means that their positive properties for disposal could be partially lost if the heat load is too high. A temperature increase of the rocks of less than 3°C can be neglected. This value corresponds to the natural increase in temperature at a depth difference of 100m in mines. For the Konrad repository, this condition was stipulated in the licensing procedure. Generated through the decommissioning of nuclear power plants Approximately 95% of radioactive waste originates from research as well as the operation and decommissioning of nuclear power plants. In Germany, roughly one third of nuclear waste originates from research institutions and the decommissioning of nuclear power plants from the GDR (German Democratic Republic). Two thirds of the waste come from the plants of energy suppliers. They have a much smaller share because they do not have to decommission large power plants. The Federal States are responsible for radioactive materials from industrial companies, university research, and medicine and collect them at regional collection points. In relation to the quantity or volume of waste after its proper packing (conditioning), the following picture emerges: Approximately 27,000 m3 of the radioactive waste generate considerable amounts of heat. Up to 620,000 m3 of the radioactive waste generate lower amounts of heat. The total volume still largely depends on the volume of waste from the Asse II mine after recovery and conditioning. Furthermore, the amount of residues from uranium enrichment cannot yet be precisely quantified. Radioactive waste refers to radioactive materials that are no longer needed after use and which cannot be used for other purposes. This applies, for example, to spent fuel elements from nuclear power plants. It also includes standard radioactive sources from industrial measuring equipment for recording fill levels as well as numerous radioactive materials from laboratories, companies, and hospitals. Handling radioactive materials also contaminates tools, protective clothing, filters, cleaning agents, laboratory waste, disused plant components, and components such as pumps, pipelines, structural parts or other items. If the contamination can be removed, only the radioactive material accumulates as waste. Otherwise, the contaminated parts are also considered radioactive waste. These materials are classified as of low- and intermediate-level radioactive waste and have a negligible heat generation. Because these are often larger plant components with low radioactive components, their quantity is much greater than that of high-level radioactive materials. The road to disposal is long For around half (303,000 m3) of the low- and intermediate-level radioactive waste, Germany has found a disposal option in the form of the licensed Konrad repository. In the site selection process, the BGE has been commissioned to search for a suitable site for a repository for high-level radioactive waste in particular. The way to achieve this is legally defined in the Repository Site Selection Act. This is carried out in several steps. In order to be able to progressively plan repository requirements, forecasts on the amount of radioactive waste are necessary. The forecast data are transmitted to the BGE by the waste producers. From the data, a comparison and assessment is made for the expected quantity and the repository volume required. Radioactive waste originates mainly from research and the operation and decommissioning of nuclear power plants. It is distinguished between different types of waste. The decisive factors are: how much heat it emits, and how high the radioactivity is. Germany has found a way to dispose of some of the waste (i.e. the low- and intermediate-level radioactive waste) with the Konrad repository. For the remaining waste, another repository site must be sought and licensed.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 14 |
| Wissenschaft | 2 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 6 |
| Text | 8 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 8 |
| Offen | 6 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 11 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 2 |
| Keine | 12 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 7 |
| Lebewesen und Lebensräume | 11 |
| Luft | 6 |
| Mensch und Umwelt | 14 |
| Wasser | 5 |
| Weitere | 14 |