API src

Found 11 results.

Landesveröffentlichungen zur Gewässerbeschaffenheit (StALU MS Neubrandenburg)

Veröffentlichungen des Landes M-V zur Gewässerbeschaffenheit und zu Wassermengen

WFS ST ALKIS Vereinfacht

Das Liegenschaftskataster wird in elektronischer Form im Amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS) geführt. Der vorliegende Web Feature Service ermöglicht das gezielte Herunterladen von in ALKIS geführten GeoObjekten auf Basis einer Suchanfrage (Direktzugriffs-Downloaddienst). Der Dienst stellt ausschließlich folgende GeoObjekte beschränkt auf die wesentlichen Eigenschaften im Format eines vereinfachten Datenaustauschschemas bereit, das in dieser Produktspezifikation festgelegt ist: Flurstücke, Gebäude, Tatsächliche Nutzungen, Verwaltungseinheiten, Katasterbezirke. Der Dienst ist konzipiert zur Nutzung in einfachen praxisgängigen GIS-Clients ohne komplexe Funktionalitäten. Maßstab: 1:1000; Bodenauflösung: nullm; Scanauflösung (DPI): null

Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG)

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie ist eine technisch- wissenschaftliche Fachbehörde. Im Bereich Umwelt- und Naturschutz stehen die Erfassung, Dokumentation und Bewertung des Umweltzustandes, die Erarbeitung von Grundlagen für die Planung und Umsetzung landesweiter Schutzmaßnahmen und die Beratung der Landesregierung im Vordergrund. Für Beratungszwecke steht das Landesamt auch den Staatlichen Ämtern für Umwelt und Natur und den Landkreisen und Kommunen zur Verfügung. Die Fachabteilungen - Naturschutz und Großschutzgebiete - Wasser - Geologie und Umweltinformation - Immissionsschutz und Abfallwirtschaft - Umweltanalytik und Strahlenschutz sind außerdem mit unterschiedlichem Gewicht mit Vollzugsaufgaben betraut, die landesweite Bedeutung haben. Auf der Web-Seite des LUNG befindet sich auch das Warnmodul des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Mitbringen von Pflanzenschutzmitteln aus Polen ist untersagt - Erschienen am 24.03.2023 - Erschienen unter der Rubrik/en Pflanzenschutz

Frankfurt (Oder) – Zu Beginn der Gartensaison weist der Pflanzenschutzdienst des Landes Brandenburg im Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) darauf hin, dass die Einfuhr von Pflanzenschutzmitteln aus Polen seit mehreren Jahren nicht gestattet ist. In Kooperation mit dem Zoll finden deshalb wieder verstärkt Kontrollen in Grenznähe statt. Auch wenn das Unkraut im Garten immer schneller wächst und der Preis von in großen Abpackungen angeboten polnischen Pflanzenschutzmitteln niedrig ist: Polnische Pflanzenschutzmittel dürfen nicht mit nach Deutschland gebracht oder hier angewendet werden. Weil sämtliche Sicherheitshinweise auf den Verpackungen in polnischer Sprache angegeben sind, ist eine sachgerechte und nicht Menschen und Umwelt schädigende Anwendung nicht garantiert. Die Packungsgrößen von in der Regel einem bis fünf Liter sind nicht für private Anwender geeignet. Es handelt sich um konzentrierte Mittel, die einen sachgerechten Umgang erfordern. Die Gefahr einer Überdosierung ist hoch. Bei den Kontrollen des Pflanzenschutzdienstes werden regelmäßig Unkrautvernichter aufgefunden, die Privatpersonen für den Eigenbedarf im Garten mitbringen, um beispielsweise die Terrasse oder Hoffläche unkrautfrei zu bekommen. Viele Menschen wissen nicht, dass dieser Einsatz in Deutschland jedoch untersagt ist. Auf versiegelten Flächen wie Terrasse oder Hof können die Pflanzenschutzmittel nur schlecht abgebaut werden und halten sich lange auf der Oberfläche. Bei Regen werden sie dann abgewaschen und können so in die Kanalisation gelangen. Um dies zu verhindern, gibt es in Deutschland auch für deutsche Mittel ein grundsätzliches Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln auf dem sogenannten „Nichtkulturland“. Tipps, wie man Unkraut oder Schädlinge wieder loswerden kann, bietet die Broschüre „Sachgerechter Pflanzenschutz im Haus- und Kleingarten“, die auf der Webseite des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung kostenlos bestellt werden kann. Weitere Informationen bietet auch das Umweltbundesamt, darunter eine Top Ten der wirksamsten und umweltschonenden Pflanzenschutzmaßnahmen. Die Pflanzenschutzdienste der Bundesländer bieten ebenfalls verschiedene Informationen zu sachgerechten und möglichst umweltfreundlichen Pflanzenschutzmaßnahmen im Privatgarten an. Die Informationen sind nach Bundesländern geordnet, aber in der Regel für das gesamte Bundesgebiet zutreffend.

Steigende Ausbildungszahlen in Grünen Berufen - Erschienen am 01.12.2023 - Erschienen unter der Rubrik/en Berufliche Bildung

Frankfurt (Oder) – In diesem Jahr ist die Zahl der Auszubildenden in den Grünen Berufen deutlich angestiegen. Fast ein Viertel mehr neue Auszubildende als im Vorjahr hat das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) registriert. Auch die Zahl der Auszubildenden, die ihre Ausbildung erfolgreich abschließen konnten, liegt 2023 mit etwa 80 Prozent sehr hoch. Auf dem heute in der Heimvolkshochschule am Seddiner See stattfindenden 30. Meistertag werden die Leistungen der Auszubildenden und der Ausbilder gewürdigt, die Meisterurkunden übergeben und die besten Auszubildenden und ihre Betriebe der Grünen Berufe ausgezeichnet. Landwirtin oder Tierwirt zu werden, ist für junge Brandenburger und Brandenburgerinnen wieder eine reizvolle Option. Mehr neue Auszubildende als in den vergangenen Jahren entschieden sich 2023 dafür, eine Ausbildung in einem der Grünen Berufe zu beginnen. Die Steigerungsrate liegt über alle Berufe bei etwa 23 Prozent. In der Tierwirtschaft liegt sie sogar noch etwas höher: vor allem für die Rinderhaltung. Aber auch in der Schäferei und Imkerei gibt es neuen Nachwuchs. Insgesamt sind in der zuständigen Stelle im LELF 547 Ausbildungsverträge registriert: unter anderem 186 Landwirte, 124 Gärtner, 44 Forstwirte und 42 Tierwirte sowie 4 Fischwirte. Erfreulich ist zudem, dass etwa 80 Prozent der Auszubildenden ihre Ausbildung erfolgreich abschließen. So haben zum Beispiel alle Auszubildenden im Beruf „Fachkraft Agrarservice“ ihre Prüfungen bestanden. Hervorzuheben sind hier die Helferberufe „Helfer/-in im Gartenbau“ und „Hauswirtschaftshelfer/-in“, mit denen es gelingt, Menschen mit Behinderung oder Einschränkungen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Brandenburg steht hier bundesweit an der Spitze: 5,7 Prozent der Auszubildenden befinden sich in einer Helferausbildung, die häufig für die jungen Azubis der erste Schritt zu einer Vollausbildung ist. Eine gute Aus- und Weiterbildung hilft gegen den Fachkräftemangel. Dabei stellt die Meisterausbildung, die neben dem Beruf läuft, eine große persönliche Leistung dar. Die Ehrung der neuen Meister ist gleichzeitig ein Aufruf an die Betriebe, mehr Personal zu qualifizieren. Ihre Meisterurkunden erhalten heute 11 Landwirtschaftsmeister beziehungsweise -meisterinnen, 6 Gärtnermeister beziehungsweise -meisterinnen, 11 Forstwirtschaftsmeister, 8 Molkereimeister beziehungsweise -meisterinnen, 6 Pferdewirtschaftsmeister beziehungsweise -meisterinnen und 1 Meisterin der Hauswirtschaft. Darüber hinaus werden vier Abschlüsse mit dem Titel „Fachagrarwirt Baumpflege Bachelor professional“ übergeben. Traditionell werden an diesem Tag auch die besten Auszubildenden des Jahres 2023 und ihre Ausbildungsbetriebe geehrt. Dies sind in diesem Jahr 32 Auszubildende und 27 Betriebe aus 11 Berufen.

Die Gartensaison ist in vollem Gange. Hobbygärtnerinnen und -gärtner sind auf der Suche nach geeigneten Pflanzen fürs heimische Grün. Bei der Wahl der Pflanzen für den Garten gibt es allerdings einiges zu beachten, um nicht im nächsten Jahr eine Überraschung zu erleben. Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung informiert zum Staudenknöterich. Während in Großbritannien und in der Schweiz die Anpflanzung und Duldung von Staudenknöterich bereits verboten sind, wird in Deutschland ausdrücklich von der Verwendung dieser Pflanze im Garten abgeraten, die Ausbringung in die freie Natur ist untersagt.

Potsdam – Die Gartensaison ist in vollem Gange. Hobbygärtnerinnen und -gärtner sind auf der Suche nach geeigneten Pflanzen fürs heimische Grün. Bei der Wahl der Pflanzen für den Garten gibt es allerdings einiges zu beachten, um nicht im nächsten Jahr eine Überraschung zu erleben. Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung informiert zum Staudenknöterich. Während in Großbritannien und in der Schweiz die Anpflanzung und Duldung von Staudenknöterich bereits verboten sind, wird in Deutschland ausdrücklich von der Verwendung dieser Pflanze im Garten abgeraten, die Ausbringung in die freie Natur ist untersagt. Staudenknöterich ist nicht in Deutschland heimisch, jedoch in vielen Gärten und auch in der freien Landschaft zu finden. Oft ist nicht bekannt, dass diese Pflanze große Schäden verursachen kann. Meist handelt es sich um den Japan-Staudenknöterich (Fallopia japonica), seltener um Sachalin-Staudenknöterich (Fallopia sachalinensis) oder die Kreuzung beider Arten (Fallopia x bohemica). Alle drei sind sich ähnlich und verursachen ähnliche Probleme. Der Staudenknöterich stirbt im Herbst oberirdisch ab und nur die Rhizome überwintern in der Erde. Im Frühjahr jedoch erscheinen die bambusähnlichen jungen Triebe, die innerhalb weniger Wochen eine Höhe von über drei Metern erreichen können. Der Staudenknöterich ist anspruchslos und äußerst konkurrenzstark. Seine Wurzeln unterwandern meterweit benachbarte Pflanzenbestände. Die oberirdischen Sprosse bilden dichte Bestände und können durch eine starke Beschattung andere Pflanzen absterben lassen. Außergewöhnlich ist die Reproduktionsfähigkeit der Pflanze: schon ein winziges Wurzelstück kann eine neue Tochterpflanze hervorbringen. Ursprünglich stammen die Pflanzen aus Ost-Asien. Mittlerweile sind sie in Deutschland aber ebenfalls weit verbreitet. In Gärten werden sie gerne als Sichtschutz angepflanzt und auch Imker haben zu ihrer Verbreitung beigetragen, da sie im Spätsommer nektarreiche Blüten bilden. Giftig ist der Staudenknöterich nicht. Junge Triebe können sogar – wie Rhabarber oder Spargel zubereitet – gegessen werden. Auch außerhalb von Gärten ist der Staudenknöterich anzutreffen und kann dort Probleme bereiten: Kleine Anfangsbestände können sich innerhalb weniger Jahre stark ausbreiten, vor allem Flussufer bieten ideale Bedingungen und sind daher gefährdet. Die einheimische Vegetation wird verdrängt und die betroffenen Uferpartien sind erosionsanfällig. In der Nähe von Gebäuden gepflanzte Exemplare können zudem Schäden am Mauerwerk und an erdverlegten Abwasserleitungen verursachen. Eine Bekämpfung ist sehr aufwändig und nur bei vielfacher jährlicher Beseitigung der Triebe langfristig erfolgreich. Es kann regelmäßig alle drei bis vier Wochen gemäht werden, minimal fünf Jahre in Folge. Das Schnittgut gehört nicht auf den Komposthaufen, sondern sollte in einer Verbrennungsanlage entsorgt werden. Wirksamer, aber noch aufwändiger ist ein Bodenaustausch von mindestens einem Meter Tiefe – auch hierbei muss der mit Wurzelteilen belastete Boden sicher entsorgt werden. Eine chemische Bekämpfung ist möglich, darf jedoch nur in Ausnahmefällen und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erfolgen.

Larven des Goldafter-Schmetterlings können Baumbestände im öffentlichen Grün schädigen und Allergien auslösen - Erschienen am 17.03.2022 - Erschienen unter der Rubrik/en Pflanzenschutz

Potsdam/Frankfurt (Oder) - Der Goldafter (Euproctis chryshorroea) ist ein wärme- und trockenheitsliebender Schmetterling, der sich – begünstigt durch die Klimaveränderungen – seit dem Jahr 2014 stark vermehrt und hohe Populationsdichten bildet. Auch dieses Jahr ist wieder mit einigen Schäden in Brandenburg zu rechnen. Zur Vermeidung von wiederholtem Kahlfraß sollten die Überwinterungsgespinste bis spätestens Anfang April aus den Kronen herausgeschnitten werden. Das Landesamt für ländliche Entwicklung Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) bietet Beratung an, um über weitere Gegenmaßnahmen zu informieren. Die Larven des Schmetterlings haben ein breites Wirtsspektrum von zirka vierzig Gehölzarten, darunter die wichtigsten Straßen- und Obstbaumarten wie Eiche, Ulme, Weißdorn, Linde und Apfel. Sie überwintern als drei bis fünf Millimeter lange Junglarven in weißen, tütenartigen Gespinsten an den Triebspitzen, meist im oberen, äußeren Kronenbereich. Ab Mitte März bis April zur Zeit des Laubaustriebs beginnen sie mit dem Fraß an den neu austreibenden Blättchen. Ein Überwinterungsgespinst von zirka acht Zentimetern Höhe und drei bis vier Zentimetern Durchmesser kann rund 100 Junglarven enthalten. Gerade in älteren Beständen des Straßenbegleitgrüns von Bundes- und Landestraßen und entlang der Autobahnen BAB 12, BAB 13 sowie der südlichen BAB 10 ist ab Ende April bis Mai wieder Kahlfraß in den Oberkronen zu befürchten. Die Raupenhaare der Larven des Goldafters können allergieauslösend sein. Dadurch sind Kronenpflegemaßnahmen und der Umgang mit dem Grünschnitt ab Mai bis Ende September in stark besiedelten Beständen hinsichtlich des Arbeitsschutzes für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Baumpflege- und Garten- und Landschaftsbau-Betrieben eine Herausforderung. Viele der Bäume des Straßenbegleitgrüns in Brandenburg sind Stiel- oder Roteichen. Diese haben unter den Trocken- und Hitzephasen der letzten sieben Jahre in Verbindung mit verstärktem Fraß durch Goldafter und Schwammspinner bereits schwer gelitten und zeigen zunehmend Vitalitätsverluste und Anzeichen des Eichensterbens.

Larven des Goldafters schädigen Bäume und können Allergien auslösen - Erschienen am 10.12.2022 - Erschienen unter der Rubrik/en Pflanzenschutz

Frankfurt (Oder) – Der Goldafter (Euproctis chryshorroea) ist ein wärme- und trockenheitsliebender Schmetterling, der sich – begünstigt durch die Erderwärmung – seit dem Jahr 2014 stark vermehrt und gehäuft vorkommt. Um wiederholten Kahlfraß zu vermeiden und Bäume zu schützen, sollten die Überwinterungsgespinste bis spätestens Anfang April aus den Kronen herausgeschnitten werden. Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) bietet an, zu weiteren Gegenmaßnahmen zu beraten. Viele der Bäume des Straßenbegleitgrüns in Brandenburg sind Stiel- oder Roteichen und haben sehr unter den Trocken- und Hitzephasen der letzten Jahre gelitten. Zusammen mit einem verstärkten Fraß durch die Larven von Goldafter und Schwammspinner verlieren sie zunehmend ihre Vitalität, und große Kronenteile bis zum ganzen Baum können absterben (Komplexkrankheit „Eichensterben“). Auch im nächsten Frühjahr ist wieder mit deutlichen Fraßschäden im öffentlichen Grün und Straßenbegleitgrün in Brandenburg zu rechnen. Die Larven des Goldafters haben ein breites Wirtsspektrum von rund vierzig Gehölzarten, darunter die wichtigsten Straßen- und Obstbaumarten wie Eiche, Ulme, Weißdorn, Linde und Apfel. Sie überwintern als drei bis fünf Millimeter lange Junglarven in weißen, tütenartigen Gespinsten an den Triebspitzen, meist im oberen, äußeren Kronenbereich. Die Raupenhaare der Larven des Goldafters können Allergien auslösen. Dadurch sind Kronenpflegemaßnahmen und der Umgang mit dem Grünschnitt ab Mai bis Ende September in stark besiedelten Beständen hinsichtlich des Arbeitsschutzes für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Baumpflege- und Garten- und Landschaftsbau-Betrieben eine Herausforderung. Ab Mitte März bis April zur Zeit des Laubaustriebs beginnen die Larven mit dem Fraß an den neu austreibenden Blättchen. Ein Überwinterungsgespinst von rund 8 Zentimeter Höhe und drei bis vier Zentimeter Durchmesser kann rund 100 Junglarven enthalten. Deshalb ist es ratsam, die Gespinste über die Wintermonate aus den Bäumen zu entfernen. Beratung bietet dafür – sowohl für Kommunen als auch Privatpersonen – das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0335 60676-2119. Ansprechpartnerin: Referat Integrierter Pflanzenschutz Bianka Zimmer, E-Mail: bianka.zimmer@lelf.brandenburg.de

30 neue Meister für die Grünen Berufe - Erschienen am 02.12.2022 - Erschienen unter der Rubrik/en Berufliche Bildung

Seddiner See – Zum 29. Meistertag würdigte Agrarstaatssekretärin Anja Boudon heute in der Heimvolkshochschule am Seddiner See die Ausbildungsqualität in den Brandenburger Betrieben der Grünen Berufe. Boudon übergab die Meisterurkunden an 30 Meisterinnen und Meister und ehrte die besten Leistungen. Ebenfalls ausgezeichnet wurden beim Meistertag die 29 besten Auszubildenden in den grünen Berufen. 19 Ausbildungsbetriebe erhielten die Plakette als „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb 2022“. Staatssekretärin Anja Boudon : „Die Meisterinnen und Meister sind die Grundstütze der beruflichen Bildung und in der Landwirtschaft. Sie alle haben mit dem Bestehen der Meisterprüfung einen Karriereschritt in einer Branche gewagt, die vor vielen Herausforderungen steht – der Fachkräftemangel ist davon nur eine. Deshalb ist es erfreulich, dass sich weiterhin viele junge Menschen für eine Ausbildung in den Grünen Berufen entscheiden und die Arbeit in und mit der Natur, mit Tieren und Pflanzen suchen. Wir erleben es zudem immer häufiger, dass Menschen aus ihrem bisherigen Tun aussteigen wollen und in den vielfältigen attraktiven Berufen der Landwirtschaft und im Landleben eine lebenswerte Alternative finden. Im ländlich geprägten Brandenburg bieten die Grünen Berufe eine bunte Palette an Möglichkeiten, wohnortnah der entsprechenden Berufung nachzugehen. Die Meisterinnen und Meister sind dabei ein wichtiger Faktor. Sie sichern die Qualität der Ausbildung und dienen als Vorbilder. Ich freue mich deshalb, dass in diesem Jahr mit 81 Prozent bestandenen Meisterprüfungen ein Rekord erzielt wurde und spreche allen Meisterinnen und Meistern meine Glückwünsche aus.“ Die so genannten Grünen Berufe umfassen in Brandenburg die Ausbildungsberufe als Landwirtin oder Landwirt, Tierwirtin oder Tierwirt, Gärtnerin oder Gärtner, Fachkraft im Agrarservice, Pferdewirtin bzw. -wirt, Milchtechnologe oder -technologin, Revierjäger oder -jägerin und Pflanzentechnologe oder -technologin. Insgesamt umfasst dieser „grüne Bereich“ in Brandenburg mehr als 5.400 Landwirtschaftsbetriebe inklusive Gartenbau mit rund 37.600 Arbeitskräften, die sich steigenden Anforderungen durch die Marktsituation stellen, aber dies auch aus immer wichtiger werdenden Aspekten hinsichtlich Tierschutz, Transparenz der Nahrungsmittelproduktion, Landschaftspflege und Umweltschutz. Auch in den Grünen Berufen ist der Fachkräftemangel deutlich spürbar, der sich nur durch qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung beheben lässt. Die Meisterausbildung – die neben dem Beruf läuft – ist eine große persönliche Leistung. Die Ehrung der neuen Meisterinnen und Meister soll gleichzeitig ein Aufruf an die Betriebe sein, mehr Personal zu qualifizieren. Insgesamt bestanden 17 Landwirtschaftsmeisterinnen und -meister, ein Gärtnermeister, vier Forstwirtschaftsmeistermeister, sechs Pferdewirtschaftsmeisterinnen sowie zwei Meisterinnen der Hauswirtschaft die diesjährigen Prüfungen. Zudem erhielten erstmals drei „Fachagrarwirte Baumpflege – Bachelor Professional Baumpflege“ ihre Zeugnisse. Staatssekretärin Anja Boudon : „In der heutigen Zeit sind alle gefordert, sich im Beruf weiter zu qualifizieren und Neuerungen – sowohl technische als auch neue Erkenntnisse und Entwicklungen – in den Arbeitsalltag zu integrieren. Das gilt auch für die besten Auszubildenden dieses Jahrgangs, die wir heute ebenfalls auszeichnen. Trotz der durch die Corona-Pandemie erschwerten Ausbildungsbedingungen haben alle Beteiligten – sowohl die Auszubildenden als auch die Betrieben, die überbetrieblichen Ausbildungsstätten und Oberstufenzentren – mit viel Einsatz gute Leistungen erbracht. Das gilt es besonders anzuerkennen.“ Ausgezeichnet wurden Auszubildende im Ausbildungsberuf Staatssekretärin Anja Boudon : „Derzeit gibt es bei Jugendlichen ein gesteigertes Interesse an Grünen Berufen. Sie wollen Verantwortung bei der Produktion regionaler Produkte übernehmen und so zu einem nachhaltigeren Lebensstil für uns alle beizutragen. Das ist sehr erfreulich. Gemeinsam mit dem Bildungsministerium unterstützt das Agrar-Umweltressort das Projekt „AGRARaktiv“, in dem junge Menschen für die Branche begeistert und über die vielfältigen Berufsmöglichkeiten informiert werden. Entscheidend dabei ist auch das Engagement der Betriebe. Dass es hier in Brandenburg daran nicht mangelt, zeigt das große Interesse an der Plakette als „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“.“ Beim heutigen Meistertag wurden Ausbildungsbetriebe für ihre hohe Qualität in der Ausbildung mit der Plakette ausgezeichnet. 19 Betriebe erhielten sie in diesem Jahr zum ersten Mal. Das Landwirtschaftsministerium würdigt mit dieser Auszeichnung das besondere Engagement der Ausbildungsbetriebe bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs für den Agrarbereich. Sowohl Kontinuität und Qualität der Ausbildung als auch ehrenamtliches Engagement in der Berufsausbildung und Weiterbildungsbereitschaft der Mitarbeiter der Ausbildungsbetriebe sind bei der Auswahl entscheidend. 2008 wurde die Plakette zum ersten Mal verliehen. Nach dem Aufruf zur Bewerbung durch das Landwirtschaftsministerium bewarben sich 34 Betriebe. Die erstmaligen Trägerbetriebe der Plaketten sind: Zum Meistertag eingeladen hatte die zuständige Stelle für Berufliche Bildung vom Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF).

Drei Jahrzehnte für den Obstbau in Brandenburg - Erschienen am 22.12.2021 - Erschienen unter der Rubrik/en LELF

Potsdam/Müncheberg - Der langjährige Leiter der Obstbauversuchsstation in Müncheberg, Dr. Hilmar Schwärzel, beendet zum 31. Dezember 2021 seine berufliche Tätigkeit und geht in den Ruhestand. würdigt Landwirtschafts- und Klimaschutzminister Axel Vogel das Wirken von Hilmar Schwärzel. Unter Schwärzels fachlicher Leitung habe sich Müncheberg einen großen Namen erarbeitet und zugleich auch der Notwendigkeit obstbaulicher Forschung immer wieder eine öffentliche Wahrnehmung verschafft. Der 1958 in Bernburg geborene Schwärzel studierte an der Humboldt-Universität Berlin und erwarb dort sowohl das Diplom als Gartenbauingenieur in der Fachrichtung gärtnerische Produktion/ Obstbau, als auch den Doktor der Gartenbauwissenschaften. Seit dem 1. Juli 1991 war er für mehr als 30 Jahre unter verschiedenen Zuständigkeiten (des Ministeriums für Landwirtschaft, des Landesamtes für Landwirtschaft beziehungsweise der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau) Leiter der Versuchsstation in Müncheberg. Die Erforschung von Obstsorten steht in Müncheberg in einer über 90-jährigen Tradition. Der „Landes-Sortengarten“, welcher im 1927/28 gegründeten Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung Müncheberg (zu DDR-Zeiten dem "Institut für Obstbau Dresden-Pillnitz" zugeordnet, heute Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V.) angelegt worden war, konnte nach der Wende als Versuchsstation des Landes Brandenburg erhalten werden – als Grundstock für die heutige Sortensammlung der Obstbauversuchsstation. Die ältesten Initialpflanzungen bei den Obstarten Apfel und Birne, die bis heute in Brandenburg überdauert haben, gehen auf Gehölzanzuchten des mittleren bis späten 19. Jahrhunderts zurück. Seit dem 22. Juli 2019 ist die Obstbauversuchsstation der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Arboristik e. V. in Großbeeren (LVGA) angegliedert. Mit neuen Versuchsanlagen, Kooperationsprojekten mit verschiedenen Partnern sowie als Bildungsstätte für Auszubildende, Studenten, Fachpraktiker und Wissenschaftler wird die Station weitergeführt und entwickelt.

1 2