Für die Durchführung des Projektes besetzen wir vorbehaltlich weiterer Finanzierungszusagen zum 01.05.2026 in der Geschäftsstelle in Mainz eine Stelle zur Projektkoordination Natura 2000 stärken (m/w/d). - Bewerbungsfrist ist der 19. April 2026. Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz hat zum 01.01.2026 das Projekt „Natura 2000 stärken“ für das Land Rheinland-Pfalz im Rahmen des GAP-Strategieplans (GAP-SP), gefördert durch die EU und das Land Rheinland-Pfalz, gestartet. Für die Durchführung des Projektes besetzen wir vorbehaltlich weiterer Finanzierungszusagen zum 01.05.2026 in der Geschäftsstelle in Mainz eine Stelle zur Projektkoordination Natura 2000 stärken (m/w/d). Für die Stelle ist eine Eingruppierung in die Entgeltgruppe 13 in Anlehnung an den TV-L und eine Besetzung in Teilzeit (80%) sowie Befristung bis zum 30.06.2029 und ggf. Aufstockung vorgesehen. Natura 2000, bestehend aus den Vogelschutz- und FFH-Gebieten, ist als weltweit größtes Schutzgebietsnetz ein wichtiges Instrument für den Arten- und Naturschutz in Europa. Mit zahlreichen Lebensraumtypen und geschützten Tier- und Pflanzenarten hat Natura 2000 eine große Bedeutung. Allerdings sind viele Arten und Lebensraumtypen in einem schlechten Zustand und das Instrument Natura 2000 ist in der Bevölkerung oft unbekannt. Um den künftigen Schutz besonders gefährdeter Arten - oder solcher für die Rheinland-Pfalz eine besondere Verantwortung trägt - zu verbessern, sollen bestehende Artenschutzkonzepte gemeinsam mit den zuständigen Behörden und Fachleuten überarbeitet und praxisnäher gestaltet werden. Dazu notwendige Kartierungen werden beauftragt und begleitet. Zusätzlich soll der haupt- und ehrenamtliche Naturschutz in Rheinland-Pfalz zu relevanten Themen fortgebildet werden. Zur Umsetzung wird ein Fortbildungsprogramm entwickelt und durchgeführt, um die Kompetenzen im Land nachhaltig zu stärken und zu erweitern. Auf einer weiteren Ebene soll eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit für die Akzeptanz für Natura 2000 und Naturschutz werben. Für unterschiedliche Zielgruppen sollen Natura 2000, Natur und Naturschutz möglichst niedrigschwellig erlebbar werden. Digital erlebbare Gebiete gehören ebenso zu den Maßnahmen wie Veranstaltungen für Schulklassen. Das Projektteam besteht insgesamt aus zwei Personen. Zu den Aufgabenbereichen zählen insbesondere: Planung und Steuerung des Projekts Vertretung des Projektes nach außen Entwicklung von praxisorientierten Schutzkonzepten und Fortbildungsprogrammen Inhaltliche und konzeptionelle Weiterentwicklung der Maßnahmen Austausch und Treffen mit Stakeholdern in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus Umgang mit Naturschutzbehörden, Landesforsten, Landesämtern und -betrieben, dem ehrenamtlichen Naturschutz und weiteren Landnutzenden Konzeption und Umsetzung von öffentlichkeitswirksamen Informations- und Umweltbildungsveranstaltungen (Exkursionen, Fortbildungen, Führungen, Ausstellungen, etc.) und Erarbeitung zugehöriger Lehrmaterialien - in Zusammenarbeit mit externen Referentinnen und Referenten sowie Akteuren und Institutionen aus der Umweltbildung Vorbereitung und Umsetzung der projektbegleitenden Öffentlichkeitsarbeit (Pressearbeit, Social-Media, Veranstaltungen, Exkursionen) Verantwortung für sachgerechten Einsatz von Finanzmitteln, Vergabe von Aufträgen und Begleitung der externen Dienstleister Verwaltungsaufgaben, Mittelverwendung, Verwendungsnachweise, Gesamtevaluierung Wir erwarten von ihnen: eine abgeschlossene naturwissenschaftliche Ausbildung z.B. im Bereich Biologie, Landschaftsökologie, Landespflege, Agrar-, Umweltwissenschaften ODER eine abgeschlossene Hochschulausbildung im Bereich Kommunikation, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit mit einschlägiger Erfahrung im Umwelt- und Naturschutz praktische Erfahrung im Bereich Natur- und Artenschutz praktische Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit mit verschiedenen Zielgruppen Kompetenz im Umgang mit Naturschutzbehörden, Landesämtern und -betrieben sowie dem ehrenamtlichen Naturschutz Erfahrungen mit Förderprogrammen und Kenntnisse der öffentlichen Auftragsvergabe Bereitschaft und Fähigkeit zu Außendiensttätigkeit auch in schwierigem Gelände Führerschein Klasse B zum Stellenantritt Ihr Profil wird abgerundet durch Kommunikations- und Teamfähigkeit, ein sicheres Auftreten, Organisationstalent sowie gute PC-Kenntnisse. Ergänzend ist die Kenntnis über die Regionen und Akteure in Rheinland-Pfalz wünschenswert, ebenso der Zugang zu entsprechenden Netzwerken im Themenfeld auf deutscher und internationaler Ebene. Wir bieten ihnen: eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit und die Möglichkeit, ein anspruchsvolles Naturschutzprojekt in einem engagierten Team zu entwickeln und umzusetzen einen Dienstsitz in der lebendigen Universitäts- und Landeshauptstadt Mainz flexible Arbeitszeiten und Möglichkeit zum Homeoffice 30 Tage Erholungsurlaub pro Kalenderjahr gemäß § 26 TV-L Jahressonderzahlung gemäß § 20 TV-L Betriebliche Altersvorsorge bei der VBL (Zusatzversorgung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst) ein vergünstigtes Deutschlandticket (Job-Ticket) Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Bewerbungsfrist ist der 19. April 2026. Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit Ihren vollständigen Unterlagen in einer Datei an: bewerbung(at)snu.rlp.de Ansprechpartner bei Rückfragen: Leah Nebel und Moritz Schmitt Telefon: 06131 - 16 5070
Hannover. Der Erhalt wertvoller Lebensräume, Schutz bedrohter Arten oder die Unterstützung von Kommunen bei Naturschutzfragen: Der Geschäftsbereich Naturschutz im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und seine Aufgaben sind vielfältig und anspruchsvoll. Seit mehr als 30 Jahren gestaltet Berthold Paterak diese Aufgabe mit. Jetzt geht der Geschäftsbereichsleiter und stellvertretende Direktor des Landesbetriebs in den Ruhestand. Der Erhalt wertvoller Lebensräume, Schutz bedrohter Arten oder die Unterstützung von Kommunen bei Naturschutzfragen: Der Geschäftsbereich Naturschutz im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und seine Aufgaben sind vielfältig und anspruchsvoll. Seit mehr als 30 Jahren gestaltet Berthold Paterak diese Aufgabe mit. Jetzt geht der Geschäftsbereichsleiter und stellvertretende Direktor des Landesbetriebs in den Ruhestand. „Ob Landschaftsrahmenplanung, Natura 2000 oder die Ausbildung des Nachwuchses, die Bandbreite der Themen im Naturschutz ist groß und hat meine Tätigkeit vielfältig und herausfordernd gemacht. Besonders erfüllt hat es mich, gemeinsam mit dem Team an nachhaltigen Lösungen für den Schutz unserer Natur in Niedersachsen zu arbeiten und dabei auch neue Wege zu beschreiten“, sagt Berthold Paterak zu seinem Abschied. „Rückblickend bin ich dankbar für die vielen spannenden Projekte und die engagierte Zusammenarbeit, die meinen Berufsalltag bereichert haben.“ Seit 2013 leitet der 64-Jährige den Geschäftsbereich Naturschutz am Direktionsstandort Hannover und hat zahlreiche Aufgaben für den Naturschutz in Niedersachsen maßgeblich vorangetrieben. So wurden unter seiner Leitung die Weiterentwicklung der Landschaftsrahmenplanung in Niedersachsen sowie die Integration von Naturschutzbelangen in die Raumordnung entscheidend vorangebracht. Der Geschäftsbereich war federführend an Verfahren zur Nachmeldung von FFH- und EU-Vogelschutzgebieten beteiligt und hat die Ausweisung von Naturschutzgebieten in der Natura 2000-Gebietskulisse umgesetzt und begleitet. Auch die Erstellung der Integrierten Bewirtschaftungspläne für die Ästuare von Elbe und Weser, sowie die Mitgestaltung des Niedersächsischen Weges wurden unter seiner Verantwortung erfolgreich umgesetzt. Ein besonderes Anliegen war Berthold Paterak zudem die Ausbildung und Prüfung von Nachwuchsführungskräften, um den Fortbestand einer qualifizierten Naturschutzverwaltung in Niedersachsen nachhaltig zu sichern. Nach seinem Studium der Landespflege in Hannover und ersten beruflichen Erfahrungen in einem Planungsbüro in Lübeck, absolvierte der in Hannover und Diepholz aufgewachsene Landschaftsplaner das Baureferendariat Landespflege bei der damaligen Bezirksregierung Hannover. Seit 1992 war er in verschiedenen Funktionen im Niedersächsischen Landesamt für Ökologie (NLÖ) und dessen Vorgängerbehörde tätig, bevor er 2005 in die Direktion des NLWKN wechselte, zunächst als Aufgabenbereichsleiter, später als Geschäftsbereichsleiter und seit 2016 zudem als stellvertretender Direktor des Landesbetriebs. Anne Rickmeyer, Direktorin des NLWKN, bedankt sich bei ihrem langjährigen Stellvertreter für die Zusammenarbeit: „Mit Berthold Paterak verabschieden wir einen Kollegen, der durch sein persönliches Engagement und sein tiefes Verständnis für naturschutzfachliche Zusammenhänge stets überzeugende und tragfähige Lösungen gefunden hat. Seine Fähigkeit, auch in komplexen Situationen den Überblick zu behalten und zielgerichtet zu handeln, war für den NLWKN von großem Wert. Für seinen weiteren Lebensweg wünschen wir ihm alles erdenklich Gute und danken ihm herzlich für sein langjähriges Wirken.“
Gemeinsam Zukunft pflanzen: Mit einer Fördersumme von 26.160 Euro unterstützt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord den Start des Naturpark-Projekts „Naturpark-Bäume mit und für Alle“ im Naturpark Saar-Hunsrück. Prof. Dr. Martin Kaschny, Vizepräsident der SGD Nord, übergab nun im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Projektes den offiziellen Förderbescheid an Stefan Metzdorf, Landrat des Landkreises Trier-Saarburg sowie stellvertretender Vorsitzender des Naturparks Saar-Hunsrück. Auf einer Fläche südlich des Hofguts Serrig entsteht in den kommenden Monaten auf einer Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern eine „Naturpark-Baumschule“. Das Projekt, das Maßnahmen wie Ansaat und Pflege, Anlegen von Biotop-Inseln, Bau von Nistkästen und Insektenhotels sowie Auspflanzaktionen auf ausgewählten Flurflächen und Streuobstwiesen umfasst, wird von zahlreichen Partnern getragen – darunter die Lebenshilfe-Werke Trier GmbH, die Realschule Plus in Saarburg, der Jugendclub Serrig, die Landfrauen Serrig, der Rotary Club Saarburg, das Forstamt Saarburg, das Jugendforum Saarburg, das Programm „Demokratie Leben“ sowie der Kreiswaldbauverein Trier-Saarburg e. V. Ziel ist es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Schulen und Vereinen klimaverträgliche regionale Bäume und Sträucher vorzuziehen, auszupflanzen und damit einen dauerhaften Beitrag zu Biodiversität, Klimaschutz, Bildung und Inklusion zu leisten. „Das Projekt, das das Land Rheinland-Pfalz als Maßnahme des Naturschutzes und der Landespflege fördert, verbindet auf beispielhafte Weise Natur- und Klimaschutz mit inklusiver Teilhabe und praktischer Umweltbildung. Wir streben an, solche zukunftsweisenden Initiativen im ländlichen Raum sichtbar zu machen und zu unterstützen“, betonte Prof. Dr. Martin Kaschny bei der Übergabe des Förderbescheids. Landrat Stefan Metzdorf hob den regionalen Mehrwert hervor: „Die Baumschule wird zu einem Mitmach-Ort für viele Menschen in unserem Landkreis. Hier entstehen dauerhaft neue Lebensräume, wertvolles Wissen wird vermittelt und es wird konkret erfahrbar, wie gemeinschaftliches Engagement unsere Kulturlandschaft stärken kann.“ „Mit diesem Modell schaffen wir nicht nur klimafeste und regionale Naturpark-Bäume. Das Projekt trägt dazu bei, die regionale Streuobstkultur zu bewahren, Umweltbewusstsein zu fördern und künftige Generationen für eine nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren“, erklärte Sabrina Reichelt, Mitarbeiterin des Naturpark-Teams. Auch für das Hofgut Serrig unterstrich Christoph Halbe die soziale Dimension: „Das Hofgut Serrig ist seit vielen Jahren ein Ort, an dem Teilhabe und gemeinschaftliches Arbeiten gelebt werden. Mit der neuen Naturpark-Baumschule schaffen wir einen Raum, in dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam etwas Nachhaltiges aufbauen. Dieses Projekt ist für uns ein echtes Herzensanliegen.“ Im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung gestalteten Schülerinnen und Schüler der Realschule Plus Saarburg erste Nistkästen und Insektenhotels, die auf dem Gelände direkt einen Platz fanden. Langfristig soll die Fläche zu einem außerschulischen Lernort entwickelt werden, an dem Workshops, Pflanzaktionen sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten werden.
Hannover. Vögel waren seine persönliche und berufliche Leidenschaft: Dr. Markus Nipkow, seit 2012 Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), geht in den Ruhestand. Vögel waren seine persönliche und berufliche Leidenschaft: Dr. Markus Nipkow, seit 2012 Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), geht in den Ruhestand. „Der Naturschutz und die Bewahrung der Artenvielfalt dürfen niemals als überflüssiger Luxus betrachtet werden, den wir uns nicht mehr leisten können – wir setzen sonst eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder aufs Spiel“, so beschreibt der Ornithologe seine eigene Motivation und seinen Einsatz für die Vogelwelt. Sein Interesse an Vögeln entwickelte der gebürtige Bielefelder bereits, als er 1975 Mitglied wurde beim damaligen Deutschen Bund für Vogelschutz, heute NABU. In Tübingen und Freiburg studierte der 65-jährige Biologie und promovierte auch in Freiburg am Institut für Landespflege. In Niedersachsen startete der Vogelkundler seine berufliche Laufbahn 1994 als Seminarleiter bei der Naturschutzakademie in Schneverdingen. Im Anschluss war er von 2001 bis 2012 als Referent für Ornithologie und Vogelschutz im NABU Bundesverband tätig, erst in Bonn, dann in Berlin. Zurück in Niedersachsen übernahm der Vater einer Tochter und eines Sohnes im Mai 2012 die Leitung der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN. Die 1947 gegründete „Staatliche Vogelschutzwarte“ pflegt ein umfangreiches Netzwerk zum wissenschaftlich, behördlich und ehrenamtlich organisierten Vogelschutz. Diese entwickelte er in seiner Zeit kontinuierlich weiter - sowohl inhaltlich als auch personell. Aktuell kümmern sich 30 Mitarbeitende hauptamtlich um die Vogelwelt in Niedersachsen, davon die Hälfte in einem LIFE-Projekt zum Wiesenvogelschutz, einem der Aufgabenschwerpunkte. „Denn Niedersachsen trägt für Vogelarten der Feuchtwiesen, der Moore und der Agrarlandschaft eine besonders große Verantwortung“, betont Nipkow. Berthold Paterak, Leiter des Naturschutzes im NLWKN, dankte dem Chef-Vogelschützer im NLWKN für seinen langjährigen Einsatz: „Markus Nipkow hat sein umfangreiches Fachwissen auf zahlreichen Veranstaltungen weitergegeben. Als Teil der niedersächsischen Fachbehörde für Naturschutz standen er und sein Team sowohl dem Umweltministerium als auch den Unteren Naturschutzbehörden immer mit Sachverstand zur Seite. Oftmals ging es dabei um den Umgang mit Konflikten zwischen Betroffenen und den Erfordernissen des Artenschutzes, zum Beispiel bei den Kormoranen, Gänsen und Saatkrähen. Markus Nipkow gelang es stets, Kompromisse zu finden, die von allen Seiten Akzeptanz finden konnten. Dafür danke ich ihm. Ich wünsche ihm alles Gute im wohlverdienten Ruhestand“. Nipkow selbst blickt gespannt auf seinen neuen Lebensabschnitt, wünscht sich, ihn vielfältig nutzen zu können, draußen in der Natur und mit seiner Familie: „Die Freude an der Vogelbeobachtung wird immer dazugehören!“. Die Staatliche Vogelschutzwarte im NLWKN in Kürze Die Staatliche Vogelschutzwarte im NLWKN in Kürze In der Staatlichen Vogelschutzwarte laufen alle Fäden des landesweiten Vogelartenschutzes zusammen: Basierend auf dem Monitoring sämtlicher Brut- und Gastvogelarten zwischen Harz und Nordseeküste, das in enger Zusammenarbeit mit Haupt- wie auch mit Ehrenamtlichen umgesetzt wird, entwickeln die Mitarbeitenden in der Staatlichen Vogelschutzwarte Schutzkonzepte und begleiten zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung von Lebensräumen fachlich. Im Mittelpunkt der Aufgaben stehen die 71 EU-Vogelschutzgebiete in Niedersachsen, deren Kulisse als Hotspots der Artenvielfalt Niedersachsens gelten. Darüber hinaus werden die Rote Liste der gefährdeten Brutvögel Niedersachsens und Bremens erarbeitet und regelmäßig aktualisiert sowie Leitfäden für das Land erarbeitet und fachlich begleitet. Umfangreiches Fachwissen wird laufend auf zahlreichen Veranstaltungen weitergegeben.
Verschiedene Aspekte der Dachbegruenung werden am Beispiel der Versuchsanlage auf dem Laborgebaeude der Fachhochschule (Haus 2) seit 1998 untersucht. Weitere Versuchsanlagen auf dem im Bau befindlichen Laborgebaeude fuer die Fachbereiche Agrarwirtschaft und Landespflege und Lebensmitteltechnologie sind in Vorbereitung. Diese Forschung widmet sich der Kausalanalyse des Pflanzenwachstums bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Als Dauererhebung wird die Artenzusammensetzung als zentraler Parameter erfasst. Dieser wird im Hinblick auf den Wasserhaushalt und die klimatischen Bedingungen interpretiert. Besonderes Gewicht geniesst die Fragestellung nach dem Niederschlagsrueckhalt durch Begruenung im Vergleich zu Kiesdaechern. Diese Fragestellung wird auch in Berlin, in modifizierter Form in Madrid und zukuenftig auch in Rio untersucht. Neben den Forschungsfragestellungen wird ein guter Kontakt zu Firmen gepflegt bzw. ausgebaut, die Materialien zur Dachbegruenung herstellen.
Das übergeordnete Ziel des Forschungsvorhabens ist die Erlangung vertiefter Kenntnisse zum Einsatz von mineralischen Ersatzbaustoffen in Bauwerken / Bauvorhaben der Urbanen Grünen Infrastruktur (UGI) unter Nutzung von bodenmechanischen, wasserhaushaltlichen und ökologischen Untersuchungen. Neben einer Bestandsaufnahme geeigneter Ersatzbaustoffe soll der Anwendungsfokus einerseits auf Dachbegrünungen und andererseits auf der Renaturierung von Brach- und Altlastenflächen liegen. Die Machbarkeitsuntersuchung soll sowohl im kleinen Maßstab durch Labor- und Feldversuche erfolgen als auch großmaßstäblich (Erhebung auf Quartiersebene mittels Geografischer Informationssysteme). Im Fokus sollen Ersatzbaustoffe mit hohen Speicherkapazitäten und geeigneten vegetationstechnischen Eigenschaften stehen, die in großen Mengen anfallen und für die Verwertungsprobleme bestehen. Neben dem kleinskaligen Ansatz der Dachbegrünung werden auch potentielle Brachen, die sich zum UGI-Aufbau mit Hilfe von Ersatzbaustoffen eignen, identifiziert. Mit Hilfe von Topfpflanzversuchen wurden eine Reihe Erkenntnisse über verschiedene mineralische Ersatzbaustoffe (MEB) gewonnen und anhand dieser Ergebnisse fünf verschiedene Substrate auf Basis von zwei bis vier MEB abgeleitet. Diese wurden in Lysimetern auf dem Dach der Mensa verbaut und befinden sich nun in der Langzeitanalyse innerhalb des Versuches unter realen Bedingungen. Ferner wurden die MEB zur Überprüfung auf ihre bodenmechanischen, bodenphysikalischen Eigenschaften, sowie deren Schadstoffgehalt an spezialisierte Firmen geschickt. Weitere Aktivitäten umfassten: - regelmäßiges Monitoring der Feldversuche (Lysimeter), - Ökobilanzierung der betrachteten Primär- und Sekundärmaterialien - Berechnung des Wasserhaushaltes der geeigneten Materialkombinationen und Übertragung der Ergebnisse in die Fläche auf der Basis der bodenphysikalischen Daten - Untersuchung der Biotopvernetzungspotenziale für Dachbegrünungen in Magdeburg unter Nutzung des Potenzialkatasters, basierend auf dem Strahlursprung-Trittstein-Konzept des Deutschen Rates für Landespflege, - Ableitung von Schlussfolgerungen zu Ökosystemleistungspotenzialen, - Interdisziplinäre Auswertung der Gesamtergebnisse.
Die Auswertung Biotopentwicklungspotenzial auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) zeigt die Standorteignung für die Etablierung seltener, an extreme Bedingungen angepasster Vegetationsgesellschaften. Für die Entwicklung einer spezialisierten Vegetation sind besondere Standorteigenschaften notwendig. Auf extrem nassen, trockenen, nährstoffarmen, sauren und kalkhaltigen Standorten kann sich eine für die jeweiligen Bedingungen angepasste Vegetation entwickeln, die selten und damit besonders schützenswert ist. Zur Kennzeichnung der speziellen Standorteigenschaften werden ausgewählte Bodenkennwerte herangezogen. Das Bodenfeuchteregime (nasse oder trockene Standorte) wird durch Grund- und Stauwasserstufe sowie nutzbare Feldkapazität charakterisiert, die zusammengefasst über die bodenkundliche Feuchtestufe eingestuft werden. Kationenaustauschkapazität und Pufferbereich dienen als Maß für Nährstoffversorgung und Versauerung. Der pH-Wert, der auch in die Berechnung der KAKeffWe einfließt, entspricht dem mittleren standortspezifischen Versauerungsgrad unter Wald. Die Auswertung auf Grundlage der Leitprofile der BK50 kann für die Bodenfunktionsbewertung und weitere Planungsvorhaben insbesondere in der Landespflege und Umweltplanung eingesetzt werden.
Die Auswertung Biotopentwicklungspotenzial auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) zeigt die Standorteignung für die Etablierung seltener, an extreme Bedingungen angepasster Vegetationsgesellschaften. Für die Entwicklung einer spezialisierten Vegetation sind besondere Standorteigenschaften notwendig. Auf extrem nassen, trockenen, nährstoffarmen, sauren und kalkhaltigen Standorten kann sich eine für die jeweiligen Bedingungen angepasste Vegetation entwickeln, die selten und damit besonders schützenswert ist. Zur Kennzeichnung der speziellen Standorteigenschaften werden ausgewählte Bodenkennwerte herangezogen. Das Bodenfeuchteregime (nasse oder trockene Standorte) wird durch Grund- und Stauwasserstufe sowie nutzbare Feldkapazität charakterisiert, die zusammengefasst über die bodenkundliche Feuchtestufe eingestuft werden. Kationenaustauschkapazität und Pufferbereich dienen als Maß für Nährstoffversorgung und Versauerung. Der pH-Wert, der auch in die Berechnung der KAKeffWe einfließt, entspricht dem mittleren standortspezifischen Versauerungsgrad unter Wald. Die Auswertung auf Grundlage der Leitprofile der BK50 kann für die Bodenfunktionsbewertung und weitere Planungsvorhaben insbesondere in der Landespflege und Umweltplanung eingesetzt werden.
Bau eines Igelhauses auf dem Gelände einer anerkannten Aufnahme- und Pflegestation
Förderungen von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landespflege; Beweidung der Concordia-Sandhalde in Bendorf-Mülhofen im Jahr 2022
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 161 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 4 |
| Land | 95 |
| Weitere | 21 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 60 |
| Zivilgesellschaft | 8 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 138 |
| Lehrmaterial | 1 |
| Text | 55 |
| Umweltprüfung | 11 |
| unbekannt | 33 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 66 |
| Offen | 170 |
| Unbekannt | 4 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 234 |
| Englisch | 16 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 10 |
| Datei | 11 |
| Dokument | 52 |
| Keine | 137 |
| Webseite | 53 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 129 |
| Lebewesen und Lebensräume | 238 |
| Luft | 66 |
| Mensch und Umwelt | 240 |
| Wasser | 86 |
| Weitere | 204 |