Der Geodatensatz enthält den Geltungsbereich des Biosphärengebiets "Schwarzwald", untergliedert in eine Kernzone, eine Pflegezone und eine Entwicklungszone. Der Stadtkreis Freiburg wird auf ca. 14% des Stadtgebiets durch das Biosphärengebiet abgedeckt, wobei ca. 65% auf die Gemarkung Kappel und ca. 35% auf die Gemarkung Freiburg entfallen. Von den 14% des betroffenen Freiburger Stadtgebiets befinden sich ca. 85% in der Entwicklungszone und ca. 15% in der Pflegezone des Schutzgebiets.
Biosphärengebiete umfassen großräumige Kulturlandschaften mit charakteristischer und reicher Naturausstattung, die zu erhalten, zu fördern und zu entwickeln sind. Sie sind Modellregionen, die zeigen, wie sich Aktivitäten im Bereich der Wirtschaft, der Siedlungstätigkeit und des Tourismus zusammen mit den Belangen von Natur und Umwelt gemeinsam innovativ fortentwickeln können. Kernzonen werden wie Naturschutzgebiete, die übrigen Zonen überwiegend wie Landschaftsschutzgebiete geschützt.
Das Biosphärengebiet Schwarzwald wurde zum Februar 2016 durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) Baden-Württemberg offiziell eingerichtet.
Der Geodatensatz enthält den Geltungsbereich des Naturparks "Südschwarzwald" sowie Teile des angrenzenden Naturparks "Schwarzwald Mitte/Nord". Der Naturpark Südschwarzwald deckt ca. 20% des Freiburger Stadtkreises ab, wobei ca. 60% auf die Gemarkung Freiburg und ca. 40% auf die Gemarkung Kappel entfallen. Er ist mit ca. 4.000 km² der größte Naturpark Deutschlands.
Der Geodatensatz enthält die flurstücksgenauen räumlichen Geltungsbereiche der acht teilweise oder vollständig im Stadtkreis Freiburg liegenden Naturschutzgebiete (NSG): "Schauinsland" (322 ha), "Freiburger Rieselfeld" (257 ha), "Gaisenmoos" (25 ha), "Arlesheimersee" (23 ha), "Humbrühl-Rohrmatten" (21 ha), "Mühlmatten" (20 ha), "Honigbuck" (7 ha) und "Schangen-Dierloch" (131 ha).
Naturschutzgebiete werden durch die Höhere Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium (RP) verordnet. Die digitalen Geodaten zu Naturschutzgebieten werden durch das RP im Umweltinformationssystem Baden-Württemberg erfasst und gepflegt.
Ziel der Pilotstudie ist es die Anfälligkeit von Fließgewässern während Niedrigwasser aufzuzeigen und daraus entstandene negative Auswirkungen für Wasser- und Gewässerbenutzungen, sowie Konfliktpotentiale zwischen Betroffenen zusammenzutragen. Auf der Grundlage der gebietsspezifischen Niedrigwasserdynamik und den Bedürfnissen der unterschiedlichen Interessengruppen entlang der Gewässers werden vergangene Niedrigwassereignisse analysiert. Hierbei werden für Baden-Württemberg exemplarisch die Einzugsgebiete der Dreisam (Freiburg und Breisgau-Hochschwarzwald) und des Leimbachs (Rhein-Neckar-Kreis) untersucht. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Zusammen- und Gegenüberstellung der Niedrigwasserabflussentwicklung entlang des Gewässers in Anbetracht der Wasser- und Gewässerbenutzung. Insbesondere stehen Ein- und Ausleitungen, und Gemeingebrauch entlang des Gewässers bei unterschiedlichen Abflussbedingungen und daraus resultierende Konfliktpotentiale im Fokus des Projekts. Im Rahmen einer Abflussmodellierung sollen die Auswirkungen verschiedener klimatische Szenarien, z.B. mehrjährige Trockenheitsereignisse, auf die Einzugsgebiete getestet werden. Aus den zusammengestellten Wissen über vergangene Niedrigwasserereignisse, modellierten Abflussszenarios und den bestehenden Nutzungsinteressen und -rechten sollen gebietsspezifische, jedoch methodisch übertragbare, Empfehlungen für ein verbessertes Niedrigwassermanagement resultieren.