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Co-creation nachhaltiger Transformationen von Lebensmittelversorgungsketten durch kooperative Geschäftsmodelle und Governance

Der Klimawandel, die COVID-19-Pandemie und der Krieg in der Ukraine machen deutlich, dass die konventionellen, globalisierten Lebensmittelversorgungsketten nicht nachhaltig sind. Hinzu kommen erhebliche Treibhausgasemissionen, Ernährungsunsicherheit, hohe Lebensmittelpreise, Ungerechtigkeiten gegenüber Arbeitnehmern und die Abhängigkeit von Handelspartnern, die die Menschenrechte verletzen. Es wurden verschiedene Anstrengungen unternommen, um die Lebensmittelversorgungsketten in Richtung Nachhaltigkeit zu verändern, indem Transporte reduziert, faire Preise gezahlt, die Wertschöpfung in der Herkunftsregion erhöht, Sicherheitsstandards für Arbeitnehmer eingeführt und die Rechenschaftspflicht entlang der gesamten Versorgungskette von der Produktion bis zum Verbrauch verbessert werden. Kooperative Geschäftsmodelle, wie Arbeiter- oder Verbrauchergenossenschaften, sowie kooperative Governance, wie zum Beispiel Ernährungsräte oder solidarische Landwirtschaft, übernehmen viele dieser nachhaltigen Praktiken. Dennoch gibt es wenig empirische, vergleichende Forschung darüber, wie nachhaltige Lebensmittelversorgungsketten durch genossenschaftliche Modelle umgesetzt werden können. Dieses Projekt koordiniert transdisziplinäre Forschungsaktivitäten von sechs Teams in Deutschland, Schweden, der Türkei, Thailand, den USA und Taiwan, die mit lokalen Gruppen verschiedener Interessengruppen zusammenarbeiten, um zu erforschen, wie Lebensmittelversorgungsketten in unterschiedlichen soziokulturellen und politischen Kontexten erneuert, umgestellt und gestärkt werden können. Während alle Studien ganze Versorgungsketten untersuchen, unterscheiden sich sind die Fälle hinsichtlich der spezifischen Probleme der Versorgungskette, der Phase der Versorgungskette, die für die Umwandlung offen ist, der Bandbreite der Lebensmittelprodukte und der Steuerungselemente des unterstützenden unternehmerischen Ökosystems. Alle Teams stützen sich auf einen theoretischen Rahmen, der Nachhaltigkeitstransformation, kurze Lieferketten und alternative Lebensmittelnetzwerke miteinander verbindet, und verwenden eine Forschungsmethodik, die Nachhaltigkeitsbewertung, Visionsbildung, Strategieentwicklung, reale Experimente und Evaluierungsmethoden in transdisziplinärer Zusammenarbeit mit Akteuren der Lieferkette und der Unternehmensführung kombiniert. Die Ergebnisse dieser Forschung sollen Wissenschaft und Praxis Anhaltspunkte bieten, wie Lebensmittelversorgungsketten erfolgreich in Richtung Nachhaltigkeit umgestaltet werden können.

Stärkung der Widerstandsfähigkeit des ländlichen Ernährungsumfelds im Kontext des Katastrophenrisikos und des Klimawandels in Mosambik

Forschergruppe (FOR) 2936: Klimawandel und Gesundheit in Afrika südlich der Sahara, Teilprojekt: Witterungs- und klimabedingte Einflüsse auf landwirtschaftliche Erträge und die Nahrungsmittelproduktion auf sub-nationaler und nationaler Skala

Die landwirtschaftliche Produktion hängt neben dem sozioökonomischen Umfeld stark von den Klimabedingungen ab. Die zukünftige landwirtschaftliche Produktion, Lebensmittelpreise und Handel werden daher vom Klimawandel beeinflusst. Während die Auswirkungen auf die meisten Industriestaaten eher moderat sein werden, sind einige der größten negativen Auswirkungen für Subsahara-Afrika (SSA) zu erwarten. Insbesondere die rückläufige Wasserverfügbarkeit aufgrund sich ändernder klimatischer Bedingungen und unregelmäßigere Niederschläge werden den Druck auf das Nahrungsmittelproduktionssystem in Burkina Faso und Kenia erhöhen. Bevölkerungswachstum und Ernährungsumstellung erfordern darüber hinaus eine Steigerung der Nahrungsmittelproduktion, welche ebenfalls durch das Potenzial die Ackerlandfläche auszuweiten begrenzt ist. Diese Trends fördern die Ernährungsunsicherheit, verhindern die Etablierung widerstandsfähiger landwirtschaftlicher Systeme und verringern die Fähigkeit der Landwirte, mit dem Klimawandel fertig zu werden.Für Kleinbauern und Subsistenzlandwirte in ländlichen SSA führen Jahre mit Ernteeinbußen oft zu einem unzureichenden Ernährungsstatus der Kinder und dazu, dass die Überlebensraten von Kindern sinken. Klimabedingte Ertragsverluste und Ertragsausfälle werden in einem sich verändernden Klima voraussichtlich zunehmen und zu erheblichen Engpässen bei der Nahrungsmittelproduktion führen, die zu Ernährungsunsicherheit und Unterernährung beigetragen. Zu diesem Zweck haben wir ein semi-empirisches Erntemodell entwickelt, mit dem der Ernteertrag und das Risiko für Ertragsverluste und -ausfälle geschätzt werden können. Mit diesen Modellen konnten wir die Auswirkungen von Klimatrends auf die Kindersterblichkeit aufzeigen, um die Auswirkungen auf die Ernährung für die vergangenen und zukünftigen Klimabedingungen im ländlichen Burkina Faso zu quantifizieren.Um diesen Zusammenhang weiter zu untersuchen, ist es erforderlich, den Umfang der Analyse räumlich (Berücksichtigung der Haushalts-, Distrikt- und Landesebene) und im Umfang auszuweiten (unterschiedlichen Auswirkungen der Ernährungssicherheit auf die Gesundheit). Diese Forschung beabsichtigt daher, diese Fragen auf verschiedenen räumlichen Maßstäben und Bereichen zu behandeln. Dazu werden wir den semi-empirischen Ansatz zur Modellierung von landwirtschaftlichen Kulturen weiterentwickeln, um auf regionaler und nationaler Ebene Beurteilungen der Ertragsauswirkungen (Quantität, Qualität) der wichtigsten Kulturpflanzen für Kenia und Burkina Faso vorzunehmen. Der Ansatz für die Ertragsmodellierung unterscheidet dabei zwischen wetterbedingten und nicht wetterbedingten Ertragseinflüssen und liefert Informationen über Ernteausfälle. Dies wird Informationen liefern, die es Landwirten ermöglichen, ihre agronomische Bewirtschaftung anzupassen und ihre Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel zu verbessern.

Research group (FOR) 2432: Social-Ecological Systems in the Indian Rural-Urban Interface: Functions, Scales, and Dynamics of Transition, Teilprojekt: Landwirtschaftliche Biodiversität und assoziierte Dienstleistungen entlang von rural-urbanen Landschaften: Feldstudien und Modellentwicklung

Biodiversität und Landwirtschaft sind eng miteinander verbunden, weil Biodiversität elementar zur nachhaltigen Landnutzung beiträgt. Durch die weltweit zunehmende Urbanisierung hat die Aufrechterhaltung von Landwirtschaft in Städten große Aufmerksamkeit erfahren. Urbanisierung sollte zur landwirtschaftliche Intensivierung und reduzierten Einwanderung von Arten aus der umgebenden Landschaft führen, wodurch die Bedeutung funktioneller Biodiversität verringert wird. Wir testen die Hypothese, dass die sozial-ökologische Tragfähigkeit der Produktionssysteme von der nachhaltigen Nutzung von Ökosystemdienstleistungen abhängt, wozu die funktionelle Biodiversität von Bestäubern wie auch von biologischen Antagonisten der Schädlinge zählt. Wir untersuchen die geplante und assoziierte Biodiversität in Polykulturen und Monokulturen entlang rural urbaner Gradienten (enge Zusammenarbeit mit A01, B02, C05, C02, C01). Die Untersuchungen an den landwirtschaftlichen Nutzflächen umfasst experimentelle Feldstudien, in denen die Bestäuber und Schädlingsantagonisten manipuliert werden, sowie ein räumlich zeitliches Modell, um den Beitrag der Bestäubung auf den Ertrag zu quantifizieren, unter Berücksichtigung des Beitrags der Schädlingsantagonisten. Pflanze Bestäuber sowie Bestäuber Antagonisten Interaktionsnetze, funktionell wichtige Eigenschaften der Lebensgemeinschaften und der experimentelle Ausschluss von Bestäubern und Antagonisten an Phytometerpflanzen sollen zeigen, wie Bestäubung und biologische Kontrolle den Ertrag und die Verwundbarkeit der kleinbäuerlichen Haushalte beeinflussen. Die Entwicklung von Modellregeln zielt auf die Förderung des Fruchtansatzes und des Ertrags durch Bestäubung. Einfache Simulationsmodelle sollen den Effekt urbaner Ausdehnung und ihrer assoziierten Veränderung in der Verteilung landwirtschaftlicher Flächen, städtischer Parkanlagen und Grünflächen illustrieren. Szenarien thematisieren den Einfluss zunehmender Flächenversieglung vs. zunehmender Begrünung der Stadt mit Parkanlagen und Landwirtschaft auf Bestäubung und biologische Kontrolle, die als räumliche Verbindungsglieder in sozial-ökologischen Systemen fungieren. In enger Zusammenarbeit mit den anderen FOR2432 Projekten sollen Modell-Szenarien deutlich machen, wie der sozioökonomische Kontext (Erziehung, Armut, Nahrungsmittelpreise, politische Rahmenbedingungen, Religion, Migration) Veränderungen von Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen bewirkt. Von besonderem Interesses wird die gemeinsame Bewertung von Spezialisierung vs. Diversifizierung in den Produktionssystemen sowie die Bedeutung der agrochemischen Intensivierungsstrategien sein. Wir erwarten in diesem Projekt einen Überblick über die Ökosystemleistungen und fehlleistungen in urbanen vs. ruralen Produktionssystemen und zielen darauf, die ökologischen und sozialen Notwendigkeiten in Einklang zu bringen im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklungsplanung.

Lebensmittelkonsum und Bioprodukte

Diese Befragung soll helfen, den Konsum von Bioprodukten zu erklären. Die abhängigen Variablen sind dabei der Biokonsum sowie die dadurch entstehenden finanziellen Ausgaben. Der Biokonsum wird dabei als Teilbereich des Gesundheits- und Umweltverhaltens gesehen. Überlegungen zur Low Cost These des Umweltverhaltens werden auf den Lebensmittelkonsum angewendet.

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