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Deichregister Sachsen-Anhalt

Gemäß § 94 Wassergesetz des Landes Sachsen-Anhalt (WG LSA) vom 11.10.2025 wird das Deichregister in digitaler Form vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) geführt und regelmäßig aktualisiert. Das Deichregister wird mit seiner öffentlichen Bekanntmachung wirksam. Das Gleiche gilt für Änderungen des Deichregisters. Die öffentliche Bekanntmachung erfolgt unverzüglich auf der Internetseite des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt unter https://lhw.sachsen-anhalt.de/planen-bauen/deichregister oder als WebGIS-Anwendung unter https://www.geofachdatenserver.de/de/lhw-deichregister.html. Insgesamt umfassen die Deichlinien des Landes Sachsen-Anhalts mehr als 400 Anlagen, bestehend aus Hauptdeichen, Teilschutzdeichen, Leitdeichen, Polderdeichen, Qualmdeichen, Rückstaudeichen und als Deiche definierten Hochwasserschutzwänden, mit einer Länge von insgesamt über 1.200 km.

Überprüfung der Auswirkungen der Errichtung eines Leitdeiches auf die Strömungssituation und Wasserspiegellagen am Pegel Völlinghausen (Möhne)

Bedingt durch außergewöhnliche Niederschläge im Einzugsgebiet der Ruhr resultierten im Sommer 2007 sehr große Wasserstände in den zugehörigen Flüssen, wie sie teilweise noch nicht aufgetreten sind. Daher ist es notwendig, Anpassungen der vorhandenen Messeinrichtungen für die Ermittlung von Wasserständen und daraus abgeleiteten Abflüssen vorzunehmen, um ein bestmögliches Management des Ruhreinzugsgebiets zu ermöglichen. Während die Wasserstände unmittelbar gemessen werden können, müssen die Abflüsse aus den beobachteten Wasserständen an den Pegeln berechnet werden. Die dabei verwendete Abflusskurve (Beziehung zwischen Abfluss und Wasserstand) basiert über das gesamte Abflussspektrum auf durchgeführten Kalibriermessungen von Abfluss und Wasserstand. Für größere Abflüsse bzw. größere Wasserstände als die bisher beobachteten, wird die Beziehung zwischen Abfluss und Wasserstand in der Abflusskurve durch Extrapolation der Abflusskurve bestimmt. Hierfür werden unterschiedliche Extrapolationsmethoden verwendet. Im Falle des Pegels Völlinghausen an der Möhne liegt eine zusätzliche Problematik darin, dass für große Durchflüsse das Gewässer schon vor dem Pegel ausufert und somit ein Teil des Wassers an diesem vorbeigeleitet wird. Der Einfluss auf das Messergebnis soll im Rahmen dieses Projektes untersucht werden. Ähnliche Untersuchungen wurden bereits 2003 im Zuge einer Zusammenarbeit der BU Wuppertal mit dem Ruhrverband bei der Entwicklung eines Leitdeichs für den Pegel Niederbuschhausen an der Ennepe durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen.

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