Ziele der Studie 'Bestandsaufnahme Umweltschutzpotentiale im IHK-Bezirk Muenster' sind - die Darstellung der realisierten und latenten Umweltschutzpotentiale in der Region, - die Identifizierung von Defiziten und Hemmissen der regionalen Umweltschutzaktivitaeten, - die Identifizierung von potentiellen Netzwerkpartnern, Kooperationspartnern und Transfereinrichtungen. - die Erarbeitung von Vorschlaegen zu deren Ausschoepfung an die Adresse der regionalen Wirtschaftsfoerderer - sowie Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes. Regionale Umweltschutzpotentiale werden definiert als - das bestehende Niveau (realisierte Potentiale) - bei der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Umweltschutzprodukten und -dienstleistungen durch in der Region ansaessige private und nicht-private Anbieter (Angebot im Umweltschutz) - bei der Anwendung von umweltvertraeglichen Technologien und Produkten in der Region (Nachfrage im Umweltschutz) - bei der Anwendung von Umweltmanagementsystemen und der Umsetzung von Massnahmen im betriebliche Umweltschutz.
Das Eintrittsdatum bestimmter Phasen in der Pflanzenentwicklung (Phänologie) verschiebt sich über die Jahre unter anderem in Abhängigkeit von Temperaturveränderungen. Aus langjährigen Beobachtungen kann damit der Einfluss veränderter klimatischer Bedingungen auf die Entwicklung von Pflanzen und Ökosystemen ermittelt werden. Anders als direkte Temperaturmessungen spiegelt die Phänologie also eine Reaktion der Natur auf ihre Umwelt wider. Daher ist sie ein wichtiger und besonders sensitiver Bioindikator für den Klimawandel. Als Indikator wird der Blattaustrieb sowie die Länge der Vegetationsphase der Buche und der Eiche verwendet. Als Vegetationsphase ist dabei die Zeitspanne zwischen dem Blattaustrieb und der Blattverfärbung definiert. Sie wird wie folgt berechnet: Kalendertag Blattverfärbung minus Kalendertag Blattaustrieb. Dargestellt werden Blattaustrieb als Tag im Jahr und die Vegetationsphase als Anzahl Tage pro Jahr. Die Daten werden auf sechs (Buche) bzw. acht (Eiche) Flächen des intensiven forstlichen Umweltmonitorings in Nordrhein-Westfalen (ForUm NRW) jährlich seit 2001 visuell im Gelände erhoben. Pro Untersuchungsbestand werden Daten an 20 bis 50 Waldbäumen erhoben. Die Buche wird am Niederrhein, im Ruhrgebiet, im Eggegebirge, im Sauerland und in der Nordeifel beobachtet. Die Eiche wird am Niederrhein, im Münsterland, im Sauerland und in der Nordeifel beobachtet. Die Daten der Flächen werden gemittelt.
Der Rückgang der Artenvielfalt ist auf globaler bis lokaler Ebene vielfach belegt. Insbesondere Arten des Offenlandes sind hiervon betroffen. Die Auswertung historischer und aktueller Daten zum Vorkommen von Arten der Tagfalter und Widderchen (im Folgenden kurz „Tagfalter“ genannt) im Raum Münster zeigt einen Rückgang um 38 % seit 1900. Vor diesem Hintergrund wurden die Tagfalter auf fünf extensiven Ganzjahresweiden und zwei Standortübungsplätzen (SÜP) im Münsterland untersucht. Entlang standardisierter Transekte erfolgte die Erfassung der Tagfalterdiversität und -abundanz sowie verschiedener Habitatparameter. Insgesamt konnten 32 Arten in den Untersuchungsgebieten nachgewiesen werden, die höchste Gesamtartenzahl bei gleichzeitig geringster Individuenzahl zeigte sich auf dem SÜP „Dorbaum“. Trotz der vergleichsweise kleinen Flächen wiesen die Weidelandschaften ein breites Artenspektrum auf, die Arten- und Individuenzahlen der Transektzählungen waren hier im Vergleich zu den SÜP signifikant höher. Die Datenauswertung und Diskussion ergab, dass für Tagfalter eine über die gesamte Vegetationsperiode hohe Blütendeckung, eine hohe Strukturvielfalt, blütenreiche Saumstrukturen, ein natürliches Störungsregime sowie Brachestadien essenziell sind. Auf Grundlage dieser Ergebnisse werden Schutzmaßnahmen für die Untersuchungsgebiete diskutiert.
In bereits gewonnenen Ergebnissen stellten wir fest, dass Pflanzen Fremdchemikalien in unterschiedlicher Konzentration in den oberirdischen und unterirdischen Teilen anreichern. Den Boeden wurden unterschiedliche Mengen von Kompost beigegeben, dessen Schadstoffgehalt vorher untersucht worden war. In den Pflanzen wurden Blei, Cadmium, Chrom und polycyclische Aromaten bestimmt. Es soll geklaert werden, welche Beziehung zwischen dem Schadstoffgehalt der mit Kompost behandelten Boeden und den auf solchen Boeden gezogenen Pflanzen bestehen. 1. Weine aus Weinbaugebieten, in denen seit Jahren industriell hergestellter Kompost als 'Bodenverbesserungsmittel' (100 t/ha) Anwendung fanden sich PAK von 0,1-05 ug 3,4-Benzpyren/1,1,0-3, oug 3,4-Benzinfluoranthen/1 und 1,36-3,21 mg Blei/l Wein. (Grenzwert fuer Blei im Wein: 0,3 mg Blei/l). 2. Nahrungspflanzen (Moehren, Sommergerste, Sommerweizen, Mais, Kartoffeln und Dill), die auf drei unterschiedlich alten Parzellen einer Muelldeponie mit verschiedenen Abdeckschichten gezogen worden waren sowie auf einem Kontrollbeet. Nachgewiesen wurden in Abdeckschicht, Muellschicht und Boden und in den Pflanzen PAK sowie Cd, Cr und Pb. Die Abdeckschichten unterschieden sich in Sickerwasserberegnung und Bodenbehandlung. Auffallend waren bei diesem Feldversuch eine Reduzierung des Massenertrages und Laengenwachstums sowie eine Instabilitaet der Pflanzen.
Die deutschen Vorkommen machen schätzungsweise etwa 15% des Weltbestandes aus und decken sowohl den Arealrand als auch das Arealzentrum mit ab (vgl. GBIF.org 2021). Das Arealzentrum liegt zu deutlich mehr als 10% in Deutschland. Dies entspricht den Kriterienklassen „A1“ bzw. „Lz“. In Kombination mit dem Kriterium 3 (G*) (vgl. Hochkirch et al. 2016) ergibt dies die Kategorie „!“. Deutschland ist somit in hohem Maße für die weltweite Erhaltung der Waldgrille verantwortlich. Nemobius sylvestris ist ein westmediterranes Faunenelement, das seinen Verbreitungsschwerpunkt in Frankreich, Spanien und Portugal hat (Bellmann et al. 2019). In Deutschland dünnen die Vorkommen von Südwesten nach Nordosten aus – also mit zunehmend kontinentalem Klima (vgl. Fartmann 1997, Maas et al. 2002). Es liegt nahe, dass sich das Großklima im Zuge des Klimawandels für N. sylvestris verbessert hat (vgl. Detzel et al. 2022). In weiten Teilen Deutschlands sind die Sommer inzwischen wärmer und die Winter milder (Brasseur et al. 2017). In Rheinland-Pfalz (Ogan et al. 2022) und im Münsterland (T. Fartmann, eigene Beobachtung 2022) konnte bereits eine Ausbreitung beobachtet werden. Auf Bundesebene lässt sich diese regionale Bestandsentwicklung aber noch nicht nachvollziehen. Laut der Berechnung ist der kurzfristige Bestandstrend stabil. Dementsprechend wird der langfristige Bestandstrend ebenfalls als stabil eingestuft (vgl. Maas et al. 2011). In den nächsten Jahren sollte die Bestandsentwicklung von N. sylvestris genau dokumentiert werden. Weitere Zunahmen – insbesondere am Arealrand – sind wahrscheinlich. Möglicherweise ist bei der nächsten Revision der Roten Liste eine Anpassung des Bestandstrends erforderlich.
Der Autorenname und das Jahr wurden in Klammern gesetzt, da die Art in ihrer Erstbeschreibung der Gattung Gryllus zugeordnet wurde. Zwischen dem 6. und 19. Jahrhundert gab es immer wieder individuenreiche Einflüge der Art aus dem pontisch-pannonischen Raum (Zacher 1917, Weidner 1953, Krausch 1967). Es ist davon auszugehen, dass die migrierenden Tiere (Wanderphase) in Deutschland kleine Populationen gründeten, die teilweise über mehrere Jahrzehnte hinweg existierten – beispielsweise in Brandenburg und Südwestdeutschland (Kirschbaum 1861, Rudy 1925, Harz 1960). Laut Harz (1960) war die Europäische Wanderheuschrecke im 19. Jahrhundert auch in den Heidesandgebieten des Münsterlandes häufig. Belegt ist unter anderem eine Population der sesshaften Phase (Solitärphase) für die Coerheide von 1875 bis 1899. Demnach waren die Etablierungskriterien nach Ludwig et al. (2009) in dieser Phase erfüllt. Locusta migratoria kann somit als historischer Bestandteil der deutschen Heuschreckenfauna gewertet werden. Der letzte Nachweis einer Population stammt aus dem Münsterland. Laut Röber (1951) wurden 1932 bei Borken in räumlicher Nähe drei Individuen der sesshaften Phase gefunden. Das letzte migrierende Wildtier trat 1949 bei Potsdam auf (Harz 1960). Seine Herkunft ist unbekannt. Die wenigen Einzelfunde aus neuerer Zeit sind alle der Wanderphase zuzuordnen. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hierbei um entflohene Tiere aus Zuchten. L. migratoria ist ein beliebtes Reptilienfutter (Bellmann et al. 2019, Fischer et al. 2020).
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