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Intensives Waldmonitoring ( IWM , Level II )

Das ICP-Forests-Programm agiert im Rahmen des UNECE-Übereinkommens über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigungen (Genfer Luftreinhaltekonvention, CLRTAP). Das Level-II-Monitoring ergänzt seit 1995 das Level-I-Monitoring. Hier werden Daten über Baumwachstum, Bodenvegetation, Bodenlösung, Bodenfestphase, nasse Deposition, Luftqualität, meteorologische Parameter, Phänologie, Streufall, Nadel- / Blattanalysen und sichtbare Ozonschäden erhoben, die umfänglich und hinsichtlich ihrer zeitlichen Auflösung weit über den Erhebungsrahmen des extensiven Waldmonitorings (Level I) hinausgehen. Die Daten werden in Deutschland auf ca. 50 - 90 Plots (Anzahl variiert je nach Parameter) erhoben. Verteilung Probenahmestandorte: Verteilung systematisch, so dass die Hauptwaldtypen Europas repräsentiert sind (kein Raster) Probenahmemethode: Die Probenahme für chemische Analysen erfolgt grundsätzlich nach Tiefenstufen. Satellitenbeprobung im Radius von 25 m mit einem inneren intensiver zu beprobenden Radius von 3 m. Für alle anderen Erhebungen ausführliche Angaben im ICP-Forests-Manual: https://www.icp-forests.net/monitoring-and-research/icp-forests-manual Entnahmetiefen: 0 bis 10 cm 20 bis 40 cm 40 bis 80 cm Untersuchungsmethode: Analysemethoden sind einheitlich festgelegt im ICP-Forests-Manual (s.o.). Untersuchungshäufigkeit: - bodenchemische Parameter alle 10 Jahre - Boden-Lösung fortlaufend - Blattnährstoffgehalte alle 2 Jahre - Baumdurchmesser und -höhen alle 5 Jahre - Boden-Vegetation mindestens alle 5 Jahre - atmosphärische Deposition fortlaufend - Bedingungen der Umgebungsluft fortlaufend - meteorologische Parameter fortlaufend - Phänologie mehrmals pro Jahr - Streufall fortlaufend - sichtbare Ozonschäden einmal pro Jahr - Kronenzustand jährlich Arbeitsgruppen / Gremien: - Expert Panel on soil and soils solution - Forest Soil Coordination Centre - Expert Panel on foliage and litterfall - Forest Foliar Coordinating Centre - Expert Panel on forest growth - Expert Panel on deposition - Working Group on ambient air quality - Expert Panel on crown condition - Ad hoc group on assessment of biotic damage causes - Expert panel on meteorology and phenology - Expert panel on biodiversity and ground vegetation - Quality Assurance Committee - Project Coordinating Group (PCG) - Scientific Advisory Group (SAG)

SGD Nord übergibt Förderbescheid für Modellprojekt „Naturpark-Bäume mit und für Alle“ im Naturpark Saar-Hunsrück

Gemeinsam Zukunft pflanzen: Mit einer Fördersumme von 26.160 Euro unterstützt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord den Start des Naturpark-Projekts „Naturpark-Bäume mit und für Alle“ im Naturpark Saar-Hunsrück. Prof. Dr. Martin Kaschny, Vizepräsident der SGD Nord, übergab nun im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Projektes den offiziellen Förderbescheid an Stefan Metzdorf, Landrat des Landkreises Trier-Saarburg sowie stellvertretender Vorsitzender des Naturparks Saar-Hunsrück. Auf einer Fläche südlich des Hofguts Serrig entsteht in den kommenden Monaten auf einer Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern eine „Naturpark-Baumschule“. Das Projekt, das Maßnahmen wie Ansaat und Pflege, Anlegen von Biotop-Inseln, Bau von Nistkästen und Insektenhotels sowie Auspflanzaktionen auf ausgewählten Flurflächen und Streuobstwiesen umfasst, wird von zahlreichen Partnern getragen – darunter die Lebenshilfe-Werke Trier GmbH, die Realschule Plus in Saarburg, der Jugendclub Serrig, die Landfrauen Serrig, der Rotary Club Saarburg, das Forstamt Saarburg, das Jugendforum Saarburg, das Programm „Demokratie Leben“ sowie der Kreiswaldbauverein Trier-Saarburg e. V. Ziel ist es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Schulen und Vereinen klimaverträgliche regionale Bäume und Sträucher vorzuziehen, auszupflanzen und damit einen dauerhaften Beitrag zu Biodiversität, Klimaschutz, Bildung und Inklusion zu leisten. „Das Projekt, das das Land Rheinland-Pfalz als Maßnahme des Naturschutzes und der Landespflege fördert, verbindet auf beispielhafte Weise Natur- und Klimaschutz mit inklusiver Teilhabe und praktischer Umweltbildung. Wir streben an, solche zukunftsweisenden Initiativen im ländlichen Raum sichtbar zu machen und zu unterstützen“, betonte Prof. Dr. Martin Kaschny bei der Übergabe des Förderbescheids. Landrat Stefan Metzdorf hob den regionalen Mehrwert hervor: „Die Baumschule wird zu einem Mitmach-Ort für viele Menschen in unserem Landkreis. Hier entstehen dauerhaft neue Lebensräume, wertvolles Wissen wird vermittelt und es wird konkret erfahrbar, wie gemeinschaftliches Engagement unsere Kulturlandschaft stärken kann.“ „Mit diesem Modell schaffen wir nicht nur klimafeste und regionale Naturpark-Bäume. Das Projekt trägt dazu bei, die regionale Streuobstkultur zu bewahren, Umweltbewusstsein zu fördern und künftige Generationen für eine nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren“, erklärte Sabrina Reichelt, Mitarbeiterin des Naturpark-Teams. Auch für das Hofgut Serrig unterstrich Christoph Halbe die soziale Dimension: „Das Hofgut Serrig ist seit vielen Jahren ein Ort, an dem Teilhabe und gemeinschaftliches Arbeiten gelebt werden. Mit der neuen Naturpark-Baumschule schaffen wir einen Raum, in dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam etwas Nachhaltiges aufbauen. Dieses Projekt ist für uns ein echtes Herzensanliegen.“ Im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung gestalteten Schülerinnen und Schüler der Realschule Plus Saarburg erste Nistkästen und Insektenhotels, die auf dem Gelände direkt einen Platz fanden. Langfristig soll die Fläche zu einem außerschulischen Lernort entwickelt werden, an dem Workshops, Pflanzaktionen sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten werden.

Katrin Eder: „Bildung für Nachhaltigkeit im Pfälzerwald motiviert seit 20 Jahren zum Klimaschutz“

Haus der Nachhaltigkeit feiert 20-jähriges Bestehen – Ministerin Eder überreichte „Pfälzerwald-Kuchen“ „Rheinland-Pfalz ist gemessen an seiner Fläche das waldreichste Bundesland Deutschlands. Der Wald spielt bei uns deshalb auch eine große Rolle für den Klimaschutz. Folglich ist es besonders wichtig, dass wir einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald pflegen und darüber informieren. Das Haus der Nachhaltigkeit leistet hier seit 20 Jahren großartige Arbeit. Bei seinem Veranstaltungsangebot vom Marmeladenmarkt bis hin zur Romantischen Waldweihnacht ist für alle Altersgruppen etwas dabei“, sagte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder anlässlich der Jubiläumsfeier des Hauses der Nachhaltigkeit in Trippstadt im Kreis Kaiserslautern. 2005 wurde das Haus der Nachhaltigkeit als Informationszentrum von Landesforsten Rheinland-Pfalz im deutschen Teil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen gegründet. Das Haus der Nachhaltigkeit bietet Umweltbildungsveranstaltungen zu den Themen Wald und Nachhaltigkeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. „Mit seinen Bildungsangeboten macht das Haus der Nachhaltigkeit Mut, Veränderungen hin zu einem nachhaltigen Lebensstil zu wagen. Die Workshops stärken das Gefühl der Selbstwirksamkeit und zeigen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern oft ganz praktisch, wie jede und jeder von uns selbst etwas für den Erhalt unseres Planeten tun kann“, so Katrin Eder. Neben dem Umweltbildungsangebot organisiert das Haus der Nachhaltigkeit weitere spannende Veranstaltungen und Ausstellungen. Vierzig bis Fünfzig sind es pro Jahr. Sie reichen von Buchvorstellungen über Pflanzenbörsen bis hin zur Ausstellung zum Holzbaupreis Rheinland-Pfalz in diesem Jahr. „Das Natursport-Opening und der Wandermarathon gehören als Beiträge zur Initiative ‚Rheinland-Pfalz – Land in Bewegung‘ fest zum Veranstaltungskalender. Sie sind beliebte Treffpunkte der Menschen in der Region“, erläuterte die Ministerin. Für Tagungen kann ein Seminarraum gebucht werden. Wer neben Inspirationen für einen nachhaltigeren Lebensstil auch nachhaltige Gegenstände von einem Besuch mitnehmen möchte, wird im Pfälzer Waldladen fündig. Hier werden ökologische Lebensmittel und Geschenkartikel, beispielsweise aus Holz, angeboten. Bei der Jubiläumsfeier hatte Katrin Eder für jedes der zwanzig Jahre einen Wunsch für das Haus der Nachhaltigkeit im Gepäck. Sie wünschte ihm unter anderem viele Gäste, tatkräftige Unterstützung und gutes Gelingen für seine Projekte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Als Geburtstagskuchen brachte die Ministerin dem Team einen „Pfälzerwald-Kuchen“ mit regionalen Zutaten mit. Simone Kiefer, Leiterin des Hauses der Nachhaltigkeit, nahm das süße Geschenk für das gesamte Team des Johanniskreuzer Infozentrums entgegen und wünschte sich, „dass wir es auch zukünftig schaffen, mit unseren Angeboten die Menschen zu erreichen, um gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu einem nachhaltigen Lebensstil zu finden, denn letztendlich geht es um nichts weniger, als den Erhalt unserer Lebensgrundlagen.“ „Daher ist dieser Geburtstag angesichts der globalen Herausforderungen mehr denn je Anlass, sich nicht auf Lorbeeren der Vergangenheit auszuruhen, sondern das Leben aktiv im Einklang mit der Natur nach vorne zu gestalten. Dabei will das Haus der Nachhaltigkeit weiterhin Beispiel und Orientierung geben“, ergänzte Stefan Asam, Leiter der Zentralstelle der Forstverwaltung. Das Haus der Nachhaltigkeit selbst wurde natürlich auch nach nachhaltigen Standards erbaut. „Das Haus besteht aus Holz, das in seiner unmittelbaren Nähe gewachsen, geerntet und in Pfälzer Sägewerken verarbeitet wurde. Mehr Regionalität und Nachhaltigkeit beim Bauen sind kaum möglich“, sagte Katrin Eder. Bei der Gestaltung wurde auf Energieeffizienz geachtet, ebenso wie auf die Nutzung regenerativer Energiequellen. So ist auf der Dachterrasse des Gebäudes eine 50 Quadratmeter große Photovoltaikanlage angebracht, die den Strombedarf des Hauses für ein halbes Jahr deckt. Dachflächen werden aber nicht nur zur Stromgewinnung genutzt, sondern auch, um Regenwasser zu sammeln, das dann für die Toilettenspülung oder zum Putzen verwendet wird. Die Sammlung von Regenwasser dient außerdem dem Hochwasserschutz. Im Außenbereich des Hauses der Nachhaltigkeit befinden sich ein Garten mit einheimischen Pflanzen und eine Streuobstwiese mit fast ausgestorbenen Arten. Mit einer Reparatursäule für Mountainbikes und Ladesäulen für E-Bikes und E-Autos setzt sich das Haus der Nachhaltigkeit auch für eine umweltfreundliche Mobilität ein. Mit dem letzten ihrer zwanzig Wünsche wandte Katrin Eder sich bei der Jubiläumsveranstaltung direkt an das Team im Haus der Nachhaltigkeit. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünschte sie, „dass sie ihre Gäste weiterhin so kreativ, engagiert, mit Freude und positiver Ausstrahlung von einem nachhaltigen Lebensstil begeistern können.“

Umweltministerium legt Förderung für Projekte zur Nachhaltigkeitsbildung auf

Warum sollten Energie und Wasser nicht verschwendet werden? Was können wir für den Schutz natürlicher Ressourcen tun? Mit diesen und vielen weiteren Fragen befassen sich Projekte zur Nachhaltigkeitsbildung. Es geht darum, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und nachhaltige Entscheidungen zu treffen – sowohl für sich selbst als auch für zukünftige Generationen. Das Umweltministerium unterstützt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und hat für 2026 das Programm „Sachsen-Anhalt Nachhaltigkeitsbildung“ mit einem Volumen von 1,4 Millionen Euro aufgelegt. Anträge können ab sofort bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt gestellt werden, Antragsschluss ist der 30. September 2025. „Bei uns im Lande gibt es zahlreiche Projektträger, die seit Jahren mit großem Engagement Bildung für nachhaltige Entwicklung in unterschiedlichsten Formaten anbieten. Ihre Aufgabe könnte gerade in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels kaum wichtiger sein“, betonte Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann am heutigen Mittwoch. „Aus diesem Grund freue ich mich, dass wir BNE-Projekte auch im kommenden Jahr mit Landesmitteln finanziell unterstützen können. Jeder Euro ist hier sehr gut angelegt.“ Im laufenden Jahr haben unter anderem das Peißnitzhaus in Halle sowie der Interkulturelle Garten Magdeburg eine Förderung erhalten. Projektträger haben im Rahmen des Förderaufrufs für 2026 die Möglichkeit, auch eine Förderung über mehrere Jahre hinweg zu beantragen. Gute Chancen auf einen Zuschlag haben Projekte, die beispielsweise die Vernetzung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte und Themenfelder widerspiegeln. Chancen haben zudem Vorhaben, die am Gemeinwesen orientiert sind oder der Aufklärung zur nachhaltigen Entwicklung dienen und landesweit bedeutsame Themen aufgreifen. Gefördert werden ausschließlich Projekte, die in Sachsen-Anhalt durchgeführt werden. Weitere Informationen zu den Kriterien und dem Antragsverfahren sind auf der Internetseite der Investitionsbank Sachsen-Anhalt verfügbar: https://www.ib-sachsen-anhalt.de/oeffentliche-einrichtungen/umwelt-schuetzen/sachsen-anhalt-nachhaltigkeitsbildung Informationen zum Thema Nachhaltigkeit gibt es auf den Internetseiten des Umweltministeriums unter https://mwu.sachsen-anhalt.de/umwelt/nachhaltigkeit. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Threads, Bluesky, Mastodon und X (ehemals Twitter). Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Threads , Bluesky , Mastodon und X

Zukunft gestalten. Jugendliche beteiligen

Ein Praxisleitfaden zu BNE in der Offenen Jugendarbeit. [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Zukunft ­gestalten. Jugendliche ­beteiligen. Ein Praxisleitfaden zu BNE in der Offenen Jugendarbeit. Einstieg Liebe Leser:innen, junge Menschen erleben heute eine Welt, die sich rasant verändert. Klimawandel, soziale Ungleichheiten und globale Krisen prägen ihren Alltag. Gleichzeitig wird von ihnen erwartet, in komplexen Fragen schnell eine klare Haltung zu finden, oft bevor genug Raum für Fragen und Zweifel bleibt. Viele Jugendliche wünschen sich deshalb Orte, an denen sie sich orientieren, ausprobieren und eigene Antworten entwickeln können. Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) bietet dafür idea- le Voraussetzungen. Sie schafft Räume, in denen junge ­Menschen ernst genommen werden, Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten können. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) knüpft an diese Stärke an. Sie verbindet globale Fragen mit der Lebenswelt jun- ger Menschen und macht erfahrbar, dass nachhaltiges Handeln im Kleinen beginnt und im gemeinsamen Tun wächst. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung arbeitet seit vielen Jahren daran, Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Offenen Kinder und Jugendarbeit zu stärken. Dazu gehören auch Projekte wie Zukunftsformer, in de- nen Erfahrungen gesammelt und Impulse entwickelt wurden, die in diese Publikation eingeflossen sind. Im Auftrag und mit Unterstützung des Ministeriums für ­Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland- Pfalz konnten wir diesen Weg weiter vertiefen. Unser Dank gilt allen Fachkräften, Jugendlichen und Partnern, die ihre Erfahrungen geteilt und Einblicke in ihre Praxis ermöglicht haben. Diese Publikation möchte Einrichtungen unterstützen, eigene Wege in der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu finden. Sie setzt auf Praxisnähe und auf das, was im Alltag von Jugendhäusern möglich und sinnvoll ist. Sie bündelt Erkenntnisse aus der Praxis, stellt Werkzeuge bereit und lädt Teams ein, gemeinsam zu entdecken, wie nachhaltige Entwicklung im Jugendhaus lebendig werden kann. 3 Inhaltsverzeichnis Grundlagen: BNE, Beteiligung und ­Gestaltungskompetenzen4 Methoden: Beteiligung und BNE praktisch gestalten 26 Warum Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) ­unverzichtbar ist5 Vertiefung, Reflexion und Ausblick35 Gestaltungskompetenzen: Was junge Menschen brauchen, um Zukunft zu gestaltenZertifizierung zum fairen Jugendhaus: „Wenn Nachhaltigkeit Teil der Kultur wird, dann bleibt sie.“6 36 Jugendbeteiligung: Wie nachhaltiges ­Lernen wirksam wirdCheckliste: BNE starten im Jugendhaus38 9Vernetzung & Förderung40 Persönliche Perspektive: BNE beginnt im Alltag10Ausblick & Trends: Was BNE in der OKJA in den kommenden Jahren prägen wird42 Aus der Praxis für die Praxis14Reflexion & Teamgespräch44 Praxisbeispiel 1: „Ich sage dir schon, wenn du Panik kriegen musst.“15Impressum47 Praxisbeispiel 2: Wenn der Wald zum Erlebnisraum wird18Praxisbeispiel 3: „Wir kochen Zukunft“ – Wie ein Jugend­zentrum in Trier BNE lebendig macht21Erlebnisbericht: Das JugendKlimaForum Rheinland-Pfalz – Beteiligung über die Veranstaltung hinaus24 4 Grundlagen: BNE, Beteiligung und Gestaltungs- kompetenzen 5 Warum Bildung für nachhaltige ­Entwicklung (BNE) in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) unver­zichtbar ist Nachhaltige Entwicklung ist eine gesamtgesellschaftli- che Aufgabe. Sie betrifft ökologische Herausforderungen ebenso wie soziale Gerechtigkeit, demokratische Teil- habe, kulturelle Vielfalt und die Frage, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen. Bildung für nachhaltige Entwick- lung (BNE) unterstützt junge Menschen dabei, diese Zu- sammenhänge zu verstehen und sich als selbstwirksame Akteur:innen in ihrer Welt zu erleben. Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) bietet dafür be- sonders gute Voraussetzungen. Sie schafft zwangfreie Räume, in denen junge Menschen eigene ­Interessen ver­ folgen, Verantwortung übernehmen und neue Perspek­ tiven – jenseits des schulischen Kontexts – entwickeln können. Im Unterschied zur Schule stehen keine Prüfun- gen und Bewertungen im Vordergrund. Entscheidend sind Beziehungen, Beteiligung und die Möglichkeit, Ideen auszuprobieren. Dadurch entstehen informelle Lernge- legenheiten, die unmittelbar an den Alltag der Jugend- lichen anschließen. BNE kann in diesem Umfeld wachsen, weil sie nicht an Unterrichtsformate gebunden ist. Sie findet statt, wenn Jugendliche gemeinsam kochen, einen Raum gestalten, ein Projekt planen, ein Fest organisieren oder im Stadt- teil aktiv werden. Nachhaltige Entwicklung wird im Tun erfahrbar, im (Aus-)Handeln und im gemeinsamen Ent- scheiden. Jugendliche erleben, dass ihre Ideen Wirkung haben und dass Veränderungen möglich sind, wenn sie Verantwortung übernehmen. Jugendhäuser sind Räume, in denen verschiedene Lebens- realitäten aufeinandertreffen. Diese Vielfalt bietet be­ son­dere Chancen für nachhaltige Bildung. Jugendliche lernen, Interessen auszuhandeln, Konflikte zu bearbeiten und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Sie erfahren, dass Zukunft nicht festgelegt ist, sondern gemeinsam ge- staltet werden kann. BNE in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit bedeutet nicht, zusätzliche Programme einzuführen, sondern be- stehende Stärken weiterzuentwickeln und bewusst Räu- me zu schaffen, in denen junge Menschen Orientierung finden und Zukunft gestalten können. BNE ist Haltung. Sie beginnt, wenn junge Menschen erleben, dass ihr Handeln zählt und dass Zukunft nichts Abstraktes ist, ­sondern jeden Tag entsteht.

Weiterentwicklung Denkwerkstatt Konsum für Multiplikator*innen in der Lehre und Kommunikation

Zur Unterstützung der Umsetzung des nationalen Programms für nachhaltigen Konsum ist Im Sommer 2021 die Denkwerkstatt Konsum online gegangen. Die Denkwerkstatt ergänzt die UBA Angebote - CO2 Rechner (persönliche Bilanz) und die Umwelttipps im Alltag (produktbezogene Tipps). Zielstellung der Denkwerkstatt ist die Unterstützung von Multiplikator*innen im Bildungsbereich dabei, das Thema des nachhaltigen Konsums als gesellschaftliche Aufgabe zu stärken, Hintergründe zu vertiefen, Zielkonflikte aufzulösen und direkte Handlungsempfehlungen zu vermitteln. Besonders die Querschnittsthemen und gesellschaftliche Dimension des nachhaltigen Konsums werden vertieft. Die Denkwerkstatt wurde seit Veröffentlichung mit Praxisakteuren (Lehrer, NGOs und außerschulische Bildungseinrichtungen) getestet und soll nun auf dieser Basis weiterentwickelt werden. Es soll das bisherige Material auf Aktualisierungsbedarfe untersucht und ggf. neue Themen auf Basis der Rückmeldungen und aktueller Entwicklungen ausgearbeitet und ergänzt werden. Neben der Webseite wurde 2020 auch ein konkretes Lehrmaterial zum Klimaschutz für Schulen entwickelt, welches gut angenommen wurde. Daher soll neben einer allgemeinen Aktualisierung der Webseite und einer themenspezifischen Weiterentwicklung auch weiteres konkretes Lehrmaterial zu den Themenfeldern entwickelt werden. Eine didaktische Einbettung auch der Webinhalte wird als sinnvoll angesehen, um die Aufnahme besonders durch Lehrende weiter zu verbessern. Hierbei sind downloadbare Hintergrundtexte oder Übungen sowie auch konkrete Unterrichtspläne und weiteres Material denkbar.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Fünfundzwanzig Einrichtungen sind in dieser Broschüre vereint, die sich mit den verschiedensten Bildungsangeboten präsentieren. Alle gemeinsam haben die Natur, die Umwelt und die Beschäftigung mit nachhaltigem Leben für alle Altersgruppen zum Inhalt.

Anzahl teilnehmender Schulklassen und Anzahl SchülerInnen am Lehrgangsbetrieb im Jugendwaldheim Urft

Das NEsT (NaturErlebnisTreff) im Jugendwaldheim Urft gehört zum Nationalpark Eifel. Das Umweltbildungs-Konzept verbindet wildnispädagogische mit waldpädagogischen Ansätzen auf der Basis einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Zielgruppe sind hauptsächlich Grundschulen aus Nordrhein-Westfalen, häufig aus Ballungsräumen, aber auch andere Schulformen sind willkommen. Der Lehrgangsbetrieb ist i.d.R. auf 5 Tage ausgelegt. Für den Vergleich mit eintägig ausgerichteten Umweltbildungseinrichtungen des Nationalparkes (Nationalparkzentrum, Wildniswerkstatt Düttling) werden die Gästezahlen auch als sogenannte "Tagesäquivalente" angegeben. Für die Berechnung der "Tagesäquivalente" wird die Anzahl der Teilnehmenden mit der Anzahl der Lehrgangstage multipliziert.

Anzahl sonstiger Veranstaltungen ohne umweltpädagogischem Programm und Anzahl Teilnehmende im Jugendwaldheim Urft

Das NEsT (NaturErlebnisTreff) im Jugendwaldheim Urft gehört zum Nationalpark Eifel. Das Umweltbildungs-Konzept des Jugendwaldheimes Urft verbindet wildnispädagogische mit waldpädagogischen Ansätzen auf der Basis einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Zielgruppe sind hauptsächlich Grundschulen aus Nordrhein-Westfalen, häufig aus Ballungsräumen, aber auch andere Schulformen und Gruppen sind willkommen. Insbesondere während der Schulferien in NRW oder an Wochenenden wird das Jugendwaldheim auch von Gästen gemeinnütziger Träger wie Pilgergruppen und Vereine ohne umweltpädagogischem Angebot als Herberge genutzt. Für den Vergleich mit eintägig ausgerichteten Umweltbildungseinrichtungen des Nationalparkes (Nationalparkzentrum, Wildniswerkstatt Düttling) werden die Gästezahlen auch als sogenannte "Tagesäquivalente" angegeben. Für die Berechnung der "Tagesäquivalente" wird die Anzahl der Teilnehmenden mit der Anzahl der Lehrgangstage multipliziert.

Anzahl sonstiger Veranstaltungen mit umweltpädagogischem Programm und Anzahl Teilnehmende im Jugendwaldheim Urft

Das NEsT (NaturErlebnisTreff) im Jugendwaldheim Urft gehört zum Nationalpark Eifel. Das Umweltbildungs-Konzept des Jugendwaldheimes Urft verbindet wildnispädagogische mit waldpädagogischen Ansätzen auf der Basis einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Zielgruppe sind hauptsächlich Grundschulen aus Nordrhein-Westfalen, häufig aus Ballungsräumen, aber auch andere Schulformen und Gruppen sind willkommen. Neben den einwöchigen Lehrgängen für Schulen als außerschulischer Lernort werden auch Tagesprogramme für Kitas, Multiplikatorenschulungen für Erwachsene sowie Angebote für Vereine und Verbände angeboten. Darüber hinaus nutzen Wildnisschulen das Gelände des Jugendwaldheim für ihre mehrtägigen Seminare. Für den Vergleich mit eintägig ausgerichteten Umweltbildungseinrichtungen des Nationalparkes (Nationalparkzentrum, Wildniswerkstatt Düttling) werden die Gästezahlen auch als sogenannte "Tagesäquivalente" angegeben. Für die Berechnung der "Tagesäquivalente" wird die Anzahl der Teilnehmenden mit der Anzahl der Lehrgangstage multipliziert.

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