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Schwerpunktprogramm (SPP) 527: Bereich Infrastruktur - International Ocean Discovery Program, Teilprojekt: Interhemisphärische Konkurrenz AtlantischerTiefenwässer seit der Mittel Pleistozänen Klimakrise (ODP 1063 versus ODP 1094/1090)

Nach Pena und Goldstein (2014) und Dausmann et al. (2017) ist die grundlegende Änderung der glazial-interglazialen Periodizität nach der Mittelpleistozänen - Klimakrise (MPT) durch eine erhebliche Abnahme der thermohalinen Zirkulation gekennzeichnet. Diese wurde mittels Nd-Isotopen Analysen mariner Sedimente nachgewiesen. Darauffolgend tritt die Reduktion der Tiefenwasserbildung während der Eiszeiten stetig wieder auf. Die MPT markiert eindeutig einen Wechsel von geringen Unterschieden im Tiefenwasser EpsilonNd (143Nd/144Nd - Verhältnis) zwischen Kaltzeiten und Warmzeiten. In den untersuchten ODP Kernen 1088/90 tritt diese Änderung in Wassertiefen von 2082 m und 3702 m auf. Weitere Studien im Nordatlantik bestätigen eine systematische Warmzeit - Kaltzeit Zyklizität der Nd-Isotopie, die einen Wettbewerb zwischen stärker radiogenen südlichen Wassermassen und weniger radiogenen nördlichen Wassermassen widerspiegelt. Hier definieren wir delta Epsilon als die Sensitivität von Wassermassen gegenüber der Veränderung der Nd-Isotopie entlang der Fließstrecke, d. h. den interhemisphärischen Gradienten pro Breitengrad. Die Nord-Süd-EpsilonNd-Differenz pro 10 Grad Breitengrad (delta Epsilon) ändert sich im Laufe der Zeit mit einer höheren Sensitivität in den Warmzeiten im Vergleich zu den Kaltzeiten. Bei bekannten Störungen der Nordatlantik-Zirkulation während des Heinrich Event 1 halbiert sich gar die Nd-Sensitivität im Vergleich zu Phasen starker Tiefenwasserbildung. Folglich verschwindet die Fähigkeit von EpsilonNd, die Wassermassenmischung zu verfolgen. Die Sensitivität nimmt dagegen in warmen Klimaphasen mit starker Tiefenzirkulation zu. Um Änderungen in der Wassermassenherkunft und der Stärke des Tiefenzirkulation durch kombinierte Untersuchungen von EpsilonNd und zum Beispiel delta 13C vollständig erfassen zu können, sind sowohl der ortsspezifische EpsilonNd Wert als auch der interhemisphärische Gradient oder die Nd-Sensitivität (delta Epsilon) erforderlich. Erste hochauflösende und bis zu 800 ka lange Nd-Isotopendatensätze zeigen die Dynamik der interhemisphärischen Nd-Sensitivitätsänderungen, für die es derzeit keine vergleichbaren Analysen im Südatlantik gibt. Ziel ist es daher, einerseits die Analysetechnik zu verbessern, um dann eine 1 Ma überspannende Zeitreihe der Nd-Isotopie im Südatlantik, südlich der Polarfront, zu generieren. Dies ermöglicht die Einflüsse von Wassermassen südlicher Herkunft zu quantifizieren. Wir haben ODP 1094 für diese Studie ausgewählt, da es eine direkte Verbindung zu Zirkumpolaren Wassermassen gibt und hohe Sedimentationsraten bestehen, die eine zeitliche Auflösung von Jahrtausenden ermöglicht. Alternativ werden wir den ODP-Kern 1090 weiter nördlich ergänzen. Wir planen eine große Anzahl von Nd-Analysen über die Projektdauer von zwei Jahren. Im dritten Jahr (Folgeantrag) sollen die Beobachtungen verfeinert werden, um die Auswirkungen der sich ändernden Sensitivität für die Entkopplung von Ozeanzirkulation und globalem

Vergleichend-morphologische Untersuchungen zur Evolution der Mundwerkzeuge sporophager Staphylinoidea (Coleoptera

Im Rahmen eines geplanten 2-jährigen Forschungsaufenthaltes in Chicago sollen morphologische Anpassungswege der Mundwerkzeuge bei pilzsporenfressenden Käfern innerhalb der Überfamilie der Staphylinoidea (Coleoptera) untersucht werden. Dies soll unter funktionellen Gesichtspunkten auf der Grundlage bereits bestehender sowie im Rahmen des Projektes zu erarbeitender Stammbaumhypothesen erfolgen. Ein breit angelegter Vergleich der Mundwerkzeuge in verschiedenen Unterfamilien, in denen obligate Sporophagie sowie als vergleichbarer Ernährungstyp Pollenophagie mehrfach unabhängig evolviert wurden, soll dabei dazu dienen, die verschiedenen Lösungswege für die im Zusammenhang mit diesem Ernährungstyp auftretenden funktionellen Anpassungsprobleme zu ermitteln. Im Rahmen dieses Vergleiches soll versucht werden, das jeweilige Ausmaß von Divergenz und Konvergenz bei der Adaptionsgenese dieser mikrophagen Ernährungsweise aufzuklären sowie den Effekt unterschiedlicher phylogenetischer und ökologischer Ausgangssituationen festzustellen. Aufbauend auf diesen Untersuchungen soll ein detaillierter Vergleich der (Fein-) Struktur der Mundwerkzeuge innerhalb eines ausgewählten Taxons erfolgen, um exemplarisch das Potential möglicher Verbesserungen (Optimierung) innerhalb einer bestimmten Evolutionslinie, aber auch etwaige Beschränkungen, die einer weitergehenden Verbesserung entgegenstehen, zu erkennen. Die Ergebnisse dieses Ansatzes sollen auf der Basis einer Verwandtschaftsanalyse, welche im Rahmen des Projektes unter Anleitung der US-amerikanischen Kollegen erstellt werden soll, ausgewertet und interpretiert werden

Hochfrequente Filmanalysen schneller Beutefangmechanismen bei Kurzflügelkäfern (Coleoptera, Staphylinidae)

Bei den umgebildeten Vorderextremitäten des Kurzflügelkäfers Philonthus marginatus handelt es sich um das bislang wohl einzige bekannte Vorkommen echter Raubbeine innerhalb der Ordnung der Käfer. Mit Hilfe dieser Raubbeine sind die Tiere in der Lage, selbst schnell reagierende Beutetiere wie Collembolen im Stil einer Fangschrecke (Mantodea) durch einen blitzartigen Fangschlag zu ergreifen. Die Larven der Kurzflügelkäfergattung Stenus hingegen fangen solche Beutetiere sehr schnell und präzise mit den Mandibeln, wobei die Fangreaktion vermutlich erst nach einer Berührung durch das Beutetier ausgelöst wird. Neben dem blitzschnellen Zugriff mit den Mandiblen scheint hier zusätzlich ein Klebmechanismus eine Rolle zu spielen, wobei nicht nur die Mundteile, sondern auch die Antennen, Laufbeine sowie die gesamte Körperoberfläche eine gewisse Klebrigkeit aufzuweisen scheinen. Im Rahmen funktionsmorphologischer Untersuchungen der Fangmechanismen beider Taxa soll die Anfertigung hochfrequenter Filmaufnahmen dazu dienen, die Bewegungsabläufe beider Vorgänge aufzulösen, um jeweils die Erstellung eines Funktionsmodells dieser Mechanismen zu ermöglichen. Die geplanten Untersuchungen dienen der Erweiterung unserer Kenntnis der Speziellen Zoologie und ökologischen Morphologie räuberischer Bodentiere, welche schwerpunktmäßig innerhalb unserer Arbeitsgruppe untersucht werden.

Innovationsraum: Blaue Bioökonomische Kreislaufwirtschaft für Rügen, Teilprojekt 5 - Umsetzungsphase

TOPAS-COVID19 - Tragephysiologisch optimierte alltagstaugliche Schutzmasken, Teilprojekt 2: Entwicklung eines experimentellen Ansatzes zur Untersuchung inhalationstoxikologischer Effekte von alltagstauglichen Schutzmasken

High Temperature Underground Thermal Energy Storage, Teilvorhaben: Erstellung eines Modells der Kleinzeche Markgraf II

High Temperature Underground Thermal Energy Storage, Teilvorhaben: Numerische Modellierung der Wärmespeicherung

Mikronisiertes Kollagen - Gesundheitsfördernde Applikationen von mikrostrukturiertem Kollagen, Teilvorhaben 3: Untersuchungen zur antiinflammatorischen Wirkung von mikronisiertem Kollagen an oralen Schleimhautmodellen

Ziel des Projektes ist die Charakterisierung der antiinflammatorischen Wirkung von Formulierungen aus mikronisiertem Kollagen zur Linderung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Von der FU Berlin werden Formulierungen von mikronisiertem Kollagen bezüglich ihres entzündungslindernden bzw. entzündungshemmenden Potentials an einem etablierten dreidimensionalen in vitro Modell der oralen Schleimhaut charakterisiert. Zunächst gilt es eine geeignete Methode zur Überprüfung der Wirksamkeit der kollagenen Mikrostrukturen an den Schleimhautmodellen zu etablieren. Die Modelle werden initial mit dem Entzündungsmediator Tumornekrosefaktor vorbehandelt um eine entzündliche Reaktion im Gewebe zu induzieren. Nach Zugabe der Kollagene erfolgt anschließend die Bestimmung wichtiger Entzündungsmarker wie Zytokine, Chemokine, Matrix-Metalloproteasen sowie Cyclooxygenasen. Weiterhin werden die Schleimhautmodelle histologisch und morphologisch näher untersucht. Als vergleichende Kontrolle für eine antiinflammatorische Wirkung dienen mit topischen Glucocorticoiden behandelte Modelle. Die kollagenen Mikrostrukturen werden von den Projektpartnern IASP und Fraunhofer IAP hergestellt und die Formulierungen von beiden Projektpartnern fortlaufend optimiert. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen an den Schleimhautmodellen zur antiinflammatorischen Wirkung bestimmen insbesondere das weitere Vorgehen bei der Produktentwicklung durch das IASP und das Fraunhofer IAP.

Schwerpunktprogramm (SPP) 1006: Bereich Infrastruktur - Internationales Kontinentales Bohrprogramm, Teilprojekt: Wissenschaftliche Zusammenarbeit zu den vergangenen Speziationsereignissen im Ohrid See (SCOPSCO) - Sedimentstratigraphie, Tephrostratigraphie und Chronostratigraphie

Das Projekt 'Wissenschaftliche Zusammenarbeit zu den vergangenen Speziationsereignissen im Ohrid See' (SCOPSCO) etablierte sich vor etwa 7 Jahren, als ein Tiefbohrvollantrag im International Continental Scientific Drilling Program (ICDP) eingereicht wurde. Im Rahmen des Antrags wurden vier Hauptziele definiert. Diese sind (i) mehr Informationen über das Alter und den Ursprung des Sees zu erhalten, (ii) die seismotektonische Geschichte des Sees und seiner Umgebung einschließlich der Effekte der größten Erdbeben und Massenbewegungen zu erfassen, (iii) einen kontinuierlichen Rekord der vulkanischen Aktivität und der Klimaveränderungen in der zentralen nördlichen Mittelmeerregion zu erhalten, und (iv) besser den Einfluss von geologischen Ereignissen auf generelle Evolutionsmuster und den außergewöhnlichen Grad der endemischen Biodiversität als Frage mit globaler Signifikanz zu verstehen.Die sehr erfolgreiche Tiefbohrkampagne im Frühjahr 2013 am Ohridsee bildet nun das Rückgrat, um diese Ziele zu verfolgen. Während der Feldkampagne wurden mehr als 2000 m Sedimente von vier verschiedenen Lokationen im Ohrid See erbohrt. Das hier beantragte Projekt und die Verlängerung konzentriert sich auf die Hauptlokation, die DEEP Lokation im zentralen Bereich des Sees. An dieser Lokation wurden insgesamt 1526 m Sedimente in 6 benachbarten Löchern mit einer maximalen Tiefe von 569 m unter der Sedimentoberfläche erbohrt. Da die erbohrten Sedimente sich teils überlappen, kann nach ersten Felddaten ein fast vollständiger Überlappungskern mit mehr als 99 % Kerngewinn in den obersten 480 m und mehr als 95 % Kerngewinn über die kompletten 569 m erstellt werden. Das hier beantragte Projekt umfasst sedimentologische Analysen, sowie tephrostratigraphische und chronostratigraphische Arbeiten am Kernmaterial der DEEP Lokation, teils in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern, und ist eng an die oben aufgeführten Ziele (i), (iii) und (iv) gebunden. Es formt auch das wissenschaftliche Rückgrat für alle weiteren sedimentologischen, geochemischen und biologischen/paläontologischen Arbeiten der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft im Rahmen des SCOPSCO Projektes. Im dritten Projektjahr sollen sich die Arbeiten auf den unteren Teil der DEEP site Sequenz konzentrieren, die den Mittelpleistozänen Übergang und die Zeitscheibe über 1 Million Jahre abdeckt.Erste Feldmessungen und wissenschaftliche Ergebnisse deuten an, dass der Überlappungskern der DEEP Lokation fast vollständig zwischen 1,2 und 1,9 Millionen Jahre mit einer dekadischen Auflösung umfasst. Mit dem hier beantragten Projekt kann der Ohrid See zu einer Schlüsselreferenz für Paläoumweltveränderungen in der Mittelmeerregion und für die Aktivität italienischer Vulkane werden und einzigartige Einsichten in die Mechanismen von Speziation und Evolution von Arten ermöglichen.

KMU-innovativ: Einstiegsmodul REEKLI - Entwicklung einer BIM basierenden Softwarelösung zur planungsbegleitenden LCA-Bewertung unter Berücksichtigung von Informationen aus dem EnEV-Nachweis

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