Obwohl Lawinenbahnen nur einen relativ kleinen Anteil an der Landschaft haben, beeinflussen sie die Vielfalt und Dynamik von Gebirgslandschaften. Weil die Zahl der Lawinenverbauungen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat, ist zu befürchten, dass das Unterdrücken von Lawinen die Strukturen von Gebirgslandschaften in den Europäischen Alpen stark verändern kann. In einem Projekt der Eidg. Forschungsanstalt WSL wurde über mehrere Jahre die Wirkung von Lawinen auf beziehungsweise die Bedeutung ausbleibender Lawinen für die Biodiversität, die Waldstrukturen und die Landschaftsmuster untersucht. Die Zerstörungskraft der Lawinen weist für die Natur auch positive Aspekte auf. Sie schafft Standortbedingungen, die einer ganzen Reihe von Pflanzen überhaupt erst das Überleben ermöglichen. Grosse, dominierende Bäume werden von Lawinen umgeknickt. Als Folge erreicht in Lawinenzügen viel mehr Licht den Boden als im angrenzenden Wald. Auch Wasser und Nährstoffe sind reichlicher vorhanden. Und die mechanische Belastung durch die Lawinen ist für kleine Pflanzen gering: Die Schneedecke schützt sie, oder sie sind (noch) elastisch genug, um sich den Schneemassen zu beugen. Je häufiger in einem Lawinenzug die Lawinen niedergehen, desto artenreicher und diverser ist die Vegetation. Lawinenzüge, in denen jährlich Lawinen zu Tale stürzen, beherbergen rund dreimal mehr Arten als der angrenzende Wald. Erstaunlicherweise profitieren nicht nur Pionierpflanzen. Diese sind nur dann stark vertreten, wenn in den letzten Jahren Wald zerstört wurde. In den anderen Lawinenzügen fühlen sich konkurrenzstarke, mehrjährige Pflanzen wohl. Das zeigt, dass trotz häufiger Störungen relativ stabile Verhältnisse herrschen. Da die mechanische Belastung im Zentrum der Lawinenzüge größer ist, da kleinere Niedergänge nicht den ganzen Lawinenzug betreffen und da an den einen Stellen Schnee mitgerissen, an anderen abgelagert wird, herrschen auf engem Raum unterschiedlichste Umweltbedingungen. Die bio logische Vielfalt ist entsprechend groß. Viele verschiedene Arten und Gesellschaften finden passende Lebensbedingungen: die typische Lawinenpflanze gibt es nicht. Die Anzahl Pflanzenarten in verbauten und unverbauten Lawinenzügen ist zwar gleich groß, hingegen unterscheidet sich deren Artenzusammensetzung: In verbauten Lawinenzügen deuten die ökologischen Zeigerwerte der Pflanzen auf eine geringere Vielfalt von Kleinlebensräumen hin. Zudem ist die Anzahl alpiner Arten dort kleiner als in unverbauten Lawinenzügen. Die Unterdrückung von Lawinen beeinflusst zudem die Landschaftsstruktur. Ein Vergleich zwischen den Jahren 1950 und 2000 in der Landschaft Davos zeigt, dass der Wald ohne Lawinen zunimmt und die Waldstruktur homogener wird. Dies dürfte einerseits auf die veränderte Landnutzung, andererseits auch auf die veränderte Lawinenaktivität zurückzuführen sein. In Zukunft werden offene Waldhabitate in Bergregionen durch Klimaerwärmung und Nutzungswandel vermutlich weiter zurückgehen.
Mapping and monitoring the break-up events on Wilkins Ice Shelf and identification of mechanisms and processes leading to break-up. Within this activity we integrate various high and moderate-resolution satellite images with special emphasis on SAR data. The analysis covers currently a time period back to 1986 (Landsat TM) with increasing dense time series to present. In close collaboration with the European Space Agency (ESA) and the German Aerospace Center (DLR) acquisition plans for the ENVISAT ASAR and TerraSAR-X instruments are implemented and the respective data analysed. Since September 2009, this activity is supported by a DFG research grant. Main aim is to derive surface velocity fields of the ice shelf and its tributary glaciers by satellite remote sensing as input for icedynamic modelling and fracture mechanical analyses.
Einstufung von Recycling- Beton im Vergleich zu Beton aus natürlichen Zuschlägen nach DIN 4226 im Hinblick auf seine mechanischen Eigenschaften. Untersuchung des Tragverhaltens von Bauteilen aus Recycling- Betonen an verschiedenen Querschnitten und Systemen. Überprüfung der Anwendbarkeit der Bemessungs- und Konstruktionsvorschriften gemäß EC2 / DIN 1045 auf Recycling-Betone nach sicherheitstheoretischen Gesichtspunkten.
Ziel des Projektes ist die Vorhersage von Rissen beim mechanischen Fügen von Materialien mit begrenzter Duktilität und die Bewertung der Risse unter Betriebslasten.
Im Bereich der Lawinengrundlagenforschung werden folgende Arbeiten durchgeführt: Wassertankversuche zur Verbesserung der Stoffgleichungen für dynamische Lawinensimulation, Erstellung eines neuen Lawinenmodells und mechanische Tests an Schneeproben bei unterschiedlichen thermodynamischen Verhältnissen im Kältelabor.
INNOVENT e.V. wird im Rahmen des Verbundprojektes 'Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von Basaltflockfasern, deren Präparation und Weiterverarbeitung im Flockprozess zur Substitution umweltschädlicher Beschichtungssysteme im maritimen Sektor' Entwicklungsarbeiten zur Auswahl und Modifizierung geeigneter Klebstoffe bzw. Lacke für den Flockprozess durchführen sowie im Unternehmen etablierte Verfahren zur Oberflächenaktivierung speziell an die zu beschichtenden Oberflächen anpassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Verfahrensweiterentwicklungen der Atmosphärendruckplasma-CVD-Technologien sowie der Pyrosil-Technologien. Zentraler Schwerpunkt ist die Entwicklung eines Beflockungsverfahrens unter Verwendung von Basaltflock. Für die Realisierung dieser Aufgabenstellung ergeben sich für die Projektpartner zunächst zwei Entwicklungsschwerpunkte: Erstens die Entwicklung einer geeigneten Haftschicht für den Flock, welche gleichzeitig auch die Korrosionsschutzeigenschaften der Flockbeschichtung mitbestimmen wird und zweitens die Herstellung geeigneter Flockfasern als Voraussetzungen für die Durchführung des Beflockungsprozesses. Beide Aufgabengebiete sind dabei eng mit dem Auffinden der optimalen Vorbehandlung für die zu verbindenden Oberflächen verknüpft. Begleitet werden die Entwicklungsarbeiten durch eine umfangreiche Prüfung jedes einzelnen Zwischenproduktes bis hin zum fertiggestellten beflockten Substrat oder Bauteil. Die Prüfungen umfassen dabei neben labortechnischen Korrosionsprüfungen, mechanischen und medialen Verschleißprüfungen und bakteriologischen Prüfungen zum antifouling Verhalten auch in besonderen Umfang Prüfungen im Freilandbereich Gewässer.
Durch Schlagrammung eingebrachte Monopfähle stellen bei der Errichtung von Offshore-Windenergieanlagen die bevorzugte Gründungsform in Wassertiefen bis 40 m dar. Die Vibrationsrammung als alternatives Einbringverfahren hat hinsichtlich des Rammschalls und der Installationszeiten große Vorteile gegenüber dem Impulsrammverfahren. Für die Bemessung und Installation geschlagener Pfähle gibt es langjährige Erfahrungen. Ob vibrierte Monopfähle hinsichtlich der lateralen Tragfähigkeit als gleichwertig, schlechter oder besser gegenüber geschlagenen Monopfählen anzusehen sind, ist zu untersuchen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens ZykLaMP sollen die bestehenden Defizite hinsichtlich der Erfahrung mit vibrierten Monopfählen und der zyklischen Lasteinwirkungen im Allgemeinen auf der Grundlage großmaßstäblicher Technikumsversuche ausgeräumt werden. Darauf aufbauend können Regeln zur Übertragbarkeit der gängigen Bemessungsansätze auf vibrierte Pfähle erarbeitet werden. Zur Untersuchung des Bettungsverhaltens geschlagener und vibrierter Monopfähle werden Modellpfähle (Maßstab 1:13) mit verschiedenen Einbringmethoden in den geotechnischen Großversuchströgen des Instituts für Grundbau und Bodenmechanik der Technischen Universität Braunschweig installiert. Anschließend werden die Pfähle zyklischen lateralen Belastungen unterzogen, welche sich an den realen Bedingungen in der deutschen Nordsee mit lang andauernden Lastspielen aus den üblichen Umwelteinwirkungen und kürzeren Extrembelastungen aus z.B. einem 50-jährigen Sturmereigenis orientieren. Die Modellpfähle sowie der Boden werden dazu vor der Einbringung messtechnisch bestückt um u.a. das Bettungsverhalten, die Schiefstellung der Pfähle und die Spannungsänderungen im Boden zu erfassen.
Das Gesamtziel des Vorhabens ist die Erhöhung der Zuverlässigkeit und Lebensdauer tribologisch höchstbeanspruchter Komponenten in Windkraftanlagen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit und -sicherheit. Erreicht werden soll dies mit neuartigen, elektrisch leitfähigen Schmierstoffen, mit denen elektrische und chemische Einflüsse, die nach neuesten Erkenntnissen zu frühzeitigen Schädigungen führen, verringert bzw. gesteuert werden können. Neueste Ergebnisse zur Ermüdungsschädigung von Wälzlagern und Getriebekomponenten haben gezeigt, dass bestimmte Störeinflüsse ein Frühversagen verursachen. Hierfür wurden Gegenmaßnahmen identifiziert, die im Rahmen dieses Projekts entwickelt und überprüft werden sollen. IOLITEC entwickelt im Rahmen seines Teilvorhabens speziell im Hinblick auf das Projektziel synthetisierte Materialien und stellt diese den Projektpartnern für weiterführende Tests zur Verfügung. Darüber hinaus wird im Hinblick auf eine Überführung in die industrielle Anwendung die Skalierung der Synthese konzipiert.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 510 |
| Europa | 2 |
| Global | 1 |
| Kommune | 2 |
| Land | 6 |
| Wirtschaft | 17 |
| Wissenschaft | 244 |
| Zivilgesellschaft | 5 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 510 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 510 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 500 |
| Englisch | 37 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 15 |
| Keine | 106 |
| Webseite | 400 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 433 |
| Lebewesen und Lebensräume | 413 |
| Luft | 412 |
| Mensch und Umwelt | 510 |
| Wasser | 372 |
| Weitere | 510 |