Stickstoffempfindliche Lebensraumtypen sind Lebensraumtypen / Biotoptypen, welche sensibel auf atmosphärische Stickstoffeinträge reagieren. Die Daten stammen aus der Landschaftsinformationssammlung (LINFOS) des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) und werden direkt über den LINFOS-WFS bezogen: https://www.wfs.nrw.de/umwelt/linfos
Die WFS-Layer „stickstoffempfindliche_lrt_point“, „stickstoffempfindliche_lrt_polyline“ und „stickstoffempfindliche_lrt_polygon“ werden dabei zu einem Polygonlayer zusammengeführt; Punkt- und Linienobjekte werden dabei mit einem 5-m-Puffer in Flächen umgewandelt. Ab einem Maßstab von 1:25000 werden die Daten geometrisch leicht vereinfacht dargestellt.
Der Burgfeyer Stollen entwaessert das ehemalige Stollengebaeude der Bleierzgrube'Gewerkschaft Mechernicher Werke' ueber den Veybach in die Erft. Das Stollenwasser faellt mit 1.000 m3/h ( 8,8 Mio. m3/Jahr) an. Es ist mit Schwermetallen, insbesondere Cadmium, Kobalt, Nickel und Zink angereichert und fuehrt zu einer Beeintraechtigung der Wasserqualitaet der Vorflut. Im Rahmen der Untersuchung zur Elimination der Schwermetalle aus dem Stollenwasser wurden laborgestuetzte und halbtechnische Versuche durchgefuehrt. Dabei wurden zwei Verfahrensvarianten verglichen: Faellung/Flockung und Faellung/Flockung mit nachgeschalteter Adsorption und Ionentauscher mit vorgeschalteter Kiesfiltration. Als Reinigungsziele wurden fuer diese Versuche die Grenzwerte der Allgemeinen Gueteanforderungen fuer Oberflaechengewaesser (AGA-Werte) angesetzt. Darueber hinaus wurden Zielwerte fuer Kobalt und Mangan festgelegt. Das Stollenwasser, das mit der Verfahrenskombination 'Faellung/Flockung' behandelt wurde, konnte in einer von vier halbtechnischen Versuchsreihen die geforderten Grenzwerte einhalten; hingegen in keiner der fuenf Versuchsreihen mit der Kombination aus 'Faellung/Flockung/Adsorption'. Nach Behandlung mit der Verfahrenskombination Ionentauscher mit vorgeschalteter Kiesfiltration hielt das Stollenwasser in allen untersuchten Betriebszusstaenden die geforderten Grenzwerte ein. Beim grosstechnischen Betrieb der Faellung/Flockung fallen grosse Reststoffmengen in Form von schwermetallbeladenen Schlaemmen an, die deponiert werden muessen. Beim Betrieb des Ionentauschers entstehen deutlich geringere Reststoffmengen in Form von schwermetallbeladenem saurem Regenerat. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist hier eine stoffliche Wiederverwertung moeglich. Dadurch wird die Schadstoffproblematik bei einer Behandlung des Stollenwassers mittels Ionentauscher nicht auf ein anderes Medium verlagert. Im Vergleich der Betriebskosten ist die Verfahrenskombination 'Filtration/ Ionentauscher' mit 0,28 DM/m3 deutlich guenstiger als das Verfahren der 'Flockung/Faellung', fuer das Kosten von 1,58 DM/m3 angesetzt werden muessen. Fuer die grosstechnische Anlage zur Reinigung des Burgfeyer Stollenwassers ist die Kombination aus Filtration und selektivem Ionentauscher zu empfehlen.