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Anguilla anguilla (Linnaeus, 1758) Europäischer Aal Meeresfische und -neunaugen Stark gefährdet

Bei der Verantwortlichkeitseinstufung für den Europäischen Aal wurde berücksichtigt, dass die Art aufgrund massiver Rückgänge in allen Teilen des Areals durch die IUCN aktuell weltweit als vom Aussterben bedroht (Critically Endangered) eingestuft wird (IUCN 2023). Die deutschen Meeresgebiete der Nord- und Ostsee liegen im Hauptareal der Art. Der Bestandsanteil des Europäischen Aals beträgt hier weniger als 10% des Weltbestandes der Art. Deutschland ist insgesamt in besonders hohem Maße für die weltweite Erhaltung der Art verantwortlich. Bedingt durch das relativ große Verbreitungsgebiet besteht eine gesamteuropäische Verantwortlichkeit zur Erhaltung der Art, was entsprechend in der Europäischen Aalverordnung (VO (EG) 1100/2007) berücksichtigt wurde. In den letzten Jahren erfolgten vermehrt Anstrengungen, auch den gesamten Mittelmeerraum verstärkt in das übergreifende Aalmanagement mit einzubinden. Beim Europäischen Aal, dessen Bestandssituation und Bestandstrends durch Besatz beeinflusst sind, wurde im Rahmen dieser Roten Liste bei der Einschätzung der RL-Kriterien der Besatz ausgeklammert (vgl. Thiel et al. 2013). Während der Anteil im Binnenbereich besetzter Aale in den deutschen Meeresgebieten einen maximalen Anteil von weniger als 10% am Gesamtbestand hat (z.B. Müller 2022) und die Effekte von im Küstenbereich durchgeführten Besatzmaßnahmen regional begrenzt sind (Buck & Kullmann 2020) sowie teilweise einen experimentellen Charakter haben (z.B. Dorow & Schaarschmidt 2014), sind die Bestände des Europäischen Aals im deutschen Binnenland in der Regel deutlich stärker besatzgeprägt, wodurch die Einstufung der RL-Kategorie des Europäischen Aals für die Binnengewässer Deutschlands mit größeren Unsicherheiten behaftet ist (z.B. Thiel et al. 2013). Nur für einen Teil seines Lebenszyklus hält sich der Europäische Aal im Bewertungsgebiet dieser Roten Liste auf, seine Fortpflanzung erfolgt in der Sargassosee und somit in großer Entfernung zu den deutschen Meeres- und Binnengewässern (Thiel et al. 2013). Die auf die deutschen Meeres- und Binnengewässer bezogene Bewertung des Europäischen Aals ist deshalb in ihrer Aussagekraft eingeschränkt, da es sich beim Europäischen Aal für sein gesamtes Verbreitungsgebiet um eine panmiktische, d.h. um eine einzige, das gesamte Verbreitungsgebiet umfassende Population handelt. Bedingt durch den komplexen fakultativ katadromen Lebenszyklus (Tsukamoto et al. 1998), der weiten Verbreitung und die Vielzahl der durch den Aal besiedelten Habitate während der kontinentalen Lebensphase, ist auch eine Gesamtmodellierung des Aalbestands bis heute noch nicht erfolgt. Fehlende Langzeitdatenreihen führen dazu, dass die Datenbasis zur Bestandsbewertung als „datenlimitiert“ eingestuft wird (Brämick et al. 2023, ICES 2024). Die Bewertung der Entwicklung des Gesamtbestands des Europäischen Aals erfolgt daher auf europaweit erfassten Daten zum jährlichen Rekrutierungsaufkommen, die zur Fortschreibung von zwei Glasaal-Indices und einem Gelbaal-Index genutzt werden (ICES 2024). Bezugnehmend auf die beiden Glasaal-Indices ist festzustellen, dass sich diese innerhalb der letzten Jahre auf einem geringen Niveau stabilisiert haben (ICES 2024). Die fehlende Gesamtmodellierung des Bestands erschwert es auch, die Effekte von Besatzmaßnahmen auf den Gesamtbestand bewerten zu können. Eine Einordnung des oft diskutierten Effekts von bestandsfördernden Besatzmaßnahmen vor dem Hintergrund europaweiter Bemühungen (EC 2007) kann daher bisher nicht abschließend vorgenommen werden. Wichtige Gefährdungsursachen des Europäischen Aals sind direkte Auswirkungen der Fischerei, Schadstoffe, Gewässerausbau, Habitatveränderung und -verlust, Wasserkraft- und Kühlwassernutzung sowie der Klimawandel (z.B. Castonguay et al. 1994, Baer et al. 2011, Freese et al. 2016). Zudem ist der mögliche Einfluss des Schwimmblasenparasiten Anguillicoloides crassus zu nennen (Unger et al. 2024). Bedingt durch den komplexen Lebenszyklus der Art sind einzelne Gefährdungsursachen zwar identifiziert, eine Quantifizierung steht aber immer noch aus. Dabei bestehen regionale Unterschiede beim Einfluss der einzelnen bekannten Faktoren. NORDSEE: Nach Einschätzung der OSPAR-Kommission (Status Assessment 2022) für die Region II (Greater North Sea) ist der Zustand des Bestandes des Europäischen Aals schlecht (Poor). Gründe werden im diadromen Wanderverhalten und im komplexen Lebenszyklus der Art gesehen, wodurch sie einer Vielzahl von Belastungen ausgesetzt ist (Jacoby et al. 2015). Für viele dieser Belastungen sind ihre Auswirkungen auf den Aalbestand schwer zu bewerten und weitgehend unbekannt (ICES 2020). Viele Belastungen stehen zudem oft in Wechselwirkung miteinander, was ihre Bewertung zusätzlich erschwert. Beispielsweise kann die Blockierung von Lebensräumen flussaufwärts zur Erhöhung der Dichte des Aalbestandes flussabwärts führen, was Prädation, Fischerei oder Krankheitsübertragung erleichtert. OSTSEE: Durch die HELCOM (2013) wird die Art für die gesamte Ostsee als vom Aussterben bedroht (Critically Endangered) eingestuft. Auf internationaler Ebene wurden in den letzten 10–15 Jahren erhebliche Anstrengungen zum Schutz des Europäischen Aals unternommen. Hervorzuheben ist dabei die im Jahr 2007 verabschiedete Europäische Aalverordnung, die die Mitgliedstaaten der EU zur Umsetzung von Managementmaßnahmen sowie zur Überwachung des Managementerfolgs verpflichtet. In den auf Einzugsgebietsebene umzusetzenden Managementplänen sind teilweise Meeresgebiete in Nord- und Ostsee als Aufwuchsareale für den Europäischen Aal aufgenommen worden. Ausgehend von den Empfehlungen des ICES (ICES Advice 2021, ICES Advice 2022) wurde in den letzten Jahren die Fischerei in den deutschen Küstengewässern weiter beschränkt (Schonzeiten), um die Abwanderung der laichreifen Aale, sogenannte Blankaale, besser zu schützen. Das derzeitige Rekrutierungsaufkommen unterstreicht den kritischen Zustand des Aals und die Notwendigkeit umfassender Maßnahmen, die alle bekannten Einflussgrößen betreffen. Aufgrund des durch die datenlimitierte Ausgangssituation anzuwendenden Vorsorgeansatzes empfiehlt der ICES (2024) in Übereinstimmung mit den Vorjahren eine Schließung der Aalfischerei aller Lebensstadien sowie parallel hierzu unter Verweis auf einen ökosystemaren Managementansatz, dass alle anderen anthropogen bedingten Faktoren komplett eliminiert und umfangreiche habitatverbessernde Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) legte in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gemäß Bekanntmachung vom 17.04.2024 (BLE 2024) zum Schutz des Europäischen Aals auf Basis der wissenschaftlichen Empfehlungen des ICES und des Thünen-Instituts eine Schonzeit für die Wintersaison 2024/2025 fest. So galt für die deutschen Nordseegewässer und angrenzenden Brackgewässer für den Zeitraum 01.09.2024 bis 28.02.2025 ein Aalfangverbot. Für die deutsche Ostsee galt eine EU-weit einheitliche Schonzeit für den Zeitraum 15.09.2024 bis 15.03.2025 gemäß Europäische Union (2024). Die Freizeitfischerei auf den Europäischen Aal ist nach EU-Recht in allen Meeresgewässern und angrenzenden Brackgewässern weiterhin ganzjährig verboten. Eine verstärkte Berücksichtigung nicht-fischereilicher Maßnahmen stellte der Fitness-Check der Europäischen Aalverordnung heraus (EC 2020). Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass die mit der Europäischen Aalverordnung veranlasste regionale Bewirtschaftung auf Basis von Aaleinzugsgebieten weiterzuführen ist, was auch mit der Entschließung des Europäischen Parlaments in 2023 herausgestellt wurde (Europäisches Parlament 2023).

Generationenübergreifende Anpassungstrategien an Ozeanversauerung und -erwärmung in Fischen

Anthropogene CO2 Emissionen werden zum Teil von den Ozeanen absorbiert und führen zu erniedrigten marinen pH und Karbonatwerten, dieser Prozess wird Ozeanversauerung genannt. Ozeanversauerung geht mit Ozeanerwärmung einher, zusammen bedrohen beide Umweltveränderungen das Leben im Meer. Fische wurden bisher als recht unempfindlich gegenüber diesen Veränderungen im Meerwasser eingeschätzt, da sie über hoch entwickelte Säure-Base- und Ionenregulation verfügen. Daher haben nur wenige physiologische Studien den Einfluss von Hyperkapnie auf die Physiologie und das Verhalten von Fischen untersucht, und häufig wurden dabei auch CO2 Partialdrücke eingesetzt, die weit jenseits der vom IPCC prognostizierten Werte für die nahe Zukunft liegen. Weiterhin wurden bisher nur wenige Lebensstadien untersucht, obwohl es immer mehr Anhaltspunkte dafür gibt, dass besonders die frühen Lebensstadien, die noch nicht über voll ausgeprägte homeostatische Kapazitäten und Verhaltenrepertoire verfügen, besonders empfindliche gegenüber OAW reagieren. Weiterhin lassen viele aktuelle Studien eine integrative Analyse von physiologischen Antworten auf zellulärer, Gewebe- und Ganztierebene vermissen, außerdem fehlt uns ein generelles Verständnis des evolutionären (generationenübergreifenden) Anpassungspotentials von Fischen an den Klimawandel. FITNESS versucht kritische Wissenslücken zu schließen, indem die synergistischen Auswirkungen von OAW auf Zell-, Gewebe- und Ganztierebene an verschiedenen Lebensstadien (Embryonen, Larven, Jungfische und Adulte) an warm-temperaten Wolfsbarschen (Dicentrarchus labrax) untersucht werden. Dabei untersucht FITNESS die physiologischen Reaktionen zwischen F0 und F1 Generationen von Fischen, von denen bereits die Elterntiere verschiedenen OAW-Szenarien ausgesetzt waren; weiterhin werden auch Wildpopulationen untersucht. Damit bereitet FITNESS den Weg für eine ganzheitlichere Analyse der Populationsakklimatisation und -adaptation, indem phänotypische Veränderungen mit Darwin'schen Fitnessfaktoren verknüpft und die Vererbbarkeit physiologischer Schlüsselparameter untersucht werden. Um weiterhin unser Ursache-Wirkungs-Verständnis von OAW voran zu treiben, werden konzeptionelle Modelle eingesetzt, die die Antworten auf Zell-, Gewebe- und Ganztierebene parametrisieren und in physiologisch-bioenergetische Modelle einfließen lassen, um mögliche Anpassungskapazitäten und Abstriche in Wachstum, Reproduktion und Mortalitätsrisiko abzuschätzen. FITNESS profitiert dabei von den großzügigen Aquakulturkapazitäten in Frankreich, in denen eine große Anzahl von Fischen (größer als 1000) über zwei Generationen hinweg sowohl unter Labor- als auch unter Feldbedingungen verfolgt werden kann. Weiterhin kommen FITNESS die enge Zusammenarbeit mit aktuellen Ozeanversauerungsprojekten in Deutschland (BIOACID) und Portugal zugute, die sich mit Kalt- bzw. Warmwasserfischen beschäftigen und somit Vergleiche über einen weiten Bereich von Temperaturfenstern erlauben.

Schwerpunktprogramm (SPP) 1158: Antarctic Research with Comparable Investigations in Arctic Sea Ice Areas; Bereich Infrastruktur - Antarktisforschung mit vergleichenden Untersuchungen in arktischen Eisgebieten, The impact of environmental change on the Antarctic silverfish Pleuragramma antarcticum - Identifying physiological and ecological limits

Reproductive parameters and oocyte fatty acid compositions in European sprat Sprattus sprattus sampled in the Baltic Sea

Fecundity of marine fish species is highly variable, but trade-offs between fecundity and egg quality have rarely been observed at the individual level. We investigated spatial differences in reproductive investment of individual European sprat Sprattus sprattus (Linnaeus 1758) females by determining batch fecundity, condition indices (somatic condition index and gonadosomatic index) as well as oocyte dry weight, protein content, lipid content, spawning batch energy content, and fatty acid composition. Sampling was conducted in five different spawning areas within the Baltic Sea between March and May 2012. Sampling was conducted in the Baltic Sea during three cruises of the German RV “Alkor” in March (https://www2.bsh.de/aktdat/dod/fahrtergebnis/2012/20120331.htm), April (http://dx.doi.org/10.3289/CR_AL390), and May (http://dx.doi.org/10.3289/CR_AL392) 2012. Five different areas were sampled: KB, AB, Bornholm Basin (BB), Gdansk Deep (GD), and Gotland Basin (GB). Fish were caught with a pelagic trawl. Trawling time was in general 30 minutes per haul. The total lengths (TL, ±0.1 cm) of at least 200 sprat per haul were measured for length frequency analysis. Only female sprat with ovaries containing fully hydrated oocytes were sampled, running ripe females were rejected to avoid possible loss of oocytes, as this would lead to an underestimation of batch fecundity. Sprat were sampled immediately after the haul was on deck and stored on crushed ice. The sampled fish were weighed (wet mass WM, ±0.1 g) and measured (TL, ±0.1 cm), and their ovaries were dissected carefully. Oocytes were extracted from a single ovary lobe, rinsed with deionized water, and counted under a stereo microscope (Leica MZ 8). A counted number of oocytes (around 50 oocytes per fish) were transferred to pre-weighed tin-caps (8 x 8 x 15 mm). These samples were used to determine the oocyte dry weight, lipid content, and fatty acid composition. In addition, a counted number of oocytes (around 10 oocytes per fish) were sampled in Eppendorf caps for determination of protein content. Oocyte samples were stored at -80 °C for subsequent fatty acid and protein analysis in the laboratory. Finally, both ovary lobes were stored in 4% buffered formaldehyde solution for further fecundity analysis. Ovary free body mass (OFBM, ±0.1 g) of sampled frozen fish and fixed ovary mass (OM, ±0.1 g) were measured (Sartorius, 0.01 g) in the laboratory on land, to avoid imprecise measurements due to the ship's motion at sea. Absolute batch fecundity (ABF) was determined gravimetrically using the hydrated oocyte method suggested by Hunter et al. (1985) for indeterminate batch spawners. For ascertainment of the relative batch fecundity per unit body weight (RBF), ABF was divided by OFBM. Further, a condition index (CI) was determined: CI = (OFBM/〖TL〗^3 )× 100. A gonadosomatic index (GSI) was calculated with the following formula: GSI = (OM/OFBM)× 100. Oocyte dry weight was determined to the nearest 0.1 µg (Sartorius SC 2 micro-scale), using the samples stored in pre-weighed tin caps, after freeze-drying (Christ Alpha 1-4) for at least 24 hours. After subtracting the weight of the empty tin cap, the average oocyte dry mass (ODM) was then calculated by dividing the total weight by the number of oocytes contained in the tin cap. The fatty acid signature of oocytes was determined by gas chromatography (GC). Lipid extraction of the dried oocytes was performed using a 1:1:1 solvent mix of dichloromethane:methanol:chloroform. A five component fatty acid methyl ester Mix (13:0 - 21:0, Restek, Bad Homburg, Germany; c = 8.5 ng component µl-1) was added as an internal standard and a 23:0 fatty acid standard (Restek, Bad Homburg, Germany, c = 25.1 ng µl-1) was added as an esterification efficiency control. Esterification was performed over night at 50 °C in 200 µl 1% H2SO4 and 100 µl toluene. The solvent phase was transferred to 100 µl n-hexane and a 1 µl aliquot measured in a Thermo Fisher Trace GC Ultra with a Thermo Fisher TRACETM TR-FAME column (10 m*0.1 mm*0.2 µm). For more details on sample preparation and GC settings, see Hauss et al. (2012). The total lipid content per oocyte was determined by adding up the weights of all detected fatty acids. To ensure comparability with past studies, results for FA are given as a percentage of the combined weights of all detected FA. An average of 10 oocytes were transferred to 5*9 mm tin cups (Hekatech) and dried at 50 °C for >24 h. Total organic carbon (C) and nitrogen (N) content was measured using a Thermo Fisher Scientific Elemental Analyzer Flash 2000. From the total amount of N in the sample, the oocyte protein content was calculated according to Kjeldahl (Bradstreet, 1954), using a factor of 6.25. The oocyte gross energy content was calculated on the basis of measured protein and lipid content, which were multiplied with corresponding energy values from literature. The measured amount of proteins per given oocyte (P, mg) was multiplied by a factor of 23.66 J mg-1 and was added to the total amount of lipids per oocyte (L, mg) multiplied by 39.57 J mg-1 (Henken et al. 1986). Consequently, the oocyte energy content of each individual female sprat was multiplied by its relative batch fecundity in order to obtain a standardized estimate of the total amount of energy invested into a single spawning batch (SBEC, J g-1 OFBM): SBEC = [(P × 23.66 (J )/mg)+(L × 39.57 (J )/mg)]× RBF

Pholis gunnellus in the Sylt Rømø bight in 2022

Due to changing temperature regimes in the North- and the Wadden Sea, a fish survey in the Sylt Rømø bight (SRB) was established in 2007 for at least ten years. The aim is to investigate the Wadden Sea fish fauna with special interest in changes of migration behavior, species composition and feeding habits. Since 2021 an assessment of the epibenthic species in the net hauls was included. Seven stations are sampled monthly inside the SRB. Two additional stations, one outside the bight, one close to the Danish border are sampled as references four times a year. For sampling a mini bottom trawl, total length 17 m, trawl opening 7 m, height 3 m with a mesh size of 36 mm in the wings, 16 mm in the mid part and 6 mm in the cod end is used. At every station one haul in the water column and another at the bottom are sampled, for 15 minutes at a speed of approximately 2 knots. The data will help to give a more detailed picture of food chains and energy flows inside the Wadden Sea.

Jellyfish in the Sylt Rømø bight in 2022

Due to changing temperature regimes in the North- and the Wadden Sea, a fish survey in the Sylt Rømø bight (SRB) was established in 2007 for at least ten years. The aim is to investigate the Wadden Sea fish fauna with special interest in changes of migration behavior, species composition and feeding habits. Since 2021 an assessment of the epibenthic species in the net hauls was included. Seven stations are sampled monthly inside the SRB. Two additional stations, one outside the bight, one close to the Danish border are sampled as references four times a year. For sampling a mini bottom trawl, total length 17 m, trawl opening 7 m, height 3 m with a mesh size of 36 mm in the wings, 16 mm in the mid part and 6 mm in the cod end is used. At every station one haul in the water column and another at the bottom are sampled, for 15 minutes at a speed of approximately 2 knots. The data will help to give a more detailed picture of food chains and energy flows inside the Wadden Sea.

Loligo vulgaris in the Sylt Rømø bight in 2022

Due to changing temperature regimes in the North- and the Wadden Sea, a fish survey in the Sylt Rømø bight (SRB) was established in 2007 for at least ten years. The aim is to investigate the Wadden Sea fish fauna with special interest in changes of migration behavior, species composition and feeding habits. Since 2021 an assessment of the epibenthic species in the net hauls was included. Seven stations are sampled monthly inside the SRB. Two additional stations, one outside the bight, one close to the Danish border are sampled as references four times a year. For sampling a mini bottom trawl, total length 17 m, trawl opening 7 m, height 3 m with a mesh size of 36 mm in the wings, 16 mm in the mid part and 6 mm in the cod end is used. At every station one haul in the water column and another at the bottom are sampled, for 15 minutes at a speed of approximately 2 knots. The data will help to give a more detailed picture of food chains and energy flows inside the Wadden Sea.

Rote Liste und Gesamtartenliste der Fische und Neunaugen (Elasmobranchii, Actinopterygii & Petromyzontida) der marinen Gewässer Deutschlands

12 Jahre nach dem Erscheinen der Vorgängerfassung von 2013 liegt eine aktualisierte Rote Liste der Meeresfische und Neunaugen Deutschlands vor. Sie gibt in differenzierter Form Auskunft über unsere wildlebenden Arten der Meeresfische und Neunaugen und ihre Gefährdungssituation. Dabei werden nicht nur die in ihrem Bestand bedrohten Arten behandelt. Die Gesamtartenliste enthält 105 in Deutschland etablierte Meeresfischarten, die bewertet werden. Die Rote Liste der Meeresfische und Neunaugen geht wie alle Roten Listen über eine reine Inventur und die Beschreibung von Bestandstrends und Rückgangsursachen hinaus. Sie beinhaltet die Ergebnisse einer quantitativen Analyse zahlreicher Monitoringdaten. Zudem wird die Verantwortlichkeit Deutschlands für die weltweite Erhaltung der Arten eingeschätzt und es werden Hinweise gegeben, wie sich die Bestandssituation der Meeresfische und Neunaugen verbessern lässt. Die Rote Liste der Meeresfische und Neunaugen wurde von erfahrenen Experten und Expertinnen der Ichthyologie und Meeresbiologie verfasst. Mit ihr liegt Band 9 der Reihe „Rote Liste der Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands“ 2020 ff. vor.

European Red Lists of species

The European Red Lists of species is a review of the conservation status of more than 10 000 European species (mammals, birds, reptiles, amphibians, freshwater and marine fishes, butterflies, dragonflies, freshwater molluscs, selected groups of beetles, terrestrial molluscs, vascular plants including medicinal plants, bees, grasshoppers, locusts and crickets, lycopods and ferns), according to IUCN regional Red Listing guidelines applied to the EU28 and to the Pan-European level.

Die Bedeutung von Fischereiabfällen und Erfahrung für das Verhalten und die Energetik von Seevögeln

Um die lückenhaft über große Flächen und oft unberechenbar verteilten Meeresressourcen zu nutzen, fliegen Albatrosse und Sturmvögel oft Hunderte von Kilometern pro Tag und füttern ihre Küken selten. In marinen Ökosystemen unter starkem anthropogenem Einfluss wird die Verfügbarkeit von Beute oft durch die Anwesenheit der Fischereifahrzeuge verändert, die große Mengen an Abfällen wie Innereien von verarbeitetem Fisch, Nichtzielarten und zu kleine Fische verwerfen. Dadurch erzeugen sie nicht nur eine vorhersehbare und reichliche Nahrungsquelle für Seevögel, sondern Fischerei-Abfälle erschließen Seevögeln auch den Zugriff auf demersale Organismen wie Bodenfische als neuartige Nahrungsquelle. In vielen fischreich genutzten Meeresgebieten stellen Abfälle daher einen großen Anteil der Nahrung von Seevögeln. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Ernährungsökologie der Seevögel haben. Das Ziel der geplanten Studie ist es, unser Verständnis von Verhaltensanpassungen als Reaktion auf Änderungen in der Verfügbarkeit von Beute zu vertiefen. Wir schlagen dazu eine Fallstudie an Sturmtauchern Calonectris diomedea im Mittelmeer vor, einer Art, die sowohl natürliche Beute als auch Fischereiabfälle als Nahrung nutzt. Um das Ausmaß und die Auswirkungen der Nahrungsquellen zu bewerten, werden wir eine Kombination aus GPS-Tracking, Messungen der Stoffwechselrate mit 2 Methoden (Beschleunigungsdaten und Schwerwassermethode) und nicht-invasive genetische Nahrungsbestimmung verwenden. Wir werden untersuchen, ob die Nutzung der Fischereiabfälle durch die Sturmtaucher als Reaktion auf geringe Verfügbarkeit von ihrer natürlichen Beute auftritt oder ob diese Art sich an die neue Nahrungsquelle angepasst hat, und sie unabhängig von der Verfügbarkeit ihrer natürlichen Beute regelmäßig nutzt. Darüber hinaus werden wir erfahren und neue Brutpaare vergleichen, um zu bewerten, wie die Qualität von Alttieren dieses Verhalten beeinflusst, sowie die Energiebilanz der natürlichen Beute und von Fischereiabfällen vergleichen.

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