Das Projekt InSpEE (IIIC2 - 40003 - 03ESP323A) schafft Grundlagen für die Potentialabschätzung in den Salzstrukturen Norddeutschlands, schließt aber bisher die weitgehend flach lagernden Salzvorkommen in geeigneter Teufenlage mit geringerer Mächtigkeit (z.B. Nordrhein-Westfalen) aus. Der damit verbundene Ausschluss einer der europaweit größten Speicheranlagen (Epe, NRW) verdeutlicht die Notwendigkeit einer ergänzenden Potentialermittlung und Standortbewertung. Bei der Abschätzung des Speicherpotentials der Doppel- und Mehrfachsalinare (z.B. Schleswig-Holstein) konnte aufgrund geringer Kenntnisse zum inneren Aufbau dieser Strukturen bisher nur der Rotliegend-Anteil berücksichtigt werden. Das Fortsetzungsprojekt besitzt daher das Ziel, die geologische Datenbasis zu erweitern und aufzubereiten, mögliche Kavernenauslegungen zu berechnen und darauf aufbauend eine Potentialabschätzung vorzunehmen und das Informationssystem Salz zu ergänzen. Themenschwerpunkte der Bearbeitung des Verbundpartners KBB UT sind: - Anpassung der Kavernenauslegung und der Potentialauswertung des InSpEE-Projektes für Mehrfachsalinare, - Anpassung der Kavernenauslegung für die im InSpEE-Projekt nicht berücksichtigten flach lagernden Salinarbereiche in geeigneter Teufenlage vor allem hinsichtlich geringerer Mächtigkeit des Salinars, - Weiterentwicklung des Algorithmus zur Potentialabschätzung für flächig ausgebildete Salinarbereiche, - Durchführung der Potentialabschätzung für die Speicherung von Druckluft und Wasserstoff in Salzkavernen für flächig ausgebildete Salinarbereiche, - Projektkoordination. Die im Projekt zusammengestellten Informationen und neuen Untersuchungsergebnisse zur Verteilung und zu den Eigenschaften flach lagernder Salzschichten sowie zum Internbau und zur Zusammensetzung der Doppel-/Mehrfach-Salinare und zur Auslegung der Speicherkavernen werden nach Projektende veröffentlicht und sollen Behörden, der Politik und den Unternehmen eine fundierte Planungsgrundlage für die Auswahl von Salzvorkommen zur Errichtung von Kavernen für die Speicherung von Druckluft, Wasserstoff oder auch (grünem) Methan liefern. Damit wird für zukünftige Projekte auch in Süddeutschland gemäß den Erfordernissen der späteren Nutzung eine wichtige Planungs- und Orientierungsgrundlage geschaffen.