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s/messel/Sessel/gi

Pruefung von Biomasse-Feuerungen

Auf dem Kesselpruefstand (Nennwaermeleistung 120 kW) der Bundesanstalt fuer Landtechnik werden seit 1984 Untersuchungen verbrennungstechnischer Parameter und Emissionsmessungen durchgefuehrt. Die Messdaten werden automatisch erfasst, am Pruefstand vorverarbeitet, auf Magnetband abgelegt und ueber EDV ausgewertet. Fuer die Emissionsmessung stehen folgende Messgeraete zur Verfuegung: - Infrarotanalysatoren zur Bestimmung von CO und CO2, - ein Flammenionisationsdetektor zur Bestimmung der organischen gasfoermigen Substanzen, - ein Chemilumineszenzanalysator zur Bestimmung des NOx-Gehaltes, - ein Staubmessgeraet zur gravimetrischen Bestimmung des Staubgehaltes. Ueber die Untersuchungen werden Berichte erstellt und veroeffentlicht.

Vermeidung kritischer Schwingungen und Verbrennungspulsationen in Großraumwasserkesseln unter stark schwankenden Gasbeschaffenheiten und Wasserstoff, Teilprojekt: Entwicklung eines optischen Verfahrens zur Charakterisierung und Bewertung schwingungskritischer Kesselanlagen

Kernziel des beantragten Projektes ist die Erhöhung der Energieeffizienz durch Vermeidung kritischer Anlagenschwingungen und Reduzierung von Verbrennungspulsationen in thermischen Kraftwerken und Großraumwasserkesseln. Dafür ist eine messtechnische Methodik zu entwickeln, welche in der Lage ist, kritische Anlagenzustände zu detektieren. Dabei soll insbesondere berücksichtigt werden, dass zukünftig zu erwarten ist, dass deutlich höhere Mengen Wasserstoff dem Erdgas beigemischt werden, welche voraussichtlich einen deutlichen Einfluss auf die Energiefreisetzung und das Pulsationsverhaltens der Flammen, sowie die Effizienz von Kesselanlagen haben werden. Durch eine darauf zugeschnittene Analyse von Betriebsparametern und die Erfassung zusätzlicher schwingungsbeeinflussender Messgrößen, sollen zukünftig Pulsationen direkt beim Auftreten erkannt und ausgeregelt werden, um den Komponentenschutz zu erhöhen, kritische Anlagenzustände zu vermeiden und einen optimierten Betrieb auch unter Erdgas-Wasserstoffmischungen und bei reinen Wasserstoffbrennern zu ermöglichen. Der Fokus der Arbeitsinhalte der TU Dresden liegt auf der Entwicklung der Messtechnik. Dies betrifft sowohl die Erweiterung eines Hochgeschwindigkeits-Kamerasystems für die Messung von Wasserstoff-Gemisch-Flammen, also auch die Entwicklung der Analysesoftware zur Auswertung dieser Bilddaten in Kombination mit weiteren Messdaten.

Entwicklung und Demonstration einer brennstoffflexiblen SCR-Nachrüstlösung für Reststofffeuerungen, Weiterentwicklung der HF-Analyse zur Diagnose von SCR-Katalysatoren

Die bei der energetischen Nutzung biogener Reststoffe entstehenden Schadstoffemissionen müssen mittels geeigneter Abgasreinigungssysteme gemindert werden. Bei der Konversion biogener Reststoffe entstehen neben Partikelemissionen aufgrund relativ hoher Stickstoffgehalte im Brennstoff auch erhöhte NOx-Emissionen, welche am effektivsten durch das Verfahren der selektiven katalytischen Reduktion (SCR) gemindert werden können. In dem Forschungsvorhaben soll eine SCR-Nachrüstlösung für mit biogenen Rest- und Abfallstoffen betriebene Kesselanlagen im kleinen und mittleren Leistungsbereich (< 1 MWth) entwickelt werden. Dabei kommt eine innovative Hochfrequenztechnik zum Einsatz, die kontinuierlich den NH3-Beladungszustand des SCR-Katalysators misst und die Reduktionsmittelmenge automatisch an den tatsächlichen brennstoff- und lastabhängigen Bedarf anpasst. Die Funktionsweise des SCR-Systems soll an einer Feuerungsanlage mit verschiedenen biogenen Rest- und Abfallstoffen demonstriert werden, wobei neben der erreichbaren NOx-Minderung auch die Effekte einer Kombination mit Systemen zur Partikelabscheidung untersucht werden sollen.

Erster Europaeischer Kongress: 'Erneuerbare Energien fuer Regionen und Staedte im Verbund mit der Messe regeneratio'96'

Unterstuetzung von Fachveranstaltungen zur Umwelterfindermesse 'econova'

Innovativer Plattenelektrofilter mit automatischer Abreinigung zur Abscheidung der Staubemissionen aus häuslichen Kleinfeuerungsanlagen im Wohnbereich, Teilvorhaben 2: Konstruktionen, Detailplanungen, Werkstoffuntersuchungen und Fertigung der Versuchsmuster sowie Prototypen

Ziel des Vorhabens I_WESP intelligent (innovative_wood elecrostatic presipitator) ist die Entwicklung eines innovativen, kompakten und intelligenten elektrostatischen Abscheiders für Staubemissionen aus häuslichen mit Holz beheizten Kleinfeuerungsanlagen zur Aufstellung im Wohnraum. Der Kleinelektrofilter soll sowohl für die Installation bei Neuanlagen als auch als Nachrüstlösung für Bestandsanlagen zur Verfügung stehen. Innovativer Kern des Projekts ist vor allem die Ausführung der Kleinfilteranlage als Plattenfilter, die es ermöglicht, den Filter in seiner Bauweise flacher und kompakter zu gestalten. Bisher wurden Kleinelektrofilter ausschließlich als Röhrenfilter konzipiert, was bei Aufstellung nach automatisch betriebenen Kesselanlagen mit höherer thermischer Leistung kein Problem darstellt. Hinsichtlich einer Integration in den Wohnbereich werden hinsichtlich Kompaktheit, Gestaltung und Geräuschemissionen des Apparates weitaus höhere Ansprüche gestellt. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Entwicklung eines neuartigen Abreinigungs- und Austragssystems sein, das eine staubfreie Entsorgung der abgeschiedenen Rückstände ermöglicht. Im Einzelnen lassen folgende wesentliche Entwicklungsziele und Anforderungen formulieren: - E-Filter muss betriebs-, funktionssicher sein und dabei sicher und dauerhaft die vorgegebenen Staubgrenzwerte unterschreiten - geringer Energieverbrauch durch automatische Anpassung an die Betriebsbedingungen - kompakte, stabile Ausführung mit geringem Platzbedarf (Nachrüstung, Wohnbereich) - einfache Methode der Abreinigung, wartungsfreier staubfreier Austrag - geringe Geräuschentwicklung, elektromagnetische Verträglichkeit - einfache Bedienbarkeit, geringer Wartungsaufwand - Integration einer einfachen Sensorik zur Messung der Staubkonzentration - niedrige Anschaffungskosten ( ca. 600 €)

Urlaub und Umweltschutz: So geht nachhaltiges Reisen

<p> So sind Sie beim nächsten Urlaub klimafreundlich unterwegs <ul> <li>Bevorzugen Sie Reiseziele in der Nähe.</li> <li>Vermeiden Sie Flugreisen und Kreuzfahrten.</li> <li>Bevorzugen Sie Reiseanbieter und -angebote mit verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards.</li> <li>Verhalten Sie sich im Urlaub so umweltfreundlich wie zu Hause.</li> <li>Nehmen Sie Rücksicht auf sensible Lebensräume, Tiere und Pflanzen.</li> <li>Entdecken Sie umweltfreundliche Urlaubsmöglichkeiten.</li> </ul> Gewusst wie <p>Was uns gut tut, kann die Umwelt belasten. Das gilt auch für den Urlaub und insbesondere für die Anreise. Durch ihren Aufenthalt steigern Tourist*innen zudem vor Ort den Bedarf an Wasser, Energie und Flächen. Mit diesen Tipps können Sie die entstehenden Umweltbelastungen reduzieren.</p> <p><strong>Je näher, desto besser:</strong> Im Umkreis von nur 1.000 Kilometern liegen Urlaubsziele, die das bieten, was die meisten im Urlaub suchen: Erholung, Wälder, Berge, Strand und jede Menge Sehenswürdigkeiten. Warum deshalb in die Ferne schweifen? Die stärksten Umweltbelastungen resultieren aus An- und Abreise. Dabei spielt nicht nur die Entfernung, sondern auch die Wahl des Verkehrsmittels eine große Rolle.</p> <ul> <li>Nutzen Sie daher <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12609">Bus, Bahn</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/13571">Fahrrad</a>.</li> <li>Erkundigen Sie sich über das Nahverkehrssystem vor Ort und eventuelle Transport- und Ticketangebote der Unterkunft und Reiseregion.</li> <li>Probieren Sie <a href="http://www.wanderbares-deutschland.de/">Wanderungen</a>, <a href="https://www.canoeguide.net/kanutouren-alle-laender/kanutouren-in-deutschland">Kanu-</a> oder <a href="https://www.adfc-radtourismus.de/">Fahrradtouren</a>.</li> <li>Entdecken Sie die Reisen der Kooperation <a href="https://www.fahrtziel-natur.de/">Fahrtziel Natur</a> in verschiedene Großschutzgebiete im deutschsprachigen Raum. Oder besuchen Sie Bergregionen, die sich um nachhaltige Reiseangebote bemühen und über <a href="https://www.alpine-pearls.com/">Alpine Pearls</a> sowie den <a href="https://www.bergsteigerdoerfer.org/">Bergsteigerdörfern</a> zu Initiativen zusammengeschlossen haben.</li> <li>Auch ein voll besetztes Auto belastet die Umwelt weit weniger als die Anreise mit dem Flugzeug.</li> <li>Die Anreise mit einem vollelektrischen angetriebenen PKW ist ebenfalls umweltschonender. Das erfordert derzeit allerdings etwas Planung, da das Netz an Lademöglichkeiten noch im Aufbau befindlich ist. Immer mehr Beherbergungsanbieter installieren Lademöglichkeiten für ihre Gäste. Fragen Sie vor der Buchung nach.&nbsp;</li> <li>Umweltschädliche Emissionen können Sie auch einsparen, wenn Sie seltener in den Urlaub fahren und dafür länger bleiben.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5050/bilder/uba_tipps11_reisen.jpg"> </a> <strong> Warum in die Ferne schweifen? </strong> Quelle: Umweltbundesamt <p><strong>Am Boden bleiben:</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/22562">Flugreisen</a> sind besonders umweltschädlich. Ein Flug von Deutschland auf die Kanarischen Inseln und zurück verursacht pro Person einen Ausstoß von ca. 1.700 kg klimaschädlichem CO2e (siehe <a href="http://www.uba.co2-rechner.de/de_DE/">UBA-CO2-Rechner</a>). Bei einer vierköpfigen Familie sind das 6,8 t CO2e. Mit einem vollbesetzten Mittelklassewagen könnten Sie dafür rund 35.000 km weit fahren. Auch Kreuzfahrten sind sehr umweltbelastend. Leider gibt es für solche Fernreisen keine umweltfreundlichen Alternativen. Was Sie aber machen können: Gleichen Sie Treibhausgasemissionen von Flugreisen oder Kreuzfahrten durch freiwillige Kompensationszahlungen aus. Mit diesem Geld werden Klimaschutzprojekte finanziert, in denen die entsprechende Menge an Treibhausgasen eingespart wird (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16787">Tipps zur CO2- Kompensation</a>).</p> <p><strong>Zertifizierte Angebote nutzen:</strong> Auf der Suche nach umweltschonenden Reisen helfen Ihnen Umweltzertifikate und Labels. Sie kennzeichnen Anbieter beziehungsweise Angebote mit verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards. Diese Standards betreffen zum Beispiel den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser, klimafreundliche Transporte, die Reduzierung des Abfallaufkommens oder das Engagement in Artenschutzprojekten.</p> <ul> <li>Fragen Sie Ihr Reisebüro und Ihren Tourismusanbieter vor Ort nach einer entsprechenden Zertifizierung.</li> <li>Auf der Webseite <a href="https://tourismus-labelguide.org/">Tourismus Labelguide</a> finden Sie einen Überblick sowie weitere Informationen zu verschiedenen Labeln und Zertifikaten aus dem Tourismusbereich.</li> <li>Auch das <a href="http://forumandersreisen.de/">Forum anders Reisen</a> bietet eine breite Auswahl alternativer Reisen in alle Welt an. Mehr als 100 Reiseveranstalter gehören dazu.</li> </ul> <p><strong>Umweltbewusstsein im Reisegepäck:</strong> Ob Mülltrennung oder der sparsame Umgang mit Energie und Wasser - Routinen, die zu Hause selbstverständlich sind, sollten Ihnen im Urlaub nicht schwerfallen.&nbsp;Im Zusammenhang mit dem fortschreitenden <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> wird Wasser eine immer knappere Ressource.</p> <ul> <li>Gehen Sie deshalb sorgsam mit Wasser um (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/32796">Tipps zum Trinkwasser</a>). Pools, Golfplätze und künstlich beschneite Skipisten verbrauchen oft unverhältnismäßig große Wassermengen.</li> <li>Heizen Sie im Winterurlaub energiebewusst (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16556">Tipps zum Heizen</a>).</li> <li>Bevorzugen Sie saisonale, regionale und ökologisch produzierte Lebensmittel. Genießen Sie die Vielfalt heimischer Obst- und Gemüsesorten und verringern Sie den Anteil tierischer Produkte, denn diese verschlechtern Ihre Umweltbilanz in vielerlei Hinsicht.</li> <li>Verzichten Sie auf Einwegartikel wo immer möglich. Nehmen Sie zum Beispiel eine leere Trinkflasche oder einen Stoffbeutel mit in den Urlaub.</li> <li>Reduzieren Sie Ihr Reisegepäck. Viele Dinge wie z.B. Babybetten und Sportausrüstung können vor Ort ausgeliehen werden. Weniger Gepäck reduziert den Platzbedarf und das Gewicht beim Transport und hilft somit Emissionen zu verringern.</li> </ul> <p><strong>Natur bewahren:</strong> Der Tourismus ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig auf eine intakte Natur angewiesen und beeinträchtigt diese gleichzeitig auf vielfältige Weise. Dies betrifft auch die Zerstörung von Lebensräumen und den damit verbundenen Verlust der biologischen Vielfalt. Tourismus nimmt große Flächen in Anspruch, zum Beispiel für den Bau von Unterkünften, aber auch für Verkehrsinfrastruktur und Freizeiteinrichtungen.</p> <ul> <li>Nutzen Sie nachhaltige und naturverträgliche Angebote und respektieren Sie die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung.</li> <li>Beachten Sie insbesondere bei der Auswahl von Freizeitaktivitäten den <a href="https://www.bfn.de/gesetzlich-geschuetzte-biotope">Biotop-</a> und <a href="https://www.bfn.de/artenschutz">Artenschutz</a>. Respektieren Sie sensible Gebiete und die dort vorkommenden Arten. Erkundigen Sie sich über angemessene Verhaltensregeln. Füttern und berühren Sie keine Wildtiere und beschädigen Sie keine Pflanzen. Bleiben Sie auf den vorgesehenen Wegen und begegnen Sie anderen Menschen respektvoll.</li> <li>Lassen Sie keine Abfälle liegen und nehmen Sie nichts mit außer Ihre Eindrücke.</li> <li><a href="https://www.bfn.de/themen/cites.html">Geschützte Arten</a> sind keine Souvenirs (zum Beispiel Korallen, Elfenbein, Reptilienleder) und keine Lebensmittel, auch wenn sie als "einheimische Delikatessen" angeboten werden.</li> <li>Besuchen Sie keine Einrichtungen, die Wildtiere in Gefangenschaft halten (zum Beispiel Delfinarien, Elefantenreiten). Unterstützen Sie stattdessen lokale Artenschutzprojekte und Naturschutzgebiete.</li> </ul> <p><strong>Urlaubszeit spenden: </strong>Sich während des Urlaubs ehrenamtlich in Projekten zu engagieren ist besonders bei jüngeren Menschen beliebt. Zwei Anbieter in Deutschland sind das <a href="https://www.bergwaldprojekt.de/">Bergwaldprojekt</a> sowie <a href="https://wwoof.de/">WWOOF</a>. Unter dem Stichwort Volontourismus oder Freiwilligeneinsatz finden sich vielfältige Angebote. Schauen Sie sich diese jedoch vorher genau an: nicht immer sind die Projekte aus ethischer oder ökologischer Perspektive zu empfehlen.</p> <p><strong>Tapetenwechsel – im Tausch:</strong> Internetplattformen ermöglichen es, das eigene Zuhause mit anderen Menschen auf Gegenseitigkeit zu teilen oder zu tauschen. Diese Art zu reisen entlastet die Umwelt, da weniger zusätzliche Unterkünfte gebaut werden müssen. Zum Beispiel bietet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) das Übernachtungsverzeichnis <a href="https://dachgeber.de/">Dachgeber – von Radlern für Radler</a>&nbsp;an. Für Auslandsreisen gibt es das Vermittlungsnetzwerk <a href="https://www.couchsurfing.com/">Couchsurfing</a> mit 14 Millionen Nutzern auf der ganzen Welt. Solche Plattformen, beziehungsweise die angebotenen Übernachtungen, sind teilweise kostenlos, teilweise gebührenpflichtig. Eine genaue Lektüre der Teilnahme- und Haftungsbestimmungen empfiehlt sich.</p> <p><strong>Urlaub – zu Hause:</strong> "Zu Hause ist es am schönsten" – das kann auch für den Urlaub gelten. Denn Urlaub kann, muss aber nicht "Verreisen" heißen. Schließlich sind Erholung und schöne, nicht-alltägliche Erlebnisse auch im eigenen Garten, auf dem Balkon, auf dem Sofa oder mit Ausflügen in die nähere Umgebung möglich. Gönnen Sie sich deshalb (auch) umweltfreundliche Urlaubsmomente zu Hause.</p> Quelle: Umweltbundesamt 27.10.2022 UBA-Erklärfilm: Flugreisen und Klimawirkung <p>Wie wirken sich Flugreisen auf das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> aus und welche Alternativen gibt es? Hier finden Sie ein <a href="https://www.umweltbundesamt.de/transkription-erklaerfilm-flugreisen-klimawirkung">Text-Transkript</a> des Videos im Sinne der Barrierefreiheit.</p> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:&nbsp;</strong>Reisende nehmen die Umwelt, Natur und Ressourcen in Anspruch. Das Umweltbundesamt versucht, dies messbar zu machen. Hierzu wurden unterschiedliche Forschungsvorhaben durchgeführt. Die zentrale Erkenntnis ist, dass die Reisemobilität den größten Anteil am gesamten Energiebedarf und den damit verbundenen Emissionen von Reisen hat. So verursachte die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimawirksame-emissionen-des-deutschen">Reisemobilität im Jahr 2017</a> etwa 111 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Im Zusammenhang mit Aktivitäten in der Natur kommt es an beliebten Orten zudem zur Überbeanspruchung. Durch gezieltes Besuchermanagement wird versucht, dem entgegenzuwirken, um die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biodiversitaet">Biodiversität</a> zu schützen.</p> <p><strong>Marktbeobachtung:&nbsp;</strong>Das Interesse am Reisen ist unter der deutschen Wohnbevölkerung weiterhin ausgeprägt. Je höher das zur Verfügung stehende Haushaltseinkommen und je weniger Kinder im Haushalt leben, desto mehr und weiter reisen die Haushaltsmitglieder. Im Bereich nachhaltiges Reisen ist zu erkennen, dass das Interesse für nachhaltigen Urlaub weiterhin hoch ist und zunehmend mehr Menschen ihre Urlaubsaktivitäten an Nachhaltigkeitskriterien orientieren und buchen. Das Angebot an nachhaltig zertifizierten Übernachtungs- und Reiseangeboten ist allerdings noch gering. Die Kompensation von Reiseemissionen wird deutlich häufiger bei Geschäftsreisen als bei Erholungsurlauben durchgeführt.&nbsp;</p> <p>Das immense Wachstum der Tourismusbranche bringt vielfältige Probleme mit sich.&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/60890">Nachhaltiger Tourismus</a> ist der Versuch, diesen entgegenzuwirken und ökologische, ökonomische sowie soziokulturelle Ziele in Einklang zu bringen. Nach der Verabschiedung der&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/46733">Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung</a> steht die internationale Staatengemeinschaft vor der enormen Herausforderung, die erarbeiteten Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) sowohl auf globaler als auch auf lokaler Ebene umzusetzen. Dabei nimmt die Entwicklung nachhaltiger Tourismuskonzepte eine bedeutende Rolle ein, da hierdurch viele Ziele der Agenda gleichzeitig adressiert werden können.</p> <p>Weitere Informationen finden Sie auch auf der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/60890">UBA-Themenseite zu nachhaltigem Tourismus</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/beispielrechnung_der_mobilitaetsbedingten_treibhausgasemissionen_fuer_unterschiedliche_strandreisen.jpg"> </a> <strong> Beispielrechnung der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen für unterschiedliche Strandreisen </strong> Quelle: Umweltbundesamt⁠ (2020): Klimawirksame Emissionen des deutschen Reiseverkehrs. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/beispielrechnung_der_mobilitaetsbedingten_treibhausgasemissionen_fuer_unterschiedliche_strandreisen.jpg">Bild herunterladen</a> (174,68 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/thg-emissionen_von_reisen_mit_unterschiedlichen_schiffs-_und_bootsklassen.jpg"> </a> <strong> THG-Emissionen von Reisen mit unterschiedlichen Schiffs- und Bootsklassen </strong> Quelle: Umweltbundesamt⁠ (2020): Klimawirksame Emissionen des deutschen Reiseverkehrs. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/thg-emissionen_von_reisen_mit_unterschiedlichen_schiffs-_und_bootsklassen.jpg">Bild herunterladen</a> (196,61 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/urlaubsreisen_im_in-_und_ausland.jpg"> </a> <strong> Urlaubsreisen im In- und Ausland </strong> Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2023 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/urlaubsreisen_im_in-_und_ausland.jpg">Bild herunterladen</a> (221,93 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/deutschlands_beliebteste_auslandsdestinationen.jpg"> </a> <strong> Deutschlands beliebteste Auslandsdestinationen </strong> Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2023 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/deutschlands_beliebteste_auslandsdestinationen.jpg">Bild herunterladen</a> (193,13 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/reiseverhalten_2017_bis_2022.jpg"> </a> <strong> Reiseverhalten 2017 bis 2022 </strong> Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2020 - 2023 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/reiseverhalten_2017_bis_2022.jpg">Bild herunterladen</a> (181,48 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/beruecksichtigung_von_umweltaspekten_bei_der_reisebuchung_2.jpg"> </a> <strong> Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Reisebuchung </strong> Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2022 - 2023 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/beruecksichtigung_von_umweltaspekten_bei_der_reisebuchung_2.jpg">Bild herunterladen</a> (170,14 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> Quellen <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> (2020): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimawirksame-emissionen-des-deutschen">Klimawirksame Emissionen des deutschen Reiseverkehrs</a>.</li> <li>Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR e.V.) (2023): <a href="https://reiseanalyse.de/ra-satelliten/ra-nachhaltigkeit/">Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen</a>: Bewusstseins- und Nachfrageentwicklung und ihre Einflussfaktoren.</li> <li>Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR e.V.) (2018): Reiseanalyse 2018.</li> <li>WWF (2009): <a href="http://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/umweltvertraeglich-reisen/tourismus-und-klimawandel/">Der touristische Klima-Fußabdruck</a>: WWF-Bericht über die Umweltauswirkungen von Urlaub und Reisen.</li> </ul> </p><p> So sind Sie beim nächsten Urlaub klimafreundlich unterwegs <ul> <li>Bevorzugen Sie Reiseziele in der Nähe.</li> <li>Vermeiden Sie Flugreisen und Kreuzfahrten.</li> <li>Bevorzugen Sie Reiseanbieter und -angebote mit verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards.</li> <li>Verhalten Sie sich im Urlaub so umweltfreundlich wie zu Hause.</li> <li>Nehmen Sie Rücksicht auf sensible Lebensräume, Tiere und Pflanzen.</li> <li>Entdecken Sie umweltfreundliche Urlaubsmöglichkeiten.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Was uns gut tut, kann die Umwelt belasten. Das gilt auch für den Urlaub und insbesondere für die Anreise. Durch ihren Aufenthalt steigern Tourist*innen zudem vor Ort den Bedarf an Wasser, Energie und Flächen. Mit diesen Tipps können Sie die entstehenden Umweltbelastungen reduzieren.</p> <p><strong>Je näher, desto besser:</strong> Im Umkreis von nur 1.000 Kilometern liegen Urlaubsziele, die das bieten, was die meisten im Urlaub suchen: Erholung, Wälder, Berge, Strand und jede Menge Sehenswürdigkeiten. Warum deshalb in die Ferne schweifen? Die stärksten Umweltbelastungen resultieren aus An- und Abreise. Dabei spielt nicht nur die Entfernung, sondern auch die Wahl des Verkehrsmittels eine große Rolle.</p> <ul> <li>Nutzen Sie daher <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12609">Bus, Bahn</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/13571">Fahrrad</a>.</li> <li>Erkundigen Sie sich über das Nahverkehrssystem vor Ort und eventuelle Transport- und Ticketangebote der Unterkunft und Reiseregion.</li> <li>Probieren Sie <a href="http://www.wanderbares-deutschland.de/">Wanderungen</a>, <a href="https://www.canoeguide.net/kanutouren-alle-laender/kanutouren-in-deutschland">Kanu-</a> oder <a href="https://www.adfc-radtourismus.de/">Fahrradtouren</a>.</li> <li>Entdecken Sie die Reisen der Kooperation <a href="https://www.fahrtziel-natur.de/">Fahrtziel Natur</a> in verschiedene Großschutzgebiete im deutschsprachigen Raum. Oder besuchen Sie Bergregionen, die sich um nachhaltige Reiseangebote bemühen und über <a href="https://www.alpine-pearls.com/">Alpine Pearls</a> sowie den <a href="https://www.bergsteigerdoerfer.org/">Bergsteigerdörfern</a> zu Initiativen zusammengeschlossen haben.</li> <li>Auch ein voll besetztes Auto belastet die Umwelt weit weniger als die Anreise mit dem Flugzeug.</li> <li>Die Anreise mit einem vollelektrischen angetriebenen PKW ist ebenfalls umweltschonender. Das erfordert derzeit allerdings etwas Planung, da das Netz an Lademöglichkeiten noch im Aufbau befindlich ist. Immer mehr Beherbergungsanbieter installieren Lademöglichkeiten für ihre Gäste. Fragen Sie vor der Buchung nach.&nbsp;</li> <li>Umweltschädliche Emissionen können Sie auch einsparen, wenn Sie seltener in den Urlaub fahren und dafür länger bleiben.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5050/bilder/uba_tipps11_reisen.jpg"> </a> <strong> Warum in die Ferne schweifen? </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p> <p><strong>Am Boden bleiben:</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/22562">Flugreisen</a> sind besonders umweltschädlich. Ein Flug von Deutschland auf die Kanarischen Inseln und zurück verursacht pro Person einen Ausstoß von ca. 1.700 kg klimaschädlichem CO2e (siehe <a href="http://www.uba.co2-rechner.de/de_DE/">UBA-CO2-Rechner</a>). Bei einer vierköpfigen Familie sind das 6,8 t CO2e. Mit einem vollbesetzten Mittelklassewagen könnten Sie dafür rund 35.000 km weit fahren. Auch Kreuzfahrten sind sehr umweltbelastend. Leider gibt es für solche Fernreisen keine umweltfreundlichen Alternativen. Was Sie aber machen können: Gleichen Sie Treibhausgasemissionen von Flugreisen oder Kreuzfahrten durch freiwillige Kompensationszahlungen aus. Mit diesem Geld werden Klimaschutzprojekte finanziert, in denen die entsprechende Menge an Treibhausgasen eingespart wird (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16787">Tipps zur CO2- Kompensation</a>).</p> <p><strong>Zertifizierte Angebote nutzen:</strong> Auf der Suche nach umweltschonenden Reisen helfen Ihnen Umweltzertifikate und Labels. Sie kennzeichnen Anbieter beziehungsweise Angebote mit verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards. Diese Standards betreffen zum Beispiel den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser, klimafreundliche Transporte, die Reduzierung des Abfallaufkommens oder das Engagement in Artenschutzprojekten.</p> <ul> <li>Fragen Sie Ihr Reisebüro und Ihren Tourismusanbieter vor Ort nach einer entsprechenden Zertifizierung.</li> <li>Auf der Webseite <a href="https://tourismus-labelguide.org/">Tourismus Labelguide</a> finden Sie einen Überblick sowie weitere Informationen zu verschiedenen Labeln und Zertifikaten aus dem Tourismusbereich.</li> <li>Auch das <a href="http://forumandersreisen.de/">Forum anders Reisen</a> bietet eine breite Auswahl alternativer Reisen in alle Welt an. Mehr als 100 Reiseveranstalter gehören dazu.</li> </ul> <p><strong>Umweltbewusstsein im Reisegepäck:</strong> Ob Mülltrennung oder der sparsame Umgang mit Energie und Wasser - Routinen, die zu Hause selbstverständlich sind, sollten Ihnen im Urlaub nicht schwerfallen.&nbsp;Im Zusammenhang mit dem fortschreitenden <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> wird Wasser eine immer knappere Ressource.</p> <ul> <li>Gehen Sie deshalb sorgsam mit Wasser um (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/32796">Tipps zum Trinkwasser</a>). Pools, Golfplätze und künstlich beschneite Skipisten verbrauchen oft unverhältnismäßig große Wassermengen.</li> <li>Heizen Sie im Winterurlaub energiebewusst (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16556">Tipps zum Heizen</a>).</li> <li>Bevorzugen Sie saisonale, regionale und ökologisch produzierte Lebensmittel. Genießen Sie die Vielfalt heimischer Obst- und Gemüsesorten und verringern Sie den Anteil tierischer Produkte, denn diese verschlechtern Ihre Umweltbilanz in vielerlei Hinsicht.</li> <li>Verzichten Sie auf Einwegartikel wo immer möglich. Nehmen Sie zum Beispiel eine leere Trinkflasche oder einen Stoffbeutel mit in den Urlaub.</li> <li>Reduzieren Sie Ihr Reisegepäck. Viele Dinge wie z.B. Babybetten und Sportausrüstung können vor Ort ausgeliehen werden. Weniger Gepäck reduziert den Platzbedarf und das Gewicht beim Transport und hilft somit Emissionen zu verringern.</li> </ul> <p><strong>Natur bewahren:</strong> Der Tourismus ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig auf eine intakte Natur angewiesen und beeinträchtigt diese gleichzeitig auf vielfältige Weise. Dies betrifft auch die Zerstörung von Lebensräumen und den damit verbundenen Verlust der biologischen Vielfalt. Tourismus nimmt große Flächen in Anspruch, zum Beispiel für den Bau von Unterkünften, aber auch für Verkehrsinfrastruktur und Freizeiteinrichtungen.</p> <ul> <li>Nutzen Sie nachhaltige und naturverträgliche Angebote und respektieren Sie die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung.</li> <li>Beachten Sie insbesondere bei der Auswahl von Freizeitaktivitäten den <a href="https://www.bfn.de/gesetzlich-geschuetzte-biotope">Biotop-</a> und <a href="https://www.bfn.de/artenschutz">Artenschutz</a>. Respektieren Sie sensible Gebiete und die dort vorkommenden Arten. Erkundigen Sie sich über angemessene Verhaltensregeln. Füttern und berühren Sie keine Wildtiere und beschädigen Sie keine Pflanzen. Bleiben Sie auf den vorgesehenen Wegen und begegnen Sie anderen Menschen respektvoll.</li> <li>Lassen Sie keine Abfälle liegen und nehmen Sie nichts mit außer Ihre Eindrücke.</li> <li><a href="https://www.bfn.de/themen/cites.html">Geschützte Arten</a> sind keine Souvenirs (zum Beispiel Korallen, Elfenbein, Reptilienleder) und keine Lebensmittel, auch wenn sie als "einheimische Delikatessen" angeboten werden.</li> <li>Besuchen Sie keine Einrichtungen, die Wildtiere in Gefangenschaft halten (zum Beispiel Delfinarien, Elefantenreiten). Unterstützen Sie stattdessen lokale Artenschutzprojekte und Naturschutzgebiete.</li> </ul> <p><strong>Urlaubszeit spenden: </strong>Sich während des Urlaubs ehrenamtlich in Projekten zu engagieren ist besonders bei jüngeren Menschen beliebt. Zwei Anbieter in Deutschland sind das <a href="https://www.bergwaldprojekt.de/">Bergwaldprojekt</a> sowie <a href="https://wwoof.de/">WWOOF</a>. Unter dem Stichwort Volontourismus oder Freiwilligeneinsatz finden sich vielfältige Angebote. Schauen Sie sich diese jedoch vorher genau an: nicht immer sind die Projekte aus ethischer oder ökologischer Perspektive zu empfehlen.</p> <p><strong>Tapetenwechsel – im Tausch:</strong> Internetplattformen ermöglichen es, das eigene Zuhause mit anderen Menschen auf Gegenseitigkeit zu teilen oder zu tauschen. Diese Art zu reisen entlastet die Umwelt, da weniger zusätzliche Unterkünfte gebaut werden müssen. Zum Beispiel bietet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) das Übernachtungsverzeichnis <a href="https://dachgeber.de/">Dachgeber – von Radlern für Radler</a>&nbsp;an. Für Auslandsreisen gibt es das Vermittlungsnetzwerk <a href="https://www.couchsurfing.com/">Couchsurfing</a> mit 14 Millionen Nutzern auf der ganzen Welt. Solche Plattformen, beziehungsweise die angebotenen Übernachtungen, sind teilweise kostenlos, teilweise gebührenpflichtig. Eine genaue Lektüre der Teilnahme- und Haftungsbestimmungen empfiehlt sich.</p> <p><strong>Urlaub – zu Hause:</strong> "Zu Hause ist es am schönsten" – das kann auch für den Urlaub gelten. Denn Urlaub kann, muss aber nicht "Verreisen" heißen. Schließlich sind Erholung und schöne, nicht-alltägliche Erlebnisse auch im eigenen Garten, auf dem Balkon, auf dem Sofa oder mit Ausflügen in die nähere Umgebung möglich. Gönnen Sie sich deshalb (auch) umweltfreundliche Urlaubsmomente zu Hause.</p> Quelle: Umweltbundesamt 27.10.2022 UBA-Erklärfilm: Flugreisen und Klimawirkung <p>Wie wirken sich Flugreisen auf das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> aus und welche Alternativen gibt es? Hier finden Sie ein <a href="https://www.umweltbundesamt.de/transkription-erklaerfilm-flugreisen-klimawirkung">Text-Transkript</a> des Videos im Sinne der Barrierefreiheit.</p> </p><p> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:&nbsp;</strong>Reisende nehmen die Umwelt, Natur und Ressourcen in Anspruch. Das Umweltbundesamt versucht, dies messbar zu machen. Hierzu wurden unterschiedliche Forschungsvorhaben durchgeführt. Die zentrale Erkenntnis ist, dass die Reisemobilität den größten Anteil am gesamten Energiebedarf und den damit verbundenen Emissionen von Reisen hat. So verursachte die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimawirksame-emissionen-des-deutschen">Reisemobilität im Jahr 2017</a> etwa 111 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Im Zusammenhang mit Aktivitäten in der Natur kommt es an beliebten Orten zudem zur Überbeanspruchung. Durch gezieltes Besuchermanagement wird versucht, dem entgegenzuwirken, um die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biodiversitaet">Biodiversität</a> zu schützen.</p> <p><strong>Marktbeobachtung:&nbsp;</strong>Das Interesse am Reisen ist unter der deutschen Wohnbevölkerung weiterhin ausgeprägt. Je höher das zur Verfügung stehende Haushaltseinkommen und je weniger Kinder im Haushalt leben, desto mehr und weiter reisen die Haushaltsmitglieder. Im Bereich nachhaltiges Reisen ist zu erkennen, dass das Interesse für nachhaltigen Urlaub weiterhin hoch ist und zunehmend mehr Menschen ihre Urlaubsaktivitäten an Nachhaltigkeitskriterien orientieren und buchen. Das Angebot an nachhaltig zertifizierten Übernachtungs- und Reiseangeboten ist allerdings noch gering. Die Kompensation von Reiseemissionen wird deutlich häufiger bei Geschäftsreisen als bei Erholungsurlauben durchgeführt.&nbsp;</p> <p>Das immense Wachstum der Tourismusbranche bringt vielfältige Probleme mit sich.&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/60890">Nachhaltiger Tourismus</a> ist der Versuch, diesen entgegenzuwirken und ökologische, ökonomische sowie soziokulturelle Ziele in Einklang zu bringen. Nach der Verabschiedung der&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/46733">Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung</a> steht die internationale Staatengemeinschaft vor der enormen Herausforderung, die erarbeiteten Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) sowohl auf globaler als auch auf lokaler Ebene umzusetzen. Dabei nimmt die Entwicklung nachhaltiger Tourismuskonzepte eine bedeutende Rolle ein, da hierdurch viele Ziele der Agenda gleichzeitig adressiert werden können.</p> <p>Weitere Informationen finden Sie auch auf der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/60890">UBA-Themenseite zu nachhaltigem Tourismus</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/beispielrechnung_der_mobilitaetsbedingten_treibhausgasemissionen_fuer_unterschiedliche_strandreisen.jpg"> </a> <strong> Beispielrechnung der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen für unterschiedliche Strandreisen </strong> Quelle: Umweltbundesamt⁠ (2020): Klimawirksame Emissionen des deutschen Reiseverkehrs. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/beispielrechnung_der_mobilitaetsbedingten_treibhausgasemissionen_fuer_unterschiedliche_strandreisen.jpg">Bild herunterladen</a> (174,68 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/thg-emissionen_von_reisen_mit_unterschiedlichen_schiffs-_und_bootsklassen.jpg"> </a> <strong> THG-Emissionen von Reisen mit unterschiedlichen Schiffs- und Bootsklassen </strong> Quelle: Umweltbundesamt⁠ (2020): Klimawirksame Emissionen des deutschen Reiseverkehrs. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/thg-emissionen_von_reisen_mit_unterschiedlichen_schiffs-_und_bootsklassen.jpg">Bild herunterladen</a> (196,61 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/urlaubsreisen_im_in-_und_ausland.jpg"> </a> <strong> Urlaubsreisen im In- und Ausland </strong> Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2023 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/urlaubsreisen_im_in-_und_ausland.jpg">Bild herunterladen</a> (221,93 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/deutschlands_beliebteste_auslandsdestinationen.jpg"> </a> <strong> Deutschlands beliebteste Auslandsdestinationen </strong> Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2023 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/deutschlands_beliebteste_auslandsdestinationen.jpg">Bild herunterladen</a> (193,13 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/reiseverhalten_2017_bis_2022.jpg"> </a> <strong> Reiseverhalten 2017 bis 2022 </strong> Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2020 - 2023 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/reiseverhalten_2017_bis_2022.jpg">Bild herunterladen</a> (181,48 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/beruecksichtigung_von_umweltaspekten_bei_der_reisebuchung_2.jpg"> </a> <strong> Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Reisebuchung </strong> Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2022 - 2023 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/beruecksichtigung_von_umweltaspekten_bei_der_reisebuchung_2.jpg">Bild herunterladen</a> (170,14 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Quellen <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> (2020): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimawirksame-emissionen-des-deutschen">Klimawirksame Emissionen des deutschen Reiseverkehrs</a>.</li> <li>Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR e.V.) (2023): <a href="https://reiseanalyse.de/ra-satelliten/ra-nachhaltigkeit/">Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen</a>: Bewusstseins- und Nachfrageentwicklung und ihre Einflussfaktoren.</li> <li>Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR e.V.) (2018): Reiseanalyse 2018.</li> <li>WWF (2009): <a href="http://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/umweltvertraeglich-reisen/tourismus-und-klimawandel/">Der touristische Klima-Fußabdruck</a>: WWF-Bericht über die Umweltauswirkungen von Urlaub und Reisen.</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Model Output Statistics for Essel (E662)

DWD’s fully automatic MOSMIX product optimizes and interprets the forecast calculations of the NWP models ICON (DWD) and IFS (ECMWF), combines these and calculates statistically optimized weather forecasts in terms of point forecasts (PFCs). Thus, statistically corrected, updated forecasts for the next ten days are calculated for about 5400 locations around the world. Most forecasting locations are spread over Germany and Europe. MOSMIX forecasts (PFCs) include nearly all common meteorological parameters measured by weather stations. For further information please refer to: [in German: https://www.dwd.de/DE/leistungen/met_verfahren_mosmix/met_verfahren_mosmix.html ] [in English: https://www.dwd.de/EN/ourservices/met_application_mosmix/met_application_mosmix.html ]

Messeinrichtung zur Erfassung von Fehlstellen in emaillierten Behaeltern

Fuer Reaktionsprozesse aggressiver Medien werden in der chemischen Industrie emaillierte Kessel verwendet. Bei Schaeden in der Emailschicht kann ein Kessel durch Korrosion so stark beschaedigt werden, dass der Kessel zerstoert wird und die chemischen Substanzen austreten. Dadurch koennen erhebliche Umweltbelastungen entstehen. Die neu entwickelte Messeinrichtung erlaubt die Ueberwachung der Emailschicht von Reaktionskesseln waehrend des Prozesses unabhaengig von schon vorhandenen, ausgebesserten Fehlstellen. Alle Versuche an Experimentierkesseln verliefen positiv. Die praktische Erprobung in der Industrie steht noch aus.

Vermeidung kritischer Schwingungen und Verbrennungspulsationen in Großraumwasserkesseln unter stark schwankenden Gasbeschaffenheiten und Wasserstoff, Teilvorhaben: Anlagenüberwachung mittels kombinierter optischer und piezoelektronischer Sensorik und Überwachung der Betriebsparameter

Kernthema des beantragten Projektes ist die Vermeidung kritischer Anlagenschwingungen und Reduzierung von Verbrennungspulsationen in thermischen Kraftwerken und Großraumwasserkesseln auf Basis einer zu entwickelnden Methodik, welche unter anderem auf Basis der Signale von UV-Flammenwächtern in der Lage ist, kritische Anlagenzustände zu detektieren. Dies soll insbesondere vor dem Hinblick geschehen, dass zukünftig deutlich höhere Mengen Wasserstoff im Erdgas zu erwarten sind, welche einen deutlichen Einfluss auf die Energiefreisetzung und das Pulsationsverhaltens der Flammen sowie die Effizienz von Kesselanlagen haben können. Durch eine optimierte Analyse von Betriebsparametern und zusätzlichen Daten zur Schwingungsmessung sollen zukünftig Pulsationen direkt bei Auftreten erkannt und ausgeregelt werden können, um den Komponentenschutz zu erhöhen, kritische Anlagenzustände zu vermeiden und einen optimierten Betrieb auch unter Erdgas-Wasserstoffmischungen und bei reinen Wasserstoffbrennern zu ermöglichen. Fokus der Arbeitsinhalte von DBI liegt auf der Integration von Flammenwächtern und Betriebsparametern in die zu entwickelnde Messmethodik, die Bewertung der Energiefreisetzung der Flammen und der Erprobung der entwickelten Methodik im Technikum und bei beteiligten Industriepartner. Außerdem obliegt DBI die Koordination aller beteiligter Unternehmen und Partnern und des Gesamt-Projektes.

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