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Ressortforschungsplan 2024, Entwicklung eines Messkonzeptes zur Validierung der zivilen neuen Flugzeugklassen für die Anleitung zur Berechnung von Lärmschutzbereichen (AzB) und der Berechnungsmethode für den Umgebungslärm von Flugplätzen (BUF)

Im Jahr 2022 erfolgte die Lärmkartierung nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie für deutsche Flughäfen erstmals mit dem neuen Berechnungsverfahren BUF. Die Ergebnisse unterscheiden sich teils erheblich gegenüber früheren Lärmkartierungen. Insbesondere in größerer Entfernung der Flughäfen zeigen die Lärmkarten teils erheblich höhere Immissionen als mit anderen Berechnungsverfahren. Eine mögliche Ursache ist die neue Flugzeugklasseneinteilung der BUF. Diese Flugzeugklasseneinteilung soll auch für eine Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes bzw. der zugehörigen Anleitung zur Berechnung von Lärmschutzbereichen (AzB) genutzt werden. Die Lärmkarten mit der BUF werfen die Frage auf, ob die neue Flugzeugklasseneinteilung auch bei einer Novelle der AzB zu größeren Lärmschutz- und Siedlungsbeschränkungsbereichen nach dem Fluglärmschutzgesetz führen würde. Das hätte rechtliche und finanzielle Folgen für Flugplätze und Anwohner*innen. Eine realitätsnahe Berechnung von Fluglärm spielt hier eine zentrale Rolle und ist unerlässlich für die Akzeptanz. Vor der Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes und der AzB muss die neue Flugzeugklasseneinteilung mit ihren flugbetrieblichen und akustischen Ansätzen validiert werden. Im Vorhaben soll ein Messkonzept entwickelt werden, um die neue Flugzeugklasseneinteilung in 15 bis 30 km Entfernung zu einem Flughafen zu validieren.

Green Economy

Vor dem Hintergrund der Diskussion um eine Green Economy und nachhaltige Wohlfahrtsmessung wurde im Rahmen des Forschungsvorhabens ein Konzept zur Messung entworfen. Ausgehend von einer Synopse relevanter Messkonzepte werden Lücken in den bisherigen Konzepten aufgezeigt und Vorschläge für ein geeignetes Indikatorensystem entwickelt. Das Messkonzept umfasst sechs Dimensionen: (A) Umweltnutzung und Umweltschäden, (B) Naturkapital, (C) Umweltbezogene Lebensqualität, (D) Green Economy: Ökonomische Dimension und Handlungsfelder, (E) Politik: Rahmenbedingungen und Maßnahmen sowie (F) Hintergrundinformationen: ökonomischer und sozialer Rahmen. Entlang dieser Dimensionen werden Indikatoren vorgeschlagen, die zum Teil aus bereits verfügbaren Daten gebildet werden können und zum Teil den Charakter von wünschbaren Indikatoren haben. Im Rahmen eines Praxistests wird das Messkonzept mittels Szenarioanalyse am Beispiel der Energiewende in Deutschland geprüft. Es ergeben sich sowohl national als auch international Nutzungsmöglichkeiten des Indikatorenkonzepts im Bereich der Transformationsforschung wie im Bereich der Umweltpolitik.

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