Die Metallisierung ist in der Solarzellenproduktion ein Kostentreiber. Um die Herstellkosten substantiell zu senken, wird in 'FOLMET' das Ziel verfolgt, ein neues Metallisierungsverfahren zur Kontaktierung der Vorder- und Rückseite kristalliner Siliziumsolarzellen unter Verwendung günstiger Metallfolie zu entwickeln. Das Teilprojekt der Firma InnoLas Systems hat zum Ziel, ausgehend von Erfahrungen und Kompetenzen aus dem Bereich der Laser-Materialbearbeitungsanlagen eine Folienabrolltechnologie sowie ein darauf abgestimmtes Chuck-Konzept zu erarbeiten und technisch umzusetzen. Es wird von projektvorbereitenden Machbarkeitsversuchen bei FhG-ISE ausgegangen, in denen Grundprinzipien des Folien- und Substrathandlings im Umfeld einer folienbasierten Metallisierung betrachtet wurden. Basierend auf diesen Screenings soll in einem ersten Arbeitsschritt eine durchsatztaugliche Technologie für ein Folienhandling erarbeitet werden. Parallel erfolgt die Entwicklung einer Wafer-Halterung (Chuck), wobei enge Abstimmung zwischen Handling und Chuck erfolgen muss (z.B. Prozessvariation Vakuum / Druckluft). Nach autarkem Funktionsnachweis soll eine Integration und Technologieabstimmung von Folienabroller, Chuck und Laserquelle innerhalb einer Laser- Materialbearbeitungsanlage erfolgen. Dies soll eine solide Basis für die weitergehende Prozessentwicklung bei FhG-ISE schaffen, wobei InnoLas parallel hierzu eine kontinuierliche Optimierung des entwickelten technischen Systems vornehmen wird.
Projektziel ist die Entwicklung und wirtschaftliche Herstellung der innovativen Metallfolien, die optimale mechanische Eigenschaften und Hochkorrosionsbeständigkeit aufweisen und wirtschaftlich herstellbar sein sollen, sodass die Voraussetzung für zukünftige kompaktere, robuste, effektive und ressourcenschonende Katalysatoren gewährleistet, die mit konventionellem keramischen Trägermaterial aufgrund der Stoßempfindlichkeit, der niedrigen Konvertierungsleistung und niedrigen Wärmeleitfähigkeit sowie des höheren Abgasgegendrucks nicht möglich sind. Aufgrund der technischen und wirtschaftlichen Vorteile gegenüber herkömmlichen Materialien sind die neuen beschichteten Folien besonders geeignet für die Verbrennungsmotoren wie z.B. NFZ, LKW, stationäre und Offroad Motoren, für die ein Marktwachstum von größer als 10 Prozent prognostiziert wird. Die um 20Prozent reduzierten Materialkosten ermöglichen eine Erweiterung des Marktanteils der metallischen Kats und weiterhin eine Gewährleistung der ressourceneffizienten Lösung. Spätestens mit der Euro 7 Einführung in ca. 5 Jahren - hier beginnt der Testzyklus mit kaltem Motor - werden elektrisch aufheizbare Kats benötigt, die nur mit dem metallischen System möglich sind. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine enge Zusammenarbeit mit unseren Hauptkunden. Es ist daher zu erwarten, dass eine Markteinführung der beschichteten Metallfolien innerhalb von 3 bis 5 Jahren realisiert werden kann, die auch positiven Auswirkungen auf die Anzahl der Arbeitsplätze haben wird. Durch das FuE- Projekt eröffnen für uns neue Anwendungsgebiete, die ein wichtiges Wachstumsmoment der Firma darstellt.