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Kurzinformation des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 2 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Aktuelle Entwicklungen zu Stromspeicher-Technologien Literaturhinweise zu aktuellen Entwicklungen von Strom-(Energie)speicher-Systemen und tech- nische Kenndaten: Einen einführenden Überblick ausgewählter Speichertechnologien und ihrer Speicherkapazitä- ten liefert die Arbeit der Wissenschaftlichen Dienste aus dem Jahr 2016 „Entwicklung von Strom- speicherkapazitäten in Deutschland 2010 bis 2016“ Deutscher Bundestag, Dokumentation WD 8- 3000-083/16, https://www.bundestag.de/blob/496062/759f6162c9fb845aa0ba7d51ce1264f1/wd- 8-083-16-pdf-data.pdf Darüber hinaus finden sich in den nachfolgenden Quellenangaben Informationen zum aktuellen Stand der einzelnen Speicher-Technologien. Im Jahresbericht über das „Mess- und Evaluierungsprogramm Solarstromspeicher 2.0“ beschreibt Kapitel 3 die Markt- und Technologieentwicklung von Solarstromspeichern. Institut für Strom- richtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen (2017). http://www.speicher- monitoring.de und https://www.bves.de/wp-content/uploads/2017/07/Speichermonitoring_Jah- resbericht_2017_ISEA_RWTH_Aachen.pdf Der aktuelle „Solactive Battery Energy Storage Performance-Index“ liefert weitere Daten zu Solar- speichern: Solaractive (2018). https://www.solactive.com/wp-content/uploads/solac- tiveip/de/Factsheet_DE000SLA4Z26.pdf Auf den Internetseiten des Bundesverbands Energiespeicher (BVES) finden sich weitere detail- lierte Informationen in den Fact-Sheets der einzelnen Technologien https://www.bves.de/tech- nologien-final/ und im Faktenpapier „Energiespeicher“ https://www.bves.de/wp-content/uplo- ads/2017/05/Faktenpapier_2017.pdf. Im Rahmen der Dena-Netzflexstudie, Deutschen Energie Agentur (dena) (2017). „Optimierter Ein- satz von Speichern für Netz- und Marktanwendungen in der Stromversorgung“, haben die Auto- ren verschiedene Einsatzszenarien analysiert. Das Fact-Sheet liefert eine kurze Zusammenfas- sung zur Studie, https://shop.dena.de/fileadmin/denashop/media/Downloads_Da- teien/esd/9192_dena-Factsheet_dena-Netzflexstudie.pdf WD 8 - 3000 - 056/18 (18. Juni 2018) © 2018 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 2 Aktuelle Entwicklungen zu Stromspeicher- Technologien Die Internetseiten der „Forschungsinitiative Energiespeicher“ der Bundesregierung berichten über aktuelle Entwicklungen sämtlicher Energiespeicher-Technologien: http://forschung-ener- giespeicher.info/projektschau/analysen/ Aktuelle Daten von Speichersystemen sind im Factsheet „U.S. Grid Energy StorageFact-Sheet“, Center for Sustainable Systems, Universität Michigan (2017). http://css.umich.edu/si- tes/default/files/U.S._Grid_Energy_Storage_Factsheet_CSS15-17_e2017.pdf zusammengefasst. Aktuelle Statistiken und ein Dossier zu Energiespeichern finden sich bei Statista (2018). „Ener- giespeicher“, https://de.statista.com/themen/2779/energiespeicher/ bzw. https://de.sta- tista.com/download/MTUyOTMzMTc1MyMjMTUzMDQzIyMzMTY4MyMjMSMjcGRmIyN- TdHVkeQ== *** Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)
In dem internationalen Forschungsprojekt 'The FEW- Meter' analysieren die beteiligten Forschungsinstitute und Praxispartner Ressourcenverbrauch und Effizienz in der städtischen Nahrungsmittelproduktion. In ca. 60 urbanen Gärten im Ruhrgebiet sowie in den Metropolenregionen London, Paris, Pozna? und New York werden Ressourcenflüsse erhoben und modelliert. FEW- Meter möchte unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Standortbedingungen unter anderem folgende Fragen beantworten: In welchen Mengen können landwirtschaftliche Produkte in städtischen Gärten erzeugt werden? Welche lokalen Ressourcen können genutzt werden? Wie hoch ist der Einsatz von Wasser und Energie im Verhältnis zur Produktionsmenge? Welche Rahmenbedingungen wirken fördernd oder hemmend für UA und welche Entwicklungspfade sind in der Zukunft denkbar? FEW- Meter ist eines der fünfzehn Projekte, die im Rahmen eines Aufrufs der Sustainable Urbanization Global Initiative (SUGI) zum Thema 'Food - Water - Energy Nexus' weltweit gefördert werden. Die Joint Programme Initiative von Urban Europe und dem Belmont Forum bietet einen neuen, einzigartigen Kooperationsrahmen für inter- und transdisziplinäre Forschungsvorhaben. Am Projekt sind folgende Forschungs- und Praxispartnern aus Frankreich, Polen, Groß- Britannien, den USA und Deutschland beteiligt: - Adam Mickiewicz University in Poznan (AMU) - Poznan University of Life Sciences (PULS) - City of Gorzow Wielkopolski (CGW) - Polski Zwi?zek Dzia?kowcow, Okr?g Gorzow Wielkopolski (PZD) - ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) - Landesverband Westfalen und Lippe der Kleingärtner e.V. (LWL) - School of Architecture, University of Portsmouth (UP) - LEAP Micro AD Ltd - Federation of City Farms and Community Gardens (FCFCG) - AgroParisTech (APT) - IRSTV - CNRS FR2488 - The City University of New York, Graduate School of Public Health and Health Policy (CUNY) - University of Michigan, School of Natural Resources and Environment (UM). Im Einzelnen verfolgt das Projekt folgende Ziele: a) Entwicklung eines innovativen und umfassenden Systems (FEW- Meter) zur Erfassung von UA aus einem Nahrungsmittel- Wasser- Energie- Zusammenhang - FWE- Nexus, b) Etablierung einer Online- Community von Betreibern von UA, die das Sammeln von Daten unterstützen wird, c) Entwicklung von Szenarien für die optimale Nutzung städtischer Ressourcen auf der Grundlage einer Erweiterung von UA auf die gesamtstädtische Ebene sowie d) Entwicklung digitaler Werkzeuge, welche die Betreiber von UA bei der Optimierung ihrer landwirtschaftlichen Praktiken im Sinne eines nachhaltigen städtischen Metabolismus' unterstützen. Das Projekt trägt somit zur Transformation von Städten in Richtung Nachhaltigkeit bei.
Nach dem Bruch einer Ölleitung im US-Bundesstaat Michigan sind mehr als 3,3 Millionen Liter Öl in Erdreich und in den angrenzenden kleinen Fluss Talmadge geflossen. Ein Teil des Öl gelangte in den Kalazoo Fluß, der in den Michigan See mündet. Die US-Umweltbehörde EPA teilte mit, dass Marschland, Äcker, Wohn- und Gewerbegebiete bereits von der Ölpest betroffen sind. Die Pipeline verläuft zwischen dem US-Bundesstaat Indiana und Ontario in Kanada. Das Leck wurde am 26. Juli 2010 entdeckt. Die Pipeline wurde inzwischen von dem Betreiber Enbridge Energy Partners abgeschaltet. Nach Unternehmensangaben sind 3,1 Millionen Liter Öl ausgelaufen, die Regierung spricht allerdings von 3,3 Millionen.
Die Zielsetzung des SUSTECH Projektes besteht in der Verknüpfung von zwei Projekten zur Bewertung der Diffusion neuer Antriebstechnologien in der Automobilindustrie. Das US-amerikanische Projekt Environmental Policy, Auto Design, Materials Flows wird im Rahmen des MUSES Programms von der National Science Foundation gefördert und von Forschern der University of Michigan, des Rochester Institute of Technology, der University of California at Berkeley und der Northeastern University bearbeitet. Ziel des Projektes ist die Analyse der Auswirkungen politischer Instrumente zur Reduktion von Treibhausgasemissionen auf verschiedene Stoffströme. Dabei werden sowohl die Reaktionen der Konsumenten als auch der Automobilhersteller untersucht, um auf dieser Basis Aussagen über Emissionen Ressourcenverbrauch zu machen. In einem ähnlichen Rahmen wird im BMBF-geförderten Projekt STROM die optimale Allokation alternativer Antriebskonzepte in den Märkten Deutschland und China untersucht. Auch hier soll die Bewertung der Technologien unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten durch die integrierte Betrachtung der am Verkehrssektor beteiligten Akteure Politik-Anbieter-Nachfrager ermöglicht werden. Dabei arbeiten Institute der TU Braunschweig, der BU Wuppertal sowie die Volkswagen AG zusammen. Um bestehende Synergien zu nutzen und das Wissen beider Projekte zu bündeln erfolgen im Rahmen von SUSTECH ein kontinuierlicher wissenschaftlicher Austausch und gemeinsame Forschungsaktivitäten bis 2013. Dies bildet die Basis für kollaborative Publikationen und für die Erstellung eines gemeinsamen Projektantrags.
Im Rahmen des Verbundvorhabens RECOBIO ist geplant, die Bedeutung der autotrophen bakterieller Reduktion für die Sequestrierung von Kohlendioxid zu untersuchen. Hierbei soll ein besonderes Augenmerk auf die Prozesse gerichtet werden, die bei der Methanogenese und Acetogenese ablaufen. Kohlendioxid-Reduktion durch bakterielle Umwandlung wurde z. B. für das San Juan Becken (New Mexiko, USA) und das Michigan Becken (Michigan, USA) nachgewiesen. Diese Umwandlung wird vor allem auf die Anwesenheit von Archaebakterien zurückgeführt, die dort in den Formationswässern auftreten. Mit zunehmender Tiefe werden Formationswässer durch reduzierende Verhältnisse (hohe Fe-Konzentrationen, abnehmender pH-Wert) gekennzeichnet. Kohlendioxid ist aufgrund des Fehlens anderer Elektronenakzeptoren in stark reduzierenden tieferen Formationen für mikrobielle Stoffwechselprozesse von besonderer Bedeutung. Für den Ablauf der Methanogenese und Acetogenese ist die Verfügbarkeit von Wasserstoff wichtig. Der benötigte Wasserstoff soll entweder durch in situ Prozesse oder durch externe Zufuhr bereitgestellt werden. In situ ist das Angebot an Wasserstoff in tiefen Formationswässern durch abiotische Wasserstoff-Quellen generell größer als in oberflächennahen Wässern. Zu den möglichen Wasserstoff-Quellen zählt die Verwitterung von Eisensilikaten durch Bildung von Eisenoxid, die Umwandlung von Eisenhydroxid zu Magnetit sowie die Herkunft aus Reaktionen zwischen Tonmineralen und organischem Kohlenstoff. Eine externe Zufuhr von Wasserstoff kann entweder durch Schrottkonditionierung (Eisenoxid führt zu reduzierenden Bedingungen) oder durch die Verwendung von Abgasen aus der Synthesegasproduktion erfolgen. Die Untersuchungen im Rahmen des Verbundprojektes RECOBIO sollen an ausgewählten Öl- und Gasfeldern durchgeführt werden, wobei das Hauptaugenmerk auf lokale Aquiferstrukturen gerichtet ist. In der dreijährigen Projektphase ist die Durchführung realitätsnaher Laborversuche zur Untersuchung der biogeochemischen Kohlendioxid-Reduktion mit Schwerpunkt auf Methanbildung geplant
Steckbrief für Forschungsvorhaben Michigan International Copper Analogue Project Kurztitel/ ggf. Akronym:MICA Projektziel:Im Projekt MICA werden Proben der Keweenaw-Kupferlagerstätte in Nordamerika systematisch untersucht, um Aussagen über die Stabi- lität und Korrosion von Kupfer unter natürlichen Bedingungen und in langen geologischen Zeiträumen zu treffen. Durch Untersuchung die- ser natürlichen Analoga sollen bisherige Einschätzungen zu Kupfer- bzw. Kupfer-Gusseisen-Endlagerbehältern hinsichtlich ihrer Korro- sion und damit Standzeit verbessert werden. Forschungsfeld:Endlagerplanung Projektpartner:Nuclear Waste Management Organization (NWMO) Kanada, Nuclear Waste Services (NWS) Großbritannien, Swedish Nuclear Fuel and Waste Management Company (SKB), Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) Schweiz, Geological Survey of Finland (GTK; Auftragnehmer) Budget (Netto):34.285,71 Euro (Netto) Projektlaufzeit:Phase I: 01/2021 – 11/2022 (voraussichtlich) BGE Beteiligung in Phase I seit 05/2021 Forschungsauftrags- nummer:-- Weiterführende Informationen:-- Projektbeschreibung Zur Lagerung hochradioaktiver Abfälle benötigt man ein Behälterkonzept, das langlebig und dementsprechend resistent gegen Wärmeentwicklung, Korrosion und Strahlung ist. Aufgrund seiner wärmeleitenden Eigenschaften und der geringen Korrosion unter sauerstofffreien Bedingungen wird Kuper in vielen Endlagerkonzepten für hochradioaktive Abfälle, vor allem im Bereich des kristallinen Wirtsgesteins verwendet. Mit MICA arbeitet die BGE mit anderen internationalen Endlagermanagementorganisationen zusammen, um natürliche Kupervorkommen systematisch zu untersuchen und damit Schlüsse auf die Langzeitstabilität von Kuper(-ummantelten) Endlagerbehältern zu ziehen. Das Hauptziel des Projekts ist es die Entstehung, Stabilität und Korrosion von natürlichen Kupfer-Proben unter verschiedenen Umwelteinflüssen zu untersuchen. Mit den Ergebnissen www.bge.de Seite 1 von 2 Steckbrief für Forschungsvorhaben werden theoretische und numerische Modelle zur Langzeitstabilität von Kupfer mit dem Vorteil, dass die natürlichen Analoga bereits mehrere Millionen Jahre existieren, getestet und verbessert. Die für MICA verwendeten, natürlichen Proben stammen von der Keweenaw Halbinsel in Nordamerika. Die Erzlagerstätte entstand vor ~1,06 Milliarden Jahren im Zuge einer späten umgekehrten Kompressionsphase innerhalb eines mittelkontinentalen Riftsystems. Seit ihrer Entstehung waren die Kupferproben an der Erdoberfläche und in der Tiefe verschiedenen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Die untersuchten Proben ermöglichen so die Analyse von Alterationstypen und –raten unterschiedlicher Umweltbedingungen. Außerdem soll ein möglicher Schutzeffekt der Alterationsschicht untersucht werden. Die Kernfragen bezüglich Alterations- und Korrosionsprozessen von Kupfer, die MICA untersucht, beinhalten: •Entstehung und Stabilität von metallischem Kupfer und Kupersulfiden über lange geologische Zeiträume •Stabilität von metallischem Kupfer in einer Umgebung ohne Sauerstoff •Stabilität von metallischem Kupfer in einer Umgebung mit Sauerstoff •Stabilität von Kupfer in veränderlicher Umgebung •Einfluss von Spurenelementen auf die Stabilität von Kupfer in veränderlicher Umgebung Diese Fragen werden durch die Analyse der Mineralogie, Geochemie, Geochronologie und 3D Tomographie der Keweenaw Proben durch den Geologischen Dienst Finnland beantwortet und gemeinsam mit allen Projektpartnern diskutiert. www.bge.de Seite 2 von 2
Michigan International Copper Analogue (MICA) project Langzeitverhalten von Kupfer in natürlichen Systemen zur Unterstützung von Sicherheitsbetrachtungen M. Schönhofen-Romer, A. Liebscher, H. Reijonen, I. Aaltonen, X. Liu, C. Lilja, S. Norris, P. Keech und N. Diomidis 1. Keweenaw – Kupferlagerstätte4. Kupfer im Endlagerkontext SW Rand des Mittelkontinentalen Riftsystems Nordamerikas > 2000 km lang Riftfüllung vorwiegend subaerische basaltische Lavaströme + Sedimente Metallische Kupferlagerstätte ~ 200 km lang Kupfervorkomm en in vulkanischen und sedimentären Gesteinen Kupfer Teil verschiedener Endlagerbehälter-Konzepte (z. B. Finnland, Kanada, Schweden) Endlagerbehälter als Hauptbarriere Resistenz gegen a) b) c) geomechanische Beanspruchung (Tektonik, Hydrostatik, etc.) Chemische Resistenz gegen langfristige Korrosion Analogstudien an natürlichen Kupfervorkommen Langzeitstabilität über Laborexperimente hinaus Prozesse und Verhaltensweise von Kupfer in natürlicher Abb. 4: Endlagerbehälter Kanada’s mit a) KBS-3 aus Schweden, b) NWMO IV-25 (altes Modell) und c) geologischer Umgebung NWMO Mark II (aktuelles Modell; Hall and Kech, 2017). Abb. 1: Karte des Keweenaw Gebietes (modifiziert nach Bornhorst & Lankton, 2009 und Bornhorst & Mathur, 2017) 2. Keweenaw – Entstehung 5. MICA – Phase I 1. Riftfüllung 2. Initiale Subsidenz vor Versenkungsmetamorphose Genaue Beschreibung Mineralogie + Geochemie Beschreibung Texturen + Korrosionsphänomene Altersdatierung Abb. 5: Schematischer Plan zur Projektdurchführung der 1. Phase von MICA. 3. Regionales hydrothermales Event mit regionaler Kompression (~1,07 – 1,04 Mrd. Jahre) unter stabilen Ablagerungsbedingungen Abb. 2: Modell zur Entstehung der Keweenaw-Kupferlagerstätte in drei Phasen mit Sandsteinen an Riftflanken (gelb; 1,07 Mrd. - 950 Mio. Jahre alt), Rift-füllenden klastischen Sedimentgesteinen (orange; 1,09 - 1,07 Mrd. Jahre alt) und subaerischen vulkanischen Gesteinen (grün; 1,15 - 1,09 Mrd. Jahre alt). Modifiziert nach Bodden et al. (2022). Salinität 5-15% Ca/Na ~4 Niedriges CO2 + S Systematische Studie von Alterationsphänomenen, Rekonstruktion von Herkunft + Zeitrahmen Verbindung von Parametern mit spezifischen Prozessen 6. MICA – Korrosionsmineralogie XRD crystal structure SEM-EDS chemistry 1: Native Cu 2: Cuprite 3. Keweenaw – Geologische Entwicklung Cu1.3O 2: cuprite 2: cuprite 3: nano mixture 3: Nano-mixture (cuprite+chlorite) CuFe2Al2.9Mg1.1K0.6Ti0.2Si11.3Ox ~ 1,04 Mrd. – 500 Mio. Jahre: Oxidierendes Mileu (supergene Alteration) + Übergang von anoxisch zu oxisch 4: Malachite CuCOx MICA-3F ~ 500 – 175 Mio. Jahre: Anoxisches, salinares Milieu Unterschiedliche Korrosionsprozesse (Sulfidierung, Oxidation, mikrobiell induziert,…) Reflected light 4: malachite Reflected light 3 SEM-BSE SEM-BSE 1 2 4 2 Literaturverzeichnis Bodden, T. J., Bornhorst, T. J., Bégué, F., & Deering, C. (2022). Sources of Hydrothermal Fluids Inferred from Oxygen and Carbon Isotope Composition of Calcite, Keweenaw Peninsula Native Copper District, Michigan, USA. Minerals, 12(4), 474. Bornhorst, T. J., & Lankton, L. D. (2012). Copper mining: A billion years of geologic and human history. Bornhorst, T. J., & Mathur, R. (2017). Copper isotope constraints on the genesis of the Keweenaw Peninsula native copper district, Michigan, USA. Minerals, 7(10), 185. Hall, D. S., & Keech, P. G. (2017). An overview of the Canadian corrosion program for the long-term management of nuclear waste. Corrosion Engineering, Science and Technology, 52(sup1), 2-5. www.bge.de Tage der Standortauswahl 2022 / Aachen GZ: SG01201/12/2-2022#23 | Objekt-ID: 931116 | Stand 01.06.2022
Steckbrief für Forschungsvorhaben Michigan International Copper Analogue Project Kurztitel/ ggf. Akronym:MICA Projektziel:Im Projekt MICA werden Proben der Keweenaw-Kupferlagerstätte in Nordamerika systematisch untersucht, um Aussagen über die Stabi- lität und Korrosion von Kupfer unter natürlichen Bedingungen und in langen geologischen Zeiträumen zu treffen. Durch Untersuchung die- ser natürlichen Analoga sollen bisherige Einschätzungen zu Kupfer- bzw. Kupfer-Gusseisen-Endlagerbehältern hinsichtlich ihrer Korro- sion und damit Standzeit verbessert werden. Forschungsfeld:Endlagerplanung Projektpartner:Nuclear Waste Management Organization (NWMO) Kanada, Nuclear Waste Services (NWS) Großbritannien, Swedish Nuclear Fuel and Waste Management Company (SKB), Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) Schweiz, Geological Survey of Finland (GTK; Auftragnehmer) Budget (Netto):34.285,71 Euro (Netto) Projektlaufzeit:Phase I: 01/2021 – 02/2023 (voraussichtlich) BGE Beteiligung in Phase I seit 05/2021 Forschungsauftrags- nummer:-- Weiterführende Informationen:-- Projektbeschreibung Zur Lagerung hochradioaktiver Abfälle benötigt man ein Behälterkonzept, das langlebig und dementsprechend resistent gegen Wärmeentwicklung, Korrosion und Strahlung ist. Aufgrund seiner wärmeleitenden Eigenschaften und der geringen Korrosion unter sauerstofffreien Bedingungen wird Kuper in vielen Endlagerkonzepten für hochradioaktive Abfälle, vor allem im Bereich des kristallinen Wirtsgesteins verwendet. Mit MICA arbeitet die BGE mit anderen internationalen Endlagermanagementorganisationen zusammen, um natürliche Kupervorkommen systematisch zu untersuchen und damit Schlüsse auf die Langzeitstabilität von Kuper(-ummantelten) Endlagerbehältern zu ziehen. Das Hauptziel des Projekts ist es die Entstehung, Stabilität und Korrosion von natürlichen Kupfer-Proben unter verschiedenen Umwelteinflüssen zu untersuchen. Mit den Ergebnissen Dok-ID: 11996905 – Stand:28.12.2022 www.bge.de Seite 1 von 2 Steckbrief für Forschungsvorhaben werden theoretische und numerische Modelle zur Langzeitstabilität von Kupfer mit dem Vorteil, dass die natürlichen Analoga bereits mehrere Millionen Jahre existieren, getestet und verbessert. Die für MICA verwendeten, natürlichen Proben stammen von der Keweenaw Halbinsel in Nordamerika. Die Erzlagerstätte entstand vor ~1,06 Milliarden Jahren im Zuge einer späten umgekehrten Kompressionsphase innerhalb eines mittelkontinentalen Riftsystems. Seit ihrer Entstehung waren die Kupferproben an der Erdoberfläche und in der Tiefe verschiedenen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Die untersuchten Proben ermöglichen so die Analyse von Alterationstypen und –raten unterschiedlicher Umweltbedingungen. Außerdem soll ein möglicher Schutzeffekt der Alterationsschicht untersucht werden. Die Kernfragen bezüglich Alterations- und Korrosionsprozessen von Kupfer, die MICA untersucht, beinhalten: •Entstehung und Stabilität von metallischem Kupfer und Kupersulfiden über lange geologische Zeiträume •Stabilität von metallischem Kupfer in einer Umgebung ohne Sauerstoff •Stabilität von metallischem Kupfer in einer Umgebung mit Sauerstoff •Stabilität von Kupfer in veränderlicher Umgebung •Einfluss von Spurenelementen auf die Stabilität von Kupfer in veränderlicher Umgebung Diese Fragen werden durch die Analyse der Mineralogie, Geochemie, Geochronologie und 3D Tomographie der Keweenaw Proben durch den Geologischen Dienst Finnland beantwortet und gemeinsam mit allen Projektpartnern diskutiert. Dok-ID: 11996905 – Stand:28.12.2022 www.bge.de Seite 2 von 2
Nach Krammer (1997) rezent bisher nur aus Spitzbergen, Island, Alaska, dem Lake Michigan und Hochlagen Venezuelas bekannt. In Deutschland nur fossil aus Sedimenten des Credner Sees in Tiefen von 0,5 bis 2 m.
In Zusammenarbeit von Soziologie und Biologie sollen ökologische Realexperimente empirisch, wissenschaftstheoretisch und soziologisch analysiert werden, um Bedingungen ihrer optimalen Gestaltung zu ermitteln. Als solche Realexperimente werden Umweltschutzmaßnahmen wie Sanierung oder Renaturierung verstanden, die tatsächlich durchgeführt worden sind und in Anpassung an die durch sie hervorgerufenen Auswirkungen modifiziert wurden. Dabei verfolgt das Vorhaben drei Ziele: - Empirisch sollen vergleichende Fallanalysen vorgenommen werden, um die Einflussgrößen herauszuarbeiten, die die Dynamik von ökologischen Gestaltungsprozessen prägen. - Theoretisch soll für ökologische Realexperimente eine wissenschaftstheoretische und wissenschaftssoziologische Rahmung entwickelt werden, die über die untersuchten Fallbeispiele hinaus Geltung beanspruchen kann. - Pragmatisch zielt das Vorhaben auf der Grundlage der empirischen Beobachtungen auf Entwicklung einer Forschungsstrategie ab, die eine optimale Gestaltung von Realexperimenten ermöglicht Den Kern des Projektes bilden sechs Fallstudien, deren heuristischer Wert gerade in ihrer Unterschiedlichkeit gesehen wird. Im Einzelnen handelt es sich um Prärie-Restaurierung im mittleren Westen der USA, Anlage von Abfalldeponien in Deutschland, die Sanierung des Sempacher Sees in der Schweiz, die Kombination von Laborexperimenten, Feldbeobachtung und Feldexperimenten zur Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft am Greifensee in der Schweiz, die ökologische Gestaltung einer Halbinsel aus Abfall und Bauschutt im Michigan See, Schafwirtschaft im englischen Lake District in Bezug auf die Auswirkungen des Tschernobyl-Fallout und 'adaptives Küstenmanagement' in Kalifornien. Im Einzelnen konzentrieren sich die Fragestellungen auf die Problemwahrnehmung, die Akteurskonstellation, die Einbettung der jeweiligen Problematik in bestehendes Wissen, das experimentelle Design von Vorstudien, das experimentelle Design der ökologischen Gestaltung und den rekursiven Lernprozess. Der Schlussbericht liegt vor.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 12 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 7 |
| Taxon | 1 |
| Text | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 5 |
| Offen | 8 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 13 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 2 |
| Dokument | 5 |
| Keine | 5 |
| Webseite | 3 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 9 |
| Lebewesen und Lebensräume | 13 |
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| Mensch und Umwelt | 13 |
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| Weitere | 12 |