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Klimaänderung und Douglasienanbau in Österreich

Idee des Forschungsvorhabens ist es, die in Österreich bestehenden Douglasienbestände hinsichtlich Ihrer genetischen Zusammensetzung, Variabilität und Struktur zu untersuchen. Anders als bei klassischen Provenienzversuchen soll nicht getestet werden, welche der Douglasienherkünfte für Standorte in Österreich geeignet sind, sondern es sollen die bereits in Österreich zum Teil seit mehr als über 100 Jahre bestehenden Douglasienbestände analysiert werden. Zu diesem Zweck sind die genetischen Eigenschaften von den standörtlichen Eigenschaften zu trennen. Konkret sind folgende Fragen von Interesse: genetische Untersuchungen zum Unterscheiden der Küsten- und Inlandsformen: Als genetische Marker werden hier hochvariable nukleare Mikrosatellitenmarker getestet. genetischer Struktur und Diversität: Diese wird ebenfalls mit Hilfe von neutralen Mikrosatellitenmarkern (syn. SSR-simple sequence repeats) bestimmt. Mikrosatelliten sind kurze, nicht kodierende DNA-Sequenzen, die im Genom eines Organismus oft wiederholt werden. Die Anzahl der Wiederholungen unterscheidet sich bei einzelnen Individuen. Standorts- und Bestandesbeschreibungen der ausgewählten Douglasienbeständen: Bodenanalysen sowie Bestandesaufnahmen sind durchzuführen um das Wachstum in Abhängigkeit vom Standort beschreiben zu können. Modellierung bzw Impactstudie Zu diesem zweck wird unser Stoffkreislaufmodell für Douglasie adaptiert und für Sensitivitätsstudien bzw. Adaptierungsszenarien verwendet. Erwartete Ergebnisse: Charakterisierung der in Österreich derzeit bereits bestehenden Douglasienbestände hinsichtlich Zusammensetzung, genetischer Variabilität und Diversität Unterscheidung von standörtlichen bzw. genetischen Einflüssen auf das Wachstum und Bewirtschaftungsrisiko der bestehenden Douglasienbestände in Österreich (Was ist der Effekt des Standortes bzw. der Effekt der Genetik) Welche Douglasienbestände sind demnach für eine Vermehrung auf welchem Standort geeignet. Adaptierung eines Stoffkreislaufmodells für Douglasie zur Abschätzung der wirtschaftlichen Risiken in Abhängigkeit von der genetischen Herkunft der Douglasie, des Standortes und der sich möglicherweise ändernden klimatischen Verhältnisse.

Erfassung der genetischen Ressourcen aquatischer Kulturen

Schutz, Erhaltung und nachhaltige Nutzung genetischer Ressourcen sind zentrales Ziel einer Reihe internationaler und nationaler Regelungen. Neben allgemeinen internationalen Vorgaben (Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CDB), Agenda 21, Bonner Konvention) stehen Verordnungen auf EU-Ebene, etwa über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen im Rahmen der gemeinsamen Fischereipolitik, die FFH-Richtlinie oder die EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie nationale Regelungen wie Naturschutzgesetze oder Landesfischereigesetze. Die Aquakultur ist der bedeutendste Wirtschaftszweig der deutschen Binnenfischerei. Den durch Züchtung entwickelten Stämmen in der Aquakultur kommen im o.g. Zusammenhang wichtige Funktionen zu: - Sie bilden die genetische Basis für die derzeitige Aquakulturerzeugung - Durch ihre züchterische Bearbeitung ist, wie an allen wichtigen landwirtschaftlichen Nutztieren und inzwischen auch einigen Nutzfischarten darstellbar, eine deutlich verbesserte Ausnutzung von gegebenen Produktionsfaktoren möglich (ein Beitrag zum Nachhaltigkeitsprinzip) - In ihrer Vielfalt können die existierenden Zuchtstämme langfristig wichtige genetische Ressourcen für eine Adaptation an besondere Haltungsumwelten und/oder die Verfolgung neuer Zuchtziele darstellen. Anders als bei anderen landwirtschaftlichen Nutztieren fehlen in Deutschland sowohl Informationen zum aktuellen Zustand der Zuchtstämme von Fischen (Ort, Haltungsform, Größe, züchterische Bearbeitung) als auch zu morphologischen, leistungsspezifischen und genetischen Charakteristika. Selbst eine bundesweite Zusammenstellung über die Betriebe mit eigener Laichfischhaltung existiert derzeit nicht. Damit sind eine Einschätzung der aktuellen Situation der genetischen Ressourcen in der Aquakultur und die eventuelle Ableitung von Maßnahmen aufgrund der fehlenden Datenbasis derzeit nicht realisierbar. Vor diesem Hintergrund ist das Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam-Sacrow von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beauftragt worden, eine Erfassung und Dokumentation der in Deutschland züchterisch tätigen Fischereibetriebe sowie der dort gehaltenen Stämme durchzuführen. Dokumentiert werden sollen die existierenden Zuchtstämme der Regenbogen- und Bachforelle, von Saiblingsarten, der Äsche, des Europäischen Karpfens, des Europäischen Welses, der Schleie und der Störartigen, welche in Haupterwerbsbetrieben gehalten werden. Zur genetischen Charakterisierung und Bestimmung von Verwandtschaftsverhältnissen der Zuchtstämme innerhalb der Arten sollen Mikrosatellitenmarker erfasst und verglichen werden.

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