Das Ziel dieses Vorhabens war es die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der produktbezogenen Bilanzierung und Monetarisierung der Umwelteffekte landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten am Beispiel der Milchproduktion in Deutschland zu untersuchen. Hierfür wurde eine vergleichende Ökobilanz „from-cradle-to-farmgate“ für konventionelle und ökologische Milchproduktionssystemen in Deutschland erstellt. Veröffentlicht in Texte | 129/2021.
Die Erstellung produktbezogener Ökobilanzen, also die systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten und Produktsystemen entlang des Lebenszyklus ist eine seit über 20 Jahren etablierte und bei vielen Stakeholdern anerkannte Methode zur Bewertung der Umweltleistung von Produkten. Auch im Bereich landwirtschaftlicher Produktionssysteme wurde bereits vielfach die Möglichkeit genutzt, durch produktbezogene Ökobilanzen ökologische Optimierungspotenziale zu identifizieren oder aber den ökologischen Fußabdruck von Nahrungsmitteln abzubilden. Als eine Herausforderung ist in diesem Zusammenhang zu sehen, dass die Ergebnisse der öko-bilanziellen Bewertung von landwirtschaftlichen Produkten eine hohe Varianz aufweisen und aussagekräftige Quervergleiche zwischen verschiedenen Studien oft nur eingeschränkt möglich sind. Im Ergebnis liegen daher zahlreiche Forschungsergebnisse vor, die sich jedoch hinsichtlich der Qualität und Belastbarkeit stark unterscheiden. Dies kann soweit führen, dass unterschiedliche Untersuchungen zu abweichenden, sich teilweise sogar widersprechenden Ergebnissen und Schlussfolgerungen kommen. In der jüngeren Vergangenheit hat sich daher eine Diskussion über die möglichen Gründe und Ursachen für das Zustandekommen dieser Ergebnisse entwickelt. Wesentliche Eckpunkte und Erkenntnisse dieser Diskussion sind: - Die große Bandbreite an existierenden Produktionsverfahren bzw. substanziell divergierenden Produktionsbedingungen, mit denen landwirtschaftliche Erzeugnisse hergestellt werden. - Die Fokussierung auf den Vergleich heuristischer Kategorien, wie "konventionelle" und "ökologische" Landwirtschaft, die der beträchtlichen Variabilität innerhalb der jeweiligen Kategorien nicht oder nur unzureichend gerecht wird. - Vielfach müssen Festlegungen und Annahmen getroffen werden, welche nicht oder nicht ausreichend empirisch belegt oder objektiv begründbar sind, jedoch relevant für die Ergebnisse sind. Übergeordnete Ziel dieser Studie war es, die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der produktbezogenen Bilanzierung und Monetarisierung der Umwelteffekte landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten am Beispiel der Milchproduktion in Deutschland zu erörtern. Hierfür wurde eine vergleichende Ökobilanz "from-cradle-to-farmgate" von Produkten aus konventionellen und ökologischen Milchproduktionssystemen in Deutschland erstellt. Darüber hinaus wurde im Anschluss eine ökonomische Bewertung der bilanzierten Umwelteffekte durchgeführt und die Ergebnisse dieser ökonomischen Bewertung unter anderem mit Blick auf ihre Kommunikation kritisch diskutiert. Mit den Ergebnissen soll außerdem das Bewusstsein über versteckte Umweltkosten landwirtschaftlicher Erzeugnisse gestärkt werden. Quelle: Forschungsbericht
Die Studie untersucht die Darstellung von Umweltwirkungen in EU Impact Assessments und entwickelt Empfehlungen für die Praxis der Gesetzesfolgenabschätzung in der EU und in Deutschland. Auf der Basis der Untersuchung von 12 umweltrelevanten EU Impacts Assessments sowie von Experteninterviews und einer begrenzten Literaturanalyse wurde untersucht, ob und wie Umweltwirkungen in EU Impact Assessments dargestellt, quantifiziert und monetarisiert werden. Die Studie zeigt, dass die Darstellung der Umweltwirkungen sich in den letzten 15 Jahren deutlich verbessert hat und viele Umweltwirkungen im politischen Entscheidungsprozess eine wichtige Rolle spielen. Es gibt jedoch immer noch beträchtliche Lücken in der Darstellung. So werden schwer zu modellierende Umweltwirkungen (unter anderem Biodiversität) in vielen Impact Assessments und Entscheidungsprozessen weiterhin nicht adäquat berücksichtigt. Regelmäßig werden Politikoptionen analysiert, die in Bezug auf ihre Umweltwirkungen zu ähnlich sind, als dass diese entscheidungsrelevant wären. In diesen Bereichen könnten mit Investitionen in Daten und Modelle noch erhebliche Verbesserungen erzielt werden. Quelle: Forschungsbericht
Die ökonomische Bewertung von Umweltschäden ermöglicht es, den ökonomischen Nutzen umweltpolitischer Maßnahmen zu schätzen und auf die Kosten unterlassenen Umweltschutzes hinzuweisen. Mit der Methodenkonvention 2.0 schafft das Umweltbundesamt dafür eine valide Grundlage. Die Werturteile und Maßstäbe, die der Bewertung der Umweltschäden (und der vermiedenen Umweltschäden) zugrunde liegen, sind klar benannt. Die Methodenkonvention 2.0 stellt eine Aktualisierung der 2007 erschienen Methodenkonvention dar und berücksichtigt die wissenschaftlichen Entwicklungen, die sich seitdem vollzogen haben. Neben dem Hauptteil umfasst sie Methodenkonvention die separaten Anhänge A (Methoden der ökonomischen Bewertung) und B (Best-Practice-Kostensätze für Luftschadstoffe, Verkehr, Strom- und Wärmeerzeugung).
Die ökonomische Bewertung von Umweltschäden ermöglicht es, den ökonomischen Nutzen umweltpolitischer Maßnahmen zu schätzen und auf die Kosten unterlassenen Umweltschutzes hinzuweisen. Mit der Methodenkonvention 2.0 schafft das Umweltbundesamt dafür eine valide Grundlage. Die Werturteile und Maßstäbe, die der Bewertung der Umweltschäden (und der vermiedenen Umweltschäden) zugrunde liegen, sind klar benannt. Die Methodenkonvention 2.0 stellt eine Aktualisierung der 2007 erschienen Methodenkonvention dar und berücksichtigt die wissenschaftlichen Entwicklungen, die sich seitdem vollzogen haben. Neben dem Hauptteil umfasst sie Methodenkonvention die separaten Anhänge A (Methoden der ökonomischen Bewertung) und B (Best-Practice-Kostensätze für Luftschadstoffe, Verkehr, Strom- und Wärmeerzeugung).
Während die Kosten umweltpolitischer Maßnahmen / Strategien / Gesetze relativ einfach zu erfassen sind, ist dies bei dem Nutzen ungleich schwieriger. Es handelt sich dabei z.B. um eingesparte Energiekosten, eine Verringerung von Umweltschäden in der Zukunft oder weniger umweltbedingte Erkrankungen. Für die Begründung umweltpolitischen Handlungsbedarfs und konkret bei der Gesetzesfolgenabschätzung kann eine ökonomische Schätzung der Folgen (Nutzen) für die Umwelt sehr unterstützend sein. Bisher gibt es zwar Studien und Konventionen des UBA zur ökonomischen Bewertung von (vermiedenen) Umweltschäden. Diese sind jedoch nicht ohne weitere fachliche Aufbereitung für solche Begründungen einsetzbar. Es fehlt eine einfach anwendbare Arbeitshilfe, die es ermöglicht, die vorhandenen validen Ergebnisse zu den Kosten unterlassenen Umweltschutzes möglichst effektiv zu nutzen. Zielsetzung und Methodik des Vorhabens: Im Vorhaben soll ein Kompendium erstellt werden, dass die Bearbeiter/innen von GFA's dabei unterstützt, die festgestellten positiven und negativen Folgen von geplanten Gesetzen in monetären Einheiten oder anderen wirtschaftlichen Kenngrößen auszudrücken. Die Bearbeiter/innen sollen damit in der Lage sein, schlagkräftige Argumente zur Beurteilung des Nutzens umweltpolitischer Gesetze und der Schäden der Gesetze anderer Ressorts zu entwickeln, die auch in der Abwägung mit wirtschaftlichen und sozialen Belangen Bestand (z.B. Nutzen eingesparter Emissionen, vermiedene Krankheiten, Beschäftigungswirkungen etc.) haben. Um eine möglichst breit einsetzbare Nutzung zu gewährleisten ist eine Rechner gestützte Lösung (z.B. Excel sheets) zu entwickeln. Das Vorhaben soll die potenziellen Nutzer einbeziehen und die Konzeption und Nutzung der Arbeitshilfe im Rahmen von Workshops vorstellen und diskutieren. Nachdem im ersten Jahr der Vorhabenslaufzeit ein Grundgerüst mit Daten zu den wichtigsten Umweltthemen erstellt wurde, soll dieses Datengerüst in den Folgejahren systematisch
Das Umweltbundesamt versucht erstmals in einer eigenen Studie Umweltschäden zu beziffern, um den Argumenten der Industrie etwas entgegensetzen zu können. Heute gehört die Monetarisierung von Umweltschäden zum volkswirtschaftlichen Handwerkszeug.
In diesem Projekt wird erstmalig die wertorientierte Logik der Finanzmärkte auf Öko-Ratings angewandt. Dafür bewerten wir die Umwelt- und Wirtschaftsleistung börsennotierter Unternehmen und demonstrieren so die Machbarkeit wertorientierter Öko-Ratings unter Praxisbedingungen im großen Maßstab. Bislang werden ökologische Unternehmensbewertungen nach einer belastungsorientierten Logik vorgenommen: Dabei wird versucht, die verschiedenen Umweltbelastungen, die durch ein Unternehmen verursacht werden, entsprechend ihrer Schädlichkeit zu bewerten und somit vergleichbar zu machen. In der Praxis stößt dieses Vorgehen jedoch schnell an seine Grenzen, da die relative Bedeutung verschiedener Umweltprobleme nicht ermittelt werden kann. Der in diesem Projekt verfolgte Sustainable-Value-Ansatz ist der erste wertorientierte Ansatz zur ökologischen Unternehmensbewertung. Statt anhand ihrer Schädlichkeit bewertet der Sustainable Value den Einsatz ökologischer Ressourcen anhand ihres relativen Beitrags zur Wertgenerierung. Dafür greift er die Praxis der Finanzmärkte auf und bewertet den Einsatz ökologischer Ressourcen analog zum Einsatz finanzieller Ressourcen anhand ihrer Opportunitätskosten. Dieser Ansatz ermöglicht ein wertorientiertes Öko-Rating und drückt die nachhaltige Unternehmensleistung in einer monetären Kennzahl aus, ohne dabei auf eine Monetarisierung externer Effekte angewiesen zu sein. Im Projekt ADVANCE wird der wertorientierte Ansatz Sustainable Value zur Erstellung von Öko-Ratings angewandt. Ziel dieses von der Europäischen Kommission im Rahmen des LIFE-Programms finanzierten Projektes ist es dabei, die Machbarkeit und das Potenzial von wertorientierten Öko-Ratings in Finanzmärkten zu demonstrieren und das relevante Anwendungswissen an die wichtigsten Finanzmarktakteure zu vermitteln. Über die praktische Anwendung der Ratings und die Verbreitung des dazu relevanten Wissens leistet das Projekt einen entscheidenden Beitrag dazu, dass Finanzmarktakteure Umweltaspekte berücksichtigen und somit Finanzmarktentscheidungen nachhaltiger werden. Das Projekt umfasst drei Bausteine: Im empirischen Teil des Projektes wird eine Studie erstellt und veröffentlicht, in der wir mindestens 50 europäische Unternehmen anhand wertorientierter Öko-Ratings bewerten. Dies wird zeigen, - wie viel diese Unternehmen zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise in der EU beitragen und - welchen Beitrag sie zur Erreichung der Ziele der europäischen Wirtschafts- und Umweltpolitik leisten. Dies erfolgt in Partnerschaft mit vier europäischen Öko-Rating Agenturen. Die Beteiligung der Öko-Rating Agenturen unterstützt die effektive Weitergabe von Anwendungswissen und stärkt die Rolle der Öko-Rating Agenturen als KMUs.
Ein Grund fuer die geringe Verbreitung von Kosten-Nutzen-Analysen im Umweltschutz liegt in dem grossen Aufwand, der mit Studien zur Monetarisierung von Umweltwirkungen verbunden ist. Eine Loesungsmoeglichkeit waere die Uebernahme von Ergebnissen bereits durchgefuehrter Studien fuer das zu beurteilende Projekt. Angesichts der bis heute relativ geringen Anzahl in Deutschland durchgefuehrter Monetarisierungsstudien ist dabei zu ueberpruefen, ob auch Studien aus dem europaeischen Ausland fuer diesen sogenannten 'benefit transfer' verwendet werden koennen. Ziel des vorliegenden Projektes ist es herauszuarbeiten, unter welchen Bedingungen ein Benefittransfer zu rechtfertigen ist, und einen Beitrag zu der Frage zu leisten, inwiefern Werte aus unterschiedlichen Laendern Europas vergleichbar sind. Vorgehensweise: Theoretische Grundlage der Ueberlegungen ist die Wohlfahrtsoekonomie. Die Arbeit wird neben der Literaturrecherche auch Umfragen bei verantwortlichen Aemtern und die Durchfuehrung von 1-2 empirischen Bewertungsstudien mit Hilfe von Zahlungsbereitschaftsanalysen beinhalten. Untersuchungsdesign: Querschnitt.
Im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung (BVWP) werden die geplanten Fernstrassenprojekte einer gesamtwirtschaftlichen Bewertung in monetaerer Form unterzogen. Umwelteffekte werden dabei bisher nur zum Teil beruecksichtigt. Die Erweiterung des Verfahrens um bisher nicht beruecksichtigte Effekte (Laerm und Abgase im Freiraum, Trennwirkung, Flaechenbedarf, Beeintraechtigung von Flora und Fauna und Landschaftsbild) wird angestrebt, eine direkte Monetarisierung bereitet allerdings noch erhebliche Schwierigkeiten. In dem Forschungsvorhaben wird daher der Versuch unternommen, die nutzwertanalytische Bewertung der genannten Effekte mittels Kopplungsfunktionen in monetaere Werte umzuschluesseln. Als Kopplungsgroessen dienen dabei Effekte, die sich relativ gut nutzwertanalytisch und monetaer bewerten lassen. Eine Ueberpruefung und praktische Anwendung des Verfahrens soll in Verbindung mit einem parallel durchgefuehrten Forschungsvorhaben zur nutzwertanalytischen Bewertung einer Autobahntrasse erfolgen.
| Origin | Count |
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| Text | 2 |
| unbekannt | 3 |
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