Das Dezernat Binnenfischerei - Fischereikundlicher Dienst, ist die dem Fischereireferat des Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nachgeschaltete Fachbehörde. Die Arbeit des Dezernates steht unter dem Leitziel: Erhaltung und Aufbau standorttypischer, artenreicher und ausgewogener Fischbestände, einschließlich des Schutzes der Lebensgrundlagen für die Fischfauna und Bewahrung bzw. Schaffung optimaler Bedingungen für eine nachhaltige Fischerei. Der Geodatensatz ist intern und wird nicht öffentlich bereitgestellt, Abgabe von Daten erfolgt nur auszugsweise auf Anfrage nach Anonymisierung
<p> <p>Die Höhe des Fleischkonsums und der Marktanteil von Biolebensmitteln sind zentrale Kennzahlen für eine umweltgerechte und nachhaltige Ernährung. Auch die Marktzahlen für MSC-gelabelten Fisch und für Fairtrade-Siegel geben Auskunft darüber, wie wichtig uns ökologische und soziale Kriterien bei der Ernährung sind. Die Senkung von Lebensmittelabfällen ist ein wichtiges umweltpolitisches Ziel.</p> </p><p>Die Höhe des Fleischkonsums und der Marktanteil von Biolebensmitteln sind zentrale Kennzahlen für eine umweltgerechte und nachhaltige Ernährung. Auch die Marktzahlen für MSC-gelabelten Fisch und für Fairtrade-Siegel geben Auskunft darüber, wie wichtig uns ökologische und soziale Kriterien bei der Ernährung sind. Die Senkung von Lebensmittelabfällen ist ein wichtiges umweltpolitisches Ziel.</p><p> Fleischkonsum: ein bisschen weniger <p>Der Fleischverzehr in Deutschland lag viele Jahre konstant hoch bei etwa 60 kg pro Person und Jahr. Im Jahr 2025 lag er bei 54,9 kg (siehe Abb. „Fleischverzehr in Deutschland“). Damit liegt er allerdings in Bezug auf die Empfehlungen der <a href="https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-empfehlungen/#c6397">Deutschen Gesellschaft für Ernährung</a> (DGE) (rund 15 kg pro Person und Jahr) immer noch deutlich zu hoch. Unter „Fleischverzehr“ wird die tatsächlich von Menschen verzehrte Menge erfasst. Bei Angaben zum „Fleischverbrauch“ sind hingegen auch Futtermittel, industrielle Verwertung und Schlachtabfälle wie Knochen enthalten. Die Werte ab 2010 wurden 2026 neu berechnet. Dadurch ergeben sich leichte Abweichungen zu früher veröffentlichten Zahlen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/2_Abb_Fleischverzehr_2026-07-22.png"> </a> <strong> Fleischverzehr in Deutschland </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Fleischverzehr_2026-07-22.pdf">Diagramm als PDF (96,11 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Fleischverzehr_2026-07-22.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (144,83 kB)</a></li> </ul> </p><p> Biolebensmittel: stetiges Wachstum <p>Nimmt man die beiden außergewöhnlichen Corona-Jahre 2020 und 2021 heraus, zeigt sich bei Biolebensmitteln seit Jahren sowohl bei Umsätzen als auch bei Marktanteilen ein stetiges Wachstum in kleinen Schritten (siehe Abb. „Umsatz und Marktanteil von Biolebensmitteln“). Um bis 2030 das Ziel von 30 % Marktanteil zu erreichen, müsste das in 2020 erzielte Umsatzwachstum in Höhe von rund 25 % bis 2030 aufrechterhalten werden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Abb_Biolebensmittel_2026-07-22.png"> </a> <strong> Umsatz und Marktanteil von Biolebensmitteln </strong> Quelle: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Abb_Biolebensmittel_2026-07-22.pdf">Diagramm als PDF (53,83 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Abb_Biolebensmittel_2026-07-22.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (41,52 kB)</a></li> </ul> </p><p> Fairtrade-Lebensmittel: Wachstum in der Nische <p>Der Umsatz mit Fairtrade-Lebensmittel hat sich seit 2008 auf fast 3 Mrd. Euro bis 2025 vervielfacht. Der Marktanteil am gesamten Lebensmittelmarkt lag 2025 bei 1,0 % (siehe Abb. „Umsatz und Marktanteil von Fairtrade-Lebensmitteln“). Viele Fairtrade-Produkte sind auch biozertifiziert. So hatten 67 % der Fairtrade-Bananen und 75 % des Fairtrade-Kaffees im Jahr 2025 auch ein Biolabel (<a href="https://mediathek.fairtrade-deutschland.de/collections/jahresberichte">Fairtrade Deutschland</a>).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/4_Abb_Fairtrade_2026-07-22.png"> </a> <strong> Umsatz und Marktanteil von Fairtrade-Lebensmitteln </strong> Quelle: Transfair in Bewegung - Jahres- und Wirkungsbericht 2008-2021 (Fairtrade Deutschland); Marktanteile: Statistisches Bundesamtt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_Abb_Fairtrade_2026-07-22.pdf">Diagramm als PDF (51,80 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_Abb_Fairtrade_2026-07-22.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (42,37 kB)</a></li> </ul> </p><p> MSC- und ASC-Fisch: Im Massenmarkt zu Hause <p>Der Absatz von Fischprodukten aus nachhaltiger Fischerei mit <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/msc">MSC</a>-Label (Wildfang) betrug 2024 rund 220.000 Tonnen, was einem Marktanteil von rund 58 % entspricht (siehe Abb. „Absatz von Fischprodukten mit MSC- und ASC-Label“ und „Marktanteil von Fischprodukten mit MSC- und ASC-Label“). Vom ASC-Label liegen für 2023 und 2024 keine gesonderten Marktzahlen vor. </p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/5_Abb_Absatz-Fischprodukte_2026-07-22.png"> </a> <strong> Absatz von Fischprodukten mit ASC- und MSC-Label (nach Kategorien) </strong> Quelle: ASC/MSC-Marktbericht Deutschland 2023 Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/5_Abb_Absatz-Fischprodukte_2026-07-22.pdf">Diagramm als PDF (54,46 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/5_Abb_Absatz-Fischprodukte_2026-07-22.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (37,14 kB)</a></li> </ul> </p><p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/6_Abb_Marktanteil-Fischprodukte_2026-07-22.png"> </a> <strong> Marktanteil von Fischprodukten mit ASC- und MSC-Label (Absatz) </strong> Quelle: ASC/MSC-Marktbericht Deutschland 2023 Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_Abb_Marktanteil-Fischprodukte_2026-07-22.pdf">Diagramm als PDF (90,71 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_Abb_Marktanteil-Fischprodukte_2026-07-22.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (33,92 kB)</a></li> </ul> </p><p> Vermeidbare Lebensmittelabfälle: Zu gut für die Tonne <p>Gemäß einer Studie der <a href="https://www.zugutfuerdietonne.de/fileadmin/zgfdt/inhalt/Service/Studien/Zusammenfassung_GfK_2020_LMA_in_privaten_Haushalten.pdf">GfK</a> fielen 2020 in privaten Haushalten durchschnittlich 22,4 kg vermeidbare Lebensmittelabfälle pro Person an. Dies entspricht einem Einkaufswert von knapp 70 Euro. Einpersonenhaushalte werfen dabei mehr Lebensmittel weg als Mehrpersonenhaushalte (32 kg gegenüber 18 kg pro Person und Jahr). Es werden vor allem leicht verderbliche Lebensmittel weggeschmissen (siehe Abb. „Vermeidbare Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten, Anteile nach verschiedenen Lebensmitteln“).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/7_abb_lebensmittelabfaelle_2022-05-30.png"> </a> <strong> Vermeidbare Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten, Anteile nach verschiedenen Lebensmitteln </strong> Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/7_abb_lebensmittelabfaelle_2022-05-30.pdf">Diagramm als PDF (39,71 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/7_abb_lebensmittelabfaelle_2022-05-30.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (32,69 kB)</a></li> </ul> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
Du liebst Berlins Gewässer und ihre tierischen Bewohner? Und möchtest, dass sich Fauna, Flora und die Menschen weiterhin an und in den vielfältigen Gewässern der Hauptstadt wohlfühlen? Dann bist du bei uns im Fischereiamt genau richtig. Nach deiner Ausbildung zur Fischwirtin oder zum Fischwirt bist du Expertin bzw. Experte in nachhaltiger Fischerei. Du erwirbst umfassendes Fachwissen über die tierischen Wasserbewohner Berlins, ihren Schutz, ihre Züchtung und Verarbeitung. Deine Aufgaben sind vielseitig, spannend und erfordern Eigeninitiative. Du fängst, züchtest und verarbeitest Fische und andere Wassertiere. Du arbeitest sowohl auf dem Wasser als auch in der Werkstatt und im Labor. Du pflegst und schützt die vielfältigen Gewässer Berlins und sorgst für den Lebensraum vieler Lebewesen. Die Ausbildung zur Fischwirtin / zum Fischwirt dauert drei Jahre und ist dual aufgebaut. Du wirst sowohl in der Schule als auch direkt auf dem Wasser, in der Werkstatt und im Labor lernen. Alle drei Jahre suchen wir eine/n Auszubildende/n zur Fischwirtin / zum Fischwirt. Die nächste Ausbildung beginnt am 1. September 2027 . Der Bewerbungszeitraum ist vom 1. Februar bis zum 30. April . Reiche deine Bewerbung digital über das Berliner Karriereportal ein: Zum Karriereportal Das solltest du mitbringen: Mindestens einen Hauptschulabschluss oder höher Freude an Natur, Wasser und Tieren Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis Lust, draußen zu arbeiten und selbst anzupacken
Das Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stellte am 29. Mai 2017 offiziell die neu gegründete Stiftung "Blue Action Fund" vor. Die KfW brachte im Auftrag des BMZ Startkapital in Höhe von 24 Mio. EUR in den Blue Action Fund eint. Die gemeinnützige Stiftung hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie wird Nichtregierungsorganisationen beim Meeresschutz unterstützen und dabei unter anderem das Ausweisen neuer Schutzgebiete sowie nachhaltige Fischerei und umweltfreundlichen Tourismus fördern. Bis 2019 sollen rund 12 Projekte in Höhe von mindestens 20 Mio. EUR an den Start gehen.
<p> <p>Artenvielfalt und Lebensräume in den Meeren müssen weltweit besser geschützt werden – darauf macht der Welttag der Ozeane am 8. Juni aufmerksam. Gemeinsam mit anderen Bundes- und Länderbehörden arbeitet das UBA an einem umfassenden und effektiveren Schutz der Meere, denn auch Nord- und Ostsee sind in keinem guten Zustand.</p> </p><p>Artenvielfalt und Lebensräume in den Meeren müssen weltweit besser geschützt werden – darauf macht der Welttag der Ozeane am 8. Juni aufmerksam. Gemeinsam mit anderen Bundes- und Länderbehörden arbeitet das UBA an einem umfassenden und effektiveren Schutz der Meere, denn auch Nord- und Ostsee sind in keinem guten Zustand.</p><p> <p>Ein Umdenken zugunsten einer nachhaltig positiven Entwicklung erfordert auch im Meeresschutz weltweite Kooperationen. </p> <p>Die Meere und Ozeane bedecken etwa 70 Prozent der Oberfläche unseres Planeten und regulieren das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> sowie den Stoffhaushalt der Erde. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Für uns Menschen spielen sie eine große Rolle als Transportwege für die Seeschifffahrt, aber auch im Bereich der Energiegewinnung, der Nahrungsversorgung, der Extraktion von Rohstoffen und des Tourismus. </p> <p>Der Schutz der Meere ist weltweit eine zentrale Aufgabe, um deren essentielle Funktionen zu erhalten. Der „World Oceans Day“ wurde 2009 von den Vereinten Nationen ausgerufen, um auf die Situation der Meere aufmerksam zu machen, und wird seitdem jährlich am 8. Juni begangen. </p> <p>Für den umfassenden Schutz der Meere muss die Staatengemeinschaft größere Anstrengungen unternehmen. Wichtig ist dafür die Einbindung regionaler, nationaler sowie lokaler Akteure. Die Kooperation mit anderen Küstenstaaten findet meist im Rahmen von regionalen Meeresübereinkommen statt. Deutschland arbeitet engagiert für den Schutz der Ostsee beim Helsinki Übereinkommen (HELCOM) und für den Schutz der Nordsee beim Oslo-Paris Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ospar">OSPAR</a>) mit. Aber auch die Abstimmung auf europäischer Ebene ist essentiell, denn auch der gute Umweltzustand der europäischen Meere ist längst nicht erreicht. Die <a href="https://www.meeresschutz.info/berichte-art-8-10.html">Berichte</a> zum Zustand der deutschen Meeresgewässer, die jüngst für die Umsetzung der europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie erstellt wurden, machen das sehr deutlich.</p> <p>Um die Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg zu verbessern, hat ein Konsortium aus IASS (Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung) und Partnerinstituten im Auftrag des Umweltbundesamtes das Format des „<a href="http://www.marineregionsforum.org/">Marine Regions Forum</a>“ entwickelt. Die erste Veranstaltung dieser Reihe findet vom 30.09. bis 02.10.2019 in Berlin statt. Die Entwicklung und Durchführung des Forums wird eng durch das Bundesumweltministerium und die EU-Kommission begleitet. Das Forum soll einen Austausch zwischen Repräsentanten regionaler Meeresübereinkommen, interessierter Staaten und internationaler Organisationen ermöglichen. Ziel ist es, den Transfer zwischen den theoretischen Verhandlungen und den praktischen Umsetzungsebenen auszubauen. Es sollen dabei gemeinsame Lösungsansätze erarbeitet werden, um einen guten Umweltzustand der Meere zu erreichen. Neben dem auch in den Medien omnipräsenten Thema Meeresmüll und der Beziehung zwischen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> und den Meeren stehen vor allem Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 im Fokus. </p> <p>Ausgangspunkt für das Projekt „Marine Regions Forum“ war die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/un">UN</a> Oceans Conference im Juni 2017, auf der sich Staaten und Organisationen im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda 2030 durch „freiwillige Verpflichtungen“ zum Schutz der Meere bekannten. Seit 2015 besteht die Agenda 2030 als weltweites Abkommen für nachhaltige Entwicklung. Von den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goal, SDG) befasst sich Nr. 14 mit dem <a href="https://www.un.org/sustainabledevelopment/oceans/%20">Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Meere</a>. Wichtige Themen unter diesem SDG sind unter anderem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/eutrophierung">Eutrophierung</a>, Meeresmüll, Ozeanversauerung, aber auch Schutzgebiete und nachhaltige Fischerei.</p> <p>Meeresschutz kann Jede und Jeder von uns durch eigenes Handeln unterstützen. Dabei geht es nicht nur um unseren Einfluss als Privatperson beim Einkauf oder bei der Entsorgung. Auch unsere Entscheidungen für umweltbewusste und nachhaltige Konzepte im Unternehmen, im Verein oder als politische Vertretung von Gemeinden und Städten sind relevant. So können wir gemeinsam den Eintrag von beispielsweise schädlich wirkender Stoffe, Düngemittel oder Müll in die Meere verringern und damit zum Erhalt der Ökosysteme beitragen. Mehr Informationen dazu auf der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/meeresschutz-geht-uns-alle-an">UBA-Themenseite zum Meeresschutz</a>.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Trotz zahlreicher Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene hat sich der Status der Donau-Störpopulationen seit 1990 dramatisch verschlechtert; ihr Schutz im Einzugsgebiet und in den Küstengewässern ist dringend, um das Aussterben zu verhindern. In diesem Zusammenhang hat die Identifizierung funktionaler Populationssegmente (Managementeinheiten) für die nachhaltige Fischerei und Artenschutzmaßnahmen höchste Priorität. Das internationale ERA-Net COFASP Projekt verfolgt daher das Ziel, genetische Marker (Mikrosatelliten und mitochondriale DNA) anzuwenden, um die Bestandsstruktur von Acipenser gueldenstaedtii, A. ruthenus, A. stellatus und Huso huso aus dem rumänischen Teil der Donau zu ermitteln sowie um Lang- und Kurzdistanz-Migranten der Frühjahrs- und Herbstrassen verifizieren zu können. Die gleichen Methoden werden für Proben aus der Türkei benutzt, um endemische Störe der Flüsse Yesilýrmak, Kizilýrmak, Çoruh und Sakarya von denen zu unterscheiden, die die türkischen Küstengewässer nur als Nahrungsgründe nutzen aber aus westlichen und nördlichen Schwarzmeer-Zuflüssen, einschließlich der Donau, stammen. Ein kommerzieller Anbieter wird mit der Isolierung von Mikrosatelliten und dem Design von PCR-Primern für jede der vier Arten beauftragt. Anhand ihrer Eignung werden 15 Loci je Art für das routinemäßige Screening am IGB und CFRI ausgewählt. Die mitochondrialen D-loop, Cytochrom b und ND-5/6 Regionen werden von einem kommerziellen Anbieter (rumänische Proben) bzw. vom CFRI-Labor (türkische Proben) sequenziert. Es wird ein Stichprobenumfang von 40 Fischen aus jeder Subpopulation in Rumänien und der Türkei angestrebt, woraus eine Gesamtzahl von ca. 960 Proben resultiert. Die Daten zur Bestandsstruktur und Differenzierung zwischen ihnen werden verwendet, um Managementeinheiten zu definieren und Empfehlungen für die Fischerei und den Artenschutz abzuleiten. Letztere schließen Erhaltungszuchtprogramme ein, die die genetische Variabilität der Bestände bei gleichzeitiger Wahrung ihrer Integrität maximieren sollen.
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| Bund | 21 |
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| Ereignis | 2 |
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