Voraussetzung für verantwortliches Lieferkettenmanagement ist die Kenntnis über Risikoländer und -branchen. Jedoch besteht in der Praxis eine Wissenslücke hierüber. Um diese Lücke zu schließen, soll ein Atlas zu nachhaltigen Lieferketten entworfen werden, der für ausgewählte Sektoren Analysen vornimmt und praxisnahe Lösungsansätze entwickelt. Hierzu werden relevante Lieferketten, die einen hohen Impact besitzen, identifiziert und die Umweltbelastungen entlang der Wertschöpfungsketten mit verschiedenen Methoden analysiert. Auf dieser Basis werden anschließend Lösungsansätze untersucht und bewertet. Im Rahmen dieses Prozesses finden auch Interviews und Workshops mit Stakeholdern statt. Die Ergebnisse dienen für die Konzeptionierung und Erstellung des Atlas 'Nachhaltige Lieferketten'. Ebenso werden Politikempfehlungen abgeleitet, um nachhaltiges Lieferkettenmanagement bei KMU zu fördern. AP1: Recherche und Analyse zu Umweltbelastungen und Lösungsansätzen in Lieferketten AP2: Austausch mit Stakeholdern AP3: Erstellung des Atlas AP4: Ableitung von Politikempfehlungen AP5: Projekt- und Qualitätsmanagement.
Dieses Projektvorhaben leistet einen Beitrag zum besseren Verständnis nachhaltiger Ressourcen (Kupfer). Das Ziel der gemeinsamen Arbeiten ist die ergänzende Validierung von ersten Forschungsergebnissen, die im Rahmen einer Dissertation in Deutschland entstanden sind. Diese Kooperation dient als Grundlage zum Aufbau einer dauerhaften Partnerschaft mit der Universidad Arturo Prat in Iquique, Chile. Die Ergebnisse sind ein Beitrag zum SCOR Modell. Erhöhte Transparenz über die Prozesse der Rohstoffgewinnung vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeitskriterien ermöglicht es Unternehmen auf gesteigerte Umweltanforderungen zu reagieren. Auf deutscher Seite wird ein Kompetenzausbau hinsichtlich des Management Know-Hows für nachhaltige Supply Chain Prozesse erzielt (Nachhaltigkeitskriterien). Chile wird ermöglicht Kompetenzen im Bereich standardisierter Prozessbeschreibungen (SCOR) aufzubauen, die international anerkannt sind. Das Projekt ermöglicht den Transfer der Forschungsergebnisse von der rohstoffquelle zum ersten industriellen Prozessschritt in Deutschland (auch unterstützt durch die Interessenbekundung einer Kupferhütte). Neben dem Wissenstransfer werden die Ergebnisse der Arbeit Workshops und Veröffentlichung zugänglich gemacht. Die wissenschaftlichen Ergebnisse dieses Projektes dienen weiterhin als Grundlage für gemeinsame Projektvorhaben.
Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen und Handlungsfelder in der Lieferkette zu ermitteln stellt für Unternehmen einen ersten wichtigen Meilenstein des nachhaltigen Lieferkettenmanagements dar. Die Fokussierung ist wichtig, um die begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen möglichst effektiv und effizient einsetzen zu können. Das ist oft nicht einfach. Denn sowohl die Beschaffung von Daten über Landesgrenzen hinweg als auch die Einflussnahme auf Direkt- und Unterlieferanten zur Verbesserung ihrer Nachhaltigkeitsleistung ist für Unternehmen herausfordernd. Die vorliegende Publikation möchte Unternehmen in beiden Punkten unterstützen und dabei helfen, Transparenz bezüglich der wesentlichen Umweltwirkungen entlang der Lieferkette herzustellen.
Der 'Umweltatlas Lieferketten' zeigt für ausgewählte Branchen mit hohen Umweltwirkungen auf, an welchen Stellen und in welcher Weltregion der Lieferketten negative Auswirkungen auftreten können. Somit werden 'Hot-Spots' für die jeweilige Branche sichtbar gemacht. Umweltwirkungen werden anhand der vier Schlüsselthemen Treibhausgasemissionen, Luftverschmutzung, Wasserverbrauch und Landnutzung dargestellt (Teil I).
Die Ergebnisse zeigen die Umweltwirkung der jeweiligen Branche in Deutschland mit der zugehörigen Lieferkette, d. h. von der Gewinnung benötigter Rohstoffe über die Verarbeitung auf vorgelagerten Stufen bis zu den direkten Lieferanten (Teil II). Die Berechnungen erfolgten mithilfe eines um ökologische Daten erweiterten Input-Output-Modells (siehe 'Hinweise zum methodischen Ansatz' für weitere Informationen). Darauf aufbauend stellt der Atlas mögliche Maßnahmen zur Gestaltung und Optimierung einer nachhaltigen Lieferkette vor (Teil III).
The consortium consists of 22 partners from universities, agricultural companies and industry. The project is coordinated by the University of Hohenheim in Stuttgart (Germany). It is primarily funded(€ 12.3 million) by the 'Bio-based Industries Joint Undertaking' (BBI JU), a public?private partnership between the European Union and 'Bio-based Industries Consortium' (BIC). The private project partners are contributing the remaining € 2.7 million.
The goal of the project is to produce sustainable products with a strong market potential, to guarantee a reliable and affordable supply of sustainably produced biomass, and to better link biomass producers with the processing industry. In order to avoid competition with the cultivation of food or feed crops, miscanthus and hemp are grown on areas that have been polluted by heavy metals, for example, or are unattractive for food production due to lower yields.