Veranlassung Die aktuellen, trockenen Jahre haben gezeigt, dass an den Bundeswasserstraßen im Binnenland und den Ästuaren in Zeiten des Klimawandels wieder vermehrt mit Eutrophierungs-Phänomenen zu rechnen ist. Das Fischsterben in der Oder, ausgelöst durch das verstärkte Wachstum der Alge Prymnesium parvum und der von ihr gebildeten Toxine, die mittlerweile regelmäßig auftretenden Cyanobakterienblüten an der Mosel oder auch die wieder verstärkt auftretende Sauerstoffproblematik in vielen Fließgewässern wie z. B. der Elbe sind die prominentesten Beispiele dieser Entwicklung (Abb. 1). Nicht nur in den Medien, der Öffentlichkeit und in der nationalen und internationalen Politik, auch bei den verwaltenden Behörden wie den Landesämtern oder der Wasserstraßen und Schifffahrtsverwaltung des Bundes erregt dieses Thema große Aufmerksamkeit und Besorgnis. Eutrophierung ist eines der zentralen Wasserqualitätsprobleme, die in der Nationalen Wasserstrategie der Bundesregierung benannt werden. Ihre Vermeidung, insbesondere im Ästuar- und Küstenbereich, ist „Vision“ der Nationalen Wasserstrategie und entspricht dem nationalen Umweltziel 1 aus der Umsetzung der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Die Gründe für diese Eutrophierungsphänomene liegen in den ungewöhnlich langen, trockenen und warmen Wetterperioden in den Frühjahrs- und Sommermonaten der vergangenen Jahre. Diese führen nicht nur zu einem Anstieg der Wassertemperatur und ausreichender Lichtverfügbarkeit, auch der Abfluss in den Bundeswasserstraßen nimmt ab, während die Aufenthaltszeit des Wassers gerade in staugeregelten Bereichen ansteigt. All diese Faktoren sind wachstumsfördernd für Algen und Cyanobakterien. Durch den geringen Abfluss werden zudem eingeleitete Substanzen nicht mehr ausreichend verdünnt. Im Falle der Oder führten durch den Bergbau eingeleitete Salze erst dazu, dass die Brackwasseralge Prymnesium parvum ein ideales Habitat vorfand. Es besteht daher starker Bedarf, solche Kipppunkte von Gewässern frühzeitig zu erkennen und über ein Monitoringprogramm im Krisenfall die Handlungsfähigkeit der zuständigen Behörden zu verbessern. Dazu ist es zunächst notwendig, das Potenzial der Bundeswasserstraßen für die Massenentwicklung von schädlichen Algen und Cyanobakterien zu evaluieren und damit zu klären, an welchen Bundeswasserstraßen das Risiko für schädliche Algenblüten besteht. Es gibt verschiedene Algen, andere Protisten und Cyanobakterien, die das Potenzial schädlicher Auswirkungen auf das Ökosystem und die menschliche Gesundheit haben. Die Nischen oder Habitate, in denen diese Arten vorkommen sind zwar begrenzt, es ist jedoch nachgewiesen, dass durch den Menschen verursachte Phänomene (Klimawandel, Einleitung von Nährstoffen und Salzen) die Ausbreitung schädlicher Algen befördern und es dadurch zu massenhaften Entwicklungen dieser kommt. Es ist nicht bekannt, in welchen der Bundeswasserstraßen mögliche Habitate für diese schädlichen Organismen derzeit bestehen oder auch in Zukunft unter einem Klimawandelszenario entstehen könnten. Diese Lücke soll in diesem Projekt geschlossen werden. Ziele - Identifizierung der TOP10 HABs (engl. „Harmful Algae Blooms“ = schädliche Algenblüten), also der 10 Arten, die am wahrscheinlichsten in großen Fließgewässern eine schädliche Algenblüte bilden und Charakterisierung ihrer Umweltanforderungen - Erstellung und Veröffentlichung von Steckbriefen der TOP10 HABs - Zusammenstellung von Umweltdaten für eine Risikoanalyse schädlicher Phytoplankton-Massenentwicklungen - Analyse des trophischen Potenzials der Bundeswasserstraßen, d. h. der theoretischen Möglichkeit für eine Phytoplankton-Massenentwicklung in den Bundeswasserstraßen.
Die Nationale Wasserstrategie (NWS) zählt zu den zentralen wasserpolitischen Vorhaben der kommenden Jahre. Sie wurde als Strategie der Bundesregierung am 15. März 2023 vom Bundeskabinett beschlossen. Bereits in der NWS ist festgehalten, dass eine Erfolgskontrolle integraler Bestandteil des Umsetzungsprozesses sein wird. Dazu ist vorgesehen, dass eine interministerielle Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Länder ab 2029 alle sechs Jahre einen Bericht zur Umsetzung der NWS vorlegt. In dem Vorhaben soll eine transparente Methodik (Indikatorensystem) für das Monitoring des Umsetzungsprozesses der NWS erarbeitet und in Beteiligungsformaten abgesichert werden. Ziel ist es, Grundlagen für einen kontinuierlichen Umsetzungsradar mit geeigneten Informationsangeboten zu entwickeln und allen beteiligten Akteuren am 'Gemeinschaftsprojekt NWS' eine kontinuierliche Übersicht und Beteiligung zu ermöglichen. Als Grundlage dafür soll im Rahmen des Vorhabens eine geeignete Datenbank/-plattform konzipiert werden, in der die Umsetzungsbeiträge zur NWS sichtbar gemacht werden können. Um die Methodik zu erproben, die Umsetzungsfortschritte darzustellen und die weitere Umsetzung voranzubringen, ist eine Statuskonferenz vorgesehen. Dafür wird ein Statusbericht erarbeitet.
Position der Kommission Bodenschutz beim UBA (KBU) mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Bundesverband Boden e.V. (BVB), der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG), dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA).Angesichts zunehmender Trockenheit und häufiger Starkregenereignisse mit Hochwassergefahr sind der Schutz und die Wiederherstellung des Landschaftswasserhaushalts mehr denn je erforderlich. Das gemeinsam von Verbänden und Behörden erarbeitete Positionspapier benennt die aktuellen Probleme und weist Handlungsempfehlungen zur besseren Verteilung und zum Halten von Wasser in der Landschaft aus. Im besonderen Fokus steht dabei das Handlungsfeld Boden.
Ziel des Projektes ist die Analyse und Bewertung der fachlich-wissenschaftlichen Grundlagen sowie des rechtlichen Rahmens für die Ableitung von Priorisierungsentscheidungen – zum einen im Fall akuter, regionaler temporärer Wasserknappheit und Bodentrockenheit und zum anderen für vorausschauende strategisch-vorsorgende Entscheidungen bei der Bewilligung von Wasserentnahmen. Die für eine Priorisierung von konkurrierenden Wassernutzungen erforderlichen Regeln und Kriterien sind zu entwickeln. Zudem unterstützt und begleitet das Vorhaben die Bund-Länder-Aktivitäten zur Entwicklung der Leitlinien für den Umgang mit Wasserknappheit und bindet durch begleitende Veranstaltungen weitere Akteure ein.
<p> <p>Grundwasser ist die wichtigste Quelle für Trinkwasser in Deutschland. Welche Mengen entnommen werden können ohne langfristig diese wichtige Ressource zu gefährden, hängt entscheidend von der Grundwasserneubildung ab. Das Umweltbundesamt (UBA) hat neue Daten zur Grundwasserneubildung und zur Nutzungsintensität in Deutschland veröffentlicht.</p> </p><p>Grundwasser ist die wichtigste Quelle für Trinkwasser in Deutschland. Welche Mengen entnommen werden können ohne langfristig diese wichtige Ressource zu gefährden, hängt entscheidend von der Grundwasserneubildung ab. Das Umweltbundesamt (UBA) hat neue Daten zur Grundwasserneubildung und zur Nutzungsintensität in Deutschland veröffentlicht.</p><p> <p>In Deutschland werden rund 70 Prozent des Trinkwassers aus Grundwasserressourcen gewonnen. Damit das Grundwasser auch langfristig in ausreichenden Mengen für die Wasserversorgung verfügbar bleibt und grundwasserabhängige Ökosysteme geschützt werden, sind Kenntnisse über die Menge neu gebildeten Grundwassers (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/grundwasserneubildung">Grundwasserneubildung</a>) und die Wassergewinnung (Wasserentnahmen) entscheidend.</p> <p>Für die nachhaltige Bewirtschaftung von Grundwasserressourcen, insbesondere in Trockenperioden, sind deshalb valide Daten zur Grundwasserneubildung essenziell. Auch die Wassergewinnung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bewirtschaftung der Wasserressourcen. Erst durch die Gegenüberstellung von Wassergewinnung und vorhandener Wasserressource können Problemregionen erkannt werden. Für diese Bilanzierung wird der Grundwassergewinnungsindex (GWGI) berechnet. Der Index beschreibt das Verhältnis der Grundwassergewinnung zur -neubildung. Mit dem Index wird die Nutzungsintensität bewertet.</p> <p>In der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Studie „Auswirkung des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit − Anpassung an Trockenheit und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/duerre">Dürre</a> in Deutschland (WADKlim)“, wurden neue Daten zur Grundwasserneubildung und zu Grundwassergewinnungsindizes erarbeitet und veröffentlicht.</p> <p>Die mittlere Netto-Grundwasserneubildung wurde mit dem Modell mGROWA für den Zeitraum 1961 bis 2020 berechnet. Die Mittelwerte der Jahressummen in Millimeter können für die 10-Jahres- und 30-Jahres-Perioden abgerufen werden.</p> <p>Zusätzlich werden die Grundwassergewinnungsindizes auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte (NUTS-3-Regionen) innerhalb von Deutschland und für das Jahr 2019 bereitgestellt. Der GWGI beschreibt Zusammenhänge zwischen Grundwasserneubildung und Grundwassergewinnung, basierend auf dem erneuerbaren Grundwasserdargebot. Dabei handelt es sich um Niederschlag und Zusickerung aus Oberflächengewässern.</p> <p>Die Autor:innen der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass zukünftig in vielen Regionen Deutschlands die Verfügbarkeit von Wasser unter dem Einfluss des Klimawandels sinkt. Insbesondere in Trockenperioden kann es regional zu erheblichen Engpässen in der Wasserverfügbarkeit kommen, was zur Entstehung von Nutzungskonflikten führen oder bestehende Konflikte verschärfen kann. Um eine sichere und gerechte Versorgung für alle Nutzergruppen zu gewährleisten ist daher eine nachhaltige Wassernutzung nötig. </p> <p> </p> <p>Beide Datensätze werden durch das UBA als <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/open-data">Open Data</a> zur freien Nachnutzung öffentlich bereitgestellt.<br><br>Sehen Sie den WADKlim Abschlussbericht <a href="https://www.umweltbundesamt.de/media/112542">hier</a> und das WADKlim Factsheet <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/112543%20">hier</a>. </p> </p><p>Informationen für...</p>
<p> <p>Aktuell lädt das Bundesumweltministerium Bürger*Innen und Organisationen dazu ein, sich an einer Umfrage zum Thema Wasser zu beteiligen und Projekte zur Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie einzutragen. Die Ergebnisse fließen in die Evaluation der Nationalen Wasserstrategie ein. Die Beteiligungsplattform ist bis zum 4. Mai 2026 geöffnet. Nutzen Sie die Möglichkeit der Beteiligung.</p> </p><p>Aktuell lädt das Bundesumweltministerium Bürger*Innen und Organisationen dazu ein, sich an einer Umfrage zum Thema Wasser zu beteiligen und Projekte zur Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie einzutragen. Die Ergebnisse fließen in die Evaluation der Nationalen Wasserstrategie ein. Die Beteiligungsplattform ist bis zum 4. Mai 2026 geöffnet. Nutzen Sie die Möglichkeit der Beteiligung.</p><p> <p><strong>Beteiligung zum Thema Wasser</strong></p> <p>Wie lässt sich unsere Lebensgrundlage Wasser – angesichts vieler Herausforderungen – nachhaltig sichern? Das Bundesumweltministerium hat dazu gemeinsam mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren eine "Nationale Wasserstrategie" erarbeitet. Nun wird die Umsetzung der Strategie evaluiert und Sie sind gefragt: Was denken Sie zum Thema Wasser? Welchen Beitrag leistet Ihre Organisation? </p> <p>Die Beteiligung richtet sich an zwei Gruppen:</p> <ul> <li>Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Meinungen in einer Umfrage zu teilen </li> <li>Organisationen (z. B. Kommunen, Unternehmen, Verbände, …) sind eingeladen, konkrete Umsetzungsbeiträge zum Thema Wasser sichtbar zu machen.</li> </ul> <p>Die Erhebung läuft seit dem Weltwassertag am 22. März und endet am 4. Mai 2026.</p> <p><strong>Machen Sie jetzt mit! Ihre Meinung zählt!</strong></p> <p>Hier geht’s zur Beteiligungsplattform: <a href="https://beteiligung.bundesumweltministerium.de/de/ihr-beitrag-wasserstrategie">https://beteiligung.bundesumweltministerium.de/de/ihr-beitrag-wasserstrategie</a></p> </p><p>Informationen für...</p>
Position der Kommission Bodenschutz beim UBA (KBU) mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Bundesverband Boden e.V. (BVB), der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG), dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA). Angesichts zunehmender Trockenheit und häufiger Starkregenereignisse mit Hochwassergefahr sind der Schutz und die Wiederherstellung des Landschaftswasserhaushalts mehr denn je erforderlich. Das gemeinsam von Verbänden und Behörden erarbeitete Positionspapier benennt die aktuellen Probleme und weist Handlungsempfehlungen zur besseren Verteilung und zum Halten von Wasser in der Landschaft aus. Im besonderen Fokus steht dabei das Handlungsfeld Boden. Veröffentlicht in Position.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 33 |
| Land | 3 |
| Weitere | 2 |
| Wissenschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 7 |
| Text | 25 |
| unbekannt | 6 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 27 |
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| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 38 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 16 |
| Dokument | 8 |
| Keine | 15 |
| Webseite | 21 |
| Topic | Count |
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| Boden | 30 |
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