Ausgangslage: Überschlägige Berechnungen zeigen, dass die Menschheit bereits heute deutlich über den ökologisch langfristig tragbaren Grenzen lebt. Der Druck auf die natürlichen Ressourcen wird durch den materiellen Aufholbedarf von Schwellen- und Entwicklungsländern und die steigende Bevölkerung weiter zunehmen. Die steigende Nachfrage nach immer knapper werdenden Rohstoffen führt bereits heute zu Versorgungsengpässen und Konflikten sowie zu steigenden Umweltbelastungen bei der Rohstoffbereitstellung und -aufbereitung. Insbesondere die Industrieländer, die mit ihrem pro-Kopf Ressourcenverbrauch deutlich über dem globalen Durchschnitt liegen (Europa ca. 75 Prozent) werden ihren materiellen Verbrauch deutlich (mindestens um den Faktor 10) reduzieren müssen. Bisher liegen aber keine anschaulichen, konkreten Darlegungen vor, welche materiellen Ausstattungsgrade unter der Prämisse einer globalen Gerechtigkeit überhaupt langfristig zukunftsfähig sind. Zielstellung/Methodik: Das Vorhaben soll auf der Ebene von Haushalten untersuchen und in verschiedenen Szenarios veranschaulichen, in welchem Ausmaß eine Bedürfnisbefriedigung mit materiellen Gütern innerhalb der Randbedingungen von globaler Gerechtigkeit (d. h. einer prinzipiellen globalen Verallgemeinerbarkeit), einer nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung und einer klimaschützenden Gesellschaft möglich ist. In einem weiteren Schritt sollen dabei erste Budgetansätze für die Inanspruchnahme von prioritären Rohstoffen pro Kopf abgeleitet werden. Dabei sind, soweit erforderlich, auch Fragen nach dem ökologischen Grenznutzen bei der Bereitstellung dieser Rohstoffe und ihrer Wiederverwertung/Kreislaufführung zu adressieren. Die zugrunde gelegten Daten, Modellannahmen und Berechnungswege sind in ein EDV-Tool zu überführen, das es der interessierten Bevölkerung ermöglich, spielerisch zu erkunden, welche materiellen Ausstattungsgrade unter den Restriktionen einer globalen Nachhaltigkeit möglich sind.
The aim of lODP Expeditions 320 and 321 (March - July 2009) is to retrieve well preserved sediment records from the equatorial eastern Pacific. For selection of the drilling locations, special emphasis was laid on obtaining well preserved continuous core material that, provides an excellent archive for paleoceanographic reconstructions of the Palaeogene, a time of rapid and extreme climate variability. Besides environmental parameters like sea surface temperature (SST), salinity and productivity, the oceanic Ca budget is an important factor for modeling past carbon cycling and global climate changes. Calcium isotopes have been used for the reconstruction of the oceanic Ca budget in the Neogene and parts of the Mesozoic, Paleozoic and Precambrian. The aim of the proposed project is to use calcareous dinoflagellate cysts of the sediment record obtained during Expeditions 320/321 to reconstruct the fluctuations in the oceanic delta 44/40Ca and Ca-budget during the Palaeogene. Calcareous dinoflagellate cysts of Thoracosphaera heimii have the potential to preserve a long term record of delta 44/40Ca. On the same species delta 18O and Sr/Ca ratios will be analysed for the reconstruction of Palaeogene SST and salinity.