Polymere stellen eine sehr umfangreiche Gruppe chemischer Verbindungen dar, die verschiedenen Stoffklassen angehoeren. Sie kommen in aussergewoehnlich grossen Mengen in unserer Biosphaere vor. Es handelt sich dabei um Substanzen, die aus solchen Molekuelen aufgebaut sind, in denen eine Art oder mehrere Arten von Atomen oder Atomgruppierungen wiederholt aneinandergereiht sind. Polymere sind auch Hauptbestandteil der Kunststoffe. Hierbei handelt es sich um Materialien, deren wesentliche Bestandteile aus makromolekularen organischen Verbindungen bestehen, die synthetisch oder durch Abwandeln von Naturprodukten oder durch biotechnologische Produktion entstehen. Der Abbau von Polymeren in Kunststoffen sowie von natuerlichen und synthetischen Kautschuken durch Bakterien und Pilze ist auf biochemischer und molekularer Ebene bisher wenig erforscht worden. Ein Verstaendnis der ablaufenden Vorgaenge koennte dazu beitragen, biotechnologische Verfahren zu entwickeln, solche polymeren Werkstoffe und Verpackungsmaterialien zu entsorgen oder in wiederverwertbare Substanzen zu ueberfuehren. Fuer wasserloesliche, technisch relevante Polymere ist die Kenntnis und ein Verstaendnis des Abbaus besonders wichtig, weil diese meist nicht rezyklisiert oder deponiert werden koennen. Darueber hinaus tragen Kenntnisse ueber die biologischen Abbaumechanismen dazu bei, polymere Materialien zu entwickeln, die gegenueber einem Abbau inert sind und die fuer besonders langlebige Anwendungen geeignet sind. Die am Abbau von aus Biosynthesen hervorgegangenen Polyamide, Poly(aepfelsaeure) und Naturkautschuk beteiligten Proteine sollen charakterisiert und deren Strukturgene kloniert werden. Daneben zielen Untersuchungen auch auf die Aufklaerung des mikrobiellen Abbaus synthetischer Polymere wie zB Polyethylenglykol, Polyvinylalkohol oder Polyacrylsaeure sowie synthetischer Kautschuk ab.
Änderung der Anlage zum Vulkanisieren von Naturkautschuk durch schrittweise Erhöhung des Durchsatzes an Gummimischung, Einführung eines Shuttelverkehrs zur kontinuierlichen Versorgung der Produktion mit Rohware und Ablieferung von Fertigware, Demontage von Schwallbädern und Stillegung der Nachverbrennungsanlage
Gesamtprojektziel ist die Entwicklung eines integrativen, praxisorientierten und Stakeholder-validierten Managementkonzepts für den nachhaltigen Kautschukanbau im südlichen Yunnan (China) für die Mekong-Region. Ziel des Teilprojektes der Universität Hannover ist eine ex ante-Wirkungsanalyse (Impact Assessment) von Innovationen und nachhaltigen Managementkonzepten natürlicher Ressourcen. Die Universität Hannover übernimmt folgende Arbeitsschritte: (1) Durchführung einer repräsentativen Haushaltsumfrage. Zusätzlich sollen Expertenworkshops durchgeführt werden, um die Annahme bezüglich der potentiellen Adoptionsrate nachhaltiger Landnutzungskonzepte sowie für die Kalibrierung des mathematischen Programmierungs-Modells zu diskutieren und zu verifizieren. (2) Die Entscheidungsverhalten in Bezug auf die Annahme neuer Technologien sollen anhand von Logit- oder Probit-Modellen analysiert werden (adoption analysis), mit Analyse der Schlüsselfaktoren zum Verhalten der Haushalte in Bezug auf die Produktion von Kautschuk. (3) Eine ökonomische Analyse verschiedener Produktionssysteme bezüglich Kostenstrukturen und Produktivität. (4) Ein lineares Optimierungsmodell soll die potentiellen ökonomischen Nutzen und Kosten alternativer Landnutzungskonzepte in Bezug auf die Einkommensgenerierung, Einkommensverteilung, Ernährungssicherung, sowie Armut und Vulnerabilität untersuchen. (5) Aufbauend auf den Ergebnissen der verschiedenen Analysen soll eine ex ante-Wirkungsanalyse von innovativen und nachhaltigen Managementkonzepten natürlicher Ressourcen erfolgen.
Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat sich die Weltproduktion an Naturkautschuk um ein Drittel erhöht. Im Jahr 2020 wird China voraussichtlich 30Prozent des weltweit produzierten Kautschuks benötigen, der hauptsächlich aus den südlichen tropischen Regionen Chinas (vor allem Yunnan) und den angrenzenden Ländern der Mekong-Region wie Vietnam, Laos und Kambodscha bezogen werden muss. Die Ausdehnung der Kautschukplantagen in dieser Region erfolgt hauptsächlich auf Kosten natürlicher Wälder des 'indo-burmesischen Hotspots', einer der global bedeutendsten Biodiversitätsregionen. Dieser rasche Prozess bedingt eine Reihe direkter und indirekter Effekte auf Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen, sowie auf die sozio-ökonomischen Bedingungen verschiedener räumlicher und zeitlicher Skalen. Diese komplexen und miteinander verknüpften Faktoren erfordern daher die qualitative und quantitative Analyse der Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen für die Entwicklung neuer und nachhaltiger Landnutzungskonzepte. Das übergeordnete Ziel des Verbundprojekts SURUMER ist die Entwicklung eines integrativen, anwenderfreundlichen und von Stakeholdern bewerteten Konzepts zum nachhaltigen Kautschukanbau in Yunnan, welches auf andere Gebiete der Mekong-Region übertragbar ist und an andere, großflächige tropische Monokulturen angepasst werden kann. Das Konzept basiert auf einem inter-, multi- und transdisziplinären Ansatz, bei dem trade-offs und Synergien zwischen Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen einerseits und sozio-ökonomischen Zielen und Zwängen andererseits identifiziert werden.
Das Ziel von 'TARULIN II' ist es, in Fortsetzung der Arbeiten aus TARULIN, die Voraussetzungen zur nachhaltigen Nutzung von T. koksaghyz entlang der Wertschöpfungskette zu schaffen. Pflanzenzüchtung, Evaluation agronomischer Parameter und die Prozessierung von Latex und Kautschuk zu Prototypen bilden den Projektfokus. Folgende Detailziele werden von Industrie und Akademia weiter verfolgt: 1. Ertragssteigerung und Verbesserung der Pflanzenmorphologie durch Präzisionszucht, 2. Erstellung eines Anbauplanes zur Aussaat, Pflanzenschutz und Ernte in Feldversuchen auch auf sekundärem Ackerland, 3. Prozessierung und Charakterisierung der Rohstoffe durch umweltfreundliche Trennverfahren, 4. Nutzung der Rohstoffe In dem verlängerten Projektzeitraum werden die in TARULIN I begonnenen Arbeiten und offenen Fragestellungen der vier Arbeitspakete von allen Partnern weitergeführt und bearbeitet. Die ESKUSA GmbH wird in Zusammenarbeit mit dem Fh-IME die Züchtung neuer T. koksaghyz-Linien fortsetzen, die für die Anforderungen des modernen Pflanzenbaus und der Prozessierung geeignet sind. Die Arbeiten werden durch die numares AG und die WWU hinsichtlich der Analytik ergänzt. Das JKI wird die Arbeiten zur Agronomie weiterführen. Für die Gewinnung der Rohstoffe wird die in TARULIN I gewonnene Expertise vom Fh-IME eingebracht. Als Anwender werden die Continental Reifen GmbH und die Synthomer GmbH die Rohstoffe untersuchen und in Produkt-Prototypen umwandeln.
Das Ziel des Projekts TARULIN ist die Schaffung der Voraussetzungen zur nachhaltigen Nutzung von T. koksaghyz entlang der Wertschöpfungskette. Pflanzenzüchtung, Evaluation agronomischer Parameter und die Prozessierung von Latex, Kautschuk und Inulin zu Prototypen bilden den Projektfokus. Folgende Detailziele werden von Industrie und Akademia verfolgt: - Ertragssteigerung und Verbesserung der Pflanzenmorphologie durch Präzisionszucht - Entwicklung eines Anbauverfahren zur Aussaat, Pflanzenschutz und Ernte in Feldversuchen auch auf sekundärem Ackerland - Prozessierung und Charakterisierung der Rohstoffe durch umweltfreundliche Trennverfahren - Nutzung der Rohstoffe in der Prototypenfertigung. Die vier Arbeitspakete Züchtung, Agronomie, Prozessierung und Charakterisierung und Prototypenentwicklung werden von den Partnern entsprechend ihrer Expertisen und Vorarbeiten durchgeführt. Die AESKULAP GmbH wird in Zusammenarbeit mit dem Fh-IME neue T. koksaghyz-Linien züchten, die für die Anforderungen des modernen Pflanzenbaus und der Prozessierung geeignet sind. Die Arbeiten werden durch die numares GmbH und das MPI-PZ hinsichtlich der Analytik ergänzt. Das JKI wird die Arbeiten zur Agronomie durchführen. Die Expertise und Infrastruktur im Bereich der Biomasseprozessierung des Fh-IGB werden für die Gewinnung der Rohstoffe eingesetzt. Die Verfahrensentwicklung wird dabei vom IGVT (Uni Stuttgart) unterstützt. Als Anwender werden die Continental Reifen Deutschland GmbH, die Synthomer GmbH und die Südzucker AG die Rohstoffe untersuchen und in erste Produkt-Prototypen umwandeln.
Mit dem Ziel, die Kommerzialisierung des Anbaus und die Verwertung der Rohstoffe aus Russischem Löwenzahn in großem Maßstab weiter voran zu treiben, soll die Züchtung beschleunigt und intensiviert und die resultierenden Pflanzen der direkten Nutzung zugeführt werden. Zur zügigen Erreichung und Absicherung dieses Zieles bedarf es weiterer großer Anstrengungen, die im beantragten Vorhaben interdisziplinär in Arbeitspaketen entlang der Wertschöpfungskette weitergeführt bzw. begonnen werden sollen: - Züchtung; -Züchtungsmethodik; - Agronomie und Pilotanbau; -Rohstoffverarbeitung und Produktcharakterisierung. Dabei kann auf den zielorientierten Vorarbeiten eines intensiven Netzwerkes um einige Kernakteure und auf die erfolgreich abgeschlossenen Projekte aufgebaut werden. Die Inhalte des Projektes werden in 4 Arbeitspaketen bearbeitet: Das Arbeitspaket 1 - Züchtung - umfasst Kreuzungen und Selektionen zur Erhöhung des Kautschukertrages. Material und Ergebnisse aus Zuchtmethodik und Agronomie werden im Zuchtmaterial und einem Zuchtschema integriert und verwertet. Im Arbeitspaket 2 - Züchtungsmethodik - werden Zuchtmethoden entwickelt. Im Arbeitspaket 3 - Agronomie und Feldversuche - werden geeignete Sätechnik und technische Saatgutveredelung zur Verbesserung/Sicherung des Feldaufganges getestet. Ein Monitoring des Tks-Wildmaterials bzw. neuen Zuchtmaterials begleitet den Freilandanbau. Im Arbeitspaket 4 - Rohstoffverarbeitung und Produktcharakterisierung - werden Kautschuke und Latices aus neuem Zuchtmaterial, dessen Qualität und Alterungsverhalten am reinen Kautschuk, in Mischungen und im Endprodukt beurteilt.
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 45 |
| Land | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 2 |
| Förderprogramm | 41 |
| Gesetzestext | 2 |
| Text | 2 |
| Umweltprüfung | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 5 |
| offen | 41 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 45 |
| Englisch | 11 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 1 |
| Keine | 12 |
| Webseite | 33 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 35 |
| Lebewesen und Lebensräume | 38 |
| Luft | 21 |
| Mensch und Umwelt | 46 |
| Wasser | 10 |
| Weitere | 45 |